Doch. Eigentlich schon. Es ist letztlich DIE Frage, wenn man sich eine PV-Anlage anschafft. Es ist eine Investition und man möchte natürlich nicht nur wissen wann, sondern ob sich diese überhaupt rechnet. Wir reden hier immerhin von 10.000 Euro aufwärts. Je nach Größe wird es eher mehr.
Und dann würde ich mir vorher schon Gedanken darüber machen. Vor allem weil die Rentabilität auch vom eigenem Konsum abhängt. Umso mehr ich selbst verbrauchen kann, umso besser. Das setzt aber eben auch entspechende Verbraucher voraus.
Im Schnitt kann man ja wohl von ca. 10 Jahre rechnen, bis man den Break-Even-Point erreicht. Umso weniger Strom ins Netz geht, umso besser. Zumal demnächst die Preise für die Einspeisung deutlich fallen werden. Ich glaube aktuell waren wir bei 7-8 Cent pro kWh. In Zukunft gibt es wohl nur noch den Börsenmarktpreis plus für den Übergang einen Bonus. Schätze man kann dann noch mit 3-4 Cent pro kWh rechnen. Einfach auch: Wenn die Sonne scheint, scheint sie halt nicht nur auf die eigene PV-Anlage und es herrscht ein Überangebot.
Das sind halt so Faktoren, die man sich VOR Anschaffung halt anschauen muss.
3000 kWh klingen natürlich richtig dicke. Mein Jahresstrombedarf wäre damit gedeckt. Aber wir hatten halt nicht nur einen zeitweise extrem heißen Sommer sondern auch ein überdurchschnittlich sonniges Jahr (ich glaube nur um Februar lagen die Sonnenstunden unter Durchschnitt, sonst war jeder Monat im Vergleich zum Mittel stark überdurchschnittlich). Die Tage werden kürzer, das Wetter unbeständiger und insgesamt kann man mit so einer Anzahl an Sonnenstunden letztlich auch nicht jährlich rechnen.
tl;dr Eine PV-Anlage schafft man sich vor allem aus wirtschaftlichen Gründen an und nicht allein, weil man die Welt vor fossiler Energie retten möchte