News Telekom muss auch das VDSL-Netz öffnen

Das LWL-Netz sollte der Telekom alleine gehören. Schließlich hat DIESES Netz ja nix mehr mit dem Kupfernetz aus Zeiten der staatlichen Führung des Unternehmens gemeinsam. Trotzdem wird die Telekom ausbauen müssen, da sonst andere Anbieter (besonders: Kabel Deutschland / KabelBW) mühelos Bandbreiten anbieten werden (und auch technisch schon können), die die Telekom mittels ADSL2+ nicht anbieten kann. Wie schon wer gesagt hat sollte jetzt also die Telekom das Netz von anderen Anbietern mitfinazieren lassen. Wen sie das nicht will: Pech gehabt & auf der Strecke bleiben... ist nur eine Zeitfrage!

Das klassische DSL über Kupferleitungen ist ohnehin schon veraltet und ADSL2+ die obere Grenze der Belastbarkeit der Telefonleitungen. Ich glaube kaum, dass es nach ADSL2+ noch eine "Booster-Technologie" geben wird. Dann wird man zwangsläufig auf LWL oder Kabel umsteigen müssen. Vermutlich werden dann auch die Preise in die Höhe gehen für die "neuen" Techniken, da diese erstmal ausgebaut werden müssen.

Zum Thema Internet in AUT:
Da ich selbst in Wien wohne und Chello Classic habe (4Mbit/s über Kabel) muss mal meinen Kommentar dazu abgeben:
Die Preise sind höher als in DE, aber teils auch verständlich. Schließlich ist die Erschliesung der kleinen höhergelegen Dörfer sehr kostspielig. Es wäre wünschenswert, wenn es mehr Aktionen wie DIESE HIER gäbe...
Das es so wenig/keine Konkurrenz bei uns gibt ist allerdings wirklich schade. Vorallem deshalb, weil es neben Chello/inode sowieso keine brauchbare Alternative gibt. Telekom Austria = Wucher²
Zitat Telekom Austria:
________________________
aonPur ist das ideale Produkt für alle Power Surfer, die keinen Festnetzanschluss brauchen und geringe Kosten genauso schätzen wie hohe Geschwindigkeiten.
aonPur beinhaltet:

Fair Use Prinzip ( 15 GB)
Bandbreite: bis zu 1280 kbit/s Downstream, bis zu 256 kbit/s Upstream
...
Preis/Monat: 64,90€ :freak:

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Folglich bleibt UPC als alleiniger bezahlbarer Anbieter.
Wenigstens sind die Tarife bei uns eindeutig und übersichtlich. Nebebenbei erhöht Chello ja auch automatisch den Speed und man muss nicht erst irgendwo hin rennen und einen neuen Tarif anmelden. Guter Service... Das einzige was bei chello zipft ist die nicht vorhandene Flatrate-Option.

MfG, Thomas
 
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ich hoffe mal telekom wird weiter ausbauen.
Wenn nicht siehts schlecht aus mit fortschritt, ich denke mal kein anderer anbieter wird vdsl bundesweit realisieren können oder wollen aus finanziellen gründen.
Drei Miliarden euro investition ist ne stange geld, die hätten telekom zumindest für ein oder halbes jahr aus der regulierung befreien können.
 
Hier is mit normalem DSL bis zu 6 mbit drin - in den Niederlanden schon seit sehr langem 8Mbit - soviel dazu, dass wir hinterherhinken.


Telekom ist halt leider Gewinnorientiert - egal, wenn man dann mit ISDN-Kanalbündelung dann am Tag 60MB E-Mails runternudeln muss.
 
HighTech-Freak schrieb:
Das LWL-Netz sollte der Telekom alleine gehören.

Wird es auch, wenn sie es selbst bezahlt - sie darf es nur nicht monopolistisch nutzen. Vielleicht merkt ihr euch das mal alle. Ist ja hier wie in'ner Schule mitten in der Bronx.

Das klassische DSL über Kupferleitungen ist ohnehin schon veraltet und ADSL2+ die obere Grenze der Belastbarkeit der Telefonleitungen. Ich glaube kaum, dass es nach ADSL2+ noch eine "Booster-Technologie" geben wird.

Wenn das Telefon über VOIP geht - sind denn dann nicht 2 Kupferadern frei ? Und da haste deinen Booster, oder ?

Gruß

Turinger
 
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Ich fasse zusammen:
1. Die EU ist scheisse!
2. Die Telekom ist ein allgemeinnütziger Verein und/oder die Verkörperung des Klassenfeindes aller Internetnutzer in Deutschland
3. Die Hälfte weiss nicht worüber hier geredet wird

Es gibt Gründe für eine Regulierung.
-völlig unregulierte Märkte tendieren zu recht unfairen Preisgestaltungen (DSL für 250 € -Juchu!)
-manche Märkte sind von allgemeinem öffentlichem Interesse (Telekommunikation ist so eines)
 
Turinger schrieb:
Wenn das Telefon über VOIP geht - sind denn dann nicht 2 Kupferadern frei ? Und da haste deinen Booster, oder ?

Telefondienst und DSL-Verbindung werden auf zwei Kupferadern realisiert, zumindest zwischen der wichtigen Stelle zwischen Digitaler Vermittlungsstelle und deinem Splitter. Die Kapazitäten der Kupferadern sind mit ADSL2+ schon am Maximum. Höchstens bessere Kodierungs- und Komprimierungsverfahren können hier noch etwas rausholen, was sich allerdings in Grenzen halten dürfte.

Fazit: Die Zukunft gehört den Lichtwellenleitern. Diese können in Größen von TBit/s übertragen und das über Kilometer, je nach Faserart. Kupfer wird nur noch genutzt, weils bei Weitem rentabler ist.
 
Ich finde es prima, wie die EU entschieden hat.

Es kann nicht sein, dass die Telekom sich wieder ein neues Monopol schaffen wollte mit einem Kuhhandel noch dazu.

VDSL wird so oder so kommen und auch DSL ohne Festnetz-Anschluss. Das alles haben wir einem freien Markt zu verdanken.

Die Meckerer unter euch kapieren gar nicht, dass ein VDSL-Telekom-Monopol uns allen schaden würde. Es ist absolut okay, dass sie gewinnorientiert sind. Das wäre ja furchtbar, wenn nicht.

Es ist ja nicht so, dass sie kein Geld kriegen würden bei der Vermietung der Netze.
 
Sinnach schrieb:
Telefondienst und DSL-Verbindung werden auf zwei Kupferadern realisiert,
Ganz richtig, aber sind in meiner Telefonsteckdose nicht 4 Kupferadern ? Die gehen auch alle bis zum D-Slam, oder nIcht ?
 
Tun sie nicht.
Die gehen bis zum ApL. Und der hängt bei dir im Haus (Keller oder so).
Nur eine von den beiden Doppeladern bekommt von da das ISDN(oder analog)-Signal mit DSL drauf.
Von dort geht 1 Doppelader zur Vermittlungsstelle (wo die DSLAMs sind).
Es wird also nur eine Doppelader genutzt, die andere liegt brach.
Falls du meintest man sollte beide beschalten um eine höhere Datenrate zu erreichen wird das nicht gehen, weil die Erdkabel (vom ApL zum Straßenverteiler und von dort zur Vermittlungsstelle) nicht die Kapazitäten haben, jedem Privatmann 2 DA zur Verfügung zu stellen.
Man muss dabei auch beachten, dass sich zu viele hochwertige Leitungen (ADSL, ADSL2+, SDSL, usw.) in diesem Kabel stören, wenn sie zu nah beieinander liegen.
Dann gibts es Verbindungsabbrüche, oder niedriegere Geschwindigkeiten, als geplant.
Deshalb kann man nicht das ganze Erdkabel mit seinen 1000 (oder mehr) Doppeladern für DSL nutzen.
 
Zum einen ist die Entscheidung gut, zum anderen wirderum schlecht.

Die Preise sollen fallen. Schön und gut.
Doch wo soll das alles hinführen, wenn sich die Sachen am Ende nicht rentieren und keiner das schlussendlich mehr machen will, weil die Finanzierung zu teuer wird.


Ich lass mich überraschen.
Was ich mir dann hole, wird sich zeigen...
 
@92)
Damit die Preise fallen, müsste das Produkt überhaupt erstmal auf den Markt gebracht werden. Und das tut die Telekom jetzt mit Sicherheit nicht mehr (oder siehst du schon irgendwo entsprechende Werbung - obwohl die Bundesliga, die ja u.a. auch darüber übertragen werden sollte schon begonnen hat?)

Die Telekom ist nur zur Öffnung ihres VDSL-Netzes gezwungen, wenn sie es selbst auch vermarktet. Denen ist aber zuzutrauen, dass sie sich jetzt einfach stur stellen und die sündhaft teuren Outdoor-DSLAMs solange als schnöde Plakatwände vermieten.

Nur 2 Jahre Marktschutz hat sich die Telekom erbeten gehabt um ihre Investition wenigstens amortisieren zu können - das wäre ein billiger Preis dafür gewesen, dass VDSL überhaupt in Deutschland eingeführt würde. Jetzt stehen wir ohne da.
 
Die Telekom hat nicht nur Konkurrenz durch Netzmieter, sondern auch Konkurrenz von Arcor, Hansenet, QSC und Telefonica/O2 und Co., die eigene Netze betreiben und nur die "letzte Meile" der Telekom nutzen, die mit diesem Thema nichts zu tun hat. Die Telekom kann es sich deswegen faktisch nicht leisten auf VDSL-Investitionen zu verzichten, nur weil sie dafür keine Garantie zu zügellosem Geldscheffeln bekommt.

Früher oder später werden auch diese VDSL bauen - auch wenn das imho nicht so dringend ist, da ja nun ganz offensichtlich auch 16 Mb/s noch über ADSL2 möglich sind und das ja selbst für HDTV in AVC oder VC-1 mehr als ausreicht.

Arcor, Hansenet, QSC, Telefonica/O2 und Co. finden es übrigens unschön, dass sie dank Bitstrom-Regulierung auch bei VDSL durch T-COM-Netzmieter so viele Konkurrenten haben. ;)
 
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NeoTiger schrieb:
@92)
Damit die Preise fallen, müsste das Produkt überhaupt erstmal auf den Markt gebracht werden. Und das tut die Telekom jetzt mit Sicherheit nicht mehr (oder siehst du schon irgendwo entsprechende Werbung - obwohl die Bundesliga, die ja u.a. auch darüber übertragen werden sollte schon begonnen hat?)

Die Telekom ist nur zur Öffnung ihres VDSL-Netzes gezwungen, wenn sie es selbst auch vermarktet. Denen ist aber zuzutrauen, dass sie sich jetzt einfach stur stellen und die sündhaft teuren Outdoor-DSLAMs solange als schnöde Plakatwände vermieten.

Nur 2 Jahre Marktschutz hat sich die Telekom erbeten gehabt um ihre Investition wenigstens amortisieren zu können - das wäre ein billiger Preis dafür gewesen, dass VDSL überhaupt in Deutschland eingeführt würde. Jetzt stehen wir ohne da.


Die machen darum keine Werbung weil die es mal wieder nicht blicken mit dem VDSL, war ja beim ADSL das selbe und weil die Plattform für IPTV von Microsoft nocht nicht funktioniert.
Was man nicht anbieten kann, kann man auch nicht werben.
 
palaber schrieb:
Außerdem ist das ne Sauerei von der Regulierungsbehörde.
Die EU rügt die Bundesnetzagentur, weil sie bisher - aus Sicht der EU - zu lange untätig war. Vielleicht erst mal informieren und dann die Polemik auspacken (am besten aber gar nicht). :freak:
Süddeutsche Zeitung schrieb:
Der nächste Streit [nach Bitstreamzugang für Geschäftskunden] mit dem deutschen Regulierer zeichnet sich bei neuen VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetz ab... . ... Die Bundesnetzagentur lässt bisher offen, wie sie dieses Netz regulieren will.

palaber schrieb:
Mit dem alten Netz war es ok, das wurde ja auch (alleine) vom Bund finanziert. Allerding ist dies beim VDSL nicht mehr der Fall.
Du hast die anderen Posts nicht wirklich gelesen/verstanden, oder? :rolleyes: Lies dir mal alles durch. Daß diese Investition nicht vom Bund getätigt wird, spielt bei der Problematik einer Monopolstellung überhaupt keine Rolle!
 
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