Smart Wert "Reported Uncorrectable Errors"

Der_Elch

Cadet 2nd Year
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Hallo zusammen,

Frage zu folgendem Smart Wert "Reported Uncorrectable Errors".

Bin gerade erschrocken, OMV zeigt mir Disk Status "BAD" an aufgrund des oben geannten Smart Wertes (ID187).
Linux "Laufwerke", Windows (CDI) und die kurzen Selbsttests sagen OK.
Interpretiert OMV hier den Wert falsch?

Danke und Gruß
Screenshot 2026-02-05 093800.png
 
Du hast einen Power On Cycle von über 5600 Mal,
da ist der Spindelmotor schon sehr krass beansprucht und in einem sehr erhöhten Risiko für einen Ausfall ausgesetzt.
 
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schau mit smartctl

ins error log

und long smart selbst test machen
 
@kieleich Also wenn 2 Smart Tools unkorrigierbare Errors melden, würde ich das Ding sofort tauschen.
Die HDD ist faktisch tot.

Eine HDD mit B8 > 0 und hunderten Raw-Errors ist technisch am Sterben,
auch wenn 05 / C5 / C6 noch 0 sind.
 
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Ja, aber merkwürdig ist das.

Ich habe 2 SATA SSD und eine NVME und eine 2 TB HD. Da steht nun immer z.b 4000 mal eingeschaltet und 20000 Stunden gelaufen. Ich mache das aber sehr selten aus, ich nutze den Stromsparmodus. Rechnet der also die Stunden oder was? Wann ist eine Abschaltung oder Laufzeit?

Ich dachte bisher immer Power weg unnd dann neu. Aber so ist das eben nicht. Meine das weil der @TE sowas auch haben könnte.

Daher haben meine Laufwerke horrende Summen, muss ich wahscheinlich mal austauschen :)
 
Burki73 schrieb:
Ja, aber merkwürdig ist das.

Ich habe 2 SATA SSD und eine NVME und eine 2 TB HD. Da steht nun immer z.b 4000 mal eingeschaltet und 20000 Stunden gelaufen. Ich mache das aber sehr selten aus, ich nutze den Stromsparmodus. Rechnet der also die Stunden oder was? Wann ist eine Abschaltung oder Laufzeit?

Ich dachte bisher immer Power weg unnd dann neu. Aber so ist das eben nicht.
Daher haben meine Laufwerke horrende Summen, muss ich wahscheinlich mal austauschen :)
Bei einer SSD sind Power On Cycles egal, die hat ja keinen Motor, der mechanisch beansprucht wird.
Wenn du bzw. das OS natürlich die HDD in den Stromsparmodus versetzt, wird der Motor abgeschaltet und der Lesekopf die die Parkposition gestellt.$
Luftgucker schrieb:
Alles bestens mit der Platte.
Nein ist es nicht, die Platte ist faktisch tot.
 
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platten die 24/7 laufen, sterben irgendwann

platten die 3x am tag ins standby gehen, sterben irgendwann

die power cycles sind scheiss egal. so lange das laufwerk funktioniert. und das muss man eben testen. das ist screenshot ist nur ein kleiner teil von smart, smart hat noch andere infos und möglichkeiten, anschauen kostet nichts, testen kostet nichts

alles andere ist kaffeesatz leserei. dass das ding in den müll gehört ist schon von der produktnummer klar

ohne historie könnte der wert auch schon sehr lange im smart stehen, es fällt ja nicht auf weil das programm es nicht moniert. im smart log steht dann vielleicht ne zeit dazu wann es ein problem gegeben hat, und welches problem das denn war. dann kann man immer noch entscheiden

ohnehin ist smart immer nur ein indiz und da kann lange nichts drin stehen auch wenn die hdd schon schäden hat. ohne tests fallen die halt nie auf. ein lesefehler in tante emmas geburtstags video das man sich 10 jahre lang nicht anschaut, der wird dann halt auch nie gefunden, ohne komplette lesetests
 
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kieleich schrieb:
die power cycles sind scheiss egal. so lange das laufwerk funktioniert. und das muss man eben testen. das ist screenshot ist nur ein kleiner teil von smart, smart hat noch andere infos und möglichkeiten, anschauen kostet nichts, testen kostet nichts
Nein sind sie nicht, Desktop HDDs sind für ~3 000 Power Cycles ausgelegt, danach besteht ein erhöhtes Ausfall Risiko.
 
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Sorry, was ist geht denn hier ab?

1. Nur ein "Tool" meldet nicht OK, nämlich OMV - daher die Nachfrage hier.
2. B8 = 0
3. Die Zahl der Power Cycles und die Spezifikation dafür sind, und waren nicht, Teil der Frage

Ich fasse mich nochmal klarer:
Warum zeigt OMV BAD an und der Rest OK?
Ist BB bzw. 187 kein definiert ausfallrelevanter Parameter?
 
Der_Elch schrieb:
Warum zeigt OMV BAD an und der Rest OK?
na ja wenn du ein bitmap mit schachbrett muster. auf 1x1 pixel runter skalierst und es gibt nur schwarz und weiss zur auswahl kein grau

dann werden manche bild editoren dir nen schwarzen pixel anzeigen

und andere werden einen weissen pixel anzeigen

GOOD BAD ist eben nur 1 bit information und das eine programm sagt halt good und das andere sagt bad

man kann smart mit tausend werten nicht so einfach auf 1 bit runter brechen

selbst die HDD selber, bekommt das nicht hin. Der overall health self assesment status (PASSED / FAILED) ist bei den meisten laufwerken einfach unbrauchbar. da steht sehr oft noch PASSED auch wenn das laufwerk längst übern jordan gegangen ist
 
Der Hersteller setzt die Limits im Threshold. Wird dieser unterschritten verlässt man den grünen Bereich. Bei einem Threshold von 0 könnte man davon ausgehen dass BB kein Verschleiß relevanter Wert ist.
 
Naja, finde schon das man 1000e Parameter auf ein Bit runterskalieren kann.
Eigentlich sogar einfach.

Info Parameter -> Wert egal
Ausfallparameter -> Sobald ein Wert nicht OK -> Schwarzer Pixel.
Keine Grauzone kein nix.

Wenn das selbst Hersteller Tools nicht können ist das schon bitter...

Egal, merke dass das hier vermutlich zu nichts führen wird.
Stichwort faktisch tot, Anlaufzyklen etc.

Bedeutet im Umkehrschluss, das 99,9% der PC Anwender mit Festplatten das nie verstehen werden oder umgehen können.
Selbst CDI ist damit für versiertere Anwender nicht sinnvoll anzuwenden.
Man muss die einzelnen Rohwerte selbst interpretieren...
 
Das Halbwissen einiger der eigentlich zur Hilfe eilenden Antwortenden hier ist echt beunruhigend (kommt mir übrigens über die letzten Jahre in sehr vielen Threads so vor... da hat man als "alter Hase" eigentlich kaum mehr die Lust noch was dazu zu schreiben).

Allein die Aussage dass eine Desktop-Festplatte mit 5600 Power Cycles "krass beansprucht ist". Die Festplatte um die es geht wird vom Hersteller mit 300.000 kompletten Load/Unload-Cycles zertifiziert.
Die Platte hat mit 14000 Betriebsstunden zwar schon Ihre Midlife-Crisis - aber grotesk hoch ist der Wert ebenfalls nicht. Auch die durchschnittlich 3h pro Load-Cycle gehen voll in Ordnung.

Relevant sind die Current/Worst-Values immer im Vergleich zum Threshold. Die Current/Worst-Werte sollten niemals unter den Threshold-Werten liegen, das ist ein eindeutiges "hier mach ich mir Sorgen"-Indiz der Festplatte.

Die "651" Fehler könnten alles mögliche bedeuten. Sieht man sich die anderen Werte an (Temperatur, Head Flying Hours, ...) kann es sich auch um schlicht und ergreifend ein falsches Auslesen der Werte handeln.

Und selbst wenn nicht: der Feldwert "BB" kann schon allein durch z.B. einen Stromausfall ansteigen. Oder wenn die Platte extern genutzt und darüber ein/ausgeschaltet wird. Er zeigt an, dass die Festplatte einen Fehler beim lesen oder schreiben von Daten gefunden hat und die automatische Fehlerkorrektur diesen nicht beheben konnte (so dass die Platte das Betriebssystem über ein Problem informieren musste und es nicht stillschweigend selbst lösen konnte). Selbst eine wacklige SATA-Kabel-Verindung kann zu diesen Problemen führen.

Während man natürlich immer auf Nummer sicher gehen kann und alle paar Jahre seine Daten auf neue Datenträger migrieren kann, sollten die Daten aber grundsätzlich ja sowieso in Form eines Backups irgendwo noch gesichert sein.

Ich sehe hier eine gut genutzte, aber nicht des Todes nahe Festplatte. Natürlich erhöht sich die Ausfallwahrscheinlichkeit mit der Nutzung über die Jahre, aber mit dem selben Argument könnte ich mir auch täglich einen Neuwagen kaufen weil der andere ja schon gestern die 20 km auf Arbeit gefahren ist ;)

Eindeutige Ausfallzeichen sind nicht zu sehen. Sollte natürlich jetzt noch was anderes dazu kommen: seltsame Geräusche oder Dateien die sich wiederholt nicht lesen lassen, sieht es ganz schnell anders aus. Aber das kann halt immer passieren.
 
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AAS schrieb:
Eine HDD mit B8 > 0

B8 ist aber 0.

AAS schrieb:
und hunderten Raw-Errors

Auf welche Attribute beziehst du dich hier? 07 zu hoch, aber sonst sehe ich hier keines, was besonders auffällig wäre. @Der_Elch Es wäre einfacher gewesen, wenn die Werte dort in Hexadezimal statt in Dezimal gestanden hätten, weil Seagate hier bei 01 und 07 anders rechnet bzw. erfasst.


Der_Elch schrieb:
Frage zu folgendem Smart Wert "Reported Uncorrectable Errors".

Das Attribut BB sagt aus, wie viele Sektoren nicht über den Hardware-ECC korrigiert werden konnten. Jeder Sektor hat eine Prüfsumme und wenn diese nicht mit der errechneten Prüfsumme des jeweiligen Sektors übereinstimmt, wird versucht, über den ECC des Sektors (Fehlerkorrekturcode) zu korrigieren. Und dies ist hier eben bei 651-mal nicht erfolgreich gewesen.


EDIT: Habe meinen Beitrag bearbeitet, um hier nicht zu verwirren. @Inzersdorfer hat gewiss recht. Die Fehler bei BB sind an sich nicht kritisch. Trotzdem lag wahrscheinlich Bitrot in geringem Maße vor, das eben noch korrigiert werden konnte. Ich würde sehr empfehlen, mal chkdsk /r laufen zu lassen oder besser noch einen Scrub durchzuführen, falls die Platte Teil eines RAID-Verbundes ist oder ein entsprechendes Dateisystem verwendet wird, das Scrubben zulässt.
 
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AndrewPoison schrieb:
Allein die Aussage dass eine Desktop-Festplatte mit 5600 Power Cycles "krass beansprucht ist". Die Festplatte um die es geht wird vom Hersteller mit 300.000 kompletten Load/Unload-Cycles zertifiziert.
Die Platte hat mit 14000 Betriebsstunden zwar schon Ihre Midlife-Crisis - aber grotesk hoch ist der Wert ebenfalls nicht. Auch die durchschnittlich 3h pro Load-Cycle gehen voll in Ordnung.
Das sind immerhin ungefähr 15 Jahre, und das ist für eine normale Destkop HDD, die permanent läuft, zu lange. Die Ausfallwahrscheinlichkeit wird deutlich erhöht nach so einer langer Zeit. Die hätte ich privat schon lange getauscht.
 
0 Lesefehler, d.h. die Reported Uncorrectables konnten in einem weiteren Lesevorgang doch noch gelesen werden.

1 Suchfehler bei 167 080 695 Suchvorgängen, für 14.080 Betriebsstunden noch in Ordnung.
 
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Ich möchte denjenigen, die hier konstruktiv beigetragen haben, ausdrücklich danken.
Ich -für mich- kann die Situation jetzt besser einschätzten, was ja der Gedanke des erstellten Threads ist.

Die HDD ist eine dritt bzw. viert Backup Platte, welche außer Haus in ein NAS kommen soll.
D.h. es gibt von den entsprechenden Daten mind. zwei weitere Backups bei mir im Hause.
Vor dem Umstieg auf meinen HDD freien Desktop PC war sie lange Zeit meine Datengrab Platte.

FYI.
Mit den Smartmontools konnte ich sehen das zumindest die letzten zehn Einträge für BB für den gleichen Sektor bei ~10000h entstanden sind. Heißt hier kam zumindest kürzlich nichts dazu.
Habe die Platte gerade schon wieder ins zukünftige OMV Nas zurückgebaut, daher kein Screenshot.
Als nächstes werde ich die HDD mal komplett formatieren.

Danke und schönes WE
 
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