Pflegereformvorschlag CDU: Heranziehung des Eigenheims

Restart001 schrieb:
Eher überschätzt, bei uns in der Region beginnen die Zwangsversteigerungen ab 140-170.000 Euro.
Also weit viel weniger als man allgemein zu glauben meint.
Wir, drei Kinder, haben das Haus unserer Eltern schätzen lassen und nach ein paar Abzügen, wegen Asbest und co stand da 180k auf der Schätzung.
 
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@Erkekjetter
Meine reinen Laufkosten (Versicherungen, Steuern, städtische Gebühren, Wasser, Strom und Heizung) liegen bei etwas über 5k im Jahr.
Ziehe ich von den angegebenen 10k noch einen Betrag für übers Jahr anfallende Reparaturen und Anschaffungen ab, wäschst meine Rücklage jedes Jahr um 3-4k (je nach dem, wie groß dieser Batzen in dem Jahr ausgefallen ist).

Das ist nicht viel, keine Frage ... aber es ist das, was ich mit meinem aktuellen Job leisten kann. In den drei Jahren, seit ich das Haus besitze, habe ich leider keinen besseren Job gefunden und ich hatte auch beim Tod meines Vaters nicht damit gerechnet, sein Haus zu bekommen (das war eigentlich anders geplant).

Wenn ich sage, "Mieten ist teurer" dann beziehe ich das auf die monatlichen Wohnkosten für 90m².
Und da reichen die 5k im Jahr eben sehr oft nichtmal für die Kaltmiete.
Wenn ich Tilgungen hätte, dann hätte ich die auch berücksichtigt. Es laufen aktuell aber weder Kredite noch Hypotheken.
 
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Madcat69 schrieb:
Was sie aber oft genug damit erkauft haben, dass sie in ihrer Jugend verzichten mussten, weil das Geld ins Haus ging statt in den nächsten Urlaub.
Lol. Ich komme aus einer armen Familie, alleinerziehende Mutter und so. Da gab es keinen Urlaub, kein Haus und oft genug nix zu fressen. Was bekomm ich als Belohnung? =P
 
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Also ich sehe den Thread sehr zwiegespalten. Ich muss dazu sagen, ich bin natürlich auch die "jüngere" Generation <40Jahre und meine Eltern werden selbst in wenigen Jahren in die Rente eintreten. Dazu sind noch Großeltern >80J vorhanden.
Bei einer Seite ist es nun so, dass dies einen landwirtschaftlichen Hof betrifft und dieser vor ca. 25 Jahren an meine Eltern weitergegeben wurde. Damals war die Bedingung für die Weitergabe aber eine sehr große Verpflichtung, für den Unterhalt und Pflege im Alter aufkommen zu MÜSSEN.
Das hat man nicht gemacht, weil es alle Beteiligten so super fanden, sondern weil es schlicht und ergreifend nötig war, das die übergebende Generation überhaupt versorgt war.
Das ist aus meiner Sicht etwas, was heutzutage völlig aus der Praxis genommen wurde, früher aber häufig der normale Standard war. Da wurde sehr detailiert geregelt, was der Erblasser erhält und welche Pflichten der Erbe hat. Das geht über Fahrdienste zu Ärzten und Bereitstellung von Telefon und Internetzugang bis hin zur Festlegung, wieviele Lebensmittel zugänglich gemacht werden müssen.

Ja, natürlich ist es als junger Mensch megageil, viel Erben zu können und so ein entspannteres Leben zu haben. Nicht wenige in meinem Umfeld haben sogar schonmal angedeutet, dass sie bei einem entsprechenden Erbe nur noch Teilzeit arbeiten wollen oder das Geld für Reisen etc. verwenden möchten. Von Vermögensaufbau oder ähnlichem war seltenst die Sprache.

Und dann tut es mir Leid, aber wenn ich solche Dinge höre, bin ich völlig dabei, dass zukünftig erstmal solche Erbmassen aufgebraucht werden bevor wieder die Gemeinschaft zahlen soll.
Diese Erwartungshaltung kennen wir doch von den Unternehmen (Gewinne privatisieren, Verluste verallgemeinern) zu genüge und kritisieren das auch. Warum muss man nun immerwährend die privaten Erbmassen schützen und die Kosten allen aufdrücken, nur damit die Erben ein lockeres Leben führen können?

Es gilt ja der Grundsatz, Eltern haften für ihre Kinder. Nun, Kinder sollten eben auch für ihre Eltern haften (um es recht provokant auszudrücken)
Daher ganz klar meine Meinung: Wer ein Erbe will, der soll sich auch gefälligst um seine Erblasser kümmern. Sei es finanziell oder durch eigenen Einsatz als Pfleger/Kümmerer. Nicht jede Unterstützung ist sofort eine 24/7 Pflege mit schwerer Bettlägerigkeit. Und eben nicht das Erbe mitnehmen und die Bürde dem Staat aufdrücken.

Wenn z.B. mehrere Kinder da sind, kann die Last entsprechend auf alle verteilt werden, oder, wenn sich eine(r) bereiterklärt, das zu übernehmen, auch nur auf eine Person, diese erhält dann aber auch im Erbfall das gesamte Erbe.
Gibt da sicher spannende Familienstreits, wenn einzelne Kinder sich zwar keinesfalls an Pflege oder Betreuung beteiligen, dennoch aber vom Erbe was abhaben möchten.
Wenn aber keines der Kinder die Last möchte, warum soll dann jemand einen Bonus bekommen?

Abschließend ist daher meine Meinung: Ich finde es völlig gerechtfertigt, dass Vermögen zur Deckung von Pflegekosten herangezogen werden darf. Egal, ob das Barmittel, Kunstwerke oder Immobilien sind.
Die aktuell 10 Jahre Rückforderungszeitraum finde ich aber ausreichend, alles davor kann geschont werden. (Wer hier schlau ist, überschreibt z.B. Immobilien und große Wertgegenstände frühzeitig,z.B. zum Beginn der eigenen Rente, jedoch weiterhin mit allen Nutzen und Lasten bei den Gebern. Ist auch eine wichtige, noch verfügbare Möglichkeit bzgl. Schenkungssteuer..., da will u.a. die SPD ja auch ganz gern dran gehen)

Ein Erbe darf gerne auch eine Verpflichtung sein.
 
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Bei uns wurde das zwar nicht vertraglich geregelt, aber natürlich fühlen mein Bruder und ich die ganz persölnliche Verpflichtung zum Erhalt unserer ererbten Immobilien. Sowas verkauft man nicht, um sich dann auf den Malediven ein paar Jahre lang die Sonne aus dem Arsch scheinen zu lassen.
Wegen dieser gefühlten Verpflichtung habe ich das Haus überhaupt erst genommen, denn meine Schwester hätte es wohl verkauft.
Ich hätte alternativ auch eine ETW im zweiten Haus meines Vaters haben können ... das wäre mit meinem aktuellen Gehalt auch gut zu stemmen gewesen ... aber dann hätte ich mir ansehen können, wie schräg gegenüber mein Elternhaus abgerissen wird.
Schon der Gedanke daran war emotional etwas zu viel für mich, also ging ich das Risiko ein, mich um das alte EFH zu kümmern. Das Risiko: Eine größere Reparatur würde mir aktuell SOFORT den finanziellen Hals brechen. Aber wenn ich dieses Risiko nicht eingehen würde, gäbe es wohl wieder ein Stück hübschen Baubestand weniger. Die Städte werden auch so schon schnell genug hässlicher.
 
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Der deutsche "Jammerlappen" ist hier im Thread zum Teil wieder in Reinkultur zu erleben. :/

Gewinne privatisieren (=EFH) und Verluste sozialisieren (=Pflegekosten), dies kann der kleine Mann also genau so wie die Großen. Aber moralisch ist er natürlich der Eigenwahrnehmung nach damit trotzdem im Recht.

Dadurch fehlt ihm wahrscheinlich die Energie, sich einmal so direkt mit den Zahlen und den eigenen Lösungsmöglichkeiten zu beschäftigen.
Zum Beispiel dem Abschluss einer privaten Pflegzusatzversicherung
(Was kostet eine Pflegezusatzversicherung? Die Beiträge hängen eng mit dem Einstiegsalter zusammen, da jüngere Versicherte von einem geringeren Pflegerisiko und niedrigeren Altersrückstellungen profitieren. Einstiegsalter 30 Jahre: ca. 20 bis 45 Euro / Monat Einstiegsalter 40 Jahre: ca. 30 bis 65 Euro / Monat Einstiegsalter 50 Jahre: ca. 50 bis 100 Euro / Monat Einstiegsalter 60 Jahre: ca. 90 bis 160 Euro / Monat)
Wer also wirklich Angst vor dem Verlust seines EFH hat, als Erblasser oder Erbe, der könnte dieses Geld in so eine Versicherung investieren und damit eine sehr gute Erbrendite erzielen.
Der würde sich dann vielleicht auch einmal mit den nackten Zahlen der kommerziellen Pflege befassen, dem Betrag nach und der durchschnittlichen Leistungszeit. Je höher der Pflegegrad, umso kürzer nämlich die durchschnittliche notwendige Leistungszeit bis zum Ableben.
In so eine Pflegeversicherung kann man sich übrigens auch finanziell reinteilen (Erblasser/Kinder), was eigentlich Jedem möglich ist, sofern man bereit ist, sich für sein zukünftiges Erbe auch zu engagieren. Das fängt schon damit an, das Thema Pflege/Pflegekosten in der Familie anzusprechen.

Da könnte auch bei mehreren Kindern eine Lösung sein, dass ein Kind wegen Pflege wieder zu den Eltern ins Haus zieht und dann dafür vergünstigt das EFH als Erbe erhält und nicht mehr so viel an die anderen Miterben auszahlen muss und dafür vielleicht auch noch gestreckte Zahlungsziele bekommt.
Oder alle/einzelne Kinder legen zusammen für die verbleibenden kommerziellen Pflegekosten im Pflegefall und verkaufen dann das EFH freihändig zum Bestpreis.

Oder man überschreibt das EFH zu Lebzeiten eher an seine Erben und belässt sich ein Wohnrecht oder ein Nießbrauchrecht. Dann bekommt zum Beispiel beim Wohnrecht das Sozialamt lediglich maximal das Recht, das Wohnrecht per Mietvertrag an einen Mieter zu monetarisieren, welcher dann auch nach Ableben und Erlöschen des Wohnrechts wieder ausziehen muss. Ob die Sozialämter diese Nutzung überhaupt in Erwägung ziehen werden?

Es gibt aus meiner Sicht keinen objektiven Grund, weshalb ein EFH mehr Schutzvermögen darstellen sollte wie ein vergleichbares Wertpapierdepot o.ä. Wer beides oder andere Vermögenswerte hat, wird wohl diese anderen im Pflegefall zuerst zur Verwertung bringen und rein statistisch hat ein EFH-Besitzer ja auch in Summe mehr, wie der Durchschnittsbürger. Eigentlich hat er dadurch immer die Lösungsmöglichkeit Pflegezusatzversicherung, selbst mit Eintrittsalter 60 Jahren (Beitragszahlen siehe oben).

Welche Lösung der Erblasser bevorzugt, wird man in einem persönlichen Gespräch herausfinden können. Wie so häufig im Leben, man muss es nur tun!
 
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Es gibt möglichkeiteb Vermögenswerte rechtzeitig an die nächste Generation zu übertragen. 400 000€ pro Elternteil alle 10 jahre.
Ja man ist verpflichtet geg. SchSchenkungen zurückzuzahlen, das ist aber nicht unbegrenzt und der Wert nimmt im laufe der 10 jahres Frist auch ab. Desweiteren gibt es die Möglichkeit direkt finanziell zu unterstützen wenn es beispielsweise noch 2 jahre sind bis zum Ablauf.

Den wert einer immo beim übertrag kann man durch ein Wohnrecht mindern, das gibt auch Sicherheit für die dort lebenden.
Tipp, nicht auf Lebenszeit sondern so gestalten dass dieses nach dauerhaftem Auszug (z.b. in ein pflegeheim) erlischt.
 
wenn du mir sagst wie ein normler Arbeitnehmer die ganzen zusatzsatzversicherungen finanzieren soll, bei dem sinkenden Reallohn. Ich hab nichts gegen Privatvorsorge. Das ist ein muss. Aber damit muss man Ende 20 anfangen und nicht wenn ein neues Gesetz geplant wird.
ich als ü40 bin schon bei 144€ pro monat dabei. macht für mich und meine frau rund 260€ pro monat für die Pflegeversicherung. wenn wir jetzt 30 jahre einzahlen und dann mit Ende 70 vielleicht Pflege in Anspruch nehmen haben wir 94000€ eingezahlt. Dann doch lieber Kapitalanlage, oder nicht?

wenn jetzt jemand aber erst mit 60 anfängt einzuzahlen wirds wohl bei € 350 pro Monat losgehen.
ich habe mich am WE wirklich mal mit den Leistungen befasst und dies Lockvogelangebote für 35€ pro Monat sind von den Leistungen sehr begrenzt.

und das ist nur die Pflege (die man hoffentlich nie in Anspruch nehmen muss).
Dann brauchst du noch private-rentenvorsorge, krankenzusatzleistungen, zahnersatz.
da wir beim Thema Immobilien sind, Hausrat & Gebäude. Die steigen auch immer weiter (ca 50% Steigerung in den letzten 10 Jahren) alles ist für mich nicht machbar. (kein Leasing-Fahrzeug, kein Flugurlaub, keine sonstigen Ausgaben wie netflix, sky usw.)
 
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wer braucht ne krankenzusatz? Oder Hausrat? oder Zahnzusatz? Dafür ist Geld da aber nicht für ne Pflege? Irgendwie liegen da die Prios falsch, aber deutlich. Und egal welche VErsicherung, die sind alle nach dem Prinzip, hoffentlich braucht man sie nie. Das ist der Kern jeder Versicherung, sonst wärs im Prinzip keine...

UNd dann ist das EINE Lösung von vielen. Die anderen werden direkt wieder geflissentlich ignoriert.
Eigentum verpflichtet halt, das steht sogar im GG. Wer Eigentum hat und es schützen will, der ist eben verpflichtet, etwas dafür zu tun. Und sei es eben sich zu informieren und Dinge in die Wege zu leiten, die genau das auch ermöglichen. Und Eigentum muss man sich leisten können. Kann auch nicht sein, dass man sich Eigentum eigentlich nicht leisten kann, es trotzdem erwirbt indem man bei anderen Dingen, eben wie Vorsorge fürs Alter, was die Pflege einschließt, spart und dann meint, man könne die Gesellschaft verpflichten, für diese zweckentfremdete Vorsorge aufzukommen und das damit erworbene Eigentum verbleibt im privaten Besitz des Erben, der dann nicht mal bestehende Möglichkeiten nutzen will, wie man das, bei rechtzeitiger Planung, bewerkstelligen kann...
 
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Das war nur eine Aufzählung. Ich hab weder Zahnzusatz noch Krankenhaus. Lieber eine Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherung. Aber Zähne sind auch ein Thema, das sehr schnell sehr teuer werden kann. Als ich im April ins Krankenhaus musste, auf die Geriatrie, weil die Orthopädie voll war, hatten sehr viele der älteren Leute eine KH-Zusatzversicherung. Und wie bereits am WE zitiert sah die damalige Regierung und der Meinung bin ich auch heute noch, in einem Eigenheim eine sinnvolle Art der Altersvorsorge. Sprich das ist keine entweder oder Entscheidung, sondern eine dafür.

Der deutsche ist eh gern überversichert, k.A. ob ich die richtige/wichtigen Versicherungen alle habe. Gab leider nie ein Schulfach zum Thema: Vorsorge, Versicherungen Absicherung im Alter, wie mache ich eine Steuererklärung usw. dafür lernt man dinge, die man im Alltag nicht braucht, anderes Thema.
 
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MGFirewater schrieb:
Aber Zähne sind auch ein Thema, das sehr schnell sehr teuer werden kann.
Wenn man mit der Standardlösung nicht zufrieden ist und kein Bonusheft pflegt... Ist auch primär ein Luxusproblem bzw. Eigenverantwortung.
MGFirewater schrieb:
Das war nur eine Aufzählung.
Ja man kann halt immer was finden, warum was wie nicht geht. Angeblich. Würde man die Zeit mal investieren sich zu informieren, was geht und das umsetzen.... Wie gesagt, wenn die Erblasser kein EFH haben zum Zeitpunkt des Pflegeeintritts, kann es auch nicht für die Finanzierung dieser herangezogen werden...
MGFirewater schrieb:
Und wie bereits am WE zitiert sah die damalige Regierung und der Meinung bin ich auch heute noch, in einem Eigenheim eine sinnvolle Art der Altersvorsorge.
Wenn man es sich leisten kann! Das galt auch damals schon. Und die meisten haben das garantiert nicht für die Altersvorsorge allein gemacht, nicht mal als Hauptzweck, sondern weils einfach angenehmer und schöner im eigenen Garten ist als auf nem Balkon oder nem Gemeinschaftsgarten/Parkanlage!
 
Erkekjetter schrieb:
Warum sollte er? Er ist zu keinen Dank verpflichtet!
Der Staat ist für die Bürger da und nicht gegen sie!

Erkekjetter schrieb:
Eigenverantwortung und Eigenvorsorge.
Hat hier irgendjemand Sozialstaat gesagt?

Erkekjetter schrieb:
Pflege kommt nicht urplötzlich und komplett unerwartet.
Na, Du hast eine Ahnung ... .

Erkekjetter schrieb:
Das ist kein Unfall und nichts, was unverschuldet eintritt.
Ach was?
Und durch einen Unfall kann man nicht plötzlich zum Pflegefall werden?
Was quatscht Du da für einen Mist?

Ich hab beide Eltern ganz plötzlich ins Pflegeheim gebracht, die beide einen Unfall hatten.
Mit der Schwiegermutter lief es ähnlich durch eine verpfuschte Operation.

Da war von jetzt auf gleich Vollpflege angesagt.
Da hat sich nichts "angekündigt".

Theoretischen Blödsinn schreiben kann ich auch, nur sieht die Praxis meist anders aus.
Gut, daß mein Wutanfall wieder vorbei ist, sonst hätten hier noch ganz andere Sachen gestanden.

Streicht raus, was nicht hingehört.
 
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wuselsurfer schrieb:
Der Staat ist für die Bürger da und nicht gegen sie!
Der Staat sind die Bürger. Und nicht zu Dank verpflichtet sein ist nicht gleich gegen jemand sein…
wuselsurfer schrieb:
Hat hier irgendjemand Sozialstaat gesagt?
Der Sozialstaat ist für Menschen da, die Hilfe brauchen, vor allem wenn unverschuldet. Nicht dazu Vermögen von Menschen zu schützen, die in der Lage sind, selbst für ihr vermögen zu sorgen. Das ist NICHT die Aufgabe des Sozialstaates!
wuselsurfer schrieb:
Na, Du hast eine Ahnung ... .
Jupp ne ganze Menge. Da dies persönlich ist werd ich das hier nich audröseln. Pflegebedürftigkeit im Alter ist nichts überraschendes. Nicht wieder den Kontext abändern und mit nem
30 jährigen nach nem Unfall um die Ecke kommen…
Aber genau das tust du. Unerwartet. Die ganze Diskussion in einen anderen Kontext setzen weil die Argumente fehlen. Klassiker…

wuselsurfer schrieb:
Gut, daß mein Wutanfall wieder vorbei ist, sonst hätten hier noch ganz andere Sachen gestanden.
Wegen sowas bekommst du einen Wutanfall, der fragwürdige Dinge durch dich zu Folge hätte? Benötigst du Hilfe? Oder ist das gar eine versteckte Drohung?
 
Erkekjetter schrieb:
Jupp ne ganze Menge. Da dies persönlich ist werd ich das hier nich audröseln.
Also gar keine, sonst würdest Du nicht so einen Unsinn verbreiten.

Erkekjetter schrieb:
Pflegebedürftigkeit im Alter ist nichts überraschendes. Nicht wieder den Kontext abändern und mit nem
30 jährigen nach nem Unfall um die Ecke kommen…
Wie gesagt, keinen Plan.

Erkekjetter schrieb:
Benötigst du Hilfe?
Hoffentlich benötigst Du mal keine ganz plötzlich.
Dann wird Dir das Leben zeigen, was der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist.

Erkekjetter schrieb:
Oder ist das gar eine versteckte Drohung?
Bilde Dir bloß nichts ein.
 
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wuselsurfer schrieb:
Also gar keine, sonst würdest Du nicht so einen Unsinn verbreiten.
Auch wenn du diese aus der Luft gegriffene Behauptung wiederholst, wird sie nicht korrekter. Sie zeigt nur, das du absolut keine Argumente hast und da verzweifelt auf solche Mittel zurückgreifen musst. Die Diskussion mit dir ist auf dieser Ebene völlig sinnfrei und ich werde sie daher so nicht fortführen.
 
Hallo

Erkekjetter schrieb:
Pflegebedürftigkeit im Alter ist nichts überraschendes.
Du drückst dich hier unpräzise/unvollständig aus.
Pflegebedürftigkeit im Alter kommt sehr oft unerwartet/überraschend, ausgelöst z. B. durch einen Schlaganfall/Herzinfarkt/Unfall/Sturz.
Es gibt etliche vorher fitte 60-80 jährige die unerwartet/überraschend durch Schlaganfall/Herzinfarkt/Unfall/Sturz zum Pflegefall wurden.
Was du meinst ist altersbedingte Pflegebedürftigkeit, ausgelöst durch Altersschwäche und/oder diverse langwierige (Alters)krankheiten.
Im Prinzip habt Ihr beide Recht, ob es unerwartet/überraschend oder nicht unerwartet/überraschend kommt hängt vom Auslöser ab.

Grüße Tomi
 
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MGFirewater schrieb:
ich als ü40 bin schon bei 144€ pro monat dabei. macht für mich und meine frau rund 260€ pro monat für die Pflegeversicherung. wenn wir jetzt 30 jahre einzahlen und dann mit Ende 70 vielleicht Pflege in Anspruch nehmen haben wir 94000€ eingezahlt. Dann doch lieber Kapitalanlage, oder nicht?

Ich kann deine Gedanken nachvollziehen, aber hier bist du auf dem Holzweg. Du gehst nämlich zunächst davon aus, dass eventuell erst in 30 Jahren etwas passieren könnte.

Dies kann aber – wie in #56 beschrieben – auch viel früher eintreten, und dann stehst du da. Eine Pflegezusatzversicherung ist daher durchaus sehr sinnvoll.

 
@Paradox.13te Gerechterweise muss es dann also konsequent dem Solidaritätsprinzip entsprechend durchrgerechnet werden....angefangen bei versorgungsberechtigten Geburten....
 
So als Datengrundlage:
2023Pflegeanteil.png

86% der Pflegebedürftigen werden zu Hause gepflegt, nur 14% in einem Pflegeheim.
Es gibt auch bestimmt Statistiken zur durchschnittlichen Verweildauer in einem Pflegeheim, unterteilt nach Pflegegraden.
 
MGFirewater schrieb:
wenn wir jetzt 30 jahre einzahlen und dann mit Ende 70 vielleicht Pflege in Anspruch nehmen haben wir 94000€ eingezahlt. Dann doch lieber Kapitalanlage, oder nicht?
Das ist doch dann genau der Punkt. Steckst das Geld in eine Kapitalvorsorge muss das Geld eben im Zweifel dafür herhalten. Auch wenn man es nach 30 Jahren doch eher als Erbe o.Ä. weitergeben möchte.
Man kann natürlich auch direkt mit Ende 60 sozialkassenoptimiert den Löffel abgeben, dann gibts ggf. viel zu vererben und die Sozialkassen wurden um einen Fall geschont.

Geld in eine Versicherung zu stecken, ist immer eine Wette auf das, was passieren kann. Gibt welche, die mehr nehmen als geben, dafür müssen andere aber auch mehr geben als sie nehmen. Sonst funktioniert das Prinzip nicht wirklich (selbst wenn die Versicherungen mit den Einlagen am Kapitalmarkt arbeiten)
Die jeweiligen Risiken muss immer jeder für sich selbst abschätzen. Berufsunfähigkeit: je nach Job ist das sehr sinnvoll wenn z.B. körperliche Anforderungen sehr hoch sind. Eine "einfache" Bürokraft kann hier ggf. darauf verzichten (Ja, mir ist bewusst, dass man auch in einem normalen Bürojob BU werden kann)
Zum Thema Überversichert: Gibt auch Leute, die eine Vollkaskoversicherung für ein 15 Jahre altes Auto mit Restwert <5000€ machen. Kann man schon machen, ist finanziell halt ziemlich dumm. Zahnersatz braucht man auch nur, wenn man die Beißer ersetzen will. Gibt auch genug, die nur noch auf der Felge kauen. Geht schon auch wenn man das will...
Bei der Pflegeversicherung muss man sich eben mal mit seiner Familie/Kindern unterhalten, wie die das Thema sehen. Wer keine Kinder hat kann sich das mMn auch schenken. Da kann das Vermögen doch aufgebraucht werden und dann springt der Staat ein. Wüsste nicht, warum man hier ein vererbbares Vermögen erhalten müsste nur um es dann entfernteren Verwandten geben zu können/müssen. Da arbeitet man primär für sich selbst. Mitnehmen kann man eh nichts.
 
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