Schinzie schrieb:
Außerdem sagt der widerstand alleine nicht alles über die Lautstärke aus, es geht mehr um die empfindlichkeit. [...]
und dass mit kopfhörern jenseits von 200€ sagt doch eher so viel darüber aus, dass du solche noch nie probehören konntest.
wenn aber Widerstand UND Empfindlichkeit für eine größere Lautstärke sprechen?
Vermutlich nennst das nicht "Probehören", aber ich hatte sogar den AKG K 701 in diveren Elektroläden mehrfach auf den Ohren. Und wenn man da eins gemerkt hat, dann, dass der VIEL leiser war als alle billigen, er hatte entsprechend keinen Bass, keine Dynamik und klang vollkommen kraftlos. Wie das an einem 1000€ teuren Receiver oder im Studio aussieht, ist dann vermutlich ganz anders.
Außerdem habe ich in den Jahren verschiedenste Kopfhörer mit unterschiedlichen technischen Daten gehabt; alle mit einer ähnlichen Empfindlichkeit (102-115dB), aber unterschiedlichem Widerstand. Und das eindeutige Fazit: Je geringer der Widerstand, desto weniger muss man für die gleiche Lautstärke aufdrehen. Das mag über einer bestimmten Grenze egal sein, weil dann alle gleichermaßen das Gehör schädigen. Aber ich finde es angenehmer, meine Kompaktanlage für eine vernünftige Lautstärke nicht komplett aufdrehen zu müssen (Steelseries 5Hv2 mit 40 Ohm, AudioTechnica ATH M 40 FS mit irgendwas über 50 Ohm). Was die subjektive Lautstärke angeht, verhält sich das Siberia V2 fast wie in ear-Kopfhörer mit 8 Ohm: schon bei ganz geringer Lautstärke hat der Sound schon Bass und Volumen. Hoch-Ohmige Kopfhörer MUSS man an schwachen Stereo-Geräten aufdrehen, damit sie vernünftig klingen.
My Fidelity schrieb:
Mal abgesehen davon, das es doch kaum Musik gibt, die so tief geht, bezweifele ich doch stark, dass ein 60€-Gamerheadset in Frequenzbereiche kommt, für die ich mir einen wirklich guten Sub ins Zimmer stellen müsste.
du hast noch nie einen Subbass auf nem Kopfhörer gehört? Es gibt nen einfachen Vergleich: Hör dieselbe Tonquelle mit Kopfhörern mit verschiedenen Frequenzbereichen (und vergleichbarem Lautstärke-Level). Du wärst überrascht!
My Fidelity schrieb:
Desweiteren hab ich den K530 hier direkt am Onboard hängen, schon am mobilen Gerät und an einer Soundkarte betrieben. In allen Fällen keinerlei Probleme mit der Lautstärke...
Ich habe auch lange gedacht, dass das Klangbild meines Audio Technica an meinem MP3-CD-Player normal wäre (über 50 Ohm). Dachte auch, der Sound wäre ganz ok; und laut konnte ich auch machen. Aber es fiel mir irgendwann auf, dass er je nach Quelle unterschiedlich klingt. Als Schlagzeug-Kopfhörer am Yamaha DTX 3-Modul hatte er subjektiv ein Vielfaches an Bass; ich hab zeitweise alle Audio-Quellen über den Stereo-In des DTX umgeleitet, damit der Kopfhörer gut klingt.
Was ich sagen will: Hör dir den K530 mal an einem High-End-Receiver an. Du wirst feststellen, dass du bisher nichtmal die Hälfte des Klang-Potentials ausnutzt. Und genau das stellt in meinen Augen den Nutzen eines Studio-Kopfhörer als PC-Kopfhörer in Frage: Wozu einen so teuren Kopfhörer, wenn erschwingliches Equipment das Ding nichtmal ausreizen kann ("laut genug" sein ist was anderes, als das volle Potential zu nutzen!). Da nehme ich lieber so ein Headset wie das Siberia v2, das vermutlich als High-End Studio-Kopfhörer versagen würde, aber sein Potential schon an normaler Musik-Hardware komplett ausreizen kann und deswegen
in diesem Einsatzbereich auch besser klingt als die sauteuren Kopfhörer. Wer den Ton seines Rechners über externe Hardware (die teuersten x-fi Modelle haben externe Konsolen) oder Receiver ausgibt, der profitiert vermutlich von Studio-Kopfhörern. Aber wer so ein Gerät wie das K530 an einem MP3-Player oder der Onboard-Karte benutzt, verschenkt bloß Potential.
Aber gut, sind meine Erfahrungswerte. Vielleicht liege ich ja auch falsch.