RAM Overclocking und Temps.?

AddyR

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Hi!

Ich hab mein RAM seit längeren schon übertaktet. Hab einen G.E.I.L. DDR2-800 CL5, den ich auf CL4 laufen hab. Ist eigentlich alles bestens läuft statt 800 nur mit 750MHz was mich aber nicht weiter stört, da die besseren timings im endeeffekt mehr speed bringen.
Ich besitzte dieses Asus Crosshair MB und hab letztens mal einen der Beigelgten Temperaturfühler im ram verbaut, so bisle unter den kühler geschoben.
Im idle hab ich temps von ca. 35° und unter last dann max. 50°, sind diese werte noch ok?
wie heiß dürfen die max werden.

mfg addy
 
Die Temps sind völlig ok. Wenn ich mir die Temps des Graka-RAM nach einer Runde Zocken anschaue, sind das ganz andere Regionen. Hab schonmal 79° gehabt.
 
Naja, es steht aber nicht genau fest, was wie warm ist. Denn zwischen Heatspreader und Chip hast du den Fühler doch nicht geschoben?!

Wenn du die Spannung für dieses "OC" nicht erhöht hast ist alles OK, würde ich mir keine Gedanken machen. Auch sonst hören sich 50° noch OK an.

Ich hab über meinem Ram 2 80mm Lüfter. Da der Recht warm wird. Also beim benchen und so mit mehr als 2,2V...

24/7 läuft der ohne zusätzslichen Lüfter. Und man kann ihn auch nach Stunden unter Last noch anfassen ohne sich zu verbrennen.
 
Ach sind kleinere timings echt schneller als die taktrate?
ich dachte die spielen nicht so die rolle?
kann mir das mal einer erklären? ich habe nämlich heute neue DDR2 module bestellt von mushkin.
 
donphilipe83 schrieb:
Ach sind kleinere timings echt schneller als die taktrate?
ich dachte die spielen nicht so die rolle?
kann mir das mal einer erklären? ich habe nämlich heute neue DDR2 module bestellt von mushkin.

Also die Timings geben bestimmte Prozesse (eng. Strobes = Abtastimpulse) in Taktzyklen an.
Beispiel die heißgeliebten CL Timings bekannt als CAS Latency (Column Address Strobe Latency = Spalten Adressierung Abtastimpulsverzögerung) geben an, wie Lange die Daten brauchen, wenn sie einmal adressiert wurden, bis sie letztlich zur Verfügung stehen.

Typische Angaben sind da 2.5, also genau zweieinhalb Taktzyklen. Einer dieser Marketinggags ist bei DDR2 ist, dass zwar die Taktzahlen verdoppelt wurden (Bsp: PC400 -> PC800) nur komischerweise haben sich die Timings auch verdoppelt.

Also ist ein PC 800 Baustein CL 5 - einfach gesagt - genauso langsam wie ein PC 400 CL2.5 Baustein. Der eine taktet zwar doppelt so schnell wie der andere, aber braucht dafür auch doppelt so lange. Das habe ich für mein Value Select festgestellt, vorher PC 400 jetzt 800. Dennoch ist die CL time nicht alles und eventuell wurde die eine oder andere Operation beschleunigt...

Nun liegt es auf der Hand, warum es viel effektiver ist, die Timings zu optimieren...

Beispiel:

Taktrate 800Mhz bei einer CL von 5 macht also 160 Leseoperationen pro Sekunde

Taktrate 820Mhz (oc) bei einer CL von 5 macht 164 Leseoperationen pro Sekunde

Taktrate 800Mhz bei einer CL von 4.5 macht 177 Leseoperation.

Die CL um 0.5 Taktzyklen zu optimieren brachte ein Performancegewinn von 11%, das übertakten der RAM um 20Mhz dagegen nur 2.5%.

That's it.

AddyR schrieb:
bei AMD sind gute timings besser, bei Intel spieln die nicht so die rolle, ich persönlich fahre in meine benches mit bessern timings und dafür schlechtere MHz besser

Das müsstest du mir mal erklären...sonst verstehe ich meine eigene Erklärung nicht ;)
 
nun ja !

dazu ist noch zu sagen dass es ein riesen unterschied ist ob man einen A64 hat oder einen C2D.

was mein vorredner geschrieben hat ist schon ganz richtig ! Aber ......
beim C2D bringen timings wesentlich weniger im verhältnis zum takt da der C2D keinen eigenen speicherkontroller bersitzt.
darum schreibt man auch das die timings bei C2D zu vernachlässigen sind.

beim A64 , der einen eigenen speicherkontroller besitzt . machen timings wesentlich mehr aus. allerdings muß man einen guten kompromiss zwischen der taktrate und den timings finden ! das muß mann dann aber mittels benchmarks testen.

bei spielen wage ich zu bezweifeln ob man dabei merkt ob man einen DDR400 miit Cl-2,5 oder mit Cl-2 laufen lässt.

ich hatte vor meinem jetzigen system einen A64 X2 ! habe viel probiert mir den speichern.
aber einen wirklich speedvorteil konnte ich erst feststellen als ich damals vonn DDR400 auf DDR500 umgestellt hatte und die dann noch mit hoher spannung (3V) auf 570 laufen hatten mit Cl-2,5-4-4-6-1T . und da war auch erst ein wirklicher unterschied zu den normalen DDR400 zu merken, die ich mit Cl3-4-4-5-1T laufen lies.



gruss
 
vielen dank für die ausführlichen erklärungen.
die sache ist doch aber, wenn ich meinen zukünftigen C2D übertakten will, muss ich doch auch die speichertaktung erhöhen oder? darum hab ich mir extra schnellen 1066 speicher geholt. hohe taktrate bedeuten aber auch niedrigere timings. also ist das anheben der cpu- und damit speichertaktung doch sicher effektiver als die timings runter zu setzen.

allerdings bin ich kein extrem-overclocker, und ihr seht ja mein jetziges system. ich denke da wird die rohleistung schon mehr als ausreichend sein.

wie ich gehört habe, kann der C2D nur 667 speicher optimal nutzen. alles darüber ist nutzlos?

entschuldigt mein gefrage aber ich hab keine ahnung von den neuen systemen und intel.
 
xrobberx schrieb:
nun ja !

dazu ist noch zu sagen dass es ein riesen unterschied ist ob man einen A64 hat oder einen C2D.

was mein vorredner geschrieben hat ist schon ganz richtig ! Aber ......
beim C2D bringen timings wesentlich weniger im verhältnis zum takt da der C2D keinen eigenen speicherkontroller bersitzt.
darum schreibt man auch das die timings bei C2D zu vernachlässigen sind.

beim A64 , der einen eigenen speicherkontroller besitzt . machen timings wesentlich mehr aus.

gruss

Also wenn man den integrierten Speichercontroller in betracht zieht, hast du natürlich vollkommen recht. Nur ich dachte Intel hätte es AMD mit dem C2D längst nachgemacht...oder integrieren die den Speichercontroller erst mit der Penryn Generation?
 
die haben den noch net integriert. ich glaub, selbst penryn wird den noch nicht drin haben.
und antwort auf meine fragen in #9?
 
@donphilipe83

Was für einen C2D hast du?

Mit 1066Mhz Speicher könntest du den FSB auf 533Mhz anheben ohne den Speicher zu übertakten! Das sollte jawohl mehr als reichen und solange du nicht einen höheren Speicherteiler nimmst und der Speicher nicht schneller als 533MHz läuft, brauchst du den auch nicht kühlen, da der Hersteller ja garantiert, dass der Speicher bei der Frequenz nicht abraucht!

Und höherer Takt bedeutet nicht bessere Timings!
 
noch habe ich außer dem bestellten speicher nix! wenn die preise, wie hier bei CB im juli so krass gesenkt werden, dann ist ein Q6600 oder ein E6850 meiner :P

gut, und wenn ich die CPU auf standardtakt laufen lasse, ist dann auch der speicher langsamer als 533 Mhz getaktet? wie weit würde z.B. ein E6600, der standardmäßig mit 2400Mhz läuft schaffen, wenn ich den speicher auf 533 bringe?
 
Kannst du doch leicht ausrechnen: 533 (max Speicher) * 9 (max Multi, hier E6600) macht 4,8Ghz. Das wäre theoretishc mit dem Speicher möglich (mit guter CPU, gutem Board und Kompressorkühlung).

Den Q6600 wirst du mit herkömlicher Kühlung nicht so weit kriegen. Die Wärmeentwicklung ist zu hoch und 533MHz FSB mit einem Quad sind auch eher Ausnahme.

Wenn die CPU auf Standardtakt läuft kannst du mittels Speicherteiler den Speicher auch langsamer laufen (macht aber nur beim OCen Sinn) lassen: 266Mhz, 333Mhz, 400Mhz oder eben die 500Mhz.

Also 3Ghz sind eigentlich mit jedem E6600 drin.
 
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