Du verwendest einen veralteten Browser. Es ist möglich, dass diese oder andere Websites nicht korrekt angezeigt werden. Du solltest ein Upgrade durchführen oder einen alternativen Browser verwenden.
NewsOffliner: 4 Prozent der Deutschen haben noch nie das Internet genutzt
Bitte wie? Wenn man nicht auf die absurde Idee kommt, ein Gerät an den Router anzuklemmen für die es weder Sicherheitsupdates noch sonstwas gibt, dann läuft auch der Fernseher nicht im Internet.
Merke: Wo "Smart" drauf steht, ist bisher immer Schrott drin.
Lieber einen Rasperry Pi benutzen und den am TV anschließen. Dann weiss man wenigstens was dort passiert.
In dem Zusammenhang, nein. Keine die nicht herbeifantasierte Szenarien sind und sowieso fachlich komplett falsch. Für technisches (meistens auch noch gewolltes) Unverständnis hab ich aber auch kein Verständnis mehr, dafür bin ich zu lange im IT Support.
Klar, zu viel digitale Mediennutzung ist nicht gesund – vor allem, wenn es nur noch um endloses Scrollen oder Ablenkung geht. Aber das sollte nicht mit der sinnvollen Nutzung digitaler Technologien verwechselt werden, gerade wenn es um staatliche Dienstleistungen oder Alltagsorganisation geht. Was mich in Deutschland wirklich stört, ist dieses krampfhafte Festhalten an analogen Prozessen – hauptsächlich aus Rücksicht auf ältere Menschen, die sich nicht umgewöhnen wollen.
Ich arbeite selbst in einer Behörde und erlebe täglich, wie schlecht es um die Digitalkompetenz vieler Menschen bestellt ist. Gerade bei Älteren geht das oft gegen null. Es sind nicht komplexe IT-Probleme, sondern einfachste Aufgaben, bei denen regelmäßig Hilfe benötigt wird. Dinge, die man eigentlich mit etwas gesundem Menschenverstand oder minimaler Eigeninitiative selbst herausfinden könnte. Und genau mit solchen Fällen schlagen sich dann auch der IT-Support oder Verwaltungsmitarbeiter:innen herum – während die eigentlichen Prozesse stocken.
In anderen Ländern ist es völlig selbstverständlich, dass Menschen jeden Alters ein Smartphone bedienen und Online-Dienste nutzen. In Deutschland dagegen hängen viele noch immer am Bargeld, diskutieren an der Supermarktkasse minutenlang mit der Kassiererin oder besitzen nicht einmal eine E-Mail-Adresse. Es ist, als müssten wir den gesamten Fortschritt abbremsen, weil ein Teil der Gesellschaft auf dem technischen Stand von vor 30 Jahren stehen geblieben ist.
Natürlich sind soziale Kontakte wichtig, und es soll auch nicht alles entmenschlicht werden. Aber es ist völlig realitätsfern, im Jahr 2025 noch Verwaltungsprozesse per Brief oder Fax abzuwickeln. Sämtliche staatlichen Dienstleistungen – von Formularen über Ausweisbeantragungen bis hin zum Führerschein – sollten ausschließlich digital abgewickelt werden. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Ressourcen und Geld. Allein, was jährlich an Porto und Papier ausgegeben wird, ist absurd.
Was mich dabei besonders frustriert: Es gibt für alles eine Lösung. Auf YouTube findet man unzählige Tutorials, selbst für die banalsten Dinge – wie man WhatsApp nutzt, ein Formular ausfüllt oder ein Dokument einscannt. Und mit KI-Tools wie ChatGPT könnten sich viele ältere Menschen problemlos selbst helfen, wenn sie nur die Bereitschaft hätten, sich damit auseinanderzusetzen. Das Wissen ist verfügbar, aber es wird einfach nicht abgerufen.
Wenn wir wirklich zukunftsfähig sein wollen, müssen wir aufhören, uns aus falscher Rücksicht ständig selbst im Weg zu stehen. Fortschritt braucht nicht nur Technik, sondern auch den gesellschaftlichen Willen, ihn zu nutzen. Man kann nicht erwarten, dass sich alles verändert – nur man selbst nicht.
Ja eine zurecht aussterbende Gattung will ich wohl meinen, ohne Internet nö das möchte ich nicht alleine da man sich mit Gleichgesinnten austauschen kann, oder Hilfe bei Problemen bekommt wo die Wissenden weit verstreut sind.
Und einkaufen von Sachen die es Regional nicht gibt.
Das ist falsch. Das BTX wurde ja schon vor vielen Jahren abgeschaltet. Alle Geldautomaten hängen ganz normal im Netz mittlerweile, wenngleich sie durchaus als sicheres, eigenes Netzwerk aufgebaut sind.
Ich war von 2009 bis 2012 bei der LBBW tätig. Da waren die Automaten mit Nixdorf PCs bestückt die kein Internetzugriff hatten. Die sind oder waren in ihrem eigenen (Bank)Netzwerk.
Wer, wie ich, die Zeit als es das Internet noch nicht gab erlebt hat, der weiss das wir auch ohne den Plunder glücklich & zufrieden waren, und das es uns an nichts gemangelt hat.
Was heute Amazon ist war damals der Quelle-Katalog, na und?
bedeutet "das internet nutzen" nur, einen webbrowser zu benutzen oder schließt das auch voip und sonstige (hintergrund-)dienste mit ein, die übers internet funktionieren und die befragten haben das nur nicht in dem zusammenhang bedacht?
Wusste ich nicht, dass das noch so geht. In meiner Wahrnehmung war das so, dass durch die Niedrigzinsphase zig Gebühren aufgeploppt sind, zudem dann noch die Banken viele Kunden ins Online Banking teilweise schon genötigt hatten.
the_IT_Guy schrieb:
Meine Eltern machen das. Denen ist das einfach zu Kompliziert. Und "zu gefährlich"
Ich merke schon, ich bin zu sehr in einer Internet-affinen Blase
the_IT_Guy schrieb:
Ich kann auch nicht ohne Onlinebanking leben, allein die Zeit die ich spare. Aber man sollte wirklich bedenken das es viel mehr als diese 4% gibt die vielleicht mal WhatsApp nutzen und ein YouTube Video gucken, aber der Rest des des Internets weiterhin ein Buch mit 7 Siegeln sein wird.
Klar, dass nicht jeder das Internet komplett nutzt, völlig klar, aber selbst Gerda (85), die ihrem Enkel paar Bilder bei WhatsApp schickt ist ja online, deswegen wundert mich die 4% schon, weil 2,8Mio ist ne Menge. Aber solange alles ohne geht, soll jeder machen, wie er mag.
Das ist der Wandel der Zeit. Irgendwann kannst du bestimmte Dinge nicht mehr nutzen (oder sie selber fahren oder was auch immer). Und nein, mit Nutzung meine ich schon die direkte Nutzung.
Ob man nun selber Auto fährt oder als Beimitfahrer. Ob man da selbst nen Führerschein hat oder nicht, macht bei Zweiterem ja erstmal keinen Unterschied.
Natürlich muss man etwas nicht (aus)nutzen, nur weil es da ist. Aber das ist natürlich ein großes Thema - und nicht nur aufs Internet bezogen.
Schinken42 schrieb:
Nur weil etwas flächendrckend verfügbar ist, lässt sich daraus kein Recht ableiten Menschen die Nutzung vorzuschreiben.
Sozialen Druck, von dir als "Nachteile" beschrieben, befürworte ich rbenfalls nicht.
Niemandem wird vorgeschrieben, er darf nicht wie in der Steinzeit leben. Steinzeit jetzt nicht im übertragenden gemeint, sondern tatsächlich so wie vor 15.000 Jahren. Solange du dich damit auf dem Boden unseres Grundgesetzes bewegst und ansonsten auch keine andere Gesetze brichst, steht dir das grundsätzlich vollkommen frei.
Das ist ja das Schöne daran, dass wir nicht in einer Autokratie oder Diktatur leben (was hoffentlich auch weiterhin so bleibt).
Aber wenn sich die Gesellschaft insgesamt technologisch immer mehr wandelt, kommt einfach irgendwann der Punkt, wo man als Mensch/Unternehmen/Staat annehmen kann, dass man dieses oder jenes z. B. nur noch online anbietet, weil der Zugang im Prinzip für jeden einfach, flächendeckend und günstig möglich ist.
Wer sich dann dem verweigert (sei es nun frei gewollt oder aus anderen externen Gründen) hat dann eben das Nachsehen und muss für sich eine andere Lösung finden. Das bedeutet nicht, einem etwas vorzuschreiben. MÜSSEN tut man sehr vieles nicht. Aber manches MUSS man dann doch irgendwann akzeptieren, auch wenn es keine Vorschrift dazu gibt.
vor kurzem - Opa mit 99 gestorben..
seine Schwester kommt zum Begräbnis: 100 Jahre alt... einmal quer durch Wien mit den Öffis alleine gefahren, zum Friedhof..
im Anschluß wir beim "Leichenschmaus" im Gasthaus..
wir reden so, meint sie: "mit Computer fängt sie nimma an.. aber sie hätte sich letztes Jahr ein Smartphone gekauft"
und dann meint sie, ob ich hier vielleicht was erklären könne:
sie habe sich (selber) WhatsApp installiert... und wenn sie in Gruppenchats mit ihren Freundinnen chattet, kann sie an alle Nachrichten weiterleiten.. aber bei Bildern gibts bei der Anzahl ein Beschränkung..
Ob man das umgehen könne ?
100 Jahre alt !
alleinstehend (Mann im Krieg gefallen, sie blieb ledig)
und dann noch:
als wir heimfahren, bieten wir ihr an sie mit dem Auto mitzunehmen..
Fragt meine Freundin sie, warum sie jetzt eigentlich jenseits der Donau wohnt, war sie doch immer in der Innenstadt zuhaus..
meint sie: sie hat ihr ganzes Leben in der STadt gewohnt und gelebt...
und als sie 95 geworden ist, dachte sie: sie will noch mal auch im grünen Wohnen, hat ihre Mietwohnung gekündigt und ist dann - alleine ! - nach draußen gezogen...
wir waren dann noch bei ihr in der Wohnung.. 2ter STock, ohne Lift.. ("einen Lift brauch ich nicht")
und die Wohnung: bis auf ein sehr altes Möbelstück dass sie von ihrem Ex-Chef mal bekommen hat: modern eingerichtet.. die Wohnung hätte auch einer 30-jährigen gehören können..
also diese Frau hat alle Vorstellungen bei mir bezüglich "alter Leute" auf den Kopf gestellt
Ergänzung ()
nen zweite Person die mich erstaunt... bzw. an mir zweifeln lässt...
der Stiefvater meiner Freundin...
über 60.. kurz vor Pension
hat sich vor 3 Jahren ne Quest gekauft..
spielt damit min. jeden 2ten Tag würd ich meinen (zu 90% Beatsaber)
ich hätte nie gedacht, dass ich mal sagen muss, dass "unser Opa" beim Computerspielen besser ist als ich..
aber egal welchen Song ich mir runterlade und spiele.. 10mal, 20mal...
in der Highscore ist er immer vorne... spielt Expert, Expert+ teils mit Modifikatoren ums noch komplizierter zu machen
also in meiner Kindheit waren die "alten" Leute (40) die, die mit Computerspielen/Videogames gar nix anfangen konnten, wenn sie das probierten, GANZ schlecht waren
und jetzt besiegt mich der Opa ständig
und nach unten:
mein 4-jähriger Bub macht mich jedesmal beim Memory fertig...
ojeojoe
Mein Oma (96) hat noch bis heute nie im Leben jemals Internet etwas besucht. Und sie hat weder ein Computer und ein Smartphone, nie etwas angefasst. Sie schaut nur TV fern oder hört Radio, das wars. Und ein Rentnerhandy nur fürs zuhause telefonieren. 😁
Und meine Eltern kann Videospiele kaum was anfangen. Früher in der 80er und früheren 90er Jahre hatte mein Vater gerne Videospiele gespielt, so Adventure oder Flugsimulator. Mein Mutti kann Computerspiele damit nichts anfangen, außer einfache Handyspiele. Ich selbst kann Handyspiele, irgend Apps und Social Medienkram kaum etwas anfangen, aber gut im Computer spielen 😅
Die allermeisten Menschen wollen sich im Alter eben nicht mehr mit der neuesten Technik beschäftigen, viele schaffen es auch nicht mehr, weil die Geräte immer komplexer werden.
Im Alter will man seine Ruhe haben, da reicht der Fernseher oder die Stereoanlage.
Wenn man jung und gesund ist, ist alles einfach, aber mit jedem Jahrzehnt, das vergeht, ändert sich das für jeden, denn man wird alt, gebrechlich, hilfsbedürftig, körperlich und geistig weniger leistungsfähig.
Daran kann man nichts ändern, denn die Biologie und den Alterungsprozess kann man nicht überlisten.
Selbst ich als technikaffiner Mensch verstehe vieles nicht mehr auf Anhieb, als ich jünger war, fiel mir vieles leichter als heute.
Also werdet erst mal alt und dann reden wir wieder über das Thema.
Ich würde ja doch lieber in einer Zeit Ohne den ganzen Mist leben. Dabei bin ich noch jung aber mir geht der ganze Online Scheiß schon von Anfang an gehörig auf die nerven und es wird immer mehr.
Und ich bin auch mit Mitte/Ende Zwanzig einer der komischen Leute, die tatsächlich noch zur Bank gehen um Überweisungen zu machen. Onlinebanking nicht solange es nicht sein muss
Das Problem, wenn man sich ausschließlich über Zeitungen oder die Nachrichten im Fernsehen informiert, ist, dass man keinerlei Möglichkeit hat, die Informationen direkt zu überprüfen.
Man muss wohl nicht extra betonen, dass selbst renommierte Verlage oder öffentlich-rechtliche Sender alles andere als vollkommen neutral sind. Auch sie wurden bereits mehrfach beim Verbreiten von fragwürdigen oder sogar falschen Informationen erwischt – und das wird auch in Zukunft passieren.
Der Punkt ist: Sich heute nur auf eine einzelne Quelle zu verlassen, ist vielleicht nicht unmittelbar gefährlich, aber es bringt definitiv Nachteile für die eigene Meinungsbildung mit sich. Wer sich nicht breiter informiert, bekommt oft nur eine stark gefilterte Sicht auf die Dinge.
Und das betrifft nicht nur Menschen ohne Internetzugang – es gibt nach wie vor viele, die ihre Informationen ganz bewusst ausschließlich aus Zeitung und Fernsehen beziehen.
4% Kann nicht sein.
Ich kenne privat schon 4 Menschen auf die das zutrifft. Zudem kenne ich Arbeitsbedingt auch einige Menschen die kein Internet haben/ benutzt haben. Ich denke eher das das 7-8 Prozent sind.
Ich persönlich kenne im Alter von 03-80 niemanden, der das Internet noch nie benutzt hat.
Dank KI braucht es mittlerweile nicht mal mehr die Fähigkeit zu lesen.