@C3rone
Gut, dann exzerpiere seine "guten " Argumente bitte mal heraus.
Für mich ist das ein ewiglanger Kommentar, der erstmal damit anfängt die Kosten zu verharmlosen und aufzuzeigen, was früher ja alles gekostet hat und man des Geld doch ruhig nochmal ausgebenkann.
Dieser Drang dazu "wettbewerbsfähig" zu sein und für seine Stadt ja nur das beste zu wollen, ist auch nicht objektiv.
Zumal ich dem Herrn nicht vertraue wenn er sagt, er als Volkswirt kann diese Bedenken ausschließen.
Dr. Werwigk schrieb:
Durch die Investitionen für Stuttgart 21 gibt man vielen Menschen Arbeit statt Arbeitslosengeld.
Das mag ja sein, allerdings kann man genausogut dafür Arbeitslosengeldzahlen.
Arbeiten mag moralisch besser sein, aber irgendwann wird der Staat eben nichts mehr zahlen können.
Und dann ist auch kein Großprojekt für eine kleine Verbesserung des Arbeitsmarktes drinnen.
Das liegt daran, dass sich bei einem Kopfbahnhof die ein- und ausfahrenden Züge gegenseitig den Weg versperren.
Gegenfrage:
Wie lange will man die Züge denn stehen lassen?
Soviel ich weiß, sind die teilweisen Standzeiten eh schon am limit, damit alle rechtzeitig den Weg finden, bzw ein und Aussteigen.
Wo besteht da noch optimierungsbedarf?
Um seine Argumente nachvollziehen zu können geht er hier zu wenig drauf ein und nennt keine wirklichen Zahlen.
Das ist nicht fundiert.
Wenn man dieses Projekt jetzt stoppen würde, wer käme dann für den materiellen und immateriellen Schaden auf? Es wäre zumindest Seitens der Bahn mit hohen Schadenersatzforderungen zu rechnen. Die Verlierer wären vor allem die Menschen in unserer Stadt und in unserem Land.
Warum wären diese die Verlierer, wenn alles so bleibt, wie es denn nun ist?
Dieses Argument mag zeitlicher Natur sein, aber direkt ein Argument fürs Projekt ja dann eigentlich nicht.
Schätzungen der Grünen beziffern sich auf 500 000000 Euro, was es kosten würde das Projekt abzublasen.
Gerichte haben die Rechtmäßigkeit der Verfahren bestätigt. Die Bahn hat eine rechtsgültige Baugenehmigung
Das stellt wohl niemand in Frage.
Es gab umfängliche Bürgeranhörungen, bei denen alle Fragen und Einwände der Bürger behandelt wurden. Es wurden aufgrund dessen auch zahlreiche Modifikationen an dem Projekt vorgenommen.
Das Projekt Stuttgart 21 wird seit Mitte der neunziger Jahre öffentlich diskutiert.
Nur steigen die Kosten wohl stark an...
Die EU hat strenge Vorgaben für den künftigen Lärmschutz der Bürger erlassen. Jede Stadt muss einen Lärmschutzplan aufstellen.
Gut.
Ist die Bahn deswegen derzeit zu laut, dass hier eine andere Lösung gesucht werden muss,oder ist das nur nebenbei gesagt, um das Argument lediglich zu verstärken?
Auch hier nicht geklärt, ob dieses Argument nuneins ist oder nicht.
Keine Zahlen, keine stichhaltigen Beweise, ob eine geringere Lautstärke notwendig ist, oder nicht.
Allein für den bisherigen Ausbau des Stuttgarter U-Bahn-Netzes werden rückblickend ca. 4,0 Mrd. Euro veranschlagt.
Heute können wir uns ein Leben ohne diese S- und U-Bahnen in und um Stuttgart gar nicht mehr vorstellen.
Das mag sein, aber was hat es mit Stuttgart 21 zu tun?
Der dann notwendige grundlegende Aus- und Umbau des Kopfbahnhofs samt aller notwendigen Zulaufstrecken würde nach seriösen Schätzungen 3,7 Mrd. Euro betragen. Dafür gibt es bisher keine Planungen und keine Baugenehmigungen.
Inwiefern muss man den Bahnhof umbauen und wieso? Weiß das jemand?
Wenn es keine Planungen gibt, wie kann es dann seriöse Schätzungen geben, und woher und von wem?
Welche Kosten kommen ohne Stuttgart 21 denn auf den Kopfbahnhof zu?
Was müsste umgebaut werden?
Der neue Hauptbahnhof und die neue Schnellbahnstrecke nach Ulm sind langfristige Infrastrukturinvestitionen, die noch in hundert Jahren von unseren Ur-Ur-Ur-Enkeln genutzt werden. Das relativiert die heutigen hohen Kosten erheblich.
Weiter oben werden sinnlos irgendwelche Beträge zum Vergleich angestellt??
Und dann soll sich das für die Kindeskinde rentieren, bis wieder jemand was umbauen will oder wie kann man das sehen?
Unsere Vorfahren haben sich dagegen aber nicht aufgelehnt, weil sie sich vom Bahnbau Arbeit und Wohlstand erhofften.
Was soll der Vergleich? Damals waren die Umstände wohl kaum vergleichbar mit den jetzigen.
Zumal damals auch ein Bahnhof gebaut wurde,weilman einen brauchte und nicht, weil man etwas schöner haben will oder mit Wettbewerbsfähigkeit glänzen will.
Die Kosten, welche stark ansteigen sollen, spricht er nicht an.
Und genau deswegen protestieren die Leute ja.
Sieht mir nach keinem ehrlichen Konsens aus.
Es wäre wesentlich sinnvoller die Gelder in einen Ausbau der Hochgeschwindigkeitstrassen sowie der Gäubahn zu stecken, als dass man mit allen Mitteln versucht, ein Projekt am Leben zu erhalten, dass sich bereits zum Zeitpunkt des Spatenstichs als Fass ohne Boden entpuppt..., denn die Schätzungen der Ausgaben gehen eher schon in Richtung 5 Milliarden.