Das Spiel kann aufgrund seines Aufbaus schon einiges dazu beitragen ob Warentransport auch unter unguenstigen Umstaenden vernuenftig funktionieren kann.
Ich habe Pagonia zu wenig gespielt um das beurteilen zu koennen wie es sich da im Detail verhaelt.
Aber Anno 1800 erlaubt sich leider einige Schwaechen beim Transportwesen, wodurch es dazu kommen kann, dass der Transport - trotz vorhandener Warenhaeuser! - zum Flaschenhals wird, weil die Karren zulange unterwegs sind.
EDIT: Zwei Beispiele, bei beiden ist das zugrundelegende Problem, dass Anno eine Direktlieferung immer priorisiert. Also wenn ein Abnehmer in Strassenreichweite ist, wird das Warenhaus ignoriert.
Bauxitmine zu Aluminiumschmelze sind von der Produktionsrate 1:9. Eine Mine versorgt 9 Schmelzer. Aber stelle 9 Schmelzer in die Transportreichweite einer Mine, und es laufen nur etwa 5 1/2. Die Mine hat zuwenige Karren um die Waren direkt Transportieren zu koennen.
Loesung: Schmelzer explizit ausserhalb der Transportreichweite der Mine bauen, die zum Glueck relativ klein ist. Dann fahren volle Karren zum Warenhaus und die Mine wird ihre Ware auch los, und die Schmelzer holen sich die Waren anstatt auf Lieferung zu warten.
Baumschulen in der neuen Welt haben eine extrem grosse Transportreichweite, die locker mehr als die halbe Insel umfasst. Das letzte Drittel ist mehr als Nutzlos, denn dann dauert der Transport zu lange. Wenn zB ein Eingangslager 2 Tonnen fasst koennen zuliefernde Karren maximal diese 2 Tonnen liefern. Braucht der Karren jetzt laenger als diese 2 Tonnen reichen, stockt die Produktion.
Bei Baumschulen passiert das grob in den letzten 20% der Strassenreichweite.
Wieder, weil naheliegende Warenhaeuser ignoriert werden.