News Nachhaltigkeits­berichte: Amazon und Google entfernen sich weiter von Klimazielen

Booth schrieb:
Indien ist wieder ein Spezialfall, aber selbst dort spielen Erneuerbare eine immer grösser werdende Rolle.
Indien hatte mit Suzlon eine starke Marke. Geboren aus dem Bedürfnis, eine stabile Energieversorgung zu haben. Dass sie dabei grün war, war eher ein positiver Nebeneffekt.

China will vor allem eines: Unabhängigkeit. Und wer jetzt mit dessen AKWs kommt: Allein der Zubau an Solar letztes Jahr, mit über 300 GW, toppt gerade das, was in den nächsten Jahren an Kernkraftwerksleistung ans Netz gehen soll.


Ozmog schrieb:
Und keiner kapiert, dass Erneuerbare Energien billiger sind, als die übrigen.
Es sind vor allem die Folgekosten ohne erwartbaren Nutzen. Lubmin ist immer noch nicht zurückgebaut, obwohl die seit 1995 dran sind. Sind ja erst 30 Jahre.
Brunsbüttel hatte vor Jahren noch ziemlich viele Angestellte, obwohl das Kraftwerk bereits abgeschaltet war.
Genauso ist die Frage des Mülls noch unbeantwortet. Und dazu gehören nicht nur die Brennstäbe, sondern alles, was stärker kontaminiert ist.


Und wer da immer noch meckert, was das alles kostet, und es bringt ja nichts.
Denkt mal an euch selbst: Wie lange hat es gedauert, bis ihr euer eigenes Geld verdient habt? War das gleich nach der Geburt erledigt?
Hatte jede Technologie sofort ihren Durchbruch oder gab es immer wieder Verbesserungen?
 
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@andi_sco Ich war sogar vor kurzem in einem nagelneuen Bürogebäude, in der ein erheblicher Teil der Büroflächen zu einem Unternehmen gehört, dass für den Rückbau zuständig ist. Die richten sich da bestimmt für die nächsten 35+ Jahre ein.
Ergänzung ()

andi_sco schrieb:
Genauso ist die Frage des Mülls noch unbeantwortet. Und dazu gehören nicht nur die Brennstäbe, sondern alles, was stärker kontaminiert ist.
Und darum wird sich kein Unternehmen finanziell drum kümmern, egal wieviel Geld sie zuvor eingesackt hatten. Auch kein KI-Unternehmen, welches AKWs haben möchte, um die Rechenzentren zu betreiben.
 
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Schon ziemlich bedauerlich, dass es keinen politischen Willen gibt, hier vernünftige Grenzen zu setzen. Da kommt eben beim absoluten Profitgedanken und Wettrennen alles unter die Räder, Mensch, Tier und Umwelt sowieso. Ob es das wert ist, für den aktuellen Output...

Dabei wären zumindest auf der Stromseite ohne Fossil oder Uran der Strom sogar günstiger, was sich positiv auf den Betrieb auswirkt.

Neben den steigenden Preisen für Speicher, Server etc. noch ein Nachteil auf der langen Liste der Contrapunkte. :freak:
 
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Es geht gar nicht mehr wirklich darum die Klimakrise abzuwenden, sondern eigentlich nur noch darum dass die menschliche Zivilisation noch einigermaßen in ca. 100 Jahren so wie wir sie heutzutage kennen überhaupt noch existieren kann.

Um die Klimaziele noch zu erreichen müsste man mit einem quasi nicht finanzierbaren Aufwand CO2 binden, was ziemlich sicher deshalb auch nicht passieren wird.
 
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Gravlens schrieb:
Um die Klimaziele noch zu erreichen müsste man mit einem quasi nicht finanzierbaren Aufwand CO2 binden, was ziemlich sicher deshalb auch nicht passieren wird.
die CO² Frage ist irrelevant, selbst wenn wir es schaffen würden auf netto null runter zukommen, was utopisch ist, denn je mehr Waren produziert, umso mehr Rohstoffe werden benötigt, Produktionsgebäude und der Transport der Waren, umso mehr CO² wird produziert, unabhängig von der Energiefrage

ist halt nicht drinne wenn wir selbst jetzt schon bei nicht mal 2 Milliarden die so leben wie wir, noch weitere 3-4 Milliarden in den Schwellenländern diesen Lebensstandard im Überfluss zu ermöglichen und wir sollen bis 2050 über 10 Milliarden sein... die Auswirkungen dessen sehen wir doch weltweit und die benötigten Rohstoffe müssen auch irgendwoher kommen, für weitere 3-4 Milliarden ?

keine Ahnung was ihr euch da für Luftschlößer baut und euch das blaue vom Himmel erzählen lasst
 
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Neodar schrieb:
Was hat das jetzt mit der AfD zutun? Man muss sich doch nur die Bundespolitik der letzten Jahre anschauen wie stark da der Fokus auf Klimaschutz, alternative Energien usw. gelegt wurde.

Ich persönlich bin durchaus für Umweltschutz und erneuerbare Energien. Aber zu glauben, dass das kleine Deutschland den Klimawandel aufhalten würde, während viel größere Länder wie USA, China, Indien... einfach mal drauf scheissen, wie stark sie die Umwelt belasten, ist einfach nur unfassbar naiv und dumm.
Ich bin für … aber …

Ich liebe es.
Ergänzung ()

Heute habe ich im Podcast von Schulz und W.M. Schmidt gehört, dass 3 Grad (im Schnitt) höhere Temperatur das Leben für schlappe 3 Milliarden Menschen unmöglich macht.

Gleichzeitig sehe ich, wie auf der German Autobahn auf der linken Spur ein Porsche SUV, ein Octavia (vermutlich VRS) und ein Mercedes mit mindestens 200 km/h und Abständen ohne Verstand versuchen jeweils der erste auf der Spur zu sein. Aber ein Tempolimit würde garantiert nichts bringen. No No No.

Das einzige was mich aber aktuell wirklich stört ist, dass die Bundesländer alle keine durchdachten Hitzeschutzkonzepte haben. Ich sehe das jedes Jahr in meiner Schule. Anstelle dass das Dach beim Neubau begrünt wird, dort Solarmodule drauf kommen und in den Keller ein Stromspeicher, damit dann Tagsüber per Klimaanlage wenigstens der Hauch einer Chance auf Unterricht bei hohen Temperaturen besteht, wird auf ein passives Kühlkonzept verwiesen. Alles andere würde zu viel kosten. Wir sollen lüften und das passive Kühlkonzept würde schon regeln. Ich kann darüber nur noch lachen und kann die Probleme der Deutschen mit Klimaanlagen nicht nachvollziehen. In FFM müssen inzwischen RTW an Schulen kommen, weil Schüler aufgrund der Temperaturen zusammenbrechen.
 
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Klimaschutz kann mir nicht egaler sein, wenn dafür Fortschritt gehemmt wird...
 
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@Dramme Ich formuliere es mal um "Die gute Bewohnbarkeit des Planeten darf dem Ki-Hype nicht im Weg stehen". So in etwa. :freak:
 
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Minthera schrieb:
Aber ein Tempolimit würde garantiert nichts bringen.
Würde es auch nicht. Abgesehen davon kannst du eh kaum schneller fahren weil alles marode, voller Baustellen oder Stau ist. XD
 
warum Nachhaltigkeit nicht nur uns sondern auch in Berichterstattung oft schwerfällt: https://uebermedien.de/76407/die-klimakrise-eskaliert-und-der-journalismus-kommt-nicht-hinterher/
Ein wesentlicher Teil der Klimaberichterstattung zeigt nur einen Ausschnitt der Realität, die Katastrophen. Oft fehlt es am entscheidenden Kontext: Einerseits, dass das erst der Anfang ist und sich die Situation rapide verschlechtert, bis wir aufhören, fossile Energien zu nutzen und Treibhausgase in die Luft zu blasen. Andererseits, dass – und wie – wir die Krise eindämmen und abbremsen können, und die Erderhitzung stoppen.


Zu oft verschleiern journalistische Floskeln die Realität. „Klimaschützer*innen sind enttäuscht“ ist so eine inhaltsleere Formulierung; als bedrohe mangelnder Klimaschutz nur die Lebensgrundlagen dieser Aktivist*innen und nicht die von uns allen.
 
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Klimaziele wurden doch von Herrn Trump per Dekret abgeschaft,
deshalb brät er jetzt in DC!:evillol:
 
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Klimaschutz & Klimaveränderung kostet Geld. Das stört aber alle freilaufenden Gelddruckmaschinen bei ihrer Gewinnmaximierung. Von daher trauriger Bericht aber auch irgndwie klar. Normale IT Anwender/Endkunden machen das aber auch nicht besser mit dem Kauf von Grafikkarten und Netzteilen im KW-Bereich. Und 1000de Starlink Raketenstarts sind klimatisch auch nicht Zielführend.

Im globalen Verhältnis betrachtet, quasi nur eine Handvoll Menschen die versuchen da gegen zu wirken, werden vermutlich scheitern.
 
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Ich finde wir sollten nicht so hart urteilen. Was ist so schlimm daran, dass wir unseren Lebensraum noch schneller für uns unbewohnbar machen? Schließlich verdienen viele Leute (auch unsere KI Bros im Forum) sehr gutes Geld damit. Die wirklich wichtigen Menschen haben doch eh alle autarke unterirdische Bunker, es ist also an jeden (relevanten) gedacht. Auch die Menschen, die Elon Musk in Memphis vergiftet und tötet. Da sollte man sich nicht so anstellen. Das sind wirtschaftlich schlecht gestellte überwiegend schwarze Menschen.

Und wir bekommen bis dahin so viele tolle Slop Memes, Slop Videos und Slop Musik.

Ich finde das ist es wert.

Falls es irgendwer nicht verstanden hat: das war Sarkasmus
Ergänzung ()

blackiwid schrieb:
Wie auch immer wenn das gemacht wird, spielt man eben mit der Gesundheit der Kinder, diese kommen nicht von sich aus auf die Idee vor dem Klima Angst zu kriegen, das wird ihnen gelehrt.
Kinder haben nicht vor dem Klima Angst, sondern vor einer für Menschen unbewohnbaren Erde. Sollen wir die Kinder also lieber anlügen, oder ihnen nicht erzählen, dass ihr Lebensabend im Sommer nur noch drinnen stattfinden kann?
 
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Prozessoren. Alleine dieses Wort, auch gerne CPU. Die CPU, welche andere Option soll es denn sonst sein?

Mein Daumennagel ist grob 285mm². 1000 Punkte darauf zu malen ist unmöglich. Aber 20 Milliarden Transistoren sind kein Problem auf dieser Fläche. Auf den 70,6mm² eines Ryzen 9000 CCD sind 8,3 Milliarden Transistoren. Und unsere Welt besteht aus Atome, oder muss man dies noch erst besprechen :D.
So ein kleines Stück Silizium, mit 8,3 Milliarden Transistoren, ist die Vereinigung der Naturgesetze und der Mathematik (Struktur).
Welche andere Option soll es geben, wenn Physik und Mathematik sagen, menschengemachte Erderwärmung?
Wenn andere Ländernamen kommen und Deutschland kann die Welt nicht alleine retten, habe ich ein Verständnisproblem. Stimmt irgendwas nicht mit meiner CPU? Werden da falsche Wörter berechnet?
Ich bin doch hier in der digitalen Welt. Also Physik und Mathematik funktionieren. Für was muss ich auf andere Länder zeigen und in die Flucht, wir Deutsche sind so klein?
 
Azeron schrieb:
Egal, einfach das Autofahren in Österreich und Deutschland noch teurer und unattraktiver machen und mehr Fahrradwege bauen, dann können alle anderen Länder der Welt ruhig machen was sie wollen weil das Klima ja von uns durch diese Maßnahmen gerettet wird /s
Ach nicht immer so negativ! Dafür hast du ein gesünderes Herz-Kreislauf-System, weil du dich mehr bewegst und weniger Dreck einatmen musst ;)
Haben da halt so eine absolut lernresistente Supermacht jenseits des Atlantiks, denen Spaziergänge über 50m nicht zuzutrauen sind!
 
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Wie viele von euch haben schonmal Glühwürmchen gesehen? Und wann zuletzt? Oder gar Steinfliegen?

Ich habe diese gestern und Donnerstag erst wieder gesehen. Beides sind zudem Indikatoren für absolut unberührte und kerngesunde Natur.

Dass ich dafür weit weg von sämtlichen Ballungsgebieten fahren musste (mitten in die Alpen), ist leider die Kehrtwende. Auch Sternfotografie ist hier noch möglich aufgrund der verhältnismäßig geringen Lichtverschmutzung (ein weiterer Grund, wieso hier Glühwürmchen überhaupt noch leben können).

Wenn ich mir hier so die herrliche Landschaft und Natur anachaue, dann sage ich ganz ehrlich: da kann ich auf extrem viel in meinem sonstigen Alltag verzichten. Solange ich morgens und Abends was halbwegs Essbares auf dem Tischt habe, reicht mir auch klares Bergquellwasser zum Überleben.

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Vermutlich werden wir es als Menschheit schaffen, auch diese teils letzten Refugien der Natur noch zu zerstören.

Sorry, bin da gerade aufgrund des aktiv noch anhaltenden Urlaubs etwas melancholisch.

Genießt alles an Natur, was ihr um euch habt und möglichst so intensiv und bewusst, wie nur irgendwie möglich bei gleichzeitigem Respekt selbiger.
 
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Bei Amazon stieg der kumulierte Ausstoß von Treibhausgasen laut Bericht (PDF) von 69,55 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent im Jahr 2024 auf 80,85 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent im Jahr 2025.

Wenn man in den Bericht schaut, stellt man fest, dass der gesamte Anstieg nicht durch Amazon selbst, sondern durch Dritte verursacht worden ist - welche ohnehinf für rund 3/4 von Amazons Gesamtemissionen verantwortlich sind.

Amazon schreibt dazu, dass ein Gutteil der beteiligten Partner Dekarbonisierungspläne aufgelegt hätten (siehe Seite 6 & 7, Supply Chain Emissions) und man hofft, dass diese irgendwann auf Null- Emissionen kommen, was 11 der 15 Mrd. T CO2e einsparen soll.

Das riecht für mich leider nach Feigenblatt, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
 
DJMadMax schrieb:
Wie viele von euch haben schonmal Glühwürmchen gesehen? Und wann zuletzt?
Als Kind bei Nachtwanderungen. In den 80ern

Vor 3-4 Jahren bei mir im Garten, seitdem leider nicht mehr wieder ;(

Habe auch nix geändert.
 
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Hugo Stiglitz78 schrieb:
Keine Nation der Welt hat mehr Windkraftanlagen als China, keine Nation baut derzeit mehr neue Windkraftanlagen als China.

Keine Nation der Welt investiert derzeit mehr Geld in Klimaschutzinfrastruktur, gemessen am B.I.P als China !
Zur wahrheit gehört aber auch das China bis 2030, noch Kohlekraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 291 GW schon genehmigt und im Bau hat. Dazu kommen noch Gaskraftwerke mit einer Kapazität von 117 GW.

Das sind alleine die Neubauprojekte...

Zum Vergleich, wir haben fossile Kraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 71,6 GW.

Im ersten Quartal 2026 sind die Treibhausgasemissionen in China um 65 Millionen Tonnen auf 15,15 Milliarden Tonnen gestiegen. Deutschalnd hat einen Gesamtausstoß von 648,9 Millionen Tonnen. Pro Kopf liegt China inwzischen bei 10,7 Tonnen CO2 Äquivalent, wir bei 7,7 Tonnen.

Aber ja China baut auch jede Menge Solar- und Windparks in unesiedelten Wüsten... die wir "leider" nicht haben.
 
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