Kohle ist doch viel niedriger als früher, wo der Atomanteil noch viel hoher war.Ford_Prefekt schrieb:Hier sieht man schön wie groß der Anteil von Atomstrom früher war, ich fände es einfach schöner wenn unser Strom deutlich sauberer wäre und v.a. der Kohleanteil geringer.
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News Telekom und Nvidia: Deutschlands erste KI-Fabrik mit 10.000 GPUs ist online
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Ford_Prefekt
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Ja klar, der CO2 Ausstoß pro KWh war damals ja auch unfassbar schlecht aber wie soll es denn weitergehen wie will man denn den Ausstoß weiter massiv reduzieren? Wie will man denn die Ziele erreichen die man ins Gesetz geschrieben hat? Man sieht ja jetzt schon dass seit 6 Jahren fast gar nichts passiert und der Grenznutzen der bisherigen Strategie, Kohle runter, Gas rauf, EE noch und nöcher immer, immer kleiner wird.
SheepShaver
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Deutschland wird seine Klimaziele realistisch betrachtet nicht erreichen können. Ohne eigene Kernenergie bedeutet die auch von der Politik so betriebene Strategie faktisch:
- im Inland wetterabhängig produzieren
- bei Dunkelflaute fossile Kraftwerke nutzen
- CO2-armen Strom aus ausländischen AKWs importieren
andy_m4
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Ja schön wie Du die genannten Nachteile wegignorierst und überhaupt nicht darauf eingehst.SheepShaver schrieb:Ohne AKWs geht es also de facto nicht.
Dafür das Dir eine sachliche Diskussion so wichtig war, kommt da reichlich wenig.
Stattdessen ein unkritisches "ist alternativlos".
Wenn man Atomkraft die Betreiber im vollen Umfang selber finanzieren lassen würde inkl. der Haftung ohne Ausschlüsse, inkl. der Entsorgung und Verwahrung des anfallenden Mülls usw. dann können wir ja noch mal drüber reden. Komischerweise konnte sich Atomkraft immer nur dann irgendwo halten, wenn man all das rausgerechnet hat.
Naja. Und weil inder Nachbarschaft Reaktoren stehen sollen wir das Risiko weiter erhöhen, in dem wir eigene Reaktoren bauen. REALLY???SheepShaver schrieb:Ob die jetzt in Deutschland stehen oder in der Schweiz, Frankreich oder Tschechien ist bei einem katastrophalen Unfall dann unerheblich.
Wie gesagt: Wenn wir all das Geld, was wir bisher in Atomkraft gesteckt haben (und immer noch stecken!!! müssen selbst wenn wir jetzt keine Kraftwerke mehr bauen), in Erneuerbare und Batterietechnik gesteckt hätten, sähe es jetzt ganz anders aus.SheepShaver schrieb:Selber keine AKWs haben wollen, wohl wissend, dass die hochgesteckten Klimaziele realistisch nicht ohne Atomstrom erreicht werden können.
Vorschlag zur Güte wenn Du unbedingt Atomstrom haben willst:
Kernfusionsreaktor. Die Technik um eines zu bauen ist im Prinzip dank jahrzehntelanger Forschung (inkl. Forschungsreaktoren) da. Müsste nur mal einer machen. Ob das dann wirtschaftlich ist, müsste man mal gucken. Aber wenigstens hat man viele Probleme der Spaltreaktoren nicht.
Hab ich aber auch schon gesagt.
Naja. An der Stragegie könnte man ja was ändern.SheepShaver schrieb:Ohne eigene Kernenergie bedeutet die auch von der Politik so betriebene Strategie faktisch:
Auch auf Atomkraft zu setzen würde ja ein Strategiewechsel bedeuten. Den zu machen ist für Dich ok weil es ja Deiner Meinung entspricht. Andere Möglichkeiten sind nicht ok, weil die Politik ja dann ihre Strategie wechseln müsste?!
Merkst selbst, oder?
Na wenn Du das behauptest, dann muss das ja stimmen.SheepShaver schrieb:Ohne AKWs geht es also de facto nicht.
https://www.klimafakten.de/klimawissen/was-nuetzt/kann-atomkraft-beim-klimaschutz-helfen
https://www.umweltbundesamt.de/themen/klimaschutz-ist-auch-ohne-kernenergie-moeglich
foofoobar
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Mehr EE zubauen.Ford_Prefekt schrieb:Ja klar, der CO2 Ausstoß pro KWh war damals ja auch unfassbar schlecht aber wie soll es denn weitergehen wie will man denn den Ausstoß weiter massiv reduzieren? Wie will man denn die Ziele erreichen die man ins Gesetz geschrieben hat?
Ist das diese "dickköpfige Ignoranz" von der SheepShaver im Posting #191 gesprochen hat, nachdem ich in dem Posting #197 aufgezeigt habe das Kohle eben nicht durch Gas ersetzt wird?Ford_Prefekt schrieb:Man sieht ja jetzt schon dass seit 6 Jahren fast gar nichts passiert und der Grenznutzen der bisherigen Strategie, Kohle runter, Gas rauf, EE noch und nöcher immer, immer kleiner wird.
Ergänzung ()
Und das kann man nicht ändern?Ford_Prefekt schrieb:Unser Strom ist übers Jahr gerechnet 6 mal so dreckig wie der französische. Wir ziehen den Durchschnitt der EU massiv in die Höhe durch einen sehr hohen absoluten Verbrauch bei einem wirklich sehr schlechten Durchschnittswert pro kwh.
Das mit dem Grenznutzen solltest du noch mal ausführen anstatt es einfach zu behaupten.Ford_Prefekt schrieb:Und das beste ist, außer Fantasiewerte ins Gesetz schreiben und jeden realistischen Weg den anderen Nationen gehen ablehnen machen wir dagegen gar nichts außer blind gegen die Mauer des abnehmenden Grenznutzen durch EE zu rennen.
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Ford_Prefekt
Ensign
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Sorry aber um euch die Basics großartig zu erklären ist mir meine Zeit bei weitem zu schade.
Es muss doch klar sein, dass wenn wir im Sommer bei Wind schon jetzt fast den ganzen strombedarf mit ee decken können aber im Winter teilweise nicht mal zu einem Zehntel, dass der Grenznutzen bei weiterem EE Ausbau abnimmt. Wenn man es speichern muss, geht die effizienz (Kosten und CO2) flöten, besonders wenn man nicht nur über Nacht speichern muss sondern über Wochen und Monate (H2). Man wird massivste ee Überkapazitäten brauchen die H2 produzieren um in den geplanten dutzenden Gaskraftwerken nach und nach das fossile Gas zu ersetzen. Aber auch dieser Plan der Regierung, der ja absolute Grundlage für eine irgendwie sinnvolle Diskussion sein sollte, scheint ja auch völlig unbekannt - @dickköpfige Ignoranz! - zu sein.
@andy_m4 Wow, wie manipulativ bildmäßig das umweltbundesamt das schreibt. Hast du dir auch das paper also das vom Amt verlinkte factsheet angeguckt, was für diese schöne reißerische Überschrift die Basis darstellen soll? Da steht im Grunde drin, dass D Atomstrom nicht mehr kann und es für die Ziele 2035 und 50 zu spät wäre jetzt auf Atom zu gehen. Ja, no shit Sherlock.
Klimafakten verweist auf ein IPCC "Modell".
Ich bin raus aus der Diskussion, zu wenig Fundament vorhanden.
Es muss doch klar sein, dass wenn wir im Sommer bei Wind schon jetzt fast den ganzen strombedarf mit ee decken können aber im Winter teilweise nicht mal zu einem Zehntel, dass der Grenznutzen bei weiterem EE Ausbau abnimmt. Wenn man es speichern muss, geht die effizienz (Kosten und CO2) flöten, besonders wenn man nicht nur über Nacht speichern muss sondern über Wochen und Monate (H2). Man wird massivste ee Überkapazitäten brauchen die H2 produzieren um in den geplanten dutzenden Gaskraftwerken nach und nach das fossile Gas zu ersetzen. Aber auch dieser Plan der Regierung, der ja absolute Grundlage für eine irgendwie sinnvolle Diskussion sein sollte, scheint ja auch völlig unbekannt - @dickköpfige Ignoranz! - zu sein.
@andy_m4 Wow, wie manipulativ bildmäßig das umweltbundesamt das schreibt. Hast du dir auch das paper also das vom Amt verlinkte factsheet angeguckt, was für diese schöne reißerische Überschrift die Basis darstellen soll? Da steht im Grunde drin, dass D Atomstrom nicht mehr kann und es für die Ziele 2035 und 50 zu spät wäre jetzt auf Atom zu gehen. Ja, no shit Sherlock.
Klimafakten verweist auf ein IPCC "Modell".
Ich bin raus aus der Diskussion, zu wenig Fundament vorhanden.
Die USA wollen halt im Hightechbereich - hier AI - keine "abhängigen Bettler" werden, darum muss man halt auch bei der Energieversorgung andere Entscheidungen treffen, als diejenigen, die hier zurückfallen.
In den USA wäre das nicht denkbar, dass man akzeptieren muss, dass man sich für staatliche Kernfunktionen wie Polizeiarbeit einem anderen Land ausliefern muss (Palantir), weil man das nicht selber hinbekommt - und das ist doch erst der Anfang - AI wird auch in der Medizin/Pharma und Co führend werden.
Alles hat nunmal seinen Preis.
In den USA wäre das nicht denkbar, dass man akzeptieren muss, dass man sich für staatliche Kernfunktionen wie Polizeiarbeit einem anderen Land ausliefern muss (Palantir), weil man das nicht selber hinbekommt - und das ist doch erst der Anfang - AI wird auch in der Medizin/Pharma und Co führend werden.
Alles hat nunmal seinen Preis.
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blende11
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@Uzer1510
Der technische, digitale Fortschritt wird für die Menschheit zunehmend zum Problem, statt uns wirklich zu nutzen und unser Leben lebenswerter zu machen.
Die Suchtabhängigkeit von digitaler Hardware und dem Internet nimmt stark zu.
Die Gesellschaft verroht, Hass und Hetze im Netz, soziale Kälte, der Verlust von Empathie und Kreativität sind die Folge.
Die KI/AI wird diesen Prozess noch beschleunigen.
Was die KI in der Medizin und Pharmazie erreichen kann, ist doch völlig zweitrangig, wenn uns die Nutzung digitaler Technik und Medien krank machen, weil sie uns überlastet, mit Negativität zumüllt, in Abhängigkeiten und Suchterkrankung führt.
Gerade die psychische Gesundheit ist gefährdet, aber auch körperlich sorgt die Digitalisierung für Krankheitsbilder.
Wer den ganzen Tag – auch privat – auf Bildschirme starrt, davor sitzt und arbeitet oder Medieninhalte konsumiert, ruiniert mittel- bis langfristig seine körperliche Gesundheit.
Nicht falsch verstehen, ich bin kein Fortschrittsgegner, aber wenn man sich die aktuelle Entwicklung anschaut, geht das meiner Meinung nach in die völlig falsche Richtung.
Der technische, digitale Fortschritt wird für die Menschheit zunehmend zum Problem, statt uns wirklich zu nutzen und unser Leben lebenswerter zu machen.
Die Suchtabhängigkeit von digitaler Hardware und dem Internet nimmt stark zu.
Die Gesellschaft verroht, Hass und Hetze im Netz, soziale Kälte, der Verlust von Empathie und Kreativität sind die Folge.
Die KI/AI wird diesen Prozess noch beschleunigen.
Was die KI in der Medizin und Pharmazie erreichen kann, ist doch völlig zweitrangig, wenn uns die Nutzung digitaler Technik und Medien krank machen, weil sie uns überlastet, mit Negativität zumüllt, in Abhängigkeiten und Suchterkrankung führt.
Gerade die psychische Gesundheit ist gefährdet, aber auch körperlich sorgt die Digitalisierung für Krankheitsbilder.
Wer den ganzen Tag – auch privat – auf Bildschirme starrt, davor sitzt und arbeitet oder Medieninhalte konsumiert, ruiniert mittel- bis langfristig seine körperliche Gesundheit.
Nicht falsch verstehen, ich bin kein Fortschrittsgegner, aber wenn man sich die aktuelle Entwicklung anschaut, geht das meiner Meinung nach in die völlig falsche Richtung.
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Ich ignoriere die Nachteile nicht. Ich gewichte sie. Ich sage, dass es ohne Atomstrom extrem schwer wird, die Klimaziele realistisch zu erreichen, ohne massive Importe oder fossiles Backup. Das ist eine Abwägung, kein Dogma.andy_m4 schrieb:Ja schön wie Du die genannten Nachteile wegignorierst und überhaupt nicht darauf eingehst.
Dafür das Dir eine sachliche Diskussion so wichtig war, kommt da reichlich wenig.
Stattdessen ein unkritisches "ist alternativlos".
Nochmal: Kein einziger Teil unseres Energiesystems wird im vollen Umfang privat getragen. Wenn man wirklich gleiche Maßstäbe anlegt, müsste man dieselbe Vollkosten-Logik auf alle Erzeugungsarten anwenden.andy_m4 schrieb:Wenn man Atomkraft die Betreiber im vollen Umfang selber finanzieren lassen würde inkl. der Haftung ohne Ausschlüsse, inkl. der Entsorgung und Verwahrung des anfallenden Mülls usw. dann können wir ja noch mal drüber reden. Komischerweise konnte sich Atomkraft immer nur dann irgendwo halten, wenn man all das rausgerechnet hat.
Ob der Reaktor 50 km hinter der Grenze steht oder 150 km im Inland, macht physikalisch keinen großen Unterschied. Der Unterschied liegt darin, wer Verantwortung, Kontrolle und Wertschöpfung hat. Importieren heißt, das Risiko zu akzeptieren, aber die Entscheidungsmacht abzugeben.andy_m4 schrieb:Naja. Und weil inder Nachbarschaft Reaktoren stehen sollen wir das Risiko weiter erhöhen, in dem wir eigene Reaktoren bauen. REALLY???
Lässt sich schwerlich verifizieren. Vieles könnte heute besser sein, nicht nur in dem Kontext.andy_m4 schrieb:Wie gesagt: Wenn wir all das Geld, was wir bisher in Atomkraft gesteckt haben (und immer noch stecken!!! müssen selbst wenn wir jetzt keine Kraftwerke mehr bauen), in Erneuerbare und Batterietechnik gesteckt hätten, sähe es jetzt ganz anders aus.
Kernfusion wäre super, bringt uns heute leider nicht viel. Vielleicht in 20 Jahren wenn wir ganz optimistisch sind.andy_m4 schrieb:Vorschlag zur Güte wenn Du unbedingt Atomstrom haben willst:
Kernfusionsreaktor. Die Technik um eines zu bauen ist im Prinzip dank jahrzehntelanger Forschung (inkl. Forschungsreaktoren) da. Müsste nur mal einer machen. Ob das dann wirtschaftlich ist, müsste man mal gucken. Aber wenigstens hat man viele Probleme der Spaltreaktoren nicht.
Ich behaupte, dass es realistische Wege in die Klimaneutralität ohne AKW praktisch nicht gibt.andy_m4 schrieb:Na wenn Du das behauptest, dann muss das ja stimmen.
https://www.klimafakten.de/klimawissen/was-nuetzt/kann-atomkraft-beim-klimaschutz-helfen
https://www.umweltbundesamt.de/themen/klimaschutz-ist-auch-ohne-kernenergie-moeglich
Deine Links widerlegen diese Aussage nicht. Sie sprechen von einer theoretischen Möglichkeit. Wenn es klimapolitisch wirklich erreichbar wäre, müsste dort eine belastbare Systemanalyse stehen.
Wollte man wirklich ohne Atomkraft auskommen (also wirklich ohne, nicht nur den eigenen Vorhof sauber halten), dann bräuchte man:
- riesige Speicher, die es praktisch kaum gibt
- extrem schnelle Netzausbauprojekte, die nicht realistisch sind
- massive Kapazitätsreserven, die erst noch erfunden werden müssen
- perfekte Wetter- und Last-Prognosen
Ich glaube nicht daran, dass wir in den nächsten Jahrzehnten ohne Atomstrom auskommen werden.
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andy_m4
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@Ford_Prefekt
@SheepShaver
Das Ding ist, das Atomkraft auch unabhängig davon keine ernsthafte Option ist.
In Deutschland, wo jedes poplige Windrad erkämpft werden muss, da ist es unrealistisch, das Du da noch mal im größeren Stil Kernkraftwerke bauen kannst.
Aber selbst wenn man das weg nimmt, bleiben jede Menge Fragen offen, die nach wie vor nicht geklärt sind.
Atomstrom ist teuer. Also selbst jetzt, wo wir die wahren Kosten gar nicht bezahlen.
Das Müllproblem: Wir haben ja nicht mal ein Konzept für den Atommüll der da ist. Da wäre es fahrlässig neuen Müll zu produzieren. Und jetzt denken wir mal extrem positiv und wir kriegen irgendwie eine Lösung (die jetzt auch bei weitem noch nicht abzusehen ist) hingebastelt über Transmutation etc. das der Müll nur noch für 10.000 Jahre gefährlich ist.
Meinst Du, das es den Atomkraftwerksbetreiber als Firma dann noch gibt? Ich würde sagen, eher nicht. Da wird sich irgendwer drum kümmern müssen. Und das sind ja auch Kosten die anfallen und die Du jetzt schon mit den den Preis einrechnen und dann als Rücklagen weglegen müsstest.
Und da haben wir jetzt noch nicht mal darüber geredet, das es völlig utopisch ist davon auszugehen, das wir einen Staat in der heutigen Form noch haben. Das sind Zeiträume die wir gar nicht überblicken können. Schon allein deshalb wäre Atommüll zu produzieren völlig unverantwortlich.
Kernkraftwerke sind de-facto nicht versicherbar
Zugegebenermaßen sind Reaktorunfälle in der Größenordnung eines GAUs selten, aber das Restrisiko ist eben da. Und das lässt sich auch nicht versichern, weil jede Versicherung (inkl. Rückversicherung) sofort pleite wären, wenn es mal dazu kommt und trotzdem nur ein Bruchteil der Schäden gedeckt wären.
Die Kosten kann niemand bezahlen. Praktisch bedeutet das also, das wir ein Kernkraftwerk quasi ohne Versicherungsschutz fahren.
Das sind halt so Grundsatzfragen die sich stellen und die beantworten werden müssen, bevor man Kernkraft befürwortet. So lange da nichts kommt, kann man das auch gar nicht ernst nehmen. Der pflegt sozusagen ein Dogma, nicht wahr @SheepShaver ?
Wer jetzt sagt: Erneuerbare sind aber sehr schwankend.
Das stimmt. Aber da würde Atomkraft ja auch nur bedingt weiter helfen, weil man so ein Reaktor nicht mal eben an- und ausknipsen kann.
Wir brauchen also Speicher. Und ja. Auch die sind aufwendig. Aber hey: Wer bereit ist, sowas aufwendiges wie ein Atomkraftwerk zu bauen, der kann ja nicht im gleichen Atemzuge Speicher als zu aufwendig ansehen.
Wer jetzt sagt: Speichern? Auch so einen ganzen Winter über, wo wir tendenziell zu wenig Sonne/Wind haben?
Na zum Glück ist ja nicht überall wenig Sonne und überall wenig Wind. Man kann Energie ja auch importieren.
Und wer jetzt sagt: Wir sollen Strom von irgendwo her nach hier holen? Aber das ist doch (technisch) aufwendig!
Ähm ja. Aber eine komplexe Technologie wie Atomkraft zu betreiben mit allem was da dran hängt ist ja deutlich aufwendiger.
Und wer jetzt sagt: Da sind wir aber abhängig vom Ausland!
Ähm ja. Das sind wir aber auch bei Atomstrom. Oder ist Dir irgendein Uranerzbergwerk in Deutschland bekannt? Nein? Nicht?
Und wenn wir schon mal bei CO2-Einsparungsziele sind. Warum reden wir über Atomkraft? (welches übrigens auch CO2 produziert; aber das nur nebenbei):
Warum reden wir dann nicht über Einsparungen. Es wird halt auch viel Energie verschwendet.
Allein Flugverkehr, Individualverkehr, Produktion von Waren die letztlich doch im Müll landen oder gar nicht bzw. wenig genutzt werden. Da liegt halt sehr sehr viel Einsparpotential das gar nicht genutzt wird.
Und jetzt kommt mir keiner mit: Können wir den Leuten nicht zumuten. Ihr habt ja offenbar kein Problem damit den Leuten ein Atomkraftwerk nebenan hinzustellen und Strahlenmüll zu produzieren der sehr viele Generationen belastet.
Also bitte kein Gefasel über Zumutungen.
Stattdessen kommt das Gerede von "ist alternativlos".
Und dementsprechend sehen dann auch Deine Antworten dogma-getrieben. Wenn beispielsweise fehlende Speicher bemängelt werden, aber fehlende Atomkraftwerke kein Problem sind, weil man die ja bauen kann.
Und wir haben ja gesehen, was in den letzten Jahren daraus geworden ist, wenn man mal das wirklich ernsthaft angeht und auch Geld in die Hand nimmt.
Es lässt sich also zumindest eher verifizieren als die Vorhersage, ob wir schaffen Atommüll über viele Jahrtausende sicher zu verwahren.
Da kannst du aber mal ganz locker 15 Jahre einplanen, selbst wenn wir jetzt am 10.2.2026 anfangen würden.
Auch das bringt uns also HEUTE nicht so viel. Aber da ist es komischerweise kein Argument dagegen.
Mal davon abgesehen widersprichst Du Dir mal wieder selbst.
Weil Dein Argument war ja, das es unredlich und ja auch im Prinzip unfair wäre, wenn wir anderen Ländern wie Frankreich Atomkraftwerke zumuten aber selber keine bauen.
Wie Du selbst zugegeben hast, bringt das nichts in Hinblick auf einen Reaktorunfall.
Und wenn Du jetzt auch noch so sagst wenn Kernkraftwerke, dann unter eigener Kontrolle.
Genau das wäre ja dann konsequenterweise auch die französische Perspektive. Es wäre also unfair, wenn wir Kernkraftwerke bauen die Frankreich nicht unter Kontrolle hätte.
Kernkraftwerke haben wir auch nicht.
Kernkraftwerke bist Du aber bereit zu bauen. Aber Speicherkapazitäten nicht?

Gut, das wir das jetzt mal ganz klar geklärt haben.
@SheepShaver
Das Ding ist, das Atomkraft auch unabhängig davon keine ernsthafte Option ist.
In Deutschland, wo jedes poplige Windrad erkämpft werden muss, da ist es unrealistisch, das Du da noch mal im größeren Stil Kernkraftwerke bauen kannst.
Aber selbst wenn man das weg nimmt, bleiben jede Menge Fragen offen, die nach wie vor nicht geklärt sind.
Atomstrom ist teuer. Also selbst jetzt, wo wir die wahren Kosten gar nicht bezahlen.
Das Müllproblem: Wir haben ja nicht mal ein Konzept für den Atommüll der da ist. Da wäre es fahrlässig neuen Müll zu produzieren. Und jetzt denken wir mal extrem positiv und wir kriegen irgendwie eine Lösung (die jetzt auch bei weitem noch nicht abzusehen ist) hingebastelt über Transmutation etc. das der Müll nur noch für 10.000 Jahre gefährlich ist.
Meinst Du, das es den Atomkraftwerksbetreiber als Firma dann noch gibt? Ich würde sagen, eher nicht. Da wird sich irgendwer drum kümmern müssen. Und das sind ja auch Kosten die anfallen und die Du jetzt schon mit den den Preis einrechnen und dann als Rücklagen weglegen müsstest.
Und da haben wir jetzt noch nicht mal darüber geredet, das es völlig utopisch ist davon auszugehen, das wir einen Staat in der heutigen Form noch haben. Das sind Zeiträume die wir gar nicht überblicken können. Schon allein deshalb wäre Atommüll zu produzieren völlig unverantwortlich.
Kernkraftwerke sind de-facto nicht versicherbar
Zugegebenermaßen sind Reaktorunfälle in der Größenordnung eines GAUs selten, aber das Restrisiko ist eben da. Und das lässt sich auch nicht versichern, weil jede Versicherung (inkl. Rückversicherung) sofort pleite wären, wenn es mal dazu kommt und trotzdem nur ein Bruchteil der Schäden gedeckt wären.
Die Kosten kann niemand bezahlen. Praktisch bedeutet das also, das wir ein Kernkraftwerk quasi ohne Versicherungsschutz fahren.
Das sind halt so Grundsatzfragen die sich stellen und die beantworten werden müssen, bevor man Kernkraft befürwortet. So lange da nichts kommt, kann man das auch gar nicht ernst nehmen. Der pflegt sozusagen ein Dogma, nicht wahr @SheepShaver ?
Wer jetzt sagt: Erneuerbare sind aber sehr schwankend.
Das stimmt. Aber da würde Atomkraft ja auch nur bedingt weiter helfen, weil man so ein Reaktor nicht mal eben an- und ausknipsen kann.
Wir brauchen also Speicher. Und ja. Auch die sind aufwendig. Aber hey: Wer bereit ist, sowas aufwendiges wie ein Atomkraftwerk zu bauen, der kann ja nicht im gleichen Atemzuge Speicher als zu aufwendig ansehen.
Wer jetzt sagt: Speichern? Auch so einen ganzen Winter über, wo wir tendenziell zu wenig Sonne/Wind haben?
Na zum Glück ist ja nicht überall wenig Sonne und überall wenig Wind. Man kann Energie ja auch importieren.
Und wer jetzt sagt: Wir sollen Strom von irgendwo her nach hier holen? Aber das ist doch (technisch) aufwendig!
Ähm ja. Aber eine komplexe Technologie wie Atomkraft zu betreiben mit allem was da dran hängt ist ja deutlich aufwendiger.
Und wer jetzt sagt: Da sind wir aber abhängig vom Ausland!
Ähm ja. Das sind wir aber auch bei Atomstrom. Oder ist Dir irgendein Uranerzbergwerk in Deutschland bekannt? Nein? Nicht?
Und wenn wir schon mal bei CO2-Einsparungsziele sind. Warum reden wir über Atomkraft? (welches übrigens auch CO2 produziert; aber das nur nebenbei):
Warum reden wir dann nicht über Einsparungen. Es wird halt auch viel Energie verschwendet.
Allein Flugverkehr, Individualverkehr, Produktion von Waren die letztlich doch im Müll landen oder gar nicht bzw. wenig genutzt werden. Da liegt halt sehr sehr viel Einsparpotential das gar nicht genutzt wird.
Und jetzt kommt mir keiner mit: Können wir den Leuten nicht zumuten. Ihr habt ja offenbar kein Problem damit den Leuten ein Atomkraftwerk nebenan hinzustellen und Strahlenmüll zu produzieren der sehr viele Generationen belastet.
Also bitte kein Gefasel über Zumutungen.
Ergänzung ()
Doch. Tust Du. Sonst wären die o.g. offenen Fragen ja schon längst beantwortet.SheepShaver schrieb:Ich ignoriere die Nachteile nicht.
Stattdessen kommt das Gerede von "ist alternativlos".
Und dementsprechend sehen dann auch Deine Antworten dogma-getrieben. Wenn beispielsweise fehlende Speicher bemängelt werden, aber fehlende Atomkraftwerke kein Problem sind, weil man die ja bauen kann.
Geschenkt. Aber dann stell Dir bitte auch mal vor, wie weit wir mit Erneuerbaren und Speichertechnik sein könnten, wenn wir all das Geld was wir in Kernkraft versenkt haben dort investiert hätten.SheepShaver schrieb:Wenn man wirklich gleiche Maßstäbe anlegt, müsste man dieselbe Vollkosten-Logik auf alle Erzeugungsarten anwenden.
Naja. Die Technik ist ja jetzt nicht grundsätzlich neu.SheepShaver schrieb:Lässt sich schwerlich verifizieren.
Und wir haben ja gesehen, was in den letzten Jahren daraus geworden ist, wenn man mal das wirklich ernsthaft angeht und auch Geld in die Hand nimmt.
Es lässt sich also zumindest eher verifizieren als die Vorhersage, ob wir schaffen Atommüll über viele Jahrtausende sicher zu verwahren.
Von mir aus. Aber vergleiche das mal mit der Dauer die es bräuchte, um ein neues Atomkraftwerk zu bauen.SheepShaver schrieb:Kernfusion wäre super, bringt uns heute leider nicht viel. Vielleicht in 20 Jahren wenn wir ganz optimistisch sind.
Da kannst du aber mal ganz locker 15 Jahre einplanen, selbst wenn wir jetzt am 10.2.2026 anfangen würden.
Auch das bringt uns also HEUTE nicht so viel. Aber da ist es komischerweise kein Argument dagegen.
Ich will gar keinen weiteren Reaktor. Völlig belanglos ob der diesseits oder jenseits der Grenze steht. Denn: Jeder neue Reaktor bedeutet zusätzliches Risiko und zusätzlich Probleme die Kernkraftwerke nun mal mitsich bringen und die ich ja auch schon ausführlich beschrieben habe.SheepShaver schrieb:Ob der Reaktor 50 km hinter der Grenze steht oder 150 km im Inland, macht physikalisch keinen großen Unterschied.
Mal davon abgesehen widersprichst Du Dir mal wieder selbst.
Weil Dein Argument war ja, das es unredlich und ja auch im Prinzip unfair wäre, wenn wir anderen Ländern wie Frankreich Atomkraftwerke zumuten aber selber keine bauen.
Wie Du selbst zugegeben hast, bringt das nichts in Hinblick auf einen Reaktorunfall.
Und wenn Du jetzt auch noch so sagst wenn Kernkraftwerke, dann unter eigener Kontrolle.
Genau das wäre ja dann konsequenterweise auch die französische Perspektive. Es wäre also unfair, wenn wir Kernkraftwerke bauen die Frankreich nicht unter Kontrolle hätte.
Schon allein das ist doch eine total widersprüchliche Aussage von Dir.SheepShaver schrieb:riesige Speicher, die es praktisch kaum gibt
Kernkraftwerke haben wir auch nicht.
Kernkraftwerke bist Du aber bereit zu bauen. Aber Speicherkapazitäten nicht?
Ja. Aber Kernkraftwerke bauen ist dagegen natürlich total realistisch.SheepShaver schrieb:extrem schnelle Netzausbauprojekte, die nicht realistisch sind
Deine Meinung ist getragen vom Glauben.SheepShaver schrieb:Ich glaube nicht daran, dass wir in den nächsten Jahrzehnten ohne Atomstrom auskommen werden.
Gut, das wir das jetzt mal ganz klar geklärt haben.
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SheepShaver
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@andy_m4
Dein Tonfall wirkt wieder zunehmend aufgebracht. Ich hab mich echt zusammengerissen und so wertneutral wie möglich argumentiert.
Ich bin klar gegen Dogmen, in jederlei Hinsicht. Ich bin klar für pragmatische Lösungsansätze, die uns zu dem notwendigen Ziel der Klimaneutralität bringen.
Selbst massive Speicherinvestitionen ersetzen keine fehlende Erzeugung bei Dunkelflauten. Man braucht erst Strom, um ihn zu speichern. Bei mehreren wind- und sonnenarmen Wochen gibt es nichts, was man speichern könnte.
Batterien können nicht so viel speichern, Wasserstoffspeicher gibt es kaum, sind sauteuer und haben einen Wirkungsgrad von 25-35%. Das wäre wirtschaftlicher Harakiri.
AKWs haben wir schon. Moderne Gen III/III+ Reaktoren kann man in 5-7 Jahren gebaut. Südkorea und China haben es vorgemacht. Was dauert, ist die Genehmigung.
Atomstrom ist nur im Bau teuer. Im Betrieb ist er sehr billig. Über die Lebenszeit eines Reaktors ist Atomstrom nicht teuerer als Wind oder Solar.
Dein Tonfall wirkt wieder zunehmend aufgebracht. Ich hab mich echt zusammengerissen und so wertneutral wie möglich argumentiert.
Ich bin klar gegen Dogmen, in jederlei Hinsicht. Ich bin klar für pragmatische Lösungsansätze, die uns zu dem notwendigen Ziel der Klimaneutralität bringen.
Selbst massive Speicherinvestitionen ersetzen keine fehlende Erzeugung bei Dunkelflauten. Man braucht erst Strom, um ihn zu speichern. Bei mehreren wind- und sonnenarmen Wochen gibt es nichts, was man speichern könnte.
Batterien können nicht so viel speichern, Wasserstoffspeicher gibt es kaum, sind sauteuer und haben einen Wirkungsgrad von 25-35%. Das wäre wirtschaftlicher Harakiri.
AKWs haben wir schon. Moderne Gen III/III+ Reaktoren kann man in 5-7 Jahren gebaut. Südkorea und China haben es vorgemacht. Was dauert, ist die Genehmigung.
Atomstrom ist nur im Bau teuer. Im Betrieb ist er sehr billig. Über die Lebenszeit eines Reaktors ist Atomstrom nicht teuerer als Wind oder Solar.
@SheepShaver warum ignorierst du weiterhin die Lagerung, die einen großen Teil seines Beitrags ausgemacht hat?
Ergänzung ()
Das ist natürlich falsch.SheepShaver schrieb:Über die Lebenszeit eines Reaktors ist Atomstrom nicht teuerer als Wind oder Solar.
SheepShaver
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Atommüll ist klimaneutral, also berücksichtige ich ihn hier nicht.Alphanerd schrieb:@SheepShaver warum ignorierst du weiterhin die Lagerung, die einen großen Teil seines Beitrags ausgemacht hat?
Ja, "natürlich"...Alphanerd schrieb:Das ist natürlich falsch.
Gibt ja auch Studien vom IPCC.
Es wurden die Lebenszykluskosten für verschiedene CO2-arme Stromerzeugungstechnologien verglichen, unter anderem Kernenergie, Wind und Solar. Die Spannweiten der Kosten über den Lebenszyklus überlappen stark, und Atomkraft gehört nicht zu den teuersten Optionen, wenn man den Betrieb über mehrere Jahrzehnte einpreist.
https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg3/downloads/report/IPCC_AR6_WGIII_Chapter06.pdf
Es ging doch zuletzt um die Kosten?SheepShaver schrieb:Atommüll ist klimaneutral, also berücksichtige ich ihn hier nicht.
Natürlich "natürlich"SheepShaver schrieb:Ja, "natürlich"...
Es werden ja maximal Bau, Betrieb und Rückbau Kosten berücksichtigt. Die Lagerung und besonders die Billionen Rücklagen für evtl Unfälle kommen ja nirgends vor.
132 Seiten pdf gerade zuviel am Handy. Sind hier Rücklagen und Lagerung eingepreist? Wenn ja, gucke ich mal rein.SheepShaver schrieb:
SheepShaver
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Die Kosten sind meiner Auffassung nach eingepreist. Was man auch noch berücksichtigen sollte:Alphanerd schrieb:Es ging doch zuletzt um die Kosten?
den Müll gibt es schon, ob man nun weiter Atomstrom produziert oder nicht.
foofoobar
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https://www.elektronikpraxis.de/rek...r-erreicht-95-prozent-wirkungsgrad-a-1103351/SheepShaver schrieb:Batterien können nicht so viel speichern, Wasserstoffspeicher gibt es kaum, sind sauteuer und haben einen Wirkungsgrad von 25-35%. Das wäre wirtschaftlicher Harakiri.
https://www.leifiphysik.de/uebergre...ndwissen/gas-und-dampfkraftwerk-gud-kraftwerk
https://www.dlr.de/de/aktuelles/nac...-von-wasserstoff-in-salzkavernen-funktioniert
Wasserkocher wie AKWs haben einen Wirkungsgrad von ~1/3.
Und der Abriss kostet noch mal das selbe wie der Bau.SheepShaver schrieb:Atomstrom ist nur im Bau teuer. Im Betrieb ist er sehr billig. Über die Lebenszeit eines Reaktors ist Atomstrom nicht teuerer als Wind oder Solar.
Und die Dinger müssen durchlaufen damit die auch nur in die Nähe einer Wirtschaftlichkeit kommen, damit kannst du Dinger als Ergänzung zu EE schon mal komplett knicken, auf das Problem das die Dinger nur eine begrenzte Anzahl von Lastwechsel-Zyklen fahren können hatte ich ja bereits hingewiesen.
Wie sehen deine konkreten Szenarien für eine Dekarbonisierung für Deutschland aus, wie viel von welcher Erzeugungsart plus Drumrum willst du dafür bauen?
Hast du schon eine Bürgerinitiative für ein Endlager in deiner Kommune gegründet?SheepShaver schrieb:Die Kosten sind meiner Auffassung nach eingepreist. Was man auch noch berücksichtigen sollte:
den Müll gibt es schon, ob man nun weiter Atomstrom produziert oder nicht.
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andy_m4
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Wundert mich ja, das Du bei schriftlicher Kommunikation etwas wie Tonfall mitbekommst.SheepShaver schrieb:Dein Tonfall wirkt wieder zunehmend aufgebracht.
Möglicherweise lässt Du Dir das ja vorlesen. Was dabei raus kommt, dafür kannst Du aber mich nicht verantwortlich machen.
Mag ja sein. Das Problem ist, das Du Doppelstandards anbringst. Zum Beispiel das Dinge die bei Alternativen zu Atomkraft zu ein Problem darstellen (fehlende Speicher) bei Atomkraft plötzlich kein Problem darstellen (fehlende Reaktor).SheepShaver schrieb:Ich bin klar für pragmatische Lösungsansätze, die uns zu dem notwendigen Ziel der Klimaneutralität bringen.
Und das Du Dich in Deinen Argumenten widersprichst.
Zudem hast Du Dich wiederholt halt zu Nachteilen (wie beispielsweise Atommüll) nicht klar geäußert.
Du legst also ganz offenbar dogmatisches Verhalten an den Tag und kritisierst das aber bei Anderen.
Wie bereits gesagt: Das großflächig keine Sonne scheint etc. ist ja eher unwahrscheinlich. Man kann ja auch (mit Hilfe von Erneuerbaren) Strom im Ausland produzieren und nach hier importieren. Wie jetzt auch schon.SheepShaver schrieb:Selbst massive Speicherinvestitionen ersetzen keine fehlende Erzeugung bei Dunkelflauten. Man braucht erst Strom, um ihn zu speichern. Bei mehreren wind- und sonnenarmen Wochen gibt es nichts, was man speichern könnte.
Batterien können nicht so viel speichern, Wasserstoffspeicher gibt es kaum, sind sauteuer und haben einen Wirkungsgrad von 25-35%. Das wäre wirtschaftlicher Harakiri.
Mal davon abgesehen gibt es mehr Erneuerbare als Solar oder Wind. Zum Beispiel Geothermie, Gezeitenkraftwerke oder auch einfach Biomasse.
Also jetzt so zu tun, als ob man ALLES in einer Dunkelflaute durch Speicher bereitstellen müsste ist ja totaler Quatsch.
Wo wurden denn solche Bauzeiten schon erreicht? Wenn man mal so bei Wikipedia losrechcheriert, dann lag man da in der Regel deutlich drüber. Mag sein, das man gewonnene Erfahrungen übernehmen kann.SheepShaver schrieb:AKWs haben wir schon. Moderne Gen III/III+ Reaktoren kann man in 5-7 Jahren gebaut.
Auf der anderen Seite fehlt uns aber auch vieles. Das fängt ja schon bei Fachkräften an, die ein entsprechendes Kraftwerk bauen und betreiben können.
Selbst wenn man es trotzden in 5-7 Jahren schaffen würde (was völlig utopisch ist): Damit haben wir aber auch immer noch nicht die inhärenten Probleme von Atomkraftwerken gelöst.
Das ist eher aus der Kategorie "Was wünsch ich mir".
Das China Atomkraftwerke baut ist, das die halt auf die Nachteile sch**ßen.
Naja. Auch hier hilft ein Blick bei Wikipedia:SheepShaver schrieb:Atomstrom ist nur im Bau teuer. Im Betrieb ist er sehr billig. Über die Lebenszeit eines Reaktors ist Atomstrom nicht teuerer als Wind oder Solar.
https://de.wikipedia.org/wiki/Stromgestehungskosten
So von wegen: gleich teuer.
Und was man da auch schön sieht: Kosten für Kernenergie sind über die Jahre gestiegen. Die von Erneuerbaren gefallen. Also selbst wenn man Stand jetzt von Gleichstand ausgehen würde, zeigt der Trend zu Ungunsten von Kernkraft gegenüber Solar/Wind.
Aber selbst wenn wir jetzt mal extrem großzügigerweise davon ausgehen, das es gleich teuer ist und auch bleibt:
Zum wiederholten Male gehst Du nicht auf die wirklichen Kosten ein. Wieder ein mal mehr bleibt das Müllproblem (und damit auch dessen Kosten) außen vor. Wieder ein mal mehr adressierst Du Versicherungskosten bzw. etwaige Schäden nicht.
Und dann wunderst Du Dich, warum man Dir dogmatisches Denken vorwirft?
Genau. Das Müllproblem haben wir jetzt schon und es ist nach wie vor (und weltweit!) ungelöst.SheepShaver schrieb:den Müll gibt es schon, ob man nun weiter Atomstrom produziert oder nicht.
Und genau deshalb kann es ja keine Lösung sein noch mehr Müll zu produzieren.
Ich mein, wenn man jetzt nur eine handvoll Kraftwerke bauen würde, könnte man ja von mir aus noch sagen:
Was die an zusätzlichen Müll produzieren, darauf kommts nu auch nicht mehr an.
Aber eine handvoll Kraftwerke würden ja auch nicht den Beitrag leisten der notwendig ist, um den Energiebedarf zu decken.
Zuletzt bearbeitet:
foofoobar
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- 5.434
Strom aus AKWs ist in Deutschland zu 100% importierte Energie, es sei denn man will die Wismut wieder aufmachen.andy_m4 schrieb:Wie bereits gesagt: Das großflächig keine Sonne scheint etc. ist ja eher unwahrscheinlich. Man kann ja auch (mit Hilfe von Erneuerbaren) Strom im Ausland produzieren und nach hier importieren. Wie jetzt auch schon.
Deswegen habe ich ihn nach konkreten Szenarien gefragt, ich bin gespannt auf seine Antworten.andy_m4 schrieb:Aber eine handvoll Kraftwerke würden ja auch nicht den Beitrag leisten der notwendig ist, um den Energiebedarf zu decken.
SheepShaver
Commodore
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- Nov. 2004
- Beiträge
- 4.615
Wikipedia-Artikel (und dazu auch noch die deutschsprachigen) als Fakten zu liefern ist auch schon grenzwertig.
Reaktoren wurden in der Vergangenheit in China, Südkorea, Japan und auch Frankreich in 5-7 Jahren gebaut. Das ist KEINE Utopie.
Es gibt haufenweise wissenschaftliche Studien wie vom IPCC, die Atomstrom Wirtschaftlichkeit nachweisen.
Der Müll ist kein Kosten-Argument und Massenspeicher gibt es nicht.
Und bitte die arrogante Ausdrucksweise einfach mal stecken lassen. Das kommt nicht gut, wenn man ernst genommen werden will und außer verträumten Fantasien nichts zu bieten hat.
Reaktoren wurden in der Vergangenheit in China, Südkorea, Japan und auch Frankreich in 5-7 Jahren gebaut. Das ist KEINE Utopie.
Es gibt haufenweise wissenschaftliche Studien wie vom IPCC, die Atomstrom Wirtschaftlichkeit nachweisen.
Der Müll ist kein Kosten-Argument und Massenspeicher gibt es nicht.
Und bitte die arrogante Ausdrucksweise einfach mal stecken lassen. Das kommt nicht gut, wenn man ernst genommen werden will und außer verträumten Fantasien nichts zu bieten hat.
Ford_Prefekt
Ensign
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- Beiträge
- 254
Solche verhärteten Diskussion bringen halt einfach gar nichts, wenn man von der anderen Seite einfach nichts annimmt. Z.B. Die beiden Themen mit der fehlenden Flexibilität als auch mit der Versicherbarkeit sind doch schon durch.
Vor einigen Seiten wurde doch eine ganz wunderbare PDF (bon eurer Seite) verlinkt. Lastfolgefähigkeit deutscher KKW o.ä. 100 Seiten kein Klimaaktivisten oder Atomgegner blabla, sondern offenbar von Ingenieuren neutral geschrieben und aufbereitet. (Im Auftrag der Bundesregierung, also auch nicht das Gegenteil also Atomlobby).
Aber gut das Thema ist ohnehin durch es wird keine Atomkraftwerke in Deutschland mehr geben und ohne eine ausreichende Anzahl ist die Flexibilität auch nicht gut, dass sollte man auch akzeptieren.
Aber andererseits sollte man auch schlichtweg anerkennen dass trotz aller berechtigter Kritik an der Atomstrategie und den lächerlichen Artikeln der deutschen Presse die gerne auf die Franzosen eindreschen, dass sie jetzt und heute und nicht 2050 fast den CO2 ärmsten Strom haben der überhaupt technisch machbar ist und dass wir dieses Niveau mit der jetzigen außerkorenden Strategie bei weitem nicht erreichen werden können.
Man darf nicht vergessen, atomstrom ist so CO2 arm (15g pro kwh) dass er selbst direkt verbrauchten ee-strom (50g pro kwh) schlägt oder anders gesagt der Verbrauch v.a. beim Bau/Abbau von ee ist relativ hoch dafür was man am Ende über die gesamte Laufzeit erntet.
Trotz der großen Effizienz bei der Herstellung von H2 ist es ja nicht damit getan, so ein mehrschrittiger Prozess (ee strom, h2, Transport, Speichern/Verdichten und rückwärts) mit dem schwer handhabbaren H2 ist ja per se ineffizient, ohne jetzt nachzuschauen aber iirc liegt die Effizienz bei so 30%. Wenn man den ganzen zusätzlichen CO2 Verbrauch für diesen Prozess ignoriert landet man da bei 150g pro kwh (logischerweise Faktor 3 von ee direkt, weil man 3kwh braucht um eine zu erzeugen). Wenn man bedenkt dass normales Gas bei 350 g liegt dann ist das echt verdammt viel Aufwand/Kosten für echt wenig Ergebnis.
Da wird man sich sehr viel schön rechnen müssen um am Ende für den Staat als ganzes Klimaneutralität proklamieren zu können.
Die andere Strategie, dass man den EE Strom europaweit durch monströse Netze verteilt ist noch weniger machbar und daher als Hauptstrategie von der Regierung verworfen. Andere Großspeichermethoden sind natürlich auch noch wesentlich ineffizienter als der H2 Weg.
Vor einigen Seiten wurde doch eine ganz wunderbare PDF (bon eurer Seite) verlinkt. Lastfolgefähigkeit deutscher KKW o.ä. 100 Seiten kein Klimaaktivisten oder Atomgegner blabla, sondern offenbar von Ingenieuren neutral geschrieben und aufbereitet. (Im Auftrag der Bundesregierung, also auch nicht das Gegenteil also Atomlobby).
Aber gut das Thema ist ohnehin durch es wird keine Atomkraftwerke in Deutschland mehr geben und ohne eine ausreichende Anzahl ist die Flexibilität auch nicht gut, dass sollte man auch akzeptieren.
Aber andererseits sollte man auch schlichtweg anerkennen dass trotz aller berechtigter Kritik an der Atomstrategie und den lächerlichen Artikeln der deutschen Presse die gerne auf die Franzosen eindreschen, dass sie jetzt und heute und nicht 2050 fast den CO2 ärmsten Strom haben der überhaupt technisch machbar ist und dass wir dieses Niveau mit der jetzigen außerkorenden Strategie bei weitem nicht erreichen werden können.
Man darf nicht vergessen, atomstrom ist so CO2 arm (15g pro kwh) dass er selbst direkt verbrauchten ee-strom (50g pro kwh) schlägt oder anders gesagt der Verbrauch v.a. beim Bau/Abbau von ee ist relativ hoch dafür was man am Ende über die gesamte Laufzeit erntet.
Trotz der großen Effizienz bei der Herstellung von H2 ist es ja nicht damit getan, so ein mehrschrittiger Prozess (ee strom, h2, Transport, Speichern/Verdichten und rückwärts) mit dem schwer handhabbaren H2 ist ja per se ineffizient, ohne jetzt nachzuschauen aber iirc liegt die Effizienz bei so 30%. Wenn man den ganzen zusätzlichen CO2 Verbrauch für diesen Prozess ignoriert landet man da bei 150g pro kwh (logischerweise Faktor 3 von ee direkt, weil man 3kwh braucht um eine zu erzeugen). Wenn man bedenkt dass normales Gas bei 350 g liegt dann ist das echt verdammt viel Aufwand/Kosten für echt wenig Ergebnis.
Da wird man sich sehr viel schön rechnen müssen um am Ende für den Staat als ganzes Klimaneutralität proklamieren zu können.
Die andere Strategie, dass man den EE Strom europaweit durch monströse Netze verteilt ist noch weniger machbar und daher als Hauptstrategie von der Regierung verworfen. Andere Großspeichermethoden sind natürlich auch noch wesentlich ineffizienter als der H2 Weg.
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