HappyMutant
Fleet Admiral
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- Juli 2001
- Beiträge
- 21.424
@florian.
Erstens ist der Effekt von Stuttgart 21 quasi nur für den Personenverkehr spürbar. Die Behauptung, dass Rohstoffe schneller zugeführt werden können ist so kaum realisierbar. Im Gegenteil, diverse wichtige Projekte für den Güterverkehr werden aus Kostengründen nicht oder nur sehr zögerlich realisiert. Wo ein Teil der benötigten Gelder hinfließt, kannst du dir denken. Die einzige Entlastung kann die teilweise Verlagerung des Fernverkehrs sein, bzw. einige neue Kapazitäten gibt es durch die NBS generell. Aber Nadelöhre gibt es dann immer noch genug. Und die neue Strecke wird dann immer noch starke Steigungen aufweisen wir die bestehende Strecke, also im Güterverkehr problematisch werden.
Zweitens ist der Umbau von Frankfurt und München, als den beiden anderen Kopfbahnhöfen für die solche Planungen bestanden, an den Kosten gescheitert. Bzw. an dem was man mit dem vorhandene Geld hätte realisieren können und das wären auch nur Sparlösungen gewesen. Alleine Stuttgart bleibt übrig, mit den ganzen Problemen die die anderen Projekte zum scheitern verurteilten. Zu viel Geld für letztendlich zu wenig Kapazität.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_21
Der dritte wichtige Kopfbahnhof, Leipzig, erhält einen kurzen Tunnel vorallem für die S-Bahn, der ebenfalls schon eine Milliarde kostet. Das ist dann nur eine Verdoppelung gegenüber der Planung und natürlich verzögert sich auch hier schon der Bau um mehrere Jahre. Der Tunnel ist für den Fernverkehr auch deswegen kaum sinnvoll, weil die zuführenden Strecken noch nicht durchgehend elektrifiziert sind.
http://de.wikipedia.org/wiki/City-Tunnel_Leipzig
Wieso wundert man sich in Politik und Bauwirtschaft über die massive Skepsis bei Großprojekten, wenn alles doppelt so teuer wird und doppelt so lange dauert? Das die alle inkompetent sind und aus Erfahrung nicht lernen, kann ich nicht glauben. Also ist doch die Planung schön gerechnet. Vielleicht wäre das schon mal ein Ansatzpunkt, was man von Anfang an besser machen kann.
Wir könne uns dann vielleicht irgendwann zwar wie ein Keks freuen, das wie in Japan alle Zentren mit ultraschnellen Zügen angebunden sind (und mich würde es freuen, ich bin ein Fan davon). Allerdings haben wir dann auch eine Staatsverschuldung, die unser Bruttosozialprodukt massiv übersteigt. Wenn das Zähneklappern bei der Bankenkrise schon jetzt so groß war, dann wird die nächste Rezession mit den Voraussetzungen erst ein richtiges Fest.
Erstens ist der Effekt von Stuttgart 21 quasi nur für den Personenverkehr spürbar. Die Behauptung, dass Rohstoffe schneller zugeführt werden können ist so kaum realisierbar. Im Gegenteil, diverse wichtige Projekte für den Güterverkehr werden aus Kostengründen nicht oder nur sehr zögerlich realisiert. Wo ein Teil der benötigten Gelder hinfließt, kannst du dir denken. Die einzige Entlastung kann die teilweise Verlagerung des Fernverkehrs sein, bzw. einige neue Kapazitäten gibt es durch die NBS generell. Aber Nadelöhre gibt es dann immer noch genug. Und die neue Strecke wird dann immer noch starke Steigungen aufweisen wir die bestehende Strecke, also im Güterverkehr problematisch werden.
Zweitens ist der Umbau von Frankfurt und München, als den beiden anderen Kopfbahnhöfen für die solche Planungen bestanden, an den Kosten gescheitert. Bzw. an dem was man mit dem vorhandene Geld hätte realisieren können und das wären auch nur Sparlösungen gewesen. Alleine Stuttgart bleibt übrig, mit den ganzen Problemen die die anderen Projekte zum scheitern verurteilten. Zu viel Geld für letztendlich zu wenig Kapazität.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_21
Der dritte wichtige Kopfbahnhof, Leipzig, erhält einen kurzen Tunnel vorallem für die S-Bahn, der ebenfalls schon eine Milliarde kostet. Das ist dann nur eine Verdoppelung gegenüber der Planung und natürlich verzögert sich auch hier schon der Bau um mehrere Jahre. Der Tunnel ist für den Fernverkehr auch deswegen kaum sinnvoll, weil die zuführenden Strecken noch nicht durchgehend elektrifiziert sind.
http://de.wikipedia.org/wiki/City-Tunnel_Leipzig
Wieso wundert man sich in Politik und Bauwirtschaft über die massive Skepsis bei Großprojekten, wenn alles doppelt so teuer wird und doppelt so lange dauert? Das die alle inkompetent sind und aus Erfahrung nicht lernen, kann ich nicht glauben. Also ist doch die Planung schön gerechnet. Vielleicht wäre das schon mal ein Ansatzpunkt, was man von Anfang an besser machen kann.
Wir könne uns dann vielleicht irgendwann zwar wie ein Keks freuen, das wie in Japan alle Zentren mit ultraschnellen Zügen angebunden sind (und mich würde es freuen, ich bin ein Fan davon). Allerdings haben wir dann auch eine Staatsverschuldung, die unser Bruttosozialprodukt massiv übersteigt. Wenn das Zähneklappern bei der Bankenkrise schon jetzt so groß war, dann wird die nächste Rezession mit den Voraussetzungen erst ein richtiges Fest.
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