Studium - Zuhause wohnen oder nicht?

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Sascha-89

Gast
Hi Community,



Aber wie schaut es mit dem Studium an sich aus - nervt das auf Dauer, ständig wieder nach Hause fahren zu müssen, habt ihr damit Erfahrungen etc.?

Würde mich über ein paar Meinungen freuen
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich würde eine Wohnung empfehlen falls es finanziell möglich ist, vorallem Partytechnisch hat das Vorteile.
 
Das nervt tierisch, ok, mit eigenem Auto ist es wohl nicht sooo schlimm aber toll ist es nicht.
Ich bin in den ersten 3 Semestern auch gependelt, allerdings mit dem Zug (Stunde hin, Stunde zurück).
Es ist mehr als lästig.
Wenn man mal n paar Stunden zwischen zwei Vorlesungen hat hängt man sinnlos irgendwo in der Uni oder der Stadt rum weil man ja auch nicht immer Lust hat zu lernen oder man einfach das nötige Zeug nicht dabei hat.
Wenn abends mal ne Party ist kannste nix trinken weil du noch fahren musst oder du musst eher los weil du eben einfach noch ne halbe oder dreiviertel Stunde fahren musst.
Die Spritkosten sind natürlich auch nicht zu verachten...jeden Tag 80km gehen ganz schön ins Geld.
Und glaub mir... wenn du erstmal ne eigene Bude hast, in er du tun und lassen kannst was du willst, wirst du das nicht mehr aufgeben wollen.
Ich hab n extrem gutes Verhältnis zu meine Eltern, die haben mich auch nie genervt oder sonst was aber trotzdem ist die Freiheit einer eigenen Wohnung was tolles.
 
da sich wahrscheinlich dein soziales umfeld auch in die neue stadt verlagert würde ich auch raten umzuziehen, wenn es der geldbeutel zulässt. Die stundenpläne sind ja nicht stringend und dann stehst du in einer stadt ohne wohnung für 2,4,6 stunden...jedesmal 40km fahren oder zwangsweise bei bekannten abgammeln? Würd ich nicht wollen...
 
40km zum Studium zu fahren ist eine Qual - insbesondere wenn du z.B. Veranstaltungen von 10-12 Uhr sowie von 16-18 Uhr hast. Du sitzt tatenlos rum. Such dir lieber ein vernünftiges Wohnheim oder eine WG (empfehlenswerter) in der Nähe.
 
Ich fahre momentan 20km (pro Weg) und finde das schon grenzwertig.
Das mache ich auch nur so lange, bis ich ein gutes WG-Zimmer in Braunschweig gefunden habe.
(Ich will halt nicht mehr als 5 Minuten zu Fuß zur Uni brauchen.)

Du kannst also den Vorteil für dich nutzen, dass du nicht drauf angewiesen bist sofort umzuziehen.
Mein Tip: Den ersten Monat oder so fahren und dann in der Stadt gucken, wo man WIRKLICH wohnen will.
Denn wenn du deinen Lebensmittelpunkt noch nicht da hast, dann kann man das recht schlecht einschätzen.
Ich habe auch erst am andren Ende der Innenstadt (7 Minuten Fahrrad zur Uni) gewohnt und bin dann wieder ausgezogen, weil ich das zu weit fand (und die Mitbewohner gewechselt haben).
Jetzt suche ich mir mein Zimmer sehr genau aus und kann einfach warten, bis eins frei wird was mir zusagt.
Und dann bin ich in null komma nix wieder da wo ich studiere.

Grüße vom:
Jokener
 
also ihr wurden ja schon einige vorteile einer eigenen wohnung genannt, die ich auch unterschreibe. Doch wie sieht es denn nun finaziell aus? Wo kommt das Geld her?
 
Kindergeld + Bafög + evtl. günstiger Studienkredit (z.B. in NRW bis zu 650€/Monat) + evtl. Hiwi-Stelle

Das sollte ansich reichen. Selbst Bafög und Kindergeld reichen vielen schon aus, wenn die Wohnung günstig ist.
 
Ich bin das erste Semester auch gependelt zwischen dortmund und hamm, immerhin auch ca. 1,5 stunden fahrt mit bus und bahnen. ich würde dir auf jeden fall dazu raten, wenn es finanziel möglich ist rüber zu ziehen, da man einfach selbstständiger wird, man seine ruhe hat beim lernen, zwischendurch immer fix nach hause kann, naja und wer viel party braucht kann auch einfacher party machen, wobei das für mich jetzt auch nicht wirklich der hauptgrund ist. man kann sich an der uni auch anders ja noch engagieren und z.B. in der hochschulpolitik etwas machen, was ich recht wichtig finde und viel zu wenig gemacht wird. am wochenende oder so kann man immer nochmal wieder recht easy nach hause fahren um mal schön bei mama zu essen, aber alleine zuhause dann seine ruhe haben ist auch nicht verkehrt, vorallem, wie gesagt, wenn man studiert und lernt.

Versuch doch mal übers studentenwerk günstig an ne wohnung in nen studentenwohneim zu kommen, die sind eigentlich immer verdammt günstig und man bekommt direkt alles was man braucht, internet, strom, wasser usw.
 
Auch wenn das immer großkotzig klingt: Die meisten Studenten die übers Geld heulen haben entweder keinen Plan von Geldmanagement, lügen was das Zeug hält oder haben komplett abstruse Ansprüche.
Der volle Bafög-Satz sind 650 Euro, damit kommt man mehr als nur gut hin. Wohngeld kann man auch beantragen, Kindergeld gibts sowieso und wer sich anstrengt bekommt auch ein Stipendium.
Kritisch ist es nur, wenn man gerade so noch kein Bafög bekommt. Aber für 200 Euro muss man auch nur 8 Stunden die Woche arbeiten, was machbar ist.
Ich bekomme etwas weniger als den vollen Bafög-Satz und komm super damit aus.

@ceo2008: Wenn du denkst, dass Maschinenbau und Party sich ausschließen, dann kennst du die falschen Maschinenbauer. :D

Was mir noch einfällt: Wenn man alleine wohnt, dann hat man keinen mehr, der einen zum lernen anstachelt.
Man muss also mental so erwachsen sein und sich auch zu den nicht spaßigen Aufgaben zwingen...

Grüße vom:
Jokener
 
Ich würde mir auch ne Wohnung suchen. Wenn du mal irgendwie Hilfe von nem Kommilitonen brauchst, oder dich zum Lernen (oder Feiern ;)) treffen möchtest geht das viel einfacher und spontaner, als wenn du erst ne Ewigkeit mit dem Auto rumkurven musst.
 
zieh da hin, 40 km pendeln kann man für 6 monate oder so machen, danach nervt es einfach nur.
Außerdem bleibt man dann wegen "nur einer" Vorlesung auch mal zu hause - und schwupp haste den anschluss verloren.

musste mal täglich 50 km ein weg zur arbeit pendeln, das geht mächtig ins geld.
wenn man, je nach auto, mal grob schätzt 1km 20 cent (10 cent sprit / verschleiß / höherer Versichrungsbeitrag / mehr wertverlust)

40 km ein weg
80 am tag
400 inner woche
1600 im monat
geteilt durch fünf
330€ monatlich!

alles sehr grob überschlagen!!




@Jokener
das mit dem geld ist so eine sache
meine freundin kommt aus georgien - dann sieht es schon wieder ganz anders aus
die kann nur studieren(in georgien kann keiner ein studium bezahlen) weil ich fleißig am arbeiten bin.
 
Zuletzt bearbeitet:
.Ich würde dir raten so lange zu pendeln, bis du eine bessere Alternative gefunden hast. Also eine wirklich gute und günstige Wohnmöglichkeit.

Allerdings hängt die Beantwortung deiner Frage von vielen Faktoren ab: Wie gut kommst du mit deinen Eltern und deinen anderen sozialen Beziehungspersonen klar? Wie viel Kohle regnet es bei dir? Was wünschen sich deine Eltern? Wirst du mit den Leuten im Studienort gut klar kommen oder eher mit den Leuten vom Heimatort oder umgekehrt (Bei mir war/ist es so, dass ich als Münchner Kindl die Münchener hasse und sie trotzdem lieber habe, als die Regensburger, die zwar wirklich alle nett sind, mit denen ich mich aber meist kaum anfreunden kann - außerdem gibt es hier sauviele Studenten vom Land ..., mit denen ich leider auch nicht optimal komunizieren kann)?

Außerdem kommt hinzu, dass falls du nach einem Semester oder derer auch zwei merkst, dass das Fach oder gerade diese Uni dir einfach nicht liegt, dann wirst du es leichter haben, dich wieder davon zurückzuziehen.

Ich wohne nicht mehr bei meinen Eltern (Entfernung >100km), was mir sehr viele Freiheiten, aber auch finanzielle und vor allem soziale Engpässe (man ist mit den Leuten daheim nicht auf dem aktuellsten Stand und die Leute hier - naja, das hatten wir ja schon) bereitet. Wenn mal was kaputt geht, man mal einen Unfall hat oder man krank wird, dann ist es immer leichter, wenn die Eltern nah sind.

Ein weiterer Faktor bei meiner Entscheidung war, dass man in meiner Hochschulstadt ein kostenloses Semesterticket für den ÖPNV bekommt.
 
wow - danke für die zahlreichen Antworten ;).

Ihr habt mich eigentlich schon fast überzeugt :D - wird wohl besser sein, dort zu wohnen.
Die einzige Sorge ist nach wie vor die Finanzierung des ganzen.
Hat man während eines Masch-baustudiums überhaupt Zeit noch ordentlich arbeiten zu gehen?
Und wie sieht das mit dem Bafög aus - das hängt auch mit dem Einkommen der Eltern zusammen, oder?

lg
 
Ja Bafög hängt mit dem Einkommen der Eltern zusammen, einfach mal zum Amt und nachfragen.

Mit dem Arbeiten neben dem Studium ist dank Bachelor/Master eher mäßig und in den Semesterferien hab ich die Erfahrung gemacht muss man Gllück haben, hatte im Wintersemester 2 Wochen frei, im Sommer werden grad 1,5 Monate. Leider nicht so pralle. Nebenher ginge möglicherweise so 8-10h die Woche, aber vor allem in der Klausurenphase könnte das ziemlich hinderlich sein.

Und wie Jokener sagte, such dir ne WG, möglicherweise sogar mit Leuten aus deinem Studiengang, das ist enorm praktisch. Mein Mitbewohner und ich kennen uns aus der Schule und studieren das gleiche Fach, das macht das Lernen deutlich einfacher.
 
Zuletzt bearbeitet:
im internet gibt es sogenannte bafög rechner, musste mal nach googlen. würd an deiner stelle erstmal mit deinen eltern reden, wie die sich das so vorstellen und wie sie dich finanziell unterstützen würden. einfach auch mal fragen, wenn se nicht über ihr einkommen reden wollen, ob se glauben, dass du bafög bekommst oder nicht, wobei spätestens, wenn du die ganzen anträge ausfüllen musst, müssen se eh alles offen legen ;-)

ich habe von haus aus das glück, dass wir kein bafög bekommen und meine eltern mit den bafög höstsatz im monat überlassen, bekomme 600€ im monat, zahle davon dann 179 fürs wohnen (inkl. strom, wasser) dann hab ich mir noch für 27€ ne inetflatrate gegönnt, und nicht zu verachten sind auch die rundfunkgebüren von ca 17€ pro monat, wenn ich mich nicht irre. dann noch so sachen wie handyrechnung, die im monat anfällt, dann komme ich auf ca. 350€ im monat zum leben, was mir vollkommen ausreicht bis jetzt. bei gelegenheit wollte ich dann nächstes semester evlt an ner schule anfangen etwas zu jobben.
 
Sascha-89 schrieb:
Hat man während eines Masch-baustudiums überhaupt Zeit noch ordentlich arbeiten zu gehen?
Und wie sieht das mit dem Bafög aus - das hängt auch mit dem Einkommen der Eltern zusammen, oder?

Zum Arbeiten: So gut wie alle Studiengänge sind auf durchschnittlich ~40 Wochenarbeitsstunden mit ca. 20 Urlaubstagen im Jahr ausgelegt, auch Maschinenbau. Da ist arbeiten nebenbei schon drin, es geht halt nur auf die Freizeit, womit viele nicht klarkommen. In den Klausurenphasen kann es aber eng werden.

Zum Bafög: Du hast einen gewissen Anspruch der bis ca. 650Euro geht. Der Staat schaut nun nach, wieviel Geld du selber hast (glaube bis 5K?nicht sicher) und wieviel deine Eltern haben. Du hast im Regelfall gegenüber deinen Eltern einen Unterhaltsanspruch während des Studiums, wenn den deine Eltern nicht erfüllen können, dann gibt es halt Bafög. Problematisch wird es nur, wenn deine Eltern zahlen müssten, es aber nicht wollen.
 
Wenn das Geld knapp wird und du somit mehr arbeiten musst, studierst du eben ein Jahr länger. Ist doch auch nicht so schlimm.

Ein Bacc Studium verbietet dir dies ja nicht. ka was da alle Leute haben.:D

Außerdem ist Berufserfahrung 1000x mehr wert als Mindestzeit.
 
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