News Terafab: Elon Musks Foundry soll größ­tes Gebäude der Welt werden

IBISXI schrieb:
Soweit ich weiß hat man bereits 1969 nach einer langen Mission einen Lander rückwärts auf einem Planeten gelandet, auf dem man nie zuvor war. (Mond) Und das mit einem Zehntel der Computerleistung eines Taschenrechners.

Und jetzt soll es eine große Leistung sein nach hundertsten Versuchen eine Aludose dort landen zu lassen wo sie gestartet ist? Lächerlich.
Jo, die sind damals sogar auf dem Mond rumgecruist und haben Golf gespielt.
Es waren mehrere Raketen da oben.
Mondmissionen waren in der öffentlichen Wahrnehmung schon langweilig.
Schon erstaunlich, dass wir das alles wieder verlernt haben.
 
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Alphanerd schrieb:
Was kannst du am erforschen, was du nicht auch auf der Erde oder der ISS Erforschen kannst
Das ist ein guter Einwand, aber die ISS und der Mars verfolgen völlig unterschiedliche Forschungsziele. Die ISS eignet sich hervorragend für die Grundlagenforschung in der Schwerelosigkeit. Für interstellare Reisen muss man jedoch ganz andere Bereiche erforschen, die dort unmöglich sind.

Dank der ISS weiß man, was 0g mit dem Körper macht, und dank der Erde, was 1g macht. Aber es gibt null Langzeitdaten zu den 38% Schwerkraft des Mars.

Du kannst eine automatisierte Treibstoff und Metallfabrik zwar auf der Erde designen, aber du musst sie unter realen Bedingungen testen. Wie reagieren die Maschinen auf den giftigen, elektrostatischen Marsstaub? Wie zuverlässig arbeiten Bohrsysteme im Permafrost über Jahre hinweg ohne Wartung? Das lernst du nur vor Ort.

Auf der ISS wird Nahrung eingeflogen. Interstellare Schiffe hingegen benötigen riesige, zu 100% autarke Ökosysteme. Die dafür erforderliche Logistik, Agrarwirtschaft und das Mikrobiom lassen sich aufgrund von Platz- und Massemangel nicht auf der ISS erforschen.

Letztlich ist die Erde die Wiege, die ISS ist das Reagenzglas, aber der Mars ist die erste echte Testwerkstatt für das Überleben im Kosmos.


Alphanerd schrieb:
Zu dem Reisen: die anderen Sterne sind vom Mars quasi genauso weit weg, wie von der Erde, du musst nur weniger Gravitation überwinden. Das klappt vom Mond aus besser.
Vom Mond aus hast du aber kaum Ressourcen. Er hat einen extremen Kohlenstoff und Stickstoffmangel, limitiertes Wasser und eine schlechte Metallvielfalt. Zusätzlich herrscht dort ein Vakuum, das zwar super für Starts ist, aber alles andere, wie Temperaturregulierung, Rechenzentren usw., erschwert. Für Lasersegel und für den Start ins Sonnensystem ist er aber die richtige Wahl und genau dafür wird er auch genutzt werden.

Hinzu kommt das Problem mit der Wärme und Kälte: -130 °C in der Mondnacht und +120 °C am Tag. Der Mars hat zusätzlich haufenweise CO₂ und Wassereis, das zudem einen hohen Anteil an Deuterium für Kernfusion besitz und liegt mitten im Asteroidengürtel.
 
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banditone schrieb:
Der Mars ... und liegt mitten im Asteroidengürtel.
Oh, ist er in den letzten Jahren so weit nach außen gedriftet?
 
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@Araska Punkt für dich, das war unglücklich formuliert. Der Mars liegt natürlich kurz vor der inneren Grenze des Asteroidengürtels und liegt nicht mittendrin. Am logistischen Kern ändert das jedoch nichts. Der energetische Aufwand Delta-v, um vom Mars in den Asteroidengürtel zu gelangen, ist deutlich geringer als von der Erde aus. Er ist und bleibt das logistische Tor zum Gürtel, auch wenn er geografisch knapp davor parkt.
 
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cfreak84 schrieb:
In ein paar hundert Jahren ist das Leben auf dem Mars vielleicht so normal wie heute in Texas. Und vom Mars geht’s dann weiter zum nächsten Planeten… Aber irgendwann muss man damit einfach mal anfangen und das tut Musk eben jetzt.
Vor Kolumbus gab es kein Leben in Texas?
Oder zählen die Ureinwohner nicht für dich?
 
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banditone schrieb:
Auf der ISS wird Nahrung eingeflogen. Interstellare Schiffe hingegen benötigen riesige, zu 100% autarke Ökosysteme.
Soviel ich weiß, sind solche versuche bereits auf der Erde gescheitert.
Das ganze soll ja abgeschottet von der Außenwelt funktionieren, ohne irgendwelche Zulieferungen.
Also Schritt eins wäre, das überhaupt mal auf der Erde zu schaffen.
 
@foofoobar vielleicht gibt’s auf dem Mars auch Marsianer.

Aber genau wie die amerikanischen Ureinwohner haben die nicht auf Gäste gewartet.
Columbus wusste vor seiner Ankunft in Indien Amerika auch nicht, ob da jemand wohnt oder nicht. Hätte auch sein können, dass es auf dem Kontinent nur Wüste und nichts zu trinken gegeben hätte.

Versuch macht klug. Und Musk versucht wenigstens was. Andere nölen nur rum und haben hinterher eh alles besser gewusst und gekonnt…
Mehr will ich gar nicht zum Ausdruck bringen.
 
foofoobar schrieb:
Es gab mal einen Mangel an rechten Geschwurbel im Internet?

Probleme lösen die es gar nicht gibt oder gab, das klingt nach ein stabilen Genie.
Wow, der nächste der die Nazikeule zückt 💪
foofoobar schrieb:
Und nochmal, was hat der eine Standort mit einem noch nicht existierenden Standort zu tun?
Hast du interne Dokumente vor die liegen oder nur Mutmaßungen als Argument?
 
cruscz schrieb:
Space-X (tatsächlich seine Vision) ist, wie schon mehrfach von anderen erwähnt defizitär und nur deshalb überhaupt voran gekommen, weil es staatlich gewollt war die Raumfahrt zu privatisieren. Entsprechend hat die NASA einige ihrer Kronjuwelen verschenkt und sogar noch zusätzlich Millionen an Dollar obendrauf gelegt.
Wobei ich den Vergleich von SpaceX mit der NASA hier im Forum lächerlich finde. Die NASA ist quasi eine staatliche Einrichtung, die massiv vom politischen Willen abhängig ist. Kein NASA Chef kann seine "Visionen" mal einfach in dir Öffentlichkeit rausposaunen, wenn er morgen noch seinen Posten haben will.

Am Ende muss die Regierung erklären, warum für viel Geld bestimmte Projekte finanziert werden, wo doch überall woanders Geld fehlt. Und der politische Wille ist sehr gering seit Jahren. Anders nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, wo es um den Kampf der Systeme ging und die Russen mit Sputnik und Juri Gagarin mächtig vorlegten. Und was die Amis mit der Mondlandung toppen, ist für mich heute noch eine visionäre Meisterleistung. Weil der politische Wille und der Prestigegewinn mächtig groß war. Über die vielen kleinen Schritte dahin, spricht auch niemand. Für Apollo 13 bestand auch kaum öffentliches Interesse, erst als die Astronauten in Lebensgefahr waren.

Fazit: Ohne die Visionen sowie massive Vorarbeit, Grundlagenforschung und die eingegangenen Risiken und Unmengen verbrauchten Ressourcen der Russen und Amerikaner, würde es ein SpaceX heute nicht geben. Bisher sehe ich auch nichts, was da visionär sein soll.

Visionär war Jules Verne. Nicht Elon Musk.
 
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@Alphanerd diese „Dauerpsyhose“ bedroht den Fortschritt. Nicht ein einzelnes Individuum. Es ist ein Mindset das alles Neue als Bedrohung bewertet. Ein Kampf dagegen ist oft anstrengend und erfordert viel Überzeugungskraft.
Andere Länder sind uns bei neuen Technologien teilweise weit voraus. Das bekommt man halt nicht mit, wenn man Deutschland für den Nabel der Welt hält. Hier ist sicher nicht alles schlecht und vieles gut. Das Ziel sollte es aber doch sein voran zu kommen und nicht am aktuellen Zustand festzuhalten, sonst steht Deutschland bald im Abseits.
 
cfreak84 schrieb:
Andere Länder sind uns bei neuen Technologien teilweise weit voraus. Das bekommt man halt nicht mit, wenn man Deutschland für den Nabel der Welt hält
Als „Hidden Champions“ (heimliche Weltmarktführer) werden relativ unbekannte mittelständische Unternehmen bezeichnet, die in ihrer globalen Nische unter den Top 3 des Weltmarktes oder die Nummer 1 in Europa sind. Rund 46 Prozent dieser weltweiten Spitzenreiter haben ihren Sitz in Deutschland
Die genaue Anzahl an Hidden Champions in Deutschland ist unbekannt, die verschiedenen Erhebungen (u. a. Simon (2007) mit 1174 Firmen[17], Rammer & Spielkamp (2015) mit 1583 Firmen[18] und Schenkenhofer (2020) mit 1372 Firmen[19]) lassen jedoch den Schluss zu, dass es konstant über 1000 Firmen sind.
https://de.wikipedia.org/wiki/Hidden_Champion

Es muss nicht alles riesig und hyperkapitalistisch sein. Fortschritt kann es auch so geben.
Ergänzung ()

cfreak84 schrieb:
sonst steht Deutschland bald im Abseits.
Wie du siehst, würde ohne Deutschland in vielen Bereichen nix gehen. Übrigens auch keine geilen Belichtungsmaschinen und somit geile Chips von TSMC.
 
Ich habe nicht behauptet, dass Firmen in Deutschland nichts auf die Reihe bekommen. Natürlich gibt es Hidden Champions die in ihrer Nische sehr stark sind. Zeiss kann Dinge, die nur Zeiss kann.
Das richtig große Geld machen aber ASML und insbesondere TSMC. Deutschland ist ein wichtiger Bestandteil aber mehr auch nicht.

Wenn ich Marktführer bei Bratpfannen bin, werde ich halt einfach nicht den Impact auf die Welt haben, wie wenn ich etwas richtig großes Neues angehe.
 
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cfreak84 schrieb:
Das richtig große Geld machen aber ASML und insbesondere TSMC. Deutschland ist ein wichtiger Bestandteil aber mehr auch nicht.
Ging es jetzt um Fortschritt oder Geld in dieser Diskussion bislang?

Ich dachte ersteres?
 
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Fortschritt braucht immer auch Geld. Mehr Geld = mehr Fortschritt.

Irgendwann nimmt jemand viel Geld in die Hand, entwickelt eine komplett neue Methode um Halbleiter herzustellen, so dass keine Optiken mehr nötig sind. Dann helfen inkrementelle Fortschritte bei Zeiss nicht. Sie sind dann auf einmal irrelevant.

Nokia war auch mal Marktführer aus Europa im Bereich Handys. Sogar Siemens hatte gute Handys. Dann kam ein Visionär und hat den ganzen Markt umkrempelt und nun kommt jedes zweite Handy von Apple. Das ist echter Fortschritt.

Was meinst du was TSMC irgendwann mit der ganzen Kohle macht, die sie aktuell verdienen? Vielleicht forschen sie an etwas, das sie von ASML unabhängiger macht…?
 
cfreak84 schrieb:
Mehr Geld = mehr Fortschritt.
Nein.

Mann braucht Geld, ja. Aber das lässt sich nicht so einfach skalieren. Wieviel Geld hatten Einstein, Hawking, Tesla und co denn so und wäre da mit mehr Geld mehr Erkenntnisse gekommen?

Es braucht Ideen. Und nein, Elon gibt zwar vor welche zu haben, aber dem ist nicht so.
cfreak84 schrieb:
Irgendwann nimmt jemand viel Geld in die Hand, entwickelt eine komplett neue Methode um Halbleiter herzustellen
Jetzt ist es doch so lukrativ wie nie, warum hat es noch keiner gemacht?

Weil man Ideen braucht. Erst dann kommt das Geld. Es bringt nix 10-1000 Forscher mit unendlich Geld und Luxus auszustatten und zu sagen: macht mal, wenn keiner der Leute die Initiale zündende Idee hatte.
 
Ich frage mich ob bei so eiem Projekt nicht schon jetzt ( ohne das wir das merken )
die KI selbst
ein bischen Einfluss auf uns nimmt das wir sowas bauen sollen....:pcangry:
 
Die Ideen müssen aber auch umgesetzt, ausprobiert und getestet werden. Das braucht Zeit und Geld.
Warum entstehen in den USA so viele erfolgreiche Startups? Weil sie viel Geld von Investoren bekommen um an ihren Ideen zu arbeiten.
In Deutschland ist das sehr viel schwerer. Hier haben sicher auch viele schlaue Köpfe viele gute Ideen. Es kann sie mir kaum jemand umsetzen, weil das Geld dazu fehlt.

Ich verspreche dir, das richtig coole Dinge entstehen, wenn du 1000 Menschen mit unendlich Geld damit beauftragst Neues zu erfinden. Allein das Gehalt für die 1000 Leute in Deutschland liegt pro Jahr bei 100 Mio. zzgl Technik und Forschungsgerät. Also ich glaub die Milliarde pro Jahr hast schnell zusammen. Und nach einem Jahr vielleicht noch kein funktionierendes Ergebnis. Also zahlst noch zwei oder drei Milliarden, bis was richtig gutes dabei ist. Und die Umsetzung der richtig guten Idee kostet noch mal ganz ganz viele Milliarden… merkst was?

Von Investoren bekommst du für Ideen übrigens keinen Cent. Du bekommst erst dann Geld, wenn du sie davon überzeugen kannst, dass du die Idee auch umgesetzt bekommst. Und dazu gehört viel mehr als ein Geistesblitz.
 
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Alphanerd schrieb:
Wie du siehst, würde ohne Deutschland in vielen Bereichen nix gehen. Übrigens auch keine geilen Belichtungsmaschinen und somit geile Chips von TSMC.
Du beziehst dich für diese Aussage auf Studien, die zum Teil 20 Jahre alt sind, sehe ich das richtig?
 
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