Leserartikel Teufel Concept E 450 Digital

sini

Lieutenant
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Nach vielen vielen Jahren habe ich mich nun dazu entschlossen mein Teufel Concept E Magnum Power Edition durch etwas Neues zu ersetzten. Nach vielem Hin und Her habe ich mich für das Teufel Concept E 450 Digital entschieden.

An meinen Erfahrungen der letzten 3 Wochen möchte ich euch nun teilhaben lassen, da ich denke, dass ich ein paar interessante Erkenntnisse gewonnen habe, die dem Einen oder Anderen helfen könnten.

1. Versand
Subwoofer und Satelliten kommen separat. Die Lautsprecher sind sehr gut verpackt und die Kartons wiegen entsprechend viel. Die Lieferzeit betrug zügige 3 Tage, Bestellung erfolgte über die Hotline, Zahlung per Paypal.

2. Lieferumfang
  • 1x Teufel CS 35 C Mk3 (inkl Standschale)
  • 4x Teufel CS 35 FCR Mk3 (ich habe mich für die größeren Satelliten aus der Consono Serie entschieden)
  • 1x Teufel CM 2014 SW
  • 1x Puck-Control-Funkfernbedienung + Batterien
  • 30m 1mm² Lautsprecherkabel schwarz
  • 1x USB-Anschlusskabel
  • 5x klebende Gumminoppenstreifen (jeweils 5 Noppen pro Streifen)
  • Bedienungsanleitungen usw.

2.1 Lautsprecher
  • Satelliten und Subwoofer sind sehr gut verarbeitet.
  • Die Gehäuse sind richtig stabil und in schwarz matt gehalten (kein Hochglanz, Danke!)
  • Rundum macht das Gesamtpaket einen wertigen Eindruck
  • Das USB-Anschlusskabel ist Standardqualität, kein Schrott, hätte aber gerne mehr Schirmung vertragen können

2.2 Der Puck
  • Leider etwas enttäuschend, ich hatte hier ein gepulvertes Metallgehäuse erwartet und nicht Kunststoff.
  • Im Deckel ist ein Metallring eingeklebt
  • Der Deckel wird mit einem Gummi auf ein Potentiometer gesteckt. Dies erfüllt seinen Zweck.
  • Haptik und Mechanik ist im zusammengebauten Zustand OK
  • Lautstärke lässt sich gut dosieren, Stumm per Drücken von oben funktioniert, ebenso Ein- / Ausschalten
  • Wenn der Deckel zu leicht aufgesteckt wird, wackelt dieser. Man muss schon kräftig draufdrücken damit dieser richtig sitzt

2.3 Subwoofer
  • Schweres, stabiles und gut verarbeitetes Gehäuse
  • Stabile und gedämmte Standfüße mit genügend Abstand auch für dicke Teppichböden

2.4 Subwoofer Elektrik
  • + Das Bedienfeld ist groß, übersichtlich und verständlich
  • + Bedienung per Touch ist ganz nett
  • Es ist aber KEIN LCD, die Symbole sind fix, lediglich die Beleuchtung ändert sich je nach Auswahl
  • + Eingänge sind leicht zu wählen
  • - Bluetooth, USB sind direkt anklickbar, alle anderen Eingänge per "Input"-Taste durchschaltbar, wieso nicht auch direkt?
  • - Ausschalten muss 3 Sekunden gedrückt werden (wieso nicht 1x antippen wie beim Einschalten?)
  • - Lautsprechereinstellungen (Lautstärke) gelten für ALLE Eingänge, hätte hier gerne pro Eingang differenziert
  • - Power-Symbol leuchtet im ausgeschalteten Zustand. Die ist recht hell und das nervt.

Das Bedienpanel ist durchaus brauchbar. Etwas mehr Liebe fürs Detail hätte aber nicht geschadet. Die LED der Power-Taste habe ich überklebt ...


3. Anschlüsse
Nun wird es interessant. Von Begeisterung bis hin zur puren Verzweiflung ist alles dabei!

3.1 TOSLINK und COAX
  • + Beide Eingänge funktionieren hervorragend
  • + Funktioniert anstandslos mit einer Creative 2 ZS (COAX) sowie der Realtek HD Onboard (TOSLINK)
  • + Durchgereichte Tonspuren werden anstandslos dekodiert
  • + Wiedergabe der Tonspuren ist sehr gut, ich bin mit dem Klangergebnis SEHR! zufrieden
  • - Leider kein DTS HD Support, Verarbeitung der Core-Tonspur funktioniert nur mäßig gut
  • + Kein Inputlag
  • + Keine Start-Pause-Start Verzögerung (manche Dekoder benötigen 1-2 Sekunden zum starten)
Kurzum mit den digitalen Anschlüssen bin ich sehr zufrieden! Das DTS-HD usw. nicht unterstützt werden, war klar. Hierfür bräuchte es einen HDMI-Eingang, sowie Ausgang usw. und schnell wäre man bei der Domäne der AVRs angekommen. Ich kann also nachvollziehen wieso hierauf verzichtet wurde, Einsatzgebiet ist der PC.

3.2 Analog 5.1 per Klinke
  • Kleinster Minimaler Nenner
  • Wird wohl seinen Job tun, habe ich nicht ausprobiert

3.3 Bluetooth
  • + Funktioniert gut
  • + Kein Input-Lag
  • + Direktes Abspielen und Fortsetzten nach Pause
  • Puck ist per Bluetooth gekoppelt

3.4 USB-Soundkarte
  • Die Soundkarte ist von CMedia ("Die gibt es noch?!?" war meine Reaktion)
  • 5.1 und 7.1 fähig (wobei 7.1 wenig Sinn macht)
  • + Funktioniert mit den Standard Windows Treiber (Windows 10 x64)
  • - Die Treiber von Teufel sind eine Frechheit! (später dazu mehr)
  • - Kein virtueller digitaler Ausgang (dann könnte man über USB die Tonspur durchreichen, ohne physikalische Verkabelung via TOSLINK oder COAX)
  • - Mit den Teufel Treibern wird zwar ein digitaler Ausgang installiert, ist aber "nicht angeschlossen"
  • + Spiele verfügen über 5.1 Sound. Funktionsprinzip wie z.B. bei einer Realtek Onboard (kein EAX, findet ja eh keine Verwendung mehr)
  • + Upmix: Signalerkenung identifiziert 2.0, 2.1 und 5.1 Signale
  • + Upmix: Der 5.1 Upmix via Pro-Logic II funktioniert gut und gefällt mir klanglich (Achtung! extrem subjektive Meinung)
  • Upmix: Die Lautstärke beim Pro-Logic-Upmix wird lauter ausgegeben, als das ursprüngliche Signal. Was aber logisch ist, da 3 zusätzliche Lautsprecher angesteuert werden, kann aber durchaus "nervig" sein
  • + Upmix: Pro-Logic II ist wesentlich besser als die Funktion "Lautsprecher auffüllen" aus Windows heraus!
  • + Frequenztrennung zum Subwoofer funktioniert wunderbar, kein Manueller Eingriff oder Einstellung notwendig
  • - Sehr schlechte EMV des USB-Ports! Wenn an USB2.0 angeschlossen, reicht das Ein-/ Ausschalten von Lampen aus, um die Elektronik des Subwoofers zu stören. D.h. der Subwoofer hängt sich für ein paar Sekunden auf und es erfolgt keine Ausgabe. Beim Anschluss an einen USB3.0 Port bzw. ohne Verbindung zum Rechner und Signalquelle Bluetooth kein Problem! Ich sehe das auslösende Problem bei meinem Rechner (da auch andere seltsame Effekte an den USB-Ports auftreten). Jedoch muss der Subwoofer nach EMV dagegen geschützt sein!

Prinzipiell hätte ich mir einen Treiberumfang wie bei Realtek gewünscht und verstehe nicht wieso hier nichts hochwertiges zum Einsatz kam. Man kann aber gut und gerne auf die Treiber verzichten. Der Funktionsumfang dieser ist einfach lächerlich gering, zu den Standard-Windows-Treibern vermisse ich die paar Mehrfunktionen nicht (mehr siehe unten).

Die Signalerkennung hat eine Schwäche, ist ein Spiel sehr leise oder gibt gerade nur ein Stereo-Signal aus, erfolgt ein 5.1 Upmix. Sobald hintere Kanäle oder Center angesteuert werden, wechselt dies wieder. Steuert ein Spiel also nicht permanent diese Kanäle an, ist die Signalerkennung überfordert. Mischt man 5.1 und Stereo (Spiel + mp3) wechselt es mitunter ständig (abhängig davon welche Kanäle die 5.1 Quelle ansteuert).

Ich verstehe wieso dies passiert und kann dies nachvollziehen. Als Lösung hätte ich mir gewünscht, dass der Upmix per Bedienfeld zu deaktivieren wäre.


4.1 Treiber Teufel
Wie schon erwähnt, sind die Treiber ein schlechter Witz. Hier ein paar Impressionen:

  • Clipboard03.jpg Die Lautstärkeregelung nimmt man wohl besser am Bedienfeld vor
  • Clipboard04.jpg S/PDFI ist zwar "irgendwie" da
  • Clipboard01.jpg aber nicht zugänglich für Windows ...
  • Clipboard05.jpg Und noch ein paar tolle Einstellungen.


4.2 Treiber Windows Standard
Meiner Meinung nach ausreichend und ohne die bescheuerte Treibersoftware

  • Clipboard10.jpg 5.1 Auswählen (auch wenn die Darstellung falsch ist)
  • Clipboard11.jpg SL und SR sind das hintere Paar, die Ausgabe erfolgt korrekt
  • Clipboard12.jpg Diese Einstellung ist faktisch egal, der Sub macht die Frequenztrennung

  • Clipboard13.jpg ...
  • Clipboard14.jpg ...
  • Clipboard15.jpg Formate sind identisch zum Treiber von Teufel
  • Clipboard16.jpg Verwendet doch keiner?


5. Fazit
Ich habe mich dazu entschlossen das System zu behalten. Es macht satten Sound, kräftigen Bass und zaubert mir ein Lächeln aufs Gesicht. 5.1 per USB funktioniert gut. Der Upmix funktioniert und macht einen guten Klang, die Regelung kann aber nerven (versuche aktuell dies zu unterbinden). Bei Filmen gebe ich die Tonspur per TOSLINK an den Subwoofer und DAS kann sich hören lassen! Die Einstellungen mache ich direkt am Subwoofer und habe keine "Einstellungskette" mehr wie zuvor (Realtek-Treiber -> AVR -> Subwoofer); da verbastelt man sich zügig den Sound.


6. Tipp: (DTS-)Tonspur über digitale Eingänge

  1. MPC-HC (Media Player Classic Home Cinema) installieren https://mpc-hc.org/
  2. AC3-Filter installieren http://www.ac3filter.net/
  3. AC3-Filter als externen Filter im MPC-HD hinzufügen als bevorzugt
  4. Clipboard26.jpg
  5. Audio-Renderer auf den digitalen Ausgang stellen welcher mit dem Subwoofer verbunden ist
  6. Folgende AC3-Filter Einstellungen habe ich gewählt (wichtig is hierbei S/PDIF Passthrough)
  • Clipboard20.jpg
  • Clipboard21.jpg
  • Clipboard22.jpg
  • Clipboard23.jpg
  • Clipboard24.jpg
  • Clipboard25.jpg

Wenn alles richtig ist, passiert Folgendes und es gibt satten Sound auf die Ohren:
  • Clipboard28.jpg

Enjoy =)

Update 2020-01-26

Es sind ja nun ein paar Tage vergangen und da ich immer noch das System habe (und zufrieden bin), möchte ich meine weiteren gesammelten Erfahrungen hier teilen!

1. Elektrische Störungen
Seit ich mein PC-System runderneuert habe (Netzteil, CPU, RAM, Mainboard, SSDs, usw.), habe ich keine Probleme mehr mit Aussetzern oder Störungen. Der Auslöser, wie bereits vermutet, steckte entweder im Mainboard oder im Netzteil.

2. Signal-Erkennung
Den "normalen" Sound gebe ich jetzt über die USB-Soundkarte an das Gerät. Für die Soundkarte habe ich nicht die Treiber von Teufel installiert sondern nutze die Windows eigenen Standard-Treiber; diese langen vollauf. Die Soundkarte habe ich auf 2.0 gestellt mit Vollspektrum-Lautsprecher und lasse den Upmix vom Teufel seine Arbeit machen. Das funktioniert soweit sehr gut. Für Musik und generelle Geräusche ist dies eine gute Wahl.

Ein interessantes Phänomen hat Amazon Prime Video im Browser. Generell gibt es über den Browser nur eine Stereo-Spur aus und kein 5.1! Auf magische Weise verwandelt der Upmix aus diesem Signal ein ganz passables 5.1 mit passender Ansteuerung von Subwoofer, Center und hintere Lautsprecher. Zentrale stimmen kommen aus dem Center und die Surround-Geräusche wandern korrekt über die hinteren Lautsprecher. (z.B. Schüsse, Autos, usw.)

3. Spiele und Filme
Wer Spiele und Filme in voller Pracht genießen möchte, sollte sich eine Soundkarte mit "DTS Connect" zulegen. Ich habe nun z.B. die "ASUS Xonar DSX 7.1" wie von Crimson in den Kommentare empfohlen. Man konfiguriert die ASUS Lautsprecherausgabe als 5.1 und schaltet in Windows auf diese Ausgabe um.

Im ASUS Treiber gibt es zwei Betriebsmodi: "DTS-Interactive" und "PCM":
  • DTS-Interactive macht aus einem nicht kodierten 5.1 Signal (Spiel, Film) ein DTS-5.1 Signal und schickt dies über TOSLINK, welches der Subwoofer dekodiert. Dies funktioniert wunderbar und "umgeht" das lästige Signal-Erkennungs-Problem bei Spielen!
  • PCM sollte man wählen, wenn man eine DTS-Tonspur (z.B. einem Film mit DTS-Tonspur) durchschleifen möchte wie in Punkt 6 beschreiben
Ergänzung: Warum auch immer ist nun ein Umschalten zwischen DTS-Interactive und PCM nicht mehr nötig. Ich habe es dauerhaft auf DTS-Interactive stehen und, warum auch immer, funktioniert hierüber nun auch das durchschleifen einer DTS-Tonspur. Zuvor funktionierte dies nicht und man musste zuvor auf PCM umstellen. 🤔 Kein Plan was das ausgelöst hat; vermutlich Updates, Hexerei und schwarze Magie ...

4. Fazit (Jahr 2020)
Ich bin sehr zufrieden mit dem Gerät. Es macht mir wahrlich jeden Tag aufs Neue Freude und zaubert bei jedem Film ein Lächeln aufs Gesicht. Ich hoffe auf viele weitere Jahre 😄
 
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LasseSamenström

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Wow, super. Das bereichert doch mal das Forum. Ich lass einfach mal ein *thumbs up* da :)
 

Sound-Fuzzy

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Nett geschrieben, aber was ich mich jedoch gefragt habe: Warum hast Du nicht mal ein Set eines anderen Anbieters gehört? Das wäre doch eigentlich die logische Konsequenz, wenn man sich wirklich verbessern will! Das Concept E 450 Digital ist doch eigentlich nur der etwas überarbeitete Urenkel des CEM PE, jedoch zum mehr als dreifachen Preis!
In der Preisklasse hätte es reichlich Alternativen gegeben, bei denen der direkte Vergleich zum CEM PE für die meisten User deutlich interessanter gewesen wäre als zum hauseigenen Urenkel... ;)
 

The_Jensie

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Also ich würde den Teufel Schrott zurückgeben. Das System wird sowieso innerhalb der nächsten 2-4 Jahre an Elektronikversagern sterben, da die Qualität so enorm nachgelassen hat.

Zudem klingt es auch noch schlecht.

Alternativ lieber das hier plus AMP kaufen:

https://geizhals.de/wharfedale-dx-1-hcp-schwarz-a703276.html?hloc=at&hloc=de

Das CEM hatte ich auch mal.... wenn man nichts anderes kennt, kann man damit zufrieden sein. Bis ich mal Satelliten eines anderen Herstellers angeschlossen hatte.

Da habe ich dann festgestellt, was für ein mittenfreier Müll das System ist. Der Bass ist auch nicht gut und hängt bei schnellen Stücken immer einen Takt hinterher. Für mich kommt Teufel nie wieder in Frage.
 

Sahit

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@The_Jensie Also aktuell würde ich mir auch nicht wieder nen Teufel System kaufen, aber deine Bedenken bezüglich der Elektronik kann ich nicht teilen. Habe hier nen Teufel Motive 5 Anfang 2013 für um die 300€ gekauft. Das läuft immer noch gut. Ich würde mir halt aktuell kein 5.1 mehr kaufen. Es ist Einfach unnötig fürn PC. Gutes 2.0 oder 2.1 ist vollkommen ausreichend. 5.1 nimmt in der gesamten aufstellen einfach zu viel Platz weg.
 

sini

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So hier ein kurzes Update von meiner Seite, schließlich ist ein weiterer Monat vergangen. Klanglich bin ich immer noch zufrieden mit dem System (bin da relativ pflegeleicht, guter kräftiger Bass und ich bin schon glücklich).

Wie dem auch sei, mir sind in der Zwischenzeit folgende Punkte besonders auf den Nerv gegangen:


  • * Das "Aufhängen" des Systems beim Schalten der Lichtschalter hält sich in Grenzen (ein weiteres Mal aufgetreten). Dennoch lässt es auf eine mangelhafte oder nicht ausreichende Umsetzung der EVM-Richtlinien schließen.
    * Die automatische Erkennung des Eingangssignals ist sehr schnell überfordert. Spielt man z.B. eine mp3 als Stereo über VLC ab, erfolgt wie gewünscht der ProLogic II Upmix. Kommt nun eine Mail und spielt einen WAV-Sound ab, wird das Signal quasi verschluckt, das System schaltet auf 2.1 um und eine Sekunde später wieder auf 5.1, jeweils mit kurzem Aussetzer und Lautstärkeschwankung.
    * Das System ist per USB-Soundkarte für 5.1 Ausgabe bei Spielen untauglich. Die Signalerkennung läuft Amok. Gibt das Spiel nicht konstant ein Signal auf den SUB-Kanalen aus, wechselt es auf ProLogic II Upmix. Es reicht wenn das Signal nur sehr leise im Vergleich zu den Frontkanälen ist.
    * Beim aktuellen Wolfenstein (während man schleicht) wechselt es also STÄNDIG umher. !NERV! Im Endeffekt zwingt man dann das System in 2.1 ...


Wenn man ein 5.1 System für Spieler anbietet, sollte man ggf. auch testen ob das System überhaupt dafür geeignet ist??? Das muss doch beim Testen direkt auffallen?! Die Funktion den ProLogic II Upmix zu deaktivieren, fehlt schlicht. Dieser Umstand ist auch dem Support bekannt, eine Lösung gibt es keine.

Ich werde nun die Tage versuchen das System per Analog zu betreiben (was die USB-Soundkarte komplett überflüssig macht) mit der Hoffnung, dass hier kein Upmix erfolgt. Alternativ müsste ich mal mit DTS Connect oder DolbiDigital Live testen, nur sind diese scheinbar seit der 1709 Version von Windows nicht funktionsfähig ...
 
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Hallo sini,

Dein Erfahrungsbericht hat mir bei der Recherche vor dem Kauf des Teufel Concept E 450 Digital sehr geholfen. Ich habe das Umschalten der internen USB-Soundkarte zwischen ProLogic II Upmix und 5.1 Ausgabe ebenfalls in allen möglichen Szenarien (Spiele, Filme, Musik) beobachtet.

Daher habe ich mir eine Asus Xonar DSX Soundkarte (DTS Connect) mit 3 m TOSLINK-Kabel gekauft. Die aktuellen Treiber von Asus (2015) funktionieren unter Windows 10 x64 (v1709). Ich konnte keinen signifikanten Unterschied zu Daniel_K's aktuelleren Treiber (2017, leider kein Changelog) oder dem UNi Xonar Treiber (2017, Changelog vorhanden, verschiedene Installationsoptionen) feststellen.

Gegenüber der internen USB-Soundkarte funktioniert DTS ohne Unterbrechungen. Die Ortbarkeit hat mir mehrfach in The Division, Doom 3 BFGE, Manhunt 2 das virtuelle Leben gerettet. In The Witcher 3 hört man wie die Dialoge anderer beim Vorbeigehen hinter Geralt weitergeführt werden - hier hatte die Teufel-Lösung meist bereits auf ProLogic II umgeschaltet (= Dialog unhörbar).

Ich höre Musik gerne in 2.1 (ist DTS eingeschaltet wird entsprechend der Quelle ausgegeben, bei 7.1 werden Rs/Ls und Rb/Lb auf Rs/Ls wiedergegeben). Man kann aber mit zwei Mausklicks auf ProLogic II Upmix die Musik auch in "5.1" hören. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Surroundsystem. Nach zwei Jahren ohne Surround-Sound war mir nicht mehr bewusst wie viele Informationen in Filmen und Spielen verloren gehen. Zusammen mit nVidia 3D Vision 2 kann ich mir bspw. The Witcher 3 kaum besser vorstellen.

TL;DR: DTS Connect funktioniert (bei mir) unter Windows 10 x64 v1709 Build 16299.19.
 
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@sini
Genau die Karte habe ich gekauft. Da es nur auf die DTS-Encodierung ankommt, habe ich die günstigste Karte mit DTS-Unterstützung gekauft (http://www.pcgames.de/Soundkarten-H...amer-Kauftipps-und-Marktuebersicht-1119488/5/). Alternativ informierte ich mich über die Creative Sound Blaster Z (5.1, DDL & DTS) - nach jahrelangen Treiberproblemen mit meiner X-Fi habe ich mich gegen Creative Labs entschieden. Von der Asus-Karte bin ich bisher sehr positiv überrascht (keine Treiberprobleme, gute Bedienung, Kopfhörerverstärkung auch am Frontpanel mit viel Spielraum).

Wegen des Anschlusses war ich am Anfang unsicher - habe abseits der Wissenschaft noch keine Lichtwellenleiter verwendet. In der Schnellstartanleitung war der von Dir vermutete "S/PDIF TOSLINK optical adapter x 1" aufgelistet. Der Adapter sieht aus wie ein 3.5 mm Klinkenstecker aus Kunststoff. Analog würden an diesem Anschluss der Soundkarte sonst die für 6.1 oder 7.1 nötigen Kanäle (ausgehend von 5.1) ausgegeben. Sicherheitshalber wollte ich ein Kabel mit TOSLINK und 3.5 mm Anschlüssen kaufen. Aufgrund des viel höheren Preises habe ich ein "normales" TOSLINK-Kabel gekauft und auf den beigelegten Adapter gehofft. Damit hat es dann problemlos geklappt.

Bzgl. des Basses: Analog habe ich nicht getestet, jedoch war der Bass über die interne USB-Soundkarte nicht überzeugend. Der Sound des 30 cm Treibers kam nicht annähernd an meinen alten Yamaha SW45 (20 cm) in einem vergleichbaren Szenario heran. Seit das System via DTS läuft, entspricht die Leistung den Dimensionen dieses "Minikühlschranks".

TL;DR: ja, Klinke-TOSLINK-Adapter liegt bei. Bass funktioniert über TOSLINK.
 

sini

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Sauber, vielen Dank für den Tipp!!! Dann werde ich mir wohl demnächst auch die Karte holen (zusammen mit neuem Board, CPU, usw.). Habe ähnliche Erfahrungen mit Creative gemacht (Audigy 2 ZS, wobei die ehrlich gesagt sogar noch heute funktioniert).
Ja so einen 3.5 Klinke auf TOSLINK hatte ich vor ewigen Zeiten am Notebook. Das war sau geil, aber nur Stereo (abgesehen vom durchreichen von DTS Tonspuren).

Das was ich mit Analog meinte, war auf eine Realtek Onboard in Kombination mit dem Teufel gemeint. Das Ergebnis ist grotesk schlecht.
 
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