PV Anlagen mit Förderung wieder wirtschaftlich?

Bei einer Hyperinflation habe ich eine warme Bude, Licht, der Kühlschrank läuft weiter und ich kann mir Essen warm machen mit dem Strom vom Dach.
Und wenn die Batterie groß genug dimensioniert ist, dann sogar unterbrechungsfrei über längere Zeit.
Das ist für mich der Unterschied zum Geld.

Und warum macht niemand eine Kosten/Nutzen Rechnung fürs Auto auf?
 
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Richtig, danke für den Hinweis. Eine Geldanlage muss ihren Gewinn gegen die Inflation erwirtschaften. Die Haupteinnahme der PV (Stromkostensenkung) steigt (oder sinkt natürlich auch) mit der Inflation.
 
HisN schrieb:
Bei einer Hyperinflation habe ich eine warme Bude, Licht, der Kühlschrank läuft weiter und ich kann mir Essen warm machen mit dem Strom vom Dach.
Und wenn die Batterie groß genug dimensioniert ist, dann sogar unterbrechungsfrei über längere Zeit.
Das ist für mich der Unterschied zum Geld.

Und warum macht niemand eine Kosten/Nutzen Rechnung fürs Auto auf?
Autark bist du aber nicht, von daher kein Argument. Mach mal dein Induktionskochfeld mit 7kw an. Dann steigt dir alles aus. Das ist Geschwätz. Btw: Wie wahrscheinlich ist eine Hyperinflation? Das ist dann wieder Statistik, die man einfließen lassen könnte. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei ca 1%.

Wieso macht niemand eine Kosten/Nutzen Rechnung fürs Auto? Ich mache das.
 
Ich hab ein Induktionsfeld mit 1,5kW und ne Infrarotheizung mit 600W.
Das funktioniert bestens.

Und deshalb kaufst Du Dir nie ein Auto, oder nur Ferraris, Die im Wert steigen. Den „Rentabel“ ist allerhöchstens ein Firmenwagen.
 
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HisN schrieb:
Das ist für mich der Unterschied zum Geld.

Und warum macht niemand eine Kosten/Nutzen Rechnung fürs Auto auf?
Das ist eines unserer Gesellschaftsprobleme.
Den Kapitalismus verteufelt man, handelt aber 100% nach ihm.

Es ist halt für viele "Geldanleger" nicht nachvollziehbar eine vermeintlich schlechte Anlage zu wählen, die nur bedingt eine sichtbare Rendite abwirft. Ja klar wäre es schön wenn sich so eine Investition schon nach kürzester Zeit wieder rein holt. Aber ist das das wichtigste in diesem Bereich?

Ob eine Hyperinflation kommt? Das ist uns doch egal, wir schaffen uns zumindestens die Sicherheit alles getan zu haben, dass es bei einem WENN egal sein kann. Wenn der nächste Winter kommt, kann Gas und Öl für MICH ruhig durch die Decke gehen, ich habe meinen Teil schon von diesem Markt abgezogen. Arbeitet die WP "wirtschaftlich" vermutlich nicht, ist mir aber auch egal.

HisN schrieb:
Und deshalb kaufst Du Dir nie ein Auto, oder nur Ferraris, Die im Wert steigen. Den „Rentabel“ ist allerhöchstens ein Firmenwagen.
Da ist mir am Wochenende die Kinnlade runtergefallen. Ein Porsche Taycan 4S kostet gebraucht "gerade einmal """"nur"""" 70.000€. Mit ein paar Kilometern drauf. Bei einer Reichweite von ca. 450km vollkommen ok. Zumal man da ja wirklich was unterm Popes hat. Die Investition hat sich für den Erstbesitzer garantiert nicht gelohnt.
 
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Wobei man sich schon fragen kann, ob durch deutlichen Ausbau der Erneuerbaren der Strom tagsüber nicht sehr günstig ist, so das man mit variablen Stromtarifen und Speicher gut fährt.

Bei der Installation von nem reinen Speicher fällt ja z.b. das Gerüst weg. Bei kleinen Flächen macht das schon nen riesen Unterschied.

Dann würde man halt den Strom aus dem Netz puffern. Wäre jetzt an sich auch nicht schlecht.
 
Das wird so kommen mit den dynamischen Tarifen.
 
Dasun schrieb:
Sagen wir mal ans Beispiel, dass die Stromanbieter beschließen, den Grundpreis auf 50€ anzuheben und dann den KW Preis auf 10 Cent senken.
Ich schätze eher, dass ersteres zwar passiert, aber nicht das zweite.
Der Grundpreis wird steigen. Der Arbeitspreis wird aber da bleiben, wo er ist.
Es werden damit nur die wieder mehr zur Kasse gebeten, die selbst produzieren und sich damit nur noch im reduzierten Umfang an der Bezahlung der Netze und deren Verwaltung/Instandhaltung beteiligen.
Denn trotz Eigenerzeugung greifen auch diese Leute trotzdem noch auf das vorhandene Netz zurück.
In zeiten, in denen alle beziehen ist eine Umlage über den Verbrauch sinnvoll und richtig. Mit zunehmender Reduktion des Verbrauchs von außen müssen die trotzdem vorhandenen Kosten aber irgendwie umgelegt werden.
Und da die Selbsterzeuger ja trotzdem noch vom Netz profitieren, aber nicht mehr über den Arbeitspreis adäquat daran beteiligt werden können, muss dies dann über die Grundgebühr passieren.

So kommt man dann eher richtig Pauschalbetrag/Anschlusspunkt anstatt Betrag/verbrauchter KWh.

Noch als Erfahrungsbericht von einer Anlage im Familienkreis: Hier wurde die Amortisationsschwelle dieses Jahr erreicht. Baujahr war 2011 bzw. 2012 (2 Anlagen, jeweils 18kwp) plus eine Anlage für Eigenverbrauch 6kwp aus 2013. Bisherige Wartungskosten waren nicht mal 4-stellig. Es musste ein Wechselrichter in der Garantiezeit getauscht werden und die SMA-Box war nach 5 Jahren 1x defekt.
Ansonsten bisher keine Ausfälle im Solarfeld oder bei den anderen Wechselrichtern (SMA).
Aktuelle Einspeisevergütung liegt bei noch 18cent/kwh für die großen Anlagen bis 2031/2032 und bei 13cent für die EVA. Die erreicht einen Eigenverbrauchsanteil von ca. 70%.

Es könnte sogar noch ausgebaut werden da noch ca. 200qm Süddach mit 20° Neigung vorhanden wären aber mittlerweile ist ein Zubaustopp im Ort vorhanden, da keine Einspeiseleistung mehr genehmigt wird. Im Sommer liegt die Netzspannung im Ort manchmal schon bei nahe 240V oder gar darüber aufgrund der hohen Einspeisung. Die ein oder andere Anlage im Außenbereich steigt da dann schon aus.
 
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30 Minuten Arbeit: Speicher verdoppelt.

IMG_0460.jpeg
 
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Khaotik schrieb:
Zubaustopp im Ort vorhanden
Zubaustop. Wäre mir neu, dass mir die Gemeinde, der Netzbetreiber oder sonst wer die Installation verbieten darf. Spätestens eine Nulleinspeiseanlage muss nirgendwo genehmigt werden, sie wird einfach angeschlossen und gemeldet.

Khaotik schrieb:
In zeiten, in denen alle beziehen ist eine Umlage über den Verbrauch sinnvoll und richtig. Mit zunehmender Reduktion des Verbrauchs von außen müssen die trotzdem vorhandenen Kosten aber irgendwie umgelegt werden.
Mit dieser Betrachtung und den Schlußfolgerungen daraus wird das natürlich nichts mit der Energiewende. Denn dann werden privat PV nicht mehr ausgebaut und langfristig auch abgeschafft. Da uns eine Alternative fehlt, sind wir auf diese PV Leistungen aber angewiesen, oder wollen wir in D noch mehr LNG aus USA und Arabien importieren?

Studien haben übrigens ergeben, dass das Netz bislang stabiler und die Überlastung reduziert wurde. Stellt euch nur Bayern ohne PV vor, dann würde es dort vermehrt zu Brownouts führen, denn die Leitungen sind ja jetzt schon nicht dick genug. Wenn dort ganz PV ausgeht, geht dort fast nix mehr, würde ich sagen.

HisN schrieb:
Speicher verdoppelt.
Pass nur auf, dass das lokale Netz nicht überlastet wird...

Jeder Speicher und jede privat PV reduziert den Bedarf an Übertragungskapazität zum lokalen Verbraucher. Problematisch wird es nur, wenn nominell mehr eingespeist wird als verbraucht wurde. Wenn ein Verteilnetz 100MW liefern kann, kann es auch genauso 100MW vom Verteilnetz in das Übertragungsnetz aufnehmen.

Man könnte auch jetzt argumentieren, dass die Energiewende in privater Hand begonnen wurde und die Industrie jetzt gerne den günstigen Strom kaufen möchte, die Netze aber genau dafür nicht ausgelegt sind. Dann könnte man auch die Industrie mal an den Netzausbau beteiligen bzw. am Betrieb der Netze. Soweit mir bekannt, sind das durchaus einige Unternehmen, die keine Netzentgelte zahlen brauchen.
 
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Samurai76 schrieb:
Wäre mir neu, dass mir die Gemeinde, der Netzbetreiber oder sonst wer die Installation verbieten darf. Spätestens eine Nulleinspeiseanlage muss nirgendwo genehmigt werden, sie wird einfach angeschlossen und gemeldet.
Ja gut, wenn du nichts einspeisen willst ist das doch eine andere Sache. Ich rede aber von Einspeiseanlagen. Sprich, Erweiterung der Produktionskapazitäten.
Der Wille der Leute wäre schon da ihre Dächer zu belegen (was ja eigentlich wesentlich sinnvoller ist als die ganzen freiflächenanlagen) aber Netzbetreiber sagt nein wegen Kapazität.

Gleiches Spiel mit Windenergie. Da planen Sie bei uns momentan für die Umsetzung der 2%-Regel ein extra Umspannwerk.
Kostenpunkt ca. 50 Mio€ nach ersten Schätzungen.
Da sollten dann 18 WKAs und 150ha PV drauf laufen wenn es genehmigt wird. Geht dann direkt ins 380kV-Netz nachdem die Leitung hier eh durchläuft.
Samurai76 schrieb:
Mit dieser Betrachtung und den Schlußfolgerungen daraus wird das natürlich nichts mit der Energiewende. Denn dann werden privat PV nicht mehr ausgebaut und langfristig auch abgeschafft.
Ja letztlich ein Problem. Fakt bleibt nur, dass die Netzkosten irgendwie umgelegt werden müssen. Und da bleibt eben nur Strompreis oder Grundgebühr. Und Strompreis dann analog um die Netzkosten erhöhen wird aich wieder zu sozialen Spannungen führen.
Oder aber es wird zunehmend vom Staat quer finanziert was aber am Ende des Tages wieder linke Tasche, rechte Tasche ist. Wir zahlen es so oder so.
 
Ich habe heute mal wieder in die App geschaut um zu sehen, wie sich der Stromverbrauch mit angeschalteter Heizung (WP) entwickelt und ich muss sagen, ich bin sehr zufrieden:

Wir haben im Oktober für 30€ Strom verkauft und für 21€ Strom erworben. Macht für diesen Monat bisher ein Plus von 10€. Finde ich schon beachtlich dafür dass wir zuvor einen Abschlag von 250€ hatten. Ich bin mal auf die Wintermonate gespannt. Mein Gefühl sagt mir, dass wir in 8-9 von 12 Monaten ein positives Defizit zum Ende des Monats haben werden.

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So. Unser Terrassendach nähert sich auch der Fertigstellung.

Heute morgen angefangen Panele draufzupacken.

img_0481area2.jpeg


So sieht das von unten aus.
solardach_von_unten_u0qdcg.jpg


Und so von oben.
solarterrasse_unfertigedy3.jpg



Fehlen noch noch Verblendungen und der Elektriker.

Und wenn man sowieso ein Terrassendach bauen möchte, dann ist das auch noch furchtbar preiswert, eine Solar-Anlage daraus zu machen.

Man spart sich das Sicherheitsglas (in unserem Falle etwas 1000 Euro).
Dafür kauft man Panele für etwa 2000 Euro. Zusätzliche Kosten beim Terrassendach fallen nicht an, weil die das Glas ja sowieso reinheben hätten müssen. Dem Terrassendachbauer ist das voll Wumpe, ob er jetzt Sicherheitsglas oder Glas-Glas-Module einsetzt, solange die Module die entsprechenden Vorschriften bezüglich der Traglast erfüllen.
Oben drauf kommt noch ein kleiner Wechselrichter (300 Euro) und ein Schütz (100 Euro), sowie der Elektriker, der das alles anklemmt. (Noch mal 500 Euro).
Voila.

Ertrags-Prognose

Ertrag_Terrassendach.jpg


Bin gespannt was jetzt beim BWL 1x1 rauskommt^^
 
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HisN schrieb:
BWL 1x1 rauskommt^^
Fetter Gewinn, würde ich vermuten, da du ja eine fast Eigenbauanlage hast bzw. die so-wie-so Kosten fast alles abdecken. Wenn ich deine Zahlen kurz Überschlage, dürfte das eine ca. 4kWp Anlage für nicht 2k€. 500€/kWp ist eine Ansage.

Na gut, hab 10 400W Module angenommen, habs erst jetzt gesehen, aber sind trotzdem nur nicht 800€/kWp, auch ein Kampfpreis^^
 
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Sind nur 2.2 kWp (wie auf der Ertragsprognose zu sehen). Die Glas-Glas-Module haben eine Leistung von "nur" 215W + ein bisschen was weil sie Bifazial sind.
 
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Dasun schrieb:
Wir haben im Oktober für 30€ Strom verkauft und für 21€ Strom erworben
witzig, sieht bei mir ganz ähnlich aus, 50kWh mussten wir bisher im Okt einkaufen, auch WP. Wir hatten hier 3 Tage (Norddeutschland), in denen wir unseren Speicher (10kWh) nicht befüllt bekamen. Ansonsten komme ich damit noch über die Nacht. Einspeisen darf ich noch nicht, da noch kein neuer Zähler.

Also , bisher alles nach Plan. Energiebedarf für ein Winterquartal wird bei Okt 100kWh / Nov 300kWh / Dez 600kWh für die WP liegen. Hinzu kommt der Grundbedarf von etwa 300kWh/Monat.
HisN schrieb:
So. Unser Terrassendach nähert sich auch der Fertigstellung.
Cool & Glückwunsch!
Ist das speziell für PV konstruiert? Magst Du den Hersteller/Anbieter mal nennen?
Ergänzung ()

HisN schrieb:
ie Glas-Glas-Module haben eine Leistung von "nur" 215W
Aber die sind auch kleiner als das Standardmaß 1,7x1m, oder?
Ergänzung ()

HisN schrieb:
+ ein bisschen was weil sie Bifazial sind.
Helle Markiese drunter ;-) Am besten aus Diaprojektorwandreflektionsfolienzeugs...
 
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Die Unterkante vom Dach ist etwa auf 2,7m. Da kommt viel Licht von vorne und den Seiten.
Heute war ja sehr diffuses Licht, da macht das Dach nur einen winzigen Unterschied in der Helligkeit.
Ich hab mir das auch viel viel viel dunkler vorgestellt. Ist es aber gar nicht. Ich bin positiv überrascht worden.

Am Ende haben wir hier sowieso fast das ganze Jahr die Marquise ausgefahren und die Vorhänge zu. Eventuell wird das etwas aufgeweicht, aber wir haben die Marquise extra behalten, falls es zu hell bleibt :-)
Ergänzung ()

Blende Up schrieb:
Cool & Glückwunsch!
Ist das speziell für PV konstruiert? Magst Du den Hersteller/Anbieter mal nennen?

Nein. Ganz normales TerrassenDach mit winzigen Anpassungen. Ganz normaler Terrassendachbauer.

https://www.wintergartenparadies.berlin/

Wir waren erst bei meine-solarinsel, aber deren Angebot war so dermaßen teuer …. So haben wir gute 10.000 Euro weniger ausgegeben.

Der Dachbauer baut die Teile sowieso auf Maß, für den macht es keinen Unterschied ob da jetzt sein Glas, oder mein Glas drinne ist. Nur der mittlere Sparren wurde angepasst, damit die Kabel verschwinden, und er hat Löcher in die langen Sparren für die Kabel gebohrt, damit die später nicht unten den Sparren durchhängen, sondern ganz verschwinden. Sieht man auf dem Foto auch schon, wie es gedacht ist, ein Kabel ist schon durchgestopft^^. Sonst ist alles Standard für ihn.

FunFact: Der hat vor 20 Jahren schon unseren Carport gebaut. Sieht fast genau so aus^^
Und er sagt: Kein Problem den auch mit Solar anstatt Glas zu decken … Nächstes Projekt incoming.

Blende Up schrieb:
Aber die sind auch kleiner als das Standardmaß 1,7x1m, oder?

Nur ein bisschen.
https://emotion-e.com/navi.php?a=5293
 
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Werden die Module genau wie Glaselemente in die Konstruktion eingesetzt, so dass die Überdachung dicht ist?

Edit: Steht ja sogar im Link, sorry ;)
 
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Jupp, kein Unterschied zu normalem Glas.
Die Module haben extra einen breiteren Rand, der nicht mit Solarzellen belegt ist, damit man sie bequem in die Sparren einspannen kann, mit den ganz normalen Gummidichtungen die auch sonst genutzt werden.
Sie sind auch etwa gleich dick (je nachdem was Du kaufst) wie normales Sicherheitsglas.
 
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