Notebook mit 2 Grafikkarten - Wie funktioniert das?

Makkaroni

Lieutenant
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Der Prozessor meines Windows 10 Notebooks ASUS ROG Strix 17" FHD i7-9750H 16GB (Intel® Core™ i7-9750H Prozessor 12 MB Cache, bis zu 4,50 GHz) hat eine integrierte GPU (Intel® UHD-Grafik 630) u. eine NVIDIA GTX 1660 Ti on board!

Wie funktioniert in diesem Fall die Bildschirmausgabe der Grafik? Ich habe erwartet, dass alles über die GTX 1660 Ti erfolgt, da das die schnellere (bessere) Grafikkarte ist.
Die Onboard-Karte könnte doch eigentlich deaktiviert werden, oder? Kann/Sollte ich die interne Grafikkarte deaktivieren?

Ihr seht da sind einige Fragezeichen (der "Gefahr" dass Spiele zu langsam laufen, steht die schonende Akkuauslastung gegenüber, wenn eine GTX 1660 Ti nicht benötigt wird).

Gruss Makkaroni
 
Und wenn das Notebook an einen externen Monitor hängt, wird in der Regel für alles die GTX genutzt, da diese mit dem Ausgang "verbunden" ist.
Man sollte die iGPU nicht abschalten, da sonst höherer Akkuverbrauch.
 
kachiri schrieb:
wird in der Regel für alles die GTX genutzt, da diese mit dem Ausgang "verbunden" ist.

Falsch - Die Bildausgabe erfolgt immer durch die iGPU.
 
Makkaroni schrieb:
Die Onboard-Karte könnte doch eigentlich deaktiviert werden, oder? Kann/Sollte ich die interne Grafikkarte deaktivieren?
Nein...Das Display hängt zumindest bei einer Intel+Nvidia Kombi an der Intel GPU.
Auch wenn die Nvidia GPU das Bild berechnet, sendet sie es über die IGPU an das Display.

Deaktivieren ist daher keine Option und wäre auch schlecht für deine Akkulaufzeit.

Im Regelfall musst du gar nix machen, aber manchmal erkennt die Nvidia Systemsteuerung nicht, dass ein Spiel GPU Power braucht....dann musst du die .exe des Spiels als Ausnahme bei den Programmeinstellungen hinzufügen und von "Automatische Auswahl:Integrierte Grafikkarte" auf "Nvidia Hochleistungsprozessor" umstellen.
 
NVIDIA Optimus scheint es möglich zu machen, bevor die Anwendung startet, zu erkennen, welche Grafikkarte benutzt werden soll.

... "Der Treiber wertet DirectX-, DXVA- und CUDA-Funktionsaufrufe aus und gleicht diese mit vordefinierten Profilen ab, ..."

Für mich ist es schwer vorstellbar, wie das funktioniert. Das Programm muss doch erstmal laufen, um analysiert zu werden? Dann aber ist es doch schon zu spät?
Oder kann das Betriebssystem ohne bemerkenswerte Latency zwischen den Karten umschalten?

Aber Danke für die Rückmeldungen. Ich habe selber beobachtet, das die Auswahl der Grafikkarte gut funktioniert, ohne dass ich eingreifen musste.
Aber mir ist/war nicht klar, was da im Hintergrund passiert.
Aufgrund eurer Rückmeldungen habe ich verstanden, dass ich nichts ändern sollte. Und das ist natürlich einfach u. sehr willkommen. Da war nur diese Ungewissheit, die mich fragen ließ ..

Danke für die Rückmeldungen,
Makkaroni
 
Makkaroni schrieb:
NVIDIA Optimus scheint es möglich zu machen, bevor die Anwendung startet, zu erkennen, welche Grafikkarte benutzt werden soll.

... "Der Treiber wertet DirectX-, DXVA- und CUDA-Funktionsaufrufe aus und gleicht diese mit vordefinierten Profilen ab, ..."

Für mich ist es schwer vorstellbar, wie das funktioniert. Das Programm muss doch erstmal laufen, um analysiert zu werden? Dann aber ist es doch schon zu spät?
Oder kann das Betriebssystem ohne bemerkenswerte Latency zwischen den Karten umschalten?
Bevor ein Programm die Bildausgave startet passiert ja schon ne menge im "Hintergrund". Genug für den Treiber eine Entscheidung zu treffen.

Und das OS ist mehr als bloß ein "Desktop" mit paar Icons und Startmenü...
 
kachiri schrieb:

Die NVidia wird in dem Fall nur deshalb genutzt, weil ein 2. Bildschirm genutzt wird.
Hat übrigens nichts damit zu tun, dass die Bildausgabe immer durch die iGPU erfolgt.
 
KWMM schrieb:
Falsch - Die Bildausgabe erfolgt immer durch die iGPU.

Hab einen Dell G5 15SE ( AMD CPU und 5600M zusätzlich als externe Grafikkarte ), und hier ist es wichtig, dass man darauf achtet welchen Monitirnschluss man nimmt.

Das System hat wie gesagt 2 Grafikchips, jeder hat 2 Monitor"anschlüsse" . Wenn die jeweils andere GPU arbeitet, wird einfach weitergeleitet, ohne das der entsprechend andere Chip viel Last erzeugt.

Da sind wir jetzt bei dem Problem:

Der integrierte Monitor hängt am Chip der CPU, ebenso die Ausgabe über USB C.

Direkt an der 5600M hängt Mini Displayport und HDMI.

Das heißt also: Wenn ich einen Monitor z.B. über HDMI anschließe, wird die 5600M immer aktiviert, auch wenn der andere Chip arbeitet.

Auch im Leerlauf wird die 5600M also warm und die Lüfter springen irgendwann an.
Nutze ich den USB C Anschluss für meinen Monitor ( oder bin unterwegs und habe keinen externen Monitor angeschlossen ), wird die 5600M nur gestartet , wenn die Leistung nötig ist, so dass das Gerät im Office Betrieb komplett passiv bleibt ( meistens jedenfalls ).

Ist sicher bei vielen Geräten so. Gerade heute, wo es ja Laptops gibt, die mehr Rechenleistung bieten als man eigentlich braucht, ersetzen viele ihre Desktop rechner durch Lamptos. Ein falsch gewählter Monitoranschluss kann schnell zu einem nervigen Faktor werden, wenn dadurch ständig Lüfter laufen!
 
Bei Geräten mit Nvidia Optimus erfolgt die Bildausgabe IMMER über die iGPU.

Bildausgabe hat NICHTS damit zu tun, mit welcher GPU das Bild berechnet wird.

Es wird auch nichts weitergeleitet.

Eine Diskussion ist überflüssig - einfach die Information von Nvidia lesen, die müssen es wissen ;)
 
Bei Optimus dient die Nvidia GPU nur als Beschleuniger, das Bild wird in den Framebuffer der Intel iGPU geschrieben welche weiterhin als Master GPU für die Ausgabe dient.
Das Verfahren gibt es schon seit langem..
Angefangen hat es bei diesen Karten: https://de.wikipedia.org/wiki/NEC_PowerVR_PCX

Es gelten auch Weiterhin die Ausgabebeschränkungen der Intel iGPU für Auflösung und einer maximalen refreshrate von 60hz weshalb auch keine Oculus und Vive headsets laufen werden.
 
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