Thema Gehalts- und Vermögensunterschiede in der Gesellschaft

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Samurai76 schrieb:
Betriebsgewinn vollständig abgezogen
Was diesen Gewinn verringert.


Samurai76 schrieb:
habe ich als Selbstnutzer meiner Immobllie
Die Kosten die ich jetzt meinte kann jeder hausbesitzende abschreiben, außer er oder sie vermietet zu günstig.
Siehe
https://www.ndr.de/fernsehen/sendun...gt-zu-wenig-Miete-in-Muenchen,extra20860.html
Ein Münchner Vermieter verlangt von seinen Mietern Preise, die unter dem ortsüblichen Mietspiegel liegen. Doch so viel Fairness ist dem Finanzamt ein Dorn im Auge.


Samurai76 schrieb:
Ich darf das nicht
Frag bei denjenigen nach die das gestz so geschrieben haben. Dass dürfte die Sozialistische Partei Deutschlands sein oder bzw. und im Doppelpack die Christ Demokratische Union.
Du kannst aber auch klagen bis zum Verfassungsgericht, ich gehe von aus dass dir bei solch einer Anstrengung mieterbund und ein paar andere ngos sogar helfen.
 
Erkekjetter schrieb:
Nö wir haben steuersenkungen gehabt. Der spitzensteuersatz ist wie du belegt hast gesunken. Und zwar deutlich. Wann ein steuersatz greift ist ein anderes thema.

Wenn man deutlich früher den Spitzensteuersatz zahlen muss - also viel mehr Menschen diesen Zahlen müssen - da hilft es auch nicht, dass der Satz an sich reduziert wurde.
Insgesamt trifft der Spitzensteuersatz deutlich mehr Menschen - und durch den Aufbau unserer Steuertabellen, natürlich auch alle Einkommen darunter - da sie entsprechend viel früher stärker besteuert werden.
 
_killy_ schrieb:
Insgesamt trifft der Spitzensteuersatz deutlich mehr Menschen
Was nicht an einer Steuererhöhung liegt und so auch nie genannt werden sollte. Es zeigt nur einfach, wie weit die Tabellen der Realentwicklung hinterherhinken.
 
Tomislav2007 schrieb:
Das Problem ist das uns der Sozialstaat (finanziell) um die Ohren fliegen wird wenn wir nicht ganz schnell gegensteuern.
Woran machst du das denn fest? Gibt's da auch Belege? Der Sozialstaat ist - anders als oft behauptet - kein großes Thema.

1754475098055.png

Quelle

Schulden sind angeblich maximal schädlich, Sozialstaat ist angeblich maximal schädlich, Mindestlohn schädlich und so weiter und so fort. Nur eigenartigerweise passiert halt immer nichts von den Dingen, die prophezeit werden. (Rechts-)Konservative entwickeln sich immer mehr zu Crash-Propheten, wie man sie von Youtube kennt und die sowieso immer maximal danebenliegen und das schon seit.....immer.

Aber dass die Schulden des Staates vor allem auch in der Hand der wirklich Reichen liegt und eine Schuldenreduktion quasi bedeutet, dass das Geld vor allem dort zurückholt wird, ist immer keine Option, weil........ja weil Superreiche das ja verdient hätten. Absolut crazy. Und als Erklärung kommt dann: Ja weil ich halt egoistisch bin. Läuft.

Komisch nur, dass sie aber gleichzeitig die Errungenschaften linker und progressiver Denkweisen (Verbot Kinderarbeit, Arbeiter:innen dürfen nicht mehr angekettet werden und so weiter) in Anspruch nehmen (von einem Angestelltenverhältnis aus gesehen).
 
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In den USA scheint die Zustimmung zu Feudalismus und Plutokratie zu sinken:

https://www.n-tv.de/mediathek/video...lt-Trump-Getreuen-nieder-article25948031.html
Ergänzung ()

Reglohln schrieb:
Schulden sind angeblich maximal schädlich, Sozialstaat ist angeblich maximal schädlich, Mindestlohn schädlich und so weiter und so fort. Nur eigenartigerweise passiert halt immer nichts von den Dingen, die prophezeit werden. (Rechts-)Konservative entwickeln sich immer mehr zu Crash-Propheten, wie man sie von Youtube kennt und die sowieso immer maximal danebenliegen und das schon seit.....immer.
Und dann sind es immer wieder gerne die Konservativen die neue Schulden machen. (Siehe Anhang)
Wäre ja nicht da erste Mal das man auf seine eigene Propaganda reinfällt.

Ansonsten empfehle immer wieder gerne diese Folge der Anstalt:

https://archive.org/details/2017-11-12_Die-Anstalt
 

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_killy_ schrieb:
Insgesamt trifft der Spitzensteuersatz deutlich mehr Menschen - und durch den Aufbau unserer Steuertabellen, natürlich auch alle Einkommen darunter - da sie entsprechend viel früher stärker besteuert werden.
Und warum bist du dann gegen Pläne, die exakt das abändern würden?
 
Erkekjetter schrieb:
du dann gegen Pläne
Killy hält Stuererhöhungen für nicht nötig, da die Steuersenkung für alle genug Geld in die Kassen spült und man nur die Ausbagen neu sortieren muss, dann wird es reichen. Eine Senkung für die unteren kommt natürkich nicht in Frage, wenn dies durch Erhöhung für die oberen 10% ausgeglichen werden müsste.
 
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VsteckdoseV schrieb:
Ein anderes Thema sind staatliche Eingriffe. Ich frage mich zum Beispiel, wieso Beamte so viel besser gestellt sind.
Das Beamte teils deutlich besser gestellt sind, hat einen historische Hintergrund, der heute zum Teil zum tragen kommt und zum Teil auch unfair ist.

Beamte werden in Deutschland einmal zur "Korruptionsprävention" sehr gut bezahlt - geh mal in so manches südamerikanische, afrikanische oder asiatische Land. Wenn du da nicht genug Schmiergeld dabei hast, geht teilweise nichts.

Dazu kommt, dass ein Beamter - theoretisch - 24/7 für den Dienstherren verfügbar sein muss. Man hat bestimmte Pflichten mit Privilegien vergütet. Das ist heute teils anders - ich merke es durch meine Tätigkeit im ÖD und wie unterschiedlich hier teilweise auch agiert wird.
wuselsurfer schrieb:
Ich kann mir nicht vorstellen, daß jemand für eine Milliarde Dollar / EUR Arbeitsleistung erbringen kann.
Das tut auch kein Mensch, Vermögen wie die von Elon Musk, Jeff Bezos und Co sind im Hauptteil allerdings auch erst mal nur Buchwerte, die vom Aktienkurs abhängen.

Aber auch die Familie Quant als Beispiel, leistet keine Arbeit im Wert von einer Milliarde oder mehr, da ist auch viel Glück und Erbe dahinter. Hätte da der Großvater in den 50er nicht für damals glaub ich 50.000 deutsche Mark Aktiens "gekauft" und damit die Firma gerettet, würden die Erben heute nicht teilweise hunderte Millionen an Dividenden bekommen.

Das Thema ist als ganzes allerdings sehr komplex.
 
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Samurai76 schrieb:
Killy hält Stuererhöhungen für nicht nötig, da die Steuersenkung für alle genug Geld in die Kassen spült und man nur die Ausbagen neu sortieren muss, dann wird es reichen.
Also die berühmten "Reaganomics"?

IMHO führte diese Politik in Folge zu einer der größten Steuererhöhungen in der Geschichte der USA.
Ergänzung ()

DevPandi schrieb:
Aber auch die Familie Quant als Beispiel, leistet keine Arbeit im Wert von einer Milliarde oder mehr, da ist auch viel Glück und Erbe dahinter. Hätte da der Großvater in den 50er nicht für damals glaub ich 50.000 deutsche Mark Aktiens "gekauft" und damit die Firma gerettet, würden die Erben heute nicht teilweise hunderte Millionen an Dividenden bekommen.
Das muss dieses berühmte leistungslose Einkommen sein von dem die Konservativen und Neoliberalen immer reden.
Ergänzung ()

DevPandi schrieb:
Dazu kommt, dass ein Beamter - theoretisch - 24/7 für den Dienstherren verfügbar sein muss. Man hat bestimmte Pflichten mit Privilegien vergütet. Das ist heute teils anders - ich merke es durch meine Tätigkeit im ÖD und wie unterschiedlich hier teilweise auch agiert wird.
In den 90'ern hat z.b. der Staat lieber mit Buschprämien(*) als mit Zwangsversetzungen agiert.

(*) Ja, so hat der Volksmund diese benannt.
 
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_killy_ schrieb:
Wer wirklich WILL - der kann seine Situation auch ändern.
Nicht jede Lebenssituation ist vom Einen auf den Anderen übertragbar. Nach der DDR wurde es für die meisten Menschen in sämtlichen Bereichen besser, es wurden aber auch viele arbeitslos. Nicht jeder startete seine berufliche Karriere gerade zum Fall der Mauer.
Ob und wie weit man es mal bringt ist von vielen Faktoren abhängig. Ohne eigenen Willen und Fleiß geht es nicht (außer man erbt früh), aber das alleine ist kein Garant.
Ergänzung ()

Kyouko schrieb:
Bürgergeld ist in einigen Fällen leistungsloses Einkommen. Welches andere erwirtschaften müssen, denen man jetzt um dieses Leistubgslose Geld auszuahlen zu können, die steuern erhöhen möchte.
Bürgergeld ist das vom GG gewährte Existenzminimum, auf das auch jene Menschen zurückgreifen können, die heute Steuern zahlen, wenn sie irgendwann mal durch welche Gründe auch immer ins Bürgergeld rutschen.
Als meine Entfristung des Arbeitsvertrages noch nicht in Stein gemeißelt war, war ich froh zu wissen, dass ich nicht ins Bodenlose falle und mir eine neue Wohnung suchen muss, wenn ich den Job verliere.
Ein Ausspielen von Empfänger zu Zahler ist hier völlig fehl am Platz.
 
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Dann sind Erträge aus Firmen Besitz und investiertem kaptial, auch nicht leistungslos. Wie gerne behauptet.
Ansonsten ist das doppel moral oder schlicht Neid.

Denn mit dem Besitz übernimmt man bereits Verantwortung für die Firma, stellt Arbeitsplätze bereit und zahlt Steuern.

Und mit investiertem kaptial könne sich andere güter, Ideen realiserubgen, andere Firmen refinanzieren, mit Krediten, die diese ohne diesen Kredite und diejenigen die das kaptial bereitstellen & das Risiko bei Ausfall trage, nicht kaufen, realisieren und umsetzen können.
Ergänzung ()

DevPandi schrieb:
Hätte da der Großvater in den 50er nicht für damals glaub ich 50.000 deutsche Mark Aktiens "gekauft" und damit die Firma gerettet,
Also ist die Familie quant ein Risiko eingegangen und hat dafür gesorgt dass die Firma eben nicht pleite geht. Leistungslos wsr das daher nicht, der Plan hätte schief gehen können dann wären die 50 000mark (damals durchaus noch viel Geld) weg gewesen.

Übrigens nur doch solches Risiko Bereitschaft kaptial geber sind Firmen wie Microsoft, Amazon, Meta und viele anderen entstanden
 
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Kyouko schrieb:
Dann sind Erträge aus Firmen Besitz und investiertem kaptial, auch nicht leistungslos. Wie gerne behauptet.
Nein, für einen Firmengründer gilt das auch nicht. Aber die Erben, die eigentlich nichts gemacht haben und evtl nicht mal Ahnung vom Geschäft. Die haben dann ab Erbe ein Leistungsloses Einkommen. Falls sie sich nicht als Chef reinhängen.
Kyouko schrieb:
Und mit investiertem kaptial könne sich andere güter, Ideen realiserubgen, andere Firmen refinanzieren, mit Krediten, die diese ohne diesen Kredite und diejenigen die das kaptial bereitstellen & das Risiko bei Ausfall trage, nicht kaufen, realisieren und umsetzen können.
Ok, auf was soll Deine Aussage jetzt abzielen, dass Firmen so viel für die Gesllschaft machen, dass sie gar keine Steuern zahlen sollten? Oder zukünftig von allen Erhöhungen ausgeschlossen werden? Sich damit aus dem Sozialstaat abmelden wollen? Wenn sie das wollen und der Meinung sind, dass wäre richtig, ja, auch diese Firmen können dann ihr Land gerne verlassen, wenn die Gesellschaft keinen Wert für die Firmen hat!

Eine Firma, die den Wert einer Gesllschaft nicht anerkennt, besitzt auch keinen Mehrwert für die Gesellschaft.
 
@Kyouko
Bitte gewöhne dir an, deine eigenen Beiträge wenigstens mal zu lesen.
Das ist stellenweise so ein kryptisches Geschreibsel, dass man nur in etwa erahnen kann, was du eigentlich sagen willst.
Manchmal hilft es auch, kurz zu warten, bis der Schaum vom Mund abgetropft ist, und erst dann zu schreiben.
Ich habe auf den letzten Seiten jetzt so oft "öukiztw efrökjhbägasdf" von dir gelesen, dass ich die Lektüre jetzt abbrechen muss.
Das ist mir etwas zu anstrengend, wenn jemand so garnicht kontrolliert, was er da geschrieben hat.

Ansonsten ... jaja ... Enteignungen.
An welchen Formulierungen machst du eigentlich fest, dass hier nicht zwischen liquiden und nichtliquiden Finanzmitteln unterschieden wird?

Es wäre natürlich nicht sinnvoll, Betriebsvermögen so hoch zu besteuern, dass der Betrieb nach Steuer nicht mehr vernünftig wirtschaften kann.
Für mich geht es bei Vermögensbesteuerung einzig um Barvermögen in Privatbesitz. Es geht also nicht um die 400 Mrd., die Elon Musk in Börsen-Spielgeld wert ist, sondern nur um die paar Milliarden, die er auf irgendwelchen Konten rumlungern lässt.
Wenn diese Menschen durch eine leicht höhere Abgabe auf ihre Privatbezüge gleich Handlungsunfähig sind, wie kaufen die dann Villen und Yachten ... ach ja ... nicht verraten ... damit bekommen sie ihr Vermögen klein.
Ich kenne auch einige Kleinselbstständige, die gegen Ende des Jahres zu allen möglichen aber eigentlich noch nicht nötigen Ausgaben neigen, weil diese sie unter den Steuerfreibetrag bringen.

@ Erbschaftssteuer bzw. den entsprechenden Freibetrag.
Gäbe es diesen Freibetrag nicht, dann hätte ich mein Haus verkaufen (oder belasten) müssen, nur um die Erbschaftssteuer zahlen zu können. Es ist nur ein Haus (das ist der Fehler ... 30+ wären steuerfrei), und es ist nach dem letzten Gutachten ca. €200.000,- wert.
Mein aktuelles Barvermögen inklusive des Barerbes liegt bei ca. 25k. 10% Erbschaftssteuer hätte ich mir leisten können ... gerade so. Bei jeder höheren Quote wäre dieses Erbe für mich zu einer nicht stemmbaren Belastung geworden.
Die Steuerfreibeträge schützen auch kleine Vermögen ... diese würden sonst nämlich bei jedem Erbfall kleiner werden und letztlich verschwinden.
Und das in einer zeit, wo man durch ganz normale Arbeit kaum ein Vermögen aufbauen kann.

Da wird gerade im ganz großen Stil von unten nach oben umverteilt, aber jeder, der auch nur darübner nachdenkt, ob das so korrekt ist, wird sofort als Linksextremer betitelt, muss sich vorwerfen lassen, dass er ja für Enteignungen sei und noch so einiges mehr.

Es geht nicht darum, jemandem etwas wegzunehmen, sondern lediglich darum, die perversen Auswüchse einseitiger Kapitalakkumulation, wie sie dem Kapitalismus inhärent ist, etwas abzumildern. ABMILDERN und nicht auslöschen.
Und das sollte auch im Sinne der Reichsten 10% sein ... denn "lieber nur der Hut, als gleich der ganze Kopf nicht wahr?".

Wie viel Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland zahlen 42% Steuern auf ihren Lohn ... sind es mehr als 50% dann ist das definitiv nichts, was man als Spitzensteuersatz bezeichnen sollte.
Fakt ist, dass der Steuerfreibetrag zur Einkommensteuer nur ganz knapp über dem liegt, was ein Singlehaushalt vom Jobcenter bekommen kann.
Entweder bist du arm ... oder du zahlst in Deutschland Steuern auf dein Einkommen. Eine steuerfreie Zone zwischen "Armut" und "kann was abgeben" ist nicht existent.
Die Progression greift viel zu früh und hört ebenfalls viel zu früh wieder auf.

In Punkto Lohngerechtigkeit sehe ich nur einen Weg. Einen Lohndeckel bei Faktor M x Y wobei M den Mindestlohn darstellt, und M x Y den maximal möglichen Spitzenlohn markiert. Beträgt der Mindestlohn 12,50 die Stunde, dann darf der höchste Lohn z.B. (das ist rein exemplarisch gedacht) die 125,- pro Stunde nicht überschreiten (in dem Fall wäre Y=10 ... das kann man natürlich auch höher ansetzen).
Momentan gibt es in diesem feld Fast alle Faktoren zwischen 1,1 und 10.000 ... Ersteres ist wohl zu gering für eine obere Schranke ... letzteres ist aber definitiv sehr viel zu hoch und durch nichts zu rechtfertigen.
Der einzige Grund dafür ist "der Markt gibt es eben her".

Höhere Arbeitszeiten machen dieses Ungleichgewicht auch nicht wieder wett, denn bei einem Jahresgehalt oberhalb der 1,2 Millionen muss man schon davon ausgehen, dass dieser Mensch 24/7 an 365 Tagen im Jahr für das Unternehmen aktiv ist, und landet dennoch bei einem Stundenlohn von satten €137,- pro Stunde.
Und das ist in den oberen Etagen eben kein "toller Stundenlohn".
Die Frage, was diese Differenzen rechtfertigt, ist berechtigt und muss gestellt werden. Die gängige Antwort "der Markt gibt das eben her" ist unbefriedigend, denn der Markt gibt auch so schäöne Dinge wie Kinderarbeit, Lohndumping und hoch entlohnte Umweltzerstörung her, wenn ein Staat es nicht gebacken kriegt, dagegen Gesetze zu erlassen.
Dass der Markt etwas hergibt, ist kein Indiz dafür, dass es richtig ist.

Und wo bitte tritt ein Unternehmer mit seinem Privatvermögen für seine eigenen Fehlentscheidungen ein?
Wenn, dann wird überall im Unternehmen gespart, bis die Schwarte kracht, nur damit die Eignerfamilie ihre gewohnte Dividende kassieren kann (gerade wieder bei VW zu beobachten).
Im Schlimmsten Fall führen Fehlentscheidungen zum vorzeitigen Vertragsende mit fetter Abfindung.
GmbH steht für "Gesellschaft mit beschränkter Haftung". Eine solche Unternehmensform haftet grundsätzlich nur bis zu ihrer Einlage. Die Gründer einer solchen Unternehmung haften mit 0% Privatvermögen. Diese Gesellschaftsform wurde ins Leben gerufen, um die Privatvermögen der Unternehmer zu schützen. Eine GmbH minimiert das private Risiko derer, die für die Einlage aufkamen, mit der das Unternehmen haftet. Ist ja auch logisch ... wenn einen eine Beteiligung zwar reich, aber auch arm machen kann, dann überlegt man sich doch dreimal, ob man sein Geld nicht lieber woanders anlegen will.
So viel Risiko wollen auch Superreiche dann lieber doch nicht eingehen.
Lasst euch hier keine Bären aufbinden.
 
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Samurai76 schrieb:
Aber die Erben, die eigentlich nichts gemacht haben und evtl nicht mal Ahnung vom Geschäft.
Sie halten das Geschäft am Laufen in dem diese Leute Einstellungen wiederum lohn steuer zahlen, und den laden am laufen halten.

Außerdem zahlt diese Firma auf jeden € Gewinn steuern.
Gewerbe Steuern werden auch fällig.
Die andere Hälfte der Steuern & abgaben die auf deinem lohnzettel fehlen zahlt diese auch.

Solidaritäszuschlag auf die Körperschaftsteuer wurde auch nich nicht abgeschafft.

Nach all diesen Steuern wenn Gewinn übrig bleibt und die sogenannten Dividenden dann letzlich den Firmen Besitzer erreichen, muss dieser 25% nochmals an steuern bezahlen.

Und trägt immernoch das Risiko
einer Firmen pleite.

Übrigens es war noch nie so einfach wie heute sich firmen anteile selvst zu kaufen und auch angeblich leistubgsloses einkommen zu bekommen. Egal ob es in form von etfs oder einzelaktien ist.
Jeder hat diese Möglichkeit, in Deutschland sparen aber die menschen sich wie bereits vor ner weile hier im thread geschrieben selbst arm, weil diese gerade nicht invesiteren, sondern ihr geld auf konten liegen lassen die zinsen unterhalb der inflation bringen.
Ergänzung ()

DerOlf schrieb:
Ansonsten ... jaja ... Enteignungen.
An welchen Formulierungen machst du eigentlich fest, dass hier nicht zwischen liquiden und nichtliquiden Finanzmitteln unterschieden wird?
Weil Vermögen alles beinhaltet

Alles vom Gebäude bis zur letzten Schraube inklusive patente
Sonst würden hier nixht Leute neidisch auf aktien stände irgendwelcher Firmen Besitzer blicken, den die beinhalten nunamal alles, egal ob liquide oder nicht.
Also :
Fakt es wird nicht unterschieden


DerOlf schrieb:
Eine GmbH minimiert das private Risiko derer, die für die Einlage aufkamen,
Sie limitierten den Schaden auf das eingesetzte eigenkapital, dass man im übrigen nicht so einfach abziehen kann.

Wenn du willst kannst du übrigens jederzeit eine eigene GmbH gründen. Dafür benötigt man nur 12 500€ direkt zur gründung, wobei das stammkaptial an sich 25 000€ sein soll, und du kannst deine Firmen Idee verwirklichen, dass müssen übrigens nicht unbedingt Geldmittel sein sondern können auch Sachwerte beinhalten, z.b. eine Immobilie, ein patent etc. Mit einer sehr guten Idee kann man auch Risiko kaptial finden, solche Aktionen machen neu Gründende Unternehmen meist mit einer Bank aus, oder nutzen neuderings crowdfunding.
 
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Naja aber was würde Deutschland für 130 Euro Stundenlohn bekommen - die globale Ausschussware die weltweit keiner will.

Die meisten Unternehmen die aus D weggehen gehen doch nicht inm Diktaturen oder kaputte Gesellschaften - die gehen in Länder mit genauso intakten Sozialgefügen wie Schweiz, Niederlande, Polen etc - nur halt mit weniger Verschwendung.

Oder gehen und investieren in Länder und verbessern dort den Ist-Zustand der Bevölkerung indem sie dort oft recht gut bezahlte Arbeitsplätze bringen von denen Menschen dort dann gut leben können.

Es ist sicher extrem sozialer in Deutschland 1000 Arbeitsplätze abzubauen und in einem "armen" Land mit einem schlechteren Sozialsystem dafür 1000 Menschen einzustellen und zu beschäftigen und denen ein Leben zu ermöglichen das mehr ist als gerade mal nicht zu Verhungern.
 
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Kyouko schrieb:
Sie halten das Geschäft am Laufen
So mancher Erbe hält das Geschäft aber einfach nur aus und macht gar nichts, ausser ja und amen zu sagen und Geld zu kassieren.
Kyouko schrieb:
Fakt es wird nicht unterschieden
Du solltest in deiner Argumentation aber schon berücksichtigen, wer die Vermögensabgabe fordert und wie diese ausgearbeitet wird. Es diskutiert im Moment ja nicht mal die Regierung darüber, was soll also der ganze Scheiß mit aufregen über ungelegte Eier, die eh nie kommen werden, wei ldie CDU so viele Sonderlocken darin verteilen wird, dass der BGH wieder absägen muss.
Und evtl kommt die Regierung ja tatsächlich zum Schluß, dass Vermögensbesteuerung schwirig ist und man stattdessen doch den Spithzensteuersatz um 10%Punkte anhebt. Wenn ein Mensch 1Mio€ Einkommen hat, kommt er auch mit nur 900000k€ aus, das wird in nicht umbringen oder verhungern lassen.

Thema Steuerprogression funktioniert:
Zitat:"Das oberste Zehntel bezahlt zwar tatsächlich 32,8 Prozent aller Steuern und Abgaben, verdient aber auch 32,1 Prozent aller Einkommen (Bach etal., 2016). Die restlichen 90 Prozent der EinkommensbezieherInnenverdienen dementsprechend 67,9 Prozent der Gesamteinkommen undmüssen aber trotzdem die verbleibenden 67,2 Prozent der Steuerlasttragen. So betrachtet ist die Gesamtbelastung der reichsten zehnProzent erstaunlicher Weise kaum progressiv."
Oder anders gesagt: Bis zur Million steigt die Steuer, danach hast du genügend Schlupflöcher und kannst diese auch nutzen, damit danach die Last wieder fällt. Ja, äusserst gerechtes System.
 
Samurai76 schrieb:
wer die Vermögensabgabe fordert u
Das veiosieö mit den Aktien, ubd damit ohne jegliche Unterscheidung habt ihr gebracht, nicht ich.

Alls wart ihr es in diesem zusammen habt die gefordert haven dasa sämtliches Vermögen ohne jegliche Differenzierung als Basis des zu besteuerenden Vermögens herangezogen werden soll.

Jetzt auf einmal ruderst du zurück?
Ergänzung ()

Samurai76 schrieb:
https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahle...-in-deutschland/61772/einkommensteueranteile/

Die reichsten 10% Zahlen 55% des gesamten steuer aufkommens.

Bedeutet.
10 Leute Zahlen zusammen 100€
1einer davon zahlt 55€
Die restlichen 9 teilen sich die restlichen 45€
 
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Uzer1510 schrieb:
Naja aber was würde Deutschland für 130 Euro Stundenlohn bekommen - die globale Ausschussware die weltweit keiner will.
Du kannst dich drauf verlassen, dass diese Ware von Menschen hergestellt wird, die vielleicht nachts mal von €12.50 pro Stunde träumen.

Hier sind manchmal wirklich komische Vorstellungen der Realität unterwegs ... Deutschland muss es mindestens 2 mal geben.
Ich kenne NIEMANDEN (in Zahlen 0), der auch nur ansatzweise auf 130,- Stundenlohn kommt ... und die machen alle keine "Ausschussware" sind aufgrund ihrer Einkünfte aber dazu gezwungen, privat auf genau diese zurückzugreifen.

Kein einziges Unternehmen, investiert in Polen, weil es dort gerne Arbeitsplätze schaffen möchte.
Diese soziale Märchen kannst du dir sonst wo hin schmieren.
Man geht ins Ausland, weil man dort weniger Vorschriften hat, deren Beachtung man nachweisen muss, wodurch die Produktion billiger und die Differenz zum am Absatzmarkt erreichbaren Preis (an dem auch der Unternehmensgewinn hängt) größer wird.
Profitoptimierung. Darum gehts dabei.
 
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DerOlf schrieb:
Profitoptimierung. Darum gehts dabei.
Willkommen in der (sozialen) Marktwirtschaft die wir offiziell auch in Deutschland haben.

Wenn du keine Gewinn Optimierung möchtest beauxhst du eine grundlegende andere Form der Wirtschaft. Nur sind andere Modelle weitestgehend gescheitert in der Vergangenheit...
 
Kyouko schrieb:
1einer davon zahlt 55€
Die restlichen 9 teilen sich die restlichen 45€
Na ist doch korrekt ... der eine verdient ja auch (mindestens) das 11fache.
Betrachte es mal andersrum ... die 55,- bringen den einen nicht an den Bettelstab.
Die 9 wären aber eventuell in finanzieller Notlage, wenn sie statt €5,- plötzlich €10,- abdrücken müssten.

Kurz: willst du die neune lieber arm machen, oder dafür sorgen, dass der eine nicht ganz so schnell reicher wird?
Ich sage dir, dass letzteres sehr viel sozialverträglicher ist.
 
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