Creeping.Death schrieb:
Für die Gaming Performance ist es quasi irrelevant ob CL14 oder CL16 und 3200CL14 vs 3600CL16 sowieso.
Die GPU ist hier hauptverantwortlich.
Eine ****** Verallgemeinerung.
Ist er im GPU Limit, dann sind nicht nur die Timings egal....dann ist auch alles andere egal......
Er hat aber mit Anno(ich gehe von 1800 aus), Star Citizen und dem Flugsimulator tendenziell CPU lastige Spiele aufgefählt.
Und im CPU Limit ist schnellerer Ram durchaus nützlich und die GPU irrelevant.
Und es gibt natürlich noch ganz viele Mischungen....wo man das mit CPU/GPU Limit nicht so klar trennen kann, oder wo es sich stark von Spielszene zu Spielszene ändert.
GrumpyDude schrieb:
Ich hab Spaß am Overclocking und generell am Tunen der Systemsettings. Würd aber gern wissen, wieviel sich die Gaming Performance mit CL14 erhöhen könnte. Meine Spiele sind hauptsächlich Anno, Star Citizen und hier und da mal ein moderner Shooter (BF/CoD etc). Bald der neue Flugsimulator von MS, von dem wir nix wissen.
Ram ist durchaus anpsruchsvoll zu tunen...Der Takt bleibt zwar das wichtigste, aber oft genug wird den Timings so gar keine Beachtung geschenkt, und dann kann der Ram dadurch deutlich langsamer laufen, oder zumindest mit höherem Takt keine Leistung gewinnen.
Ich habe da letztes Jahr einen ganzen Haufen an Takt und Timings ausprobiert, und auch mit GearDownMode und BankGroupSwap herumprobiert.
Immer mit 4x8GB und einem 2700X@4,2GHz.
Zwar nur in einem älteren Spiel, aber bei der vielzahl an Messungen(mindestens 12 pro Messpunkt und immer auf zwei verschiedene Tage aufgeteilt), brauchte ich Etwas, dass sich angenehm und zuverlässig testen lässt.
Thief ist alt und hässlich, aber voll CPU limitiert und der Benchmark repräsentiert gut die anspruchsvolleren Level im Spiel....und gut bei der Reproduzierbarkeit.
Selbst dann ist es nicht einfach....aber die Messungen sind gut reproduzierbar......der Einbruch der optimierten Cl14er Timing bei genau 3200MHz ließ sich zuverlässig nachstellen....und scheint mit dem GearDownMode zusammenzuhängen.
https://www.computerbase.de/forum/threads/4x8gb-auf-ryzen-durchprobiert.1873292/
Ist eventuell etwas zu viele Daten auf einem Haufen.....und die Interpretation ist auch nicht so einfach, aber als Zusammenfassung:
1. Die Ramfrequenz bei manuell festgesetzten Timings zu steigern, bringt prozentual(pro MHz) grob das gleiche für FPS und Frametimes, wie den CPU Takt zu steigern.
2. Benutzt man die Ramprofile, werden nur die Haupttimings gesetzt und das Board wählt die Subtimings automatisch. Dabei werden bei besseren Haupttimings tendenziell um so schlechtere Subtimings gewählt.
Und um so hoher die Ramfrequenz, um so schlechter werden auch die automatischen Timings.
So überholt zu 3333 und 3466MHz, die
15(wird wegen GDM zu 16) 15 15 15 35 dann auch die
14 14 14 14 34.
Ich habe keinen Aegis Ram, aber ich habe die Timings von zwei RTC Screenshots aus dem Internet genommen und bei Abweichungen in den Subtimings, die Mitte gewählt....so kommt der eine Türkise Messert bei 3000 Cl16 18 18 zustande.
Wie man sieht liegt der zwischen den Cl14 und CL15 mit Automatischen Subtimings....obwohl er wegen den Haupttimings darunter liegen müsste.
........all das untemauert meine Aussage, dass man sich viel halbherziges Ram OC oder Geld für Ram mit besseren Ramprofilen nicht lohnt.
3. Generell sind Timings wichtig für die Leistung.
Die hellblaue Linie sind die Timings, die ich für 3466MHz(das maximum was mein 2700X-IMC stabil kann), optimiert habe......davon ausgehen, habe ich die 14er Haupttimings auf 16 18 18 und 19 21 21gesetzt.....das sind im Mittel 21 und 43% schlechtere Haupttimings...und daher habe ich auch alle Subtimings genommen und um 21 bzw.43% hochgesetzt(logischerweise auf ganze Werte gerundet)..........Das ist also sehr nah dran an...21% bzw 43% schlechteren Timings durch die Bank.
Und da sieht man deutliche Unterschiede durch die Timings...unabhängig von irgendwelchem automatischem rumgepfusche......die 21% schlechteren Timings sind mit 3333-3466MHz nur so gut wie 3166-3133MHz.
Und die 43% schlechteren Timings sind mit 3466 nur so gut wie 2866MHz.
Bei 3466MHz sind die Cl14 und CL15er Haupttimings mit automatischen Subtimings kaum schneller als Cl19 21 21 mit den um 43% verschlechterten selbst optimierten Timings.......sind also mit 14 14 14 34,@3466MHz ....nur so schnell wie 14 14 12 26@2866MHz......den Unterschied machen hier nicht die tRAS von 26 oder 34, sondern vor allem die restichen 24 Timings.
Und man muss sich mal überlegen, wie der unterschied wäre, wenn ich bei 2866MHz meine Timings optimiert hätte..und nicht die gleichen wie bei 3466 gelassen hätte.....
4. Die Stilt Timings, die mein Mainboard als Profil hinterlegt hatte, waren zwar sehr schnell, aber einfach nicht stabil.....vor allem ohne GDM, ging das gar nicht und ich brauchte etliche Versuche, bis ich die Benchmarks ohne Absturz geschafft hatte.
5.GDM senkt leicht die Leistung, und führ bei manchen Taktstufen zu unlogisch harten Leistungseinbußen....aber ingesammt führt kein Weg daran vorbei, da die zusätzliche Stabilität die man gewinnt so viel höheres OC erlaubt, dass man an Ende die bessere Leistung mit eingeschaltetem GDM hat.
6. Das eingeführte BGS_Alt ist nur eine Funktion, die automatisch BGS deaktiviert, wenn nur ein Rank pro Channel verbaut ist, und BGS bei mehr Ranks aktiviert........soweit also immer die optimale Einstellung wählt....hier besteht kein Handlungsbedarf.
...................aber Alles in Allem muss man immer die Verhältnismäßigkeit im Blick haben.

Du wirst nicht merken, ob das Spiel mit 104 oder 124FPS läuft.....oder ob die Frametimes von 80 auf 90 1/s steigen.
Hast du ein Spiel, das CPU limitiert ist und nur mit 45FPS und 1% low Frametimes von 20 läuft...dann kann schnellerer Ram hingegen deine FPS in einem Bereich verbessern, wo es spürbar sein kann....aber vor allem im Vergleich zu "ich habe den Ram eingebaut und nie das XMP Profil geladen".
Sofern du brauchbar schnellen Ram um 3000-3200MHz hast, hast du schon eine ordentliche Leistungssteigerung bezogen auf 2133MHz erreicht......und das im Grunde ohne Aufwand und ohne besondere Mehrkosten(3000er Ram kostet kaum mehr als "Basisram" mit 2133 oder 2400).
Gehst du dann mit dem Takt höher oder den Timings runter, wird es teurer oder du kommst eher in Stabilitätsprobleme.....und ohne optimieren der Subtimings erhälst du auch nicht wirklich viel mehr Leistung.
......hier beginnt also eher der "Spaß am OC" Bereich und der "sinnvolle Investitionen" Bereich hat geendet.