Switch und access point für Heimnetzwerk

kauai

Cadet 1st Year
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Mai 2018
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12
Hallo,

ich habe mein Haus renoviert und nun im Keller einen kleinen Serverschrank mit
  • einem Patch-panel 24 slot, 17 davon belegt. 14 LAN-Dosen für PC/TV u.ä. . 3x für Access Point Garten, 1.OG und Garten.
  • einem Router FritzBox 7590 (Internet mit 100mbit)
  • einer NAS

Über LAN läuft TV (zattoo), Desktop PCs und Access points.
Über WLAN läuft Ipad, Iphone, Laptop (surfen, TV über zattoo, twitch, youtube)

Als AP wollte ich einen UbiQuiti UniFi AP AC LITE oder Pro kaufen und mit PoE injecten. Gibt es gute Alternativen zu diesem Produkt und reicht für meinen WLAN Bedarf auch die Lite Version?

Beim Switch könnte ich auch den von ubuiqiti nehmen. Ich finde den halt recht teuer und weiß nicht ob ich da überhaupt so viel investieren soll/muss bzw. ob das für ein privates kleines Netzwerk nicht etwas over the top ist. Was genau muss der Switch denn sinnvollerweise können und hat jemand eine Empfehlung?

Vielen Dank für Eure Hilfe,

kimi
 
Bei den Access Points würde ich auf FRITZ!Repeater zurückgreifen. Zusammen mit der FRITZ!BOX erhältst du ein besseres Verhalten der portablen Geräte beim Roaming. Die FRITZ!Box lenkt Geräte zwischen Frequenzbändern und Access Points um die beste Verbindung zu gewährleisten. Man ist also nicht darauf angewiesen dass der Client kluge Entscheidungen bezüglich der Verbindung trifft.
 
Ich würde entweder die Lite oder Long Range nehmen, wenn Unify. Die Pro Version bietet zwar 3x3 MIMO, was aber von herkömmlichen Consumer-Geräten nicht genutzt wird.

Vorteil Unify: Wenn du im Keller auch noch einen PoE Switch hinstellst, sparst du dir sämtliche Steckdosen für die APs.
 
Genau so machen, wie es mein Vorredner geschrieben haben. Hab selber Unifi Geräte. Mit das Beste. Und ein Gigabit Switch ist von denen auch ned übertrieben teuer. Was für Kabel wurden den verlegt? Cat7?
 
Für die AP kommen die LAN-Kabel aus der Decke ohne Stromanschluss da ich über PoE gehen wollte.

@Christian
Kann der FritzBox Repeater auch als AP fungieren? Sorry falls blöde Frage, aber ich dachte ein repeater verstärkt ein WLAN-Signal. Die FritzBox im Keller soll aber WLAN deaktiviert haben und das Signal soll per LAN nach oben gehen.
Bezüglich client und kluge Entscheidung, meinst Du damit ein Mesh-WLAN?

@Prime2k
Cat7 und am Patch-Panel auf RJ45 Stecker. 200 Euro für nen 24 slot switch find ich halt jetzt schon nicht sooo günstig und evtl reicht halt auch einer für 100 Euro. Da kenne ich mich leider nicht aus.

@QwayZee
3x Poe Injector ist halt viel günstiger als das 24er Poe Switch. Deswegen mit injecten dachte ich mir
 
Zuletzt bearbeitet:
Du meinst auf RJ45 Kupplungen. Stecker da ran zu crimpen, ist möglich aber sehr sehr hässlich ;).
 
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@kauai

Alle aktuellen FRITZ!Repeater mit LAN Anschluss können auch als Access Point betrieben werden. Interessant sind dabei vor allem der 1200 und 2400. Falls in einem Raum auch noch weitere LAN Anschlüsse benötigt werden kann beispielsweise auch eine 4040 in das MESH einbinden.
 
Ich habe im Haus auch einen UniFi AP AC LITE im Betrieb.
Sollten ja so toll sein.

Was mich stört:
1. Zum Einrichten wurde die Controller-Software auf meinem Zweitrechner installiert.
2. Die Software benötigt (leider) Java.
3. Nach Ausfall von Zweitrechner konnte ich nicht mehr den AP verwalten.
4. Lösung war meinem Erstrechner die IP von Zweitrechner zu geben.

Die Verbindung zum AP ist sehr wechselhaft. Manchmal da, manchmal nicht.
Mein Smart-TV Panasonic hat partout kein 2,4 GHz-Netz gefunden.
Ich bin aus dem UniFi-Hype raus.
 
JennyCB schrieb:
Was mich stört:
1. Zum Einrichten wurde die Controller-Software auf meinem Zweitrechner installiert.
2. Die Software benötigt (leider) Java.
3. Nach Ausfall von Zweitrechner konnte ich nicht mehr den AP verwalten.
4. Lösung war meinem Erstrechner die IP von Zweitrechner zu geben.

Ich würde sagen hier hast Du nicht nicht ausreichend vor dem Kauf informiert.
Solange man 1-2 APs hat reicht die Smartphone Software vollkommen.
Es ist überall dokumentiert das die Unifi Geräte mit den Cloud Key verheiratet werden. Ein Werksreset und weiter geht es.
Bei mir ist es komplett egal welche IP der Cloudkey hat, die Geräte finden ihn.
Den alten "kleinen" Cloudkey bekommt man aktuell bei ebay und ebay Kleinanzeigen nachgeworfen.
 
Solange man 1-2 APs hat reicht die Smartphone Software vollkommen.
Ich habe kein Smartphone
Es ist überall dokumentiert das die Unifi Geräte mit den Cloud Key verheiratet werden.
Ja, das habe ich leider überlesen. Egal ob Software auf dem Rechner, Cloud Key oder die NAS-Lösung, sie werden "verheiratet". Da machte die Fehlersuche Spaß:( Bin erst mit Wireshark darauf gekommen....
 
JennyCB schrieb:
Was mich stört:
1. Zum Einrichten wurde die Controller-Software auf meinem Zweitrechner installiert.
2. Die Software benötigt (leider) Java.
3. Nach Ausfall von Zweitrechner konnte ich nicht mehr den AP verwalten.
4. Lösung war meinem Erstrechner die IP von Zweitrechner zu geben.

Wenn man sich von den Einstellungen der Controller-Software ein Backup macht, dann kann man bei der Neuinstallation auf einem anderen Gerät einfach das Einstellungsbackup einspielen. Hab jetzt die Einstellungen letztes Wochenende vom PC auf einen Raspberry Pi übertragen.
 
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Christian1297 schrieb:
Die FRITZ!Box lenkt Geräte zwischen Frequenzbändern und Access Points um die beste Verbindung zu gewährleisten.
Nein. Tut sie nicht. Sie kann Geräte von einem AP trennen und deren Zugang zu einzelnen APs blockieren. Geräten, die es unterstützen, kann sie Listen mit Optionen übermitteln. Mehr nicht.

Christian1297 schrieb:
Man ist also nicht darauf angewiesen dass der Client kluge Entscheidungen bezüglich der Verbindung trifft.
Doch. Genau darauf und auf nix anderes ist man, bei dem Zeug was sämtliche Consumer Hersteller gerade als Mesh verkaufen, immer noch angewiesen. Der Client bekommt - wenn er es denn überhaupt unterstützt - nur ein paar mehr Infos um "klüger" entscheiden zu können. Ob er das auch tut, liegt zu 100% beim Client.

Was es hingegen leistet, ist Einstellungen automatisch zu verteilen und Informationen zentral zu sammeln. Es hilft dabei Infrastrukturgeräte automatisch einigermaßen intelligent einzurichten - vor allem wenn es mehr als 2 sind. Das alles meist unter einer einfachen Oberfläche vereint.
 
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Wenn die APs schon für die Deckenmontage vorgesehen sind, ist es hinfällig, über FritzRepeater zu sprechen - es sei denn, man macht die Löcher in den Decken wieder zu und steckt sich AVM-Geräte direkt in die Steckdose, in Bodennähe.

AVM ist durchaus keine schlechte Wahl, aber man ist auf Gedeih und Verderb den Automatismen von AVM ausgeliefert, ob sie im eigenen WLAN funktionieren oder nicht. Es gibt zahlreiche Threads hier im Forum, in denen nämlich genau das nicht der Fall ist. Andererseits gibt es viele, die davon begeistert sind. Wie so oft beim Thema WLAN: Jeder muss es in seiner eigenen Umgebung mit seinen eigenen Geräten testen ob es das hält was es verspricht oder eben nicht.


Zum Thema Ubiquiti:
Das Unifi-System spielt seine Muskeln eigentlich erst ab einer gewissen Anzahl an Geräten wirklich aus. Für einen einzelnen AP ist das Prinzip der Controller-Software wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Das gilt insbesondere dann, wenn man sich dessen nicht bewusst ist, dass der Controller auch wenn er nur sporadisch zum Einsatz kommt fest an das Gerät gebunden ist, auf dem er installiert wurde. Deswegen ist es unklug und wenig vorausschauend, wenn man den Controller auf einem altersschwachen Gerät installiert, dessen Tod nur eine Frage der Zeit ist, oder dessen Verkauf kurz bevorsteht. Alternativen zur PC-Installation gibt es einige, zB auf einem PI, einem NAS oder eben auf dem besagten Unifi CloudKey. So kann der Controller dann auch 24/7 laufen und komfortabel von jedem Gerät im Netzwerk via Browser genutzt werden.

Unifi ist nun mal ein System, das sich nicht nur an Otto Normal richtet, sondern auch für professionelle Zwecke geeignet ist. Das kann ein Vor- aber ein Nachteil sein, je nachdem.

So, nun zu den vorgeschlagenen UAPs. Statt Lite / LR / Pro würde ich persönlich eher nur zwischen Lite und nanoHD entscheiden. Ersterer reicht für wenig anspruchsvolle Umgebungen aus, hat aber natürlich weniger Reserven. Dafür ist er recht günstig (75€). Der LR bezieht seine namensgebende Stärke "Long Range" vorwiegend durch eine erhöhte Sendeleistung, die in Deutschland gar nicht zugelassen ist. Dieser Vorteil ist also weitestgehend hinfällig und man bezahlt den Mehrpreis (LR @ ca 100€) lediglich für schnelleres 2,4 GHz (450 Mbit/s beim LR statt 300 Mbit/s beim Lite), das nur noch wenige bzw bandbreiten-genügsame Geräte nutzen (zB Internetradios mit ihren paar kbit/s).
Der Pro wiederum ist preislich nicht mehr weit vom nanoHD entfernt (ca 140 vs 160), aber letzterer bietet schnelleres ac und zudem MU-MIMO, ist also das zukunftsfähigere Modell.

Also Lite für Low Budget und nanoHD für Performance. Die Zwischenmodelle lohnen sich kaum, da jeweils ein paar Euro teurer bei zweifelhaftem Mehrwert. Ich selbst hab übrigens einen Lite und einen Pro. Stand heute würde ich stattdessen nanoHDs nehmen, aber die gab es damals noch nicht :-(
 
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bender_ schrieb:
Nein. Tut sie nicht. Sie kann Geräte von einem AP trennen und deren Zugang zu einzelnen APs blockieren. Geräten, die es unterstützen, kann sie Listen mit Optionen übermitteln. Mehr nicht.


Doch. Genau darauf und auf nix anderes ist man, bei dem Zeug was sämtliche Consumer Hersteller gerade als Mesh verkaufen, immer noch angewiesen. Der Client bekommt - wenn er es denn überhaupt unterstützt - nur ein paar mehr Infos um "klüger" entscheiden zu können. Ob er das auch tut, liegt zu 100% beim Client.

Was es hingegen leistet, ist Einstellungen automatisch zu verteilen und Informationen zentral zu sammeln. Es hilft dabei Infrastrukturgeräte automatisch einigermaßen intelligent einzurichten - vor allem wenn es mehr als 2 sind. Das alles meist unter einer einfachen Oberfläche vereint.

Das bewusste trennen und sperren von Verbindungspfaden umgeht doch gerade das schlechte Verhalten von vielen Clients. Funktioniert im Alltag bei mir sehr gut.

Mit der Deckenmontage habt ihr aber natürlich Recht. Dafür eignen sich die Produkte von AVM eher wenig mangels POE.
 
Christian1297 schrieb:
Das bewusste trennen und sperren von Verbindungspfaden umgeht doch gerade das schlechte Verhalten von vielen Clients. Funktioniert im Alltag bei mir sehr gut.
Heißt ja nicht, dass es nicht funktionieren kann. Es funktioniert nur komplett anders, als Du es eingangs dargestellt hast und lässt sich auch nicht Verallgemeinern.
 
Raijin schrieb:
Also Lite für Low Budget und nanoHD für Performance. Die Zwischenmodelle lohnen sich kaum, da jeweils ein paar Euro teurer bei zweifelhaftem Mehrwert. Ich selbst hab übrigens einen Lite und einen Pro. Stand heute würde ich stattdessen nanoHDs nehmen, aber die gab es damals noch nicht :-(
Sehe ich genau so 👍
Als kleine Ergänzung:
Wenn keine Deckenmontage gewünscht ist, bietet sich statt dem nanoHD der FlexHD an, selbe Hardware aber eher als Rundstrahler ausgelegt.
 
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Den FlexHD hatte ich nu wieder gar nicht auf dem Zettel. Guter Hinweis!
 
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