Leserartikel Notebookguru Guru Storm i7

Endurance

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Review Guru Storm i7

Einleitung

Mein altes Notebook, ein Amilo A1667G war meinen gestiegenen Ansprüchen nicht mehr gewachsen und somit musste ein neues Notebook her. Nach vielen Überlegungen bin ich dann bei einem Desktop-Replacement gelandet.

Fix waren für mich folgende Punkte:
- Display mind. 17 Zoll
- Grafik vom Schlag einer GTX260m oder besser
- mindestens Core 2 Duo P9600
- 4GB Ram
- Platte mit 7200 U/min von Seagate oder WD
- Windows 7

Recherchen führten mich zu Notebookguru.

Ausstattung Testkandidat
Gewählt wurde der Einstiegsprozessor (720qm), 4GB Ram mit 2 Riegeln, 320GB Seagate mit 7200 U/min, GTX280m, BlueRay Laufwerk (UJ130AS) und Windows 7 Home Premium als 64-Bit-Version.

Verarbeitung
Das Gerät basiert auf einem Clevo W870CU-Chassis, weshalb die gute Verarbeitung nicht verwundert.
Die Tastatur hat einen guten Druckpunkt, allerdings könnte der Nummernblock weiter rechts sitzen, wie bei einer normalen Desktop-Tastatur. Platz wäre genug vorhanden. So wären auch die Zusatzfunktionen "Bild auf, Bild ab, Pos1, Ende, Einfügen und Entfernen" dann stets benutzbar. Hier muss man sich entweder mit abgeschalteten Nummernblock oder mit "Fn"-Tastenkombinationen behelfen (ISt gut auf Bild IMG_799 zu erkennen).
Das Display ist leider ein Glare-Type-Display, matt gibt es leider nicht (auch nicht bei der Konkurrenz von Schenker, Nexoc oder Deviltech). Allerdings ist das Display ausreichend hell. Auf Grund fehlender Sonnentage konnte noch nicht getestet werden, ob es auch dem Ausseneinsatz stand hält, ohne dass man in einen Spiegel blickt.
Das Display neigt zu einer leichten Biegung, wenn es nicht mittig zugeklappt wird. Die Hintergrundbeleuchtung besteht aus LEDs und bietet ein überzeugendes Ergebnis (subjektiver Eindruck.
Verarbeitung insgesamt: Es knarzt nichts, Tasten reagieren sofort (auch die Tasten für "Silent Mode"). Aus dieser Sicht somit kein schlechtes Gerät.

Leistung
Zur Leistung verweise ich auf die beigefügten Bilder vom 3dMark Vantage mit und ohne PhysX und als Praxistest auf COD4 mit den beigefügten Einstellungen. Als Demo wurde der ht4u-Demorun verwendet.
Falls man es schlecht sehen kann: Es sind 52 fps (rot unterstrichen, damit man es schnell findet).
Edit: Anbei auch noch Text-Files von UT3 Benchmarks. Einstellungen: 1920x1080 im Window und mit DX10, Texture Details auf Stufe 4, Level Details auf Stufe 3.
Die Benches liefen je im Netzbetrieb durch, da im Akkubetrieb gedrosselt wird.
Die Beurteilung der Leistung überlasse ich jedem selbst.

Beigaben
Als Beigaben findet man eine CD mit Treibern für alle Geräte. Auch die Hotkey-Treiber sind dabei.
Besonders erwähnenswert ist meiner Ansicht nach der Fingerabdruckscanner, der seine Aufgabe zuverlässig verrichtet und bei mir für die Windows-Anmeldung zum Einsatz kommt.
Die WebCam ist für Notebookverhältnisse nicht schlecht, leidet allerdings unter dem gleichen Mangel wie viele Ihrer Kollegen: Schlechte Lichtverhältnisse bedeuten ein zu dunkles Bild, wenn die Einstellung auf "Auto" gelassen wird. Hier hilft nur manuelles Nachjustieren. Das Rauschen der Bilder bewegt sich im Klassendurchschnitt.
Die Lautsprecher sind für ein Notebook dieser klasse für mich persönlich akzeptabel, aber bei 500 Euro günstigeren Geräten bekommt man schon besseren Sound, hier sollte also nachgebessert werden.
Alles war gut vorinstalliert und es war kein "Müll" vorinstalliert, nur das Nötigste, so muss es auch sein!

Lautstärke und Temperaturen
Selbst nach einer Stunde intensiver COD4-Spielerei gingen die Temps für den Prozessor nie über 60°C, der Sensor der Graka lies sich bei mir nicht auslesen. Hier kann ich nur indirekt berichten, dass die Temperatur an der Geräteunterseite und auf der Tastatur "handwarm" war.
Die Lautstärke geht für ein Notebook dieser Leistungsklasse in Ordnung, der Lüfter säuselt stets leise vor sich hin.

Akkulaufzeit
Das größte Manko des Gerätes ist die Akku-Laufzeit. Es wird nur ein Akku mit 3800mAh mitgeliefert und der hält bei meinem Office-Betrieb ca. 1 Stunde 30 Minuten. Beim Zocken war nach 46 Minuten Ende der Fahnenstange.
Als Option bekommt man einen Zweitakku mit 4800mAh, der kostet jedoch zwischen 100 und 120 Euro, je nach Anbieter (Schenker, Notebookguru, Deviltech oder Nexoc).
Zur Entschuldigung: Es handelt sich um Desktop-Ersatz-Gerät, daher ist der normale Einsatzzweck eher der an der Steckdose.

Fazit
Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit dem Gerät und würde jedem die Empfehlung geben, sich ein solches Laptop zu bestellen, sofern ähnliche Anforderungen bestehen. Die Leistung ist super und übertrifft im Moment sogar meinen normalen PC.


Ich hoffe, das kurze Review hat Euch gefallen.

Wer Fragen hat, soll Sie ruhig stellen. Antworten können allerdings etwas dauern, bin im Moment mit der Neuerwerbung beschäftigt und zocke ständig :D

Gruß

Endurance
 

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Zuletzt bearbeitet: (Ergänzung UT3 Benchmarks)

blausand

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Kann den Test voll unterschreiben, tendenziell würde ich sogar noch etwas deutlicher loben und tadeln:
  • Der DVI-Ausgang ist mächtig. Man kann über ne Matrox TripleHead2Go locker drei Beamer mit unterschiedlichem Bild bespielen, ohne dass die Maschine hakt. Tipp: Hälfte der Clips in eine RAM-Disk laden!
  • Während das gute Stück ohne zu murren hauptamtlich die Nächte als VJ-Maschine durchrockt (bei zwei schnellen internen Platten im RAID-Verbund!), kann ohne Netzteil nicht mal eben eine Tabelle im Zug optimiert werden, so schnell ist der Akku leer.
    Benutzt man (wie ich) den Standby-Modus zwischen den Sessions, läuft der Akku auch dann innerhalb weniger 24h leer, sodass die Session danach futsch ist und man wieder aus dem BIOS hochfährt. Offene Dokumente natürlich auch futsch!
  • Hat das Gerät beschlossen, den Bildschirm zu verdunkeln, ist kein geregeltes Ausschalten mehr möglich. Es reagiert nicht auf die Standby-Taste, nicht auf die Power-Taste (<3sek) und nicht auf die üblichen Tastenkombinationen zum Speichern und/oder Runterfahren.
  • Der nVidia-Treiber für die 280GTX hat einfach keine gute Stromsparmöglichkeit.
  • Der schicke Berührungsschalter für leises Lüften ist FUNKTIONSLOS.
  • Das Betriebsgeräusch wird wirklich erst ab Diskobeschallung vernachlässigbar. Heimverstärker muss man deutlich lauter aufdrehen, wenn man das Laptop benutzt.
  • Einige Funktionen gehen unter Linux nicht, für das Gerät wird nur unter Windows volle Unterstützung angeboten.
  • Die wichtigen Tasten [Pos1], [Bild auf], [Bild ab] und [Ende] sind nur als Zweitbelegung zu haben. Ich leide sehr darunter, darauf nicht geachtet zu haben.
  • Der Fingerabdrucksensor eignet sich zu meinem Erstaunen NICHT zum Scrollen, und auch
  • Der Treiber von Sentelic, der dem Touchpad Multitouch-Gesten beibringen soll, tut dies nur beschränkt: Ich kann mit Spreizgesten etc die entsprechenden Funktionen aufrufen, jedoch unkontrolliert und extrem grobschrittig - leider nicht brauchbar!
  • Dieser Treiber besitzt die Frechheit, sekündlich 96Byte von der Festplatte zu lesen. JEDE SEKUNDE!
  • Damit wird Scrollen ohne Maus zu einem sehr old-schooligen Manöver.
  • Der Sound der eingebauten Lautsprecher ist nicht mittelmäßig, er ist (bekanntlich) unter aller Kanone. Aber wer benutzt die schon, wenn er einen dezidierten SPDIF-Ausgang hat?
  • Das eingebaute Mikrofon hat ebenfalls eher deklarativen Charakter.
  • Der Support von Guru ist recht unkommunikativ, hat aber eine defekte Festplatte sofort ersetzt.

Falls jemand Besserung kennt, natürlich immer her damit!
Falls jemand Ubuntu und Windows parallel laufen lassen will, und mehr als ein RAID anlegen will, fragen hilft. (blausand.net)
 
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