PV Ertrag Verständnisfrage

reditalian

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Eine Verständnisfrage zum PV Ertrag. Mein WR sagt mir, ich hätte mit meiner noch recht jungen PV bisher 3,11 MWh von der Sonne geerntet, also 3.110 KWh. Wären das 3.110 KWh weniger auf meiner Rechnung? Vermutlich zu einfach gedacht, aber ich bin noch neu in der Materie. 3.110 KWh weniger auf der Rechnung wäre natürlich genial und würde meine Stromrechnung praktisch halbieren.
 
Du hast das alles ja nicht direkt selber verbraucht. Du hast ja auch sicherlich was ins Netz eingespeist
 
Ertrag - Einspeisung = Eigenverbrauch (einfach gesagt)

Hat dein Stromzähler ein 2.8.0 Wert? Dein Netzbezug sollte 1.8.0 sein.
 
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Wenn du die 3.110 kWh selber verbrauchen konntest, kannst du das natürlich so rechnen. Ich zweifle aber ein wenig daran, dass du den produzierten Strom 1:1 selbst verbrauchen konntest.
Insofern musst du die Einspeisung noch abziehen.
 
Wenn du deinen Stromzähler noch nicht überwachst, besorg dir evtl. einen Obi Energy Tracker. Der zeigt dir das in der Obi App oder in Home Assistant (aktuell nur inoffiziell) an, wieviel du verbraucht und eingespeist hat.
Der Tracker hat durch LoRaWAN eine sehr hohe Funkreichweite und ist momentan immer mal wieder stark rabattiert zu bekommen.
 
Wie @derchris schon geschrieben hat, schau doch einfach auf deinen Stromzähler.
Der eine Wert gibt die an was du aus dem Netz bezogen hast, der andere was du in öffentliche Stromnetz eingespeist hast.
Je nach Wechselrichter geben die Dinger aber die DC Erzeugung der Photovoltaikanlage an.
Dich interessiert hier aber die AC Erzeugung. Das werden 5-10% weniger sein, was als Verlust bei der Wandlung halt liegen bleibt.
 
Normal hat doch jede PV ANlage auch einen Manager oder nen Meter oder sonst was verbaut wo genau aufgelistet und auch dargestellt wird was du produziert, verbraucht, eingespeist etc. hast. Oft kannst da auch alle Stromtarife und so eintragen und hast ne genaue Auswertung für jeden Tag etc.. dort müsste das alles stehen.
 
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reditalian schrieb:
Mein WR sagt mir, ich hätte mit meiner noch recht jungen PV bisher 3,11 MWh von der Sonne geerntet, also 3.110 KWh. Wären das 3.110 KWh weniger auf meiner Rechnung?
Nein, natürlich nicht. Das wäre im Prinzip 100 %iger Autarkiegrad ;-)
Je nach Bauweise des Hauses, Größe der PV-Anlage (mit/ohne Speicher, Anzahl der Panels etc.), Anzahl und Art der Verbraucher wird man irgendwas zwischen 20 und maximal 60 Prozent selbst verbrauchen können (über das gesamte Jahr gerechnet), der Rest wird eingespeist und man bekommt NOCH ein paar Cent dafür.
In Baden-Württemberg wird man auch mehr Strom erzeugen können wie in den nördlichen Bundesländern (deutlich mehr Sonnenstunden).

Am besten ist es, man wohnt in einem Niedrig-Energiehaus und hat einen ganzen Fuhrpark von Elektro-Fahrzeugen, die tagsüber an der Strippe hängen, vor allem bei purem Sonnenschein.
 
in einem forum ist es immer so lustig. da hat man eine frage und bekommt ne info was man sich kaufen soll. oder so was sinnloses ob man sich richtig beraten lassen hat.

einfach gesagt
  • man bezieht strom von der pv
  • man bezieht strom vom stromanbieter
  • man speist strom ein
am stromzähler sieht man wie viel man eingespeist hat und wie viel strom man bezogen hat. jetzt müsste man vom wechselrichter noch wissen wie viel strom erzeugt wurde.

der wechselrichter selbst zeigt auch einige werde an bei mir, ist auch recht zuverlässig.
 
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Sollte man sich solche Gedanken nicht eigentlich machen, bevor man eine wahrscheinlich fünfstellige Summe in PV investiert?
reditalian schrieb:
Wären das 3.110 KWh weniger auf meiner Rechnung?
Das wäre der Fall, wenn du noch einen alten Ferraris-Stromzähler ohne Rücklaufsperre hast. Möglicherweise kann das bei einer ganz neuen PV-Anlage mal der Fall sein, wenn der Netzbetreiber nicht schnell genug den Zähler tauscht, aber normalerweise nicht.
 
Arne schrieb:
Sollte man sich solche Gedanken nicht eigentlich machen, bevor man eine wahrscheinlich fünfstellige Summe in PV investiert?
die frage hat doch gar nichts mit der kaufentscheidung einer PV anlage zu tun. aber in einer pefekten welt hat man natürlich alle handbücher durchgelesen und alle szenarien durchgerechnet, die anlage perfekt eingestellt und täglich an das wetter angepasst. ;)

edit: in der echten welt hat man angebote von 2-3 pv firmen oder kennt eine gute und günstige firma. und diese firma hat dann 2-3 verschiedene geräte aus china oder sonst wo her. und dann gibts noch sehr teure anbieter mit viel marketing und komplizierten und teuren bauteilen, luftaufnahmen usw. , die aber auch gute geschäfte machen.
 
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Also zumindest das eine eigene Szenario sollte man sich vorher schon grob durchgerechnet haben, immerhin soll sich die Sache ja meistens irgendwann rechnen. Solateure rechnen einem zwar auch viel vor wenn der Tag lang ist, aber die haben teils sehr krude Annahmen, die die Wirtschaftlichkeitsprognose für sie natürlich in ein günstiges Licht rücken - aber kaum jemand zahlt doch noch 38ct/kWh, wie mir da teilweise vorgerechnet wurde. Und da gehört dann eben schon dazu, was die Anlage erzeugt, was selbst verbraucht und was eingespeist wird, und was man eben für einen Stromzähler hat, wie der im großen und ganzen funktioniert.
 
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empower schrieb:
die frage hat doch gar nichts mit der kaufentscheidung einer PV anlage zu tun
Doch. Eigentlich schon. Es ist letztlich DIE Frage, wenn man sich eine PV-Anlage anschafft. Es ist eine Investition und man möchte natürlich nicht nur wissen wann, sondern ob sich diese überhaupt rechnet. Wir reden hier immerhin von 10.000 Euro aufwärts. Je nach Größe wird es eher mehr.
Und dann würde ich mir vorher schon Gedanken darüber machen. Vor allem weil die Rentabilität auch vom eigenem Konsum abhängt. Umso mehr ich selbst verbrauchen kann, umso besser. Das setzt aber eben auch entspechende Verbraucher voraus.
Im Schnitt kann man ja wohl von ca. 10 Jahre rechnen, bis man den Break-Even-Point erreicht. Umso weniger Strom ins Netz geht, umso besser. Zumal demnächst die Preise für die Einspeisung deutlich fallen werden. Ich glaube aktuell waren wir bei 7-8 Cent pro kWh. In Zukunft gibt es wohl nur noch den Börsenmarktpreis plus für den Übergang einen Bonus. Schätze man kann dann noch mit 3-4 Cent pro kWh rechnen. Einfach auch: Wenn die Sonne scheint, scheint sie halt nicht nur auf die eigene PV-Anlage und es herrscht ein Überangebot.

Das sind halt so Faktoren, die man sich VOR Anschaffung halt anschauen muss.

3000 kWh klingen natürlich richtig dicke. Mein Jahresstrombedarf wäre damit gedeckt. Aber wir hatten halt nicht nur einen zeitweise extrem heißen Sommer sondern auch ein überdurchschnittlich sonniges Jahr (ich glaube nur um Februar lagen die Sonnenstunden unter Durchschnitt, sonst war jeder Monat im Vergleich zum Mittel stark überdurchschnittlich). Die Tage werden kürzer, das Wetter unbeständiger und insgesamt kann man mit so einer Anzahl an Sonnenstunden letztlich auch nicht jährlich rechnen.

tl;dr Eine PV-Anlage schafft man sich vor allem aus wirtschaftlichen Gründen an und nicht allein, weil man die Welt vor fossiler Energie retten möchte :)
 
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Es sieht so aus: Im Sommer "ernted" man eher zuviel Sonne und kann das alles gar nicht verbrauchen und im Winter ist der Ertrag relativ gering.

Was man machen kann:

Maßnahme 1: Batteriespeicher holen und das was man zuviel an Strom tagsüber produziert speichern und nachtsüber dann verbrauchen. Bestimmte Geräte wie z.b. Kühlschränke verbrauchen ja permanent Strom.

Maßnahme 2: Solarwinkel optimieren. Entweder jeden Monat die Panels selber neu ausrichten auf optimalen Winkel, oder aber wenn die Solaranlage eh überdimensioniert ist, dann den Winkel so einstellen dass er optimal im Winter ist.

solarwinkel.jpg


Im Sommer hat man denn weniger Ertrag, im Winter dafür mehr.

Ich hab bei mir die Solarpanels auf den optimalen Winkel für Winter eingestellt und lass die das ganze jahr über so.
 
kachiri schrieb:
Doch. Eigentlich schon. Es ist letztlich DIE Frage, wenn man sich eine PV-Anlage anschafft. Es ist eine Investition und man möchte natürlich nicht nur wissen wann, sondern ob sich diese überhaupt rechnet. Wir reden hier immerhin von 10.000 Euro aufwärts. Je nach Größe wird es eher mehr.
Und dann würde ich mir vorher schon Gedanken darüber machen. Vor allem weil die Rentabilität auch vom eigenem Konsum abhängt. Umso mehr ich selbst verbrauchen kann, umso besser. Das setzt aber eben auch entspechende Verbraucher voraus.
Im Schnitt kann man ja wohl von ca. 10 Jahre rechnen, bis man den Break-Even-Point erreicht. Umso weniger Strom ins Netz geht, umso besser. Zumal demnächst die Preise für die Einspeisung deutlich fallen werden. Ich glaube aktuell waren wir bei 7-8 Cent pro kWh. In Zukunft gibt es wohl nur noch den Börsenmarktpreis plus für den Übergang einen Bonus. Schätze man kann dann noch mit 3-4 Cent pro kWh rechnen. Einfach auch: Wenn die Sonne scheint, scheint sie halt nicht nur auf die eigene PV-Anlage und es herrscht ein Überangebot.

Das sind halt so Faktoren, die man sich VOR Anschaffung halt anschauen muss.

3000 kWh klingen natürlich richtig dicke. Mein Jahresstrombedarf wäre damit gedeckt. Aber wir hatten halt nicht nur einen zeitweise extrem heißen Sommer sondern auch ein überdurchschnittlich sonniges Jahr (ich glaube nur um Februar lagen die Sonnenstunden unter Durchschnitt, sonst war jeder Monat im Vergleich zum Mittel stark überdurchschnittlich). Die Tage werden kürzer, das Wetter unbeständiger und insgesamt kann man mit so einer Anzahl an Sonnenstunden letztlich auch nicht jährlich rechnen.

tl;dr Eine PV-Anlage schafft man sich vor allem aus wirtschaftlichen Gründen an und nicht allein, weil man die Welt vor fossiler Energie retten möchte :)
lies dir doch einfach die frage vom TE durch. darum geht es.
 
In der Regel gibt es bei den PV-Anlagen ein Webinterface über das du die Daten abrufen kannst, meist über ein Portal des Herstellers, oft auch über eine App.
Bei mir, mit SMA-Komponenten, sieht das für 2025 so aus:
1790496494674.jpeg

Ich hab 9MWh erzeugt, davon 3.5MWh selbst verbraucht, 5.5MWh eingespeist und musste trotzdem noch 1MWh aus dem Netz kaufen weil zu wenig Sonne war und der Speicher leer war.
Aus deiner Angabe über den Ertrag aus deinem Wechselrichter ist also erst einmal nicht viel abzulesen.
Also entweder auf den Stromzähler schauen, ist ja bereits beschrieben worden, wie die Daten zu lesen sind, oder über das Interface des WR/Energiemanager deiner Anlage.
Einspeisung lohnt sich nicht wirklich, aktuell noch 7,7ct/KWh, wird aber bald weniger oder wegfallen.
Wir haben dieses Jahr für meine Frau ein E-Auto gekauft, so dass sich das Verhältnis zwischen Verbrauch und Einspeisung noch verändern wird und was man bei den Spritpreisen aktuell spart, macht die Investition in die PV wieder schmackhaft.
 
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Ziemlich gute Werte...muss man erstmal schaffen. Wie sieht deine Anlage aus? Das übliche, 10 kWp und 10 kWh? :)
 
Danke, was für ein Feedback, hab nicht damit gerechnet. Einspeisung bisher zeigt mir die App 384 kWh an und 544 kWh Bezug. Allerdings hatte der Elektriker nach Installation die Einspeisung vorerst deaktiviert, bis das alles im Marktstammdatenregister und beim Netzbetreiber angemeldet ist. Smart Meter/Gateway wurde mir vor 1,5 Jahren schon zwangseingebaut, weil wir über 6.000 kWh Jahresverbrauch lagen.

Was natürlich echt unschön ist, der Installateur ging dieses Jahr in die Insolvenz und ich durfte diese ganze Anmelderei und Förderung selbst machen. Nur der Netzbetreiber droht mir jetzt mit rechtlichen Schritten, weil noch zwei Abschluss Protokolle fehlen, die ich nicht mehr bekam. Lustig, da andere Firmen/Elektriker nix mit einer Fremdanlage zu tun haben möchten. Letztlich bin ich gespannt auf die nächste Rechnung, dann gibt es konkrete Zahlen.
 
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