News Telekom muss auch das VDSL-Netz öffnen

Insgesamt heißt des doch, dass man jetzt dsl ohne nen telefonanschluss bekommt - oder?

ich bin nämlich immernoch auf der suche nach ner günstigen variante - brauche weder voip noch normales telefon.
 
zur news: die nachricht is für mich durchaus positiv denn ich nutze meinen festnetzanschluss so gut wie garnicht und kann durch einen eventuellen wegfall massig an geld sparen. günstige flat + zugang was will man mehr?

außerdem geht es durch diese regelung dem qasi-monopol der telekom an den kragen. bisher haben sie nur die standorte freigegeben bei denen natürlich die investitionen gegenüber den gewinnen überwiegen. der rest, wie ballungszentren und deren satellitenstädte bleiben nach wie vor fest in der hand der telekom... vorallem im bereich interent/breitband. in erster linie ist das natürlich zum nachteil des kunden aber vielmehr schädigend für den technologiefortschritt im eigenen land denn konkurrenz schafft inovation.

deutschland sollte sich an südkorea ein beispiel nehmen. aber leider ist bei den deutschen politikern trotz immenser auflagen(kosten) bio-und gentechnologie der "letzte schrei.."

die telekom hätte schon längst die sogenannten "ländlichen gebiete" locker mit dsl versorgen können. erst vor kurzem kam ein bericht in dem eine gesamte kleinstadt mit breitband internet via wlan versorgt wurde - das war so erfolgreich das die ausführende firma weitere städte in planung hat. sowas geht natürlich nur mit nem offenen markt.
 
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Ab wann soll das dann gehen - dass man ohne telefonanschluss reinkommt?
 
Naja, gleich morgen sicher noch nicht. Die Bundesnetzagentur muß sich ja erst mal überlegen wie sie die Regulierung gestalten soll. Zudem wird das wohl nicht für Altverträge gelten. Aber da muß man jetzt auf die Reaktion der Bundesnetzagentur warten.
 
Dass die ländlichen Gegenden so langsame Internetzugänge haben, liegt daran, dass die ganzen Konkurrenten der Telekom das von der Telekom aufgebaute Netz mitbenutzen dürfen.
Als die Telekom noch staatlich war, hatte man für zig Tausend Mark Leitungen an einzelne Häuser kostenlos verlegt, weil nur die Telekom die Grund- und Telefongebühren bekam und es sich mit der Zeit gerechnet hat.
Jetzt wär die Telekom ja schön blöd, wenn die das noch so machen würde. Denn da investieren die eine Menge Geld und der neue Kunde wechselt dann zu nem anderen Anbieter. Da macht die Telekom dann enorme Verluste.
Und das wird mit VDSL jetzt genauso sein.

Ergo, absolut schwachsinnige Entscheidung, die Telekom investiert 3 Milliarden und die anderen dürfen es dann sofort gegen Gebühr nutzen. Und da die Telekom durch die Regulierungsbehörde eh nicht billiger sein darf als die Konkurrenten werden viele Kunden wohl zu nem VDSL-Anschluss der Konkurrenz wechseln, falls das bei denen dann verfügbar sein wird.
 
29) R4yd3N naja, wohne in innsbruck, hier bin ich mit der netzabdeckung zufrieden. aber geschwindigkeit und ping,...
ein kollege von mir wohnt in mutters (6km vom zentrum von innsbruck, luftlinie vielleicht die hälfte).
er hat einen tarif mit 250 mbyte inclusicve und 384 kbit/sec für ca. 18€/monat (in deutschland gibt es um den preis flatrate). was nützt einem die netzabdeckung, wenn die tarife inakzeptabel sind?
 
cR@zY.EnGi.GeR schrieb:
... Denn da investieren die eine Menge Geld und der neue Kunde wechselt dann zu nem anderen Anbieter. Da macht die Telekom dann enorme Verluste.
...
Zum hunderttausendsten Mal, über die Nutzungsgebühren findet eine Investitionskostenbeteiligung statt. Natüprlich kann die Telekom die Gebühren nicht frei bestimmen, weilö sie dann schließlich die Preise so hoch ansetzen könnte, dass kein Wettbewerber in der Lage wäre, konkurrenzfähige Preise zu bezahlen.

Dass der Staat früher auch Leitungen verlegte, die nach 100 Jahren nicht rentabel sind, liegt nicht daran, dass die irgendwann rentabel sein würden, sondern schlicht daran, dass der Staat einem rein staatlichen Unternehmen diese unökonomische Solidarität befehlen konnte. Ähnloiches kann er aber auch ohne staatliches Unternehmen und ohne Monopolsicherung, iondem er sich einfach selbst an demNetzausbau beteiligt. Bei DVB-t macht das der Staat bspw.

Klein Kleckersdorf wird von Der Bahn schon seit Jahren nicht mehr angefahren, jetzt endlich wurde der Bahnhof von Klein Kleckersdorf aber wieder durch ein kleineres Bahnunternehmen reaktiviert - dass dort auch mit Monopolsicherung Der Bahn nie ein ICE halten würde ist den Leuten komischerweise bewusst.
 
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@32) Dati

es gibt mehrere anbieter. momentan, aber momentan bin ich bei einem betreiber namens "tele2uta". alle zwei monate geht das telefon nicht mehr :-()

hier in österreich ist der markt viel kleiner als in deutschland. daher können die provider sich es einfach nicht leisten, ein gutes preis-/leistungsverhältnis zu bieten.
 
Endlich kommt schwung in den Markt!
 
ENDLICH KOMMT SCHWUNG IN DEN MARKT?

Nur in den schon vorhandenen. Denn VDSL wird jetzt garantiert nicht mehr, bzw. nicht mehr so schnell ausgebaut.

Außerdem ist das ne Sauerei von der Regulierungsbehörde. Wenn ich mir nen Apfelbaum in den Garten setzt, will ich auch die Äpfel essen und nicht meinen Nachbarn die hälfte abgeben. Wisst ihr was ich mein?

Mit dem alten Netz war es ok, das wurde ja auch (alleine) vom Bund finanziert. Allerding ist dies beim VDSL nicht mehr der Fall.

Was ich gut finde, ist das man jetzt DSL ohne Tel. Anschluss buchen kann. Das ist ok!
 
palaber schrieb:
... Wenn ich mir nen Apfelbaum in den Garten setzt, will ich auch die Äpfel essen und nicht meinen Nachbarn die hälfte abgeben. ...
Du würdest für de abgegebenen Äpfel vernünftig Geld bekommen...

10tacle schrieb:
.... Das diese Leute so oder so rausgeschmissen würden interessiert dann niemand mehr.
Dazu habe ich bereits gestern hier, in diesem Thread etwas gesagt:
MountWalker schrieb:
...
Und zu diesem Totschlagargument von wegen: "Dann gibts wieder Massenentlassungen!" kann man auch nur wieder sagen:
1. Ach ja, und bei den Mitbewerbern sind keine Arbeitsplätze entstanden?
2. Ein Aktienunternehmen ist also nicht schon allein durch die Aktionäre gezwungen Gewinnoptimierung zu betreiben und dafür eben überflüssige Arbeitsplätze zu streichen?
...
 
Genau, es hat doch was für sich, wenn der Leiter der Regulierungsbehörde international noch was werden will und deshalb kein willfähriger Unterabteilungsleiter der gesamten politischen Elite ist. Der Staat soll endlich seine Telekom-Anteile verkaufen, dann gehts auch richtig voran.

Hansenet/Alice-DSL will übrigends ein eigenes Netz aufbauen und die Leerrohre der T-Com dafür Nutzen. Das ist noch am schlauesten, aber wird wohl nicht klappen. Zuwenig Verdienst für die T-Com.
 
genauso schauts aus, die Telekom hat, wie ich schon erwähnt habe,ein ziemlich dickes Minus durch den USA Markt gemacht. Anstatt mal hier im eigenen Land noch mehr zu investieren, wird in anderen Ländern noch mehr reingestekct, natürlich ist es gut, aber man sollte erstmal versuchen hier noch mehr Haushalte an das DSL Netz anschzuließen.

GordonX@ Ich bezieh meine Information daher das ich schon etwas älter bin und sehr sehr viel mich mit solchen Themen beschäftige, gehörte auch früher zu meinen Aufgaben. Wie Christian77 schon gesagt hat, hält die BRD genug Anteile an der Telekom und das nicht zu ungunsten ;-)
Man merkt richtig hart, das die Telekom kaum noch richtig ausbaut. Freund von mir hat DSL, 2 Straßen weiter kein DSL! Und das in einer Mittelgroßstadt! Das lustige ist, man konnte DSL Light durch Gespräche ermöglichen, Arcor ging nicht, obwohl es verfügbar wäre....wo nun der Hase hängt ist ganz klar.

Sie zahlen nun anstatt 44€ bei Arcor (alles dabei) knappe 120€ und haben "nur" DSL light ohne teleflat.....
Ich verstehe es wenn ein Haus im Wald kein DSL bekommen kann, aber ich verstehe es nicht wenn es eine Stadt mit 50.000 Einwohnern ist wo 3 Straßen weiter sogar DSL 6000 funktioniert und das war wohl ein Fehler von einem telekommitarbeiter! Will jetzt nicht zuviel OFT machen, aber die Story zeigte mir sofort wie die Telekom praktiziert.
 
Lord Sethur schrieb:
@32) Dati

es gibt mehrere anbieter. momentan, aber momentan bin ich bei einem betreiber namens "tele2uta". alle zwei monate geht das telefon nicht mehr :-()

hier in österreich ist der markt viel kleiner als in deutschland. daher können die provider sich es einfach nicht leisten, ein gutes preis-/leistungsverhältnis zu bieten.

Das ist schade, dann verstehe ich auch warum es so langsam voran geht
 
@66/68/Lord Sethur
Wenn du T2U als ISP hast bist auch wirklich selbst schuld das du so einen schlechten Zugang hast. Denn dafür sind die nunmal bekannt. Mitten in Innsbruck gibts ja wohl genügend Alternativen. Tipp: Inode, hab ich selber auch, zwar nur inet, aber 2048/512 flat um 50€ (all inkl.) sind nicht von schlechten Eltern. Voip haben sie jetzt auch schon lange genug, sind also gegen die meisten Kinderkrankheiten gefeit.
Dein Freund hat eben auch ein bisschen Pech in der Gegend. Aber in DE sind solche Gebiete meist noch mit Modem unterwegs, da wird die Relation zum Preis auch eine ganz andere.

Zum Thema "mehrere Anbieter": Eigentlich sind Telekom / UPC (chello, inode) ziemlich dominierend. Zusammen geschätzt ~85-90% Marktanteil.
 
Tronx schrieb:
Man merkt richtig hart, das die Telekom kaum noch richtig ausbaut. Freund von mir hat DSL, 2 Straßen weiter kein DSL! Und das in einer Mittelgroßstadt! Das lustige ist, man konnte DSL Light durch Gespräche ermöglichen, Arcor ging nicht, obwohl es verfügbar wäre....wo nun der Hase hängt ist ganz klar.

Wohnt ihr in neuen Bundesländern? Hier wurde teilweise intensiv Glasfaser verbaut und über Glasfaser gibts kein DSL, zumindest wird das momentan grad umgebaut, sodass DSL verfügbar wird, kann aber nochn paar jahre dauern. Vielleicht reichts auch für VDSL ;).

Im Übrigen war das Monopol der früheren "grauen POST" und der heutigen Telekom, mal abgesehen von der Preispolitik nicht immer negativ. So haben wir nun wirklich keine schlechte TK-Infrastruktur und vieles wurde durch Standards und Normen vereinfacht.

Und seien wir mal ehrlich sind die momentanen Preise so unangemessen? Klar andere Anbieter sind günstiger, aber müssen die die Infrastruktur pflegen, müssen die zich Tausend Beamte unterhalten, die noch von der Zeit als Staatsunternehmen übrig sind?

Und noch eins zum VDSL, da auch hier Glasfaser bis zu den DSLAMs auf der Straße verlegt werden, gibt es nicht gerade geringe Kosten. Allgemein heisst es, dass bei Glasfaser leitungen 80% der Kapazitäten vermarktet werden müssen um rentabel zu sein und wenn andere Anbieter hier mitmischen sind die 80% für die Telekom kaum zu erreichen, die Vermietungspreise werden ja vorgegeben und werden das wohl kaum berücksichtigen.

Dann lasst mal noch hinzukommen, das Tiefbau Kunze mal wieder net aufgepasst hat und nen Glasfaserkabel zerissen hat, nen Reperatureinsatz kann mal eben 1000€ übersteigen.
Das sind alles Kosten die noch keiner angesprochen hat und Kabelzerreisser sind nun wirklich keine Seltenheit, 1-2 pro woche in einer TK-Niederlassung.
 
Sinnach schrieb:
Und seien wir mal ehrlich sind die momentanen Preise so unangemessen?
Nein, aber einige denken wohl die Telekom macht das aus reiner Nächstenliebe und nicht weil die Regulierung es so vorschreibt. ;)

Sinnach schrieb:
Das sind alles Kosten die noch keiner angesprochen hat und Kabelzerreisser sind nun wirklich keine Seltenheit, 1-2 pro woche in einer TK-Niederlassung.
Die Telekom bekommt im Rahmen der Preisregulierung alle Kosten erstattet, die sie der Regulierungsbehörde nennt und die diese akzeptiert (der Mechanismus ist zwar real etwas anders, aber kommt auf's gleiche raus). Warum sollte die Telekom diese Kosten nicht mit einkalkulieren und warum sollte die Regulierungsbehörde ihr diese Kosten nicht zugestehen?
 
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@ 77) R4yd3N

Mit Auslaufen meiner zwölf Monatsbindung im Oktober bin ich weg von T2U. Hab mir schon so einen inde Tarif bestellt (um 10€/Monat zusätzlich) gibt es zu jedem Tarif Flatrate.
 
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