Thema Gehalts- und Vermögensunterschiede in der Gesellschaft

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@DerOlf es wurde behauptet dass der mit mehr verdienst weniger bezhalt.

Die Fakten sehen in der realität nur anders aus.
Darauf wollte ich mit der kurzen prägnanten Rechnung raus. Da die aussge dass die reichsten 10% weniger zahlen schlicht falsch ist, diese Zahlen tatsächlich, in der realität erheblich mehr.
 
Kyouko schrieb:
Willkommen in der (sozialen) Marktwirtschaft die wir offiziell auch in Deutschland haben.
Ich bin ein Freund der sozialen Marktwirtschaft ... und das "sozial" sollte dabei mMn nichtmal in Klammern gedacht werden.

Mir gings dabei um diese lächerliche Nebelkerze, dass Unternehmen beim Weggang aus Deutschland irgendwie soziale Beweggründe hätten.
Kyouko schrieb:
Die Fakten sehen in der realität nur anders aus.
In deiner Realität.
Ich klamüsere dir dein Beispiel nachher gerne noch auseinander, und zeige dir dann, dass es nur in einem einzigen Fall ungerechtigkeit zeigen würde. Diesen einen Fall kann ich noch schnell beschreiben, bevor ich zur Arbeit muss.

Alle 10 haben exakt das gleiche Einkommen ... nur in diesem Fall wäre die verteilung wirklich ungerecht.
Setze ich die aktuellen Steuersätze an, und beginne zu rechnen, dann stelle ich schnell fest, dass der eine ein mindestens 11 mal so hohes Einkommen erziehlt, wie die anderen 9. Und in dieser Betrachtung werden dann tatsächlich alle gleich belastet.

Gerade habe ich nicht die Zeit, das detailliert zu berechnen, aber das werde ich ab 22:30 nachliefern.
 
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Kyouko schrieb:
Die Fakten sehen in der realität nur anders aus.
Dann halt noch einmal, hier: Ja, absolut betrachtet hast du Recht. Mehr Einkommen=mehr Abgaben. Aber in meiner Quelle die Abbildung 2 zeigt sehr schön, alle Abgaben zusammen haben ihren Spitzenwert bei 70k€ Einkommen, ein Haltepukt bis 120-130k€ und danach sinkt die Abgabenlast. Ab 130k€ Jahreseinkommen zahlst du relativ betrachtet weniger Steuern.
 
Na da bin ja gespannt

Einer mit einem verdienst von 3000€ brutto zahlt 300€ Lohnsteuer dass ist eine Belastung von 10%
Jemand mit 100 000€ brutto im Monat zahlt 42 000€ lohnsteuer was einer Belastung von 42% ergibt.

Zahlen gerundet.


10% sind weniger als 42% und nicht mehr

Zusätzlich zahlt der mit dem hohen brutto im westen nochmal SolidaritätZuschlag, denn für diesen ist selbiger nicht abgeschafft worden.


Bei kaptial Erträgen dürft ihr übrigens nixht den Fehler machen nur die sichtbare steuer zu sehen, der Gewinn wurde ja bereits versteuert vom Unternehmen, Stichwort doppelbesteuerung, weswegen man das alte komplexe zeitaufwendige Verfahren durch eine pauschale ersetzt hat, übrigens auf kaptial Erträge zahlt man prinzipiell den Soli.
Das hat aber ohnhin erstmal nix mit der lohnsteuer und der steuerprogression die für die lohnsteuer gilt zu tun.

 
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Ohb dm esws,s3.lxsd.ß´üs.-3.,pü,sd
DerOlf schrieb:
Kein einziges Unternehmen, investiert in Polen, weil es dort gerne Arbeitsplätze schaffen möchte.
Diese soziale Märchen kannst du dir sonst wo hin schmieren.
Man geht ins Ausland, weil man dort weniger Vorschriften hat, deren Beachtung man nachweisen muss, wodurch die Produktion billiger und die Differenz zum am Absatzmarkt erreichbaren Preis (an dem auch der Unternehmensgewinn hängt) größer wird.
Profitoptimierung. Darum gehts dabei

Was ist wohl wichtiger und sozialer einen Deutschen vor Bürgergeld zu bewahren in dem seine Existenz trotzdem unbegrenzt gesichert ist oder einem Menschen zu ermöglichen durch seine Arbeit sein eigenes und das Leben seiner Familie zu sichern?

Denn genau das geschieht bei Unternehmensverlagerungen halt man sichert oder schafft die reale Existenz von genauso wertvollen Menschen, wie es Deutsche sind.

Ja und andere kennen niemand die Mindestlohn verdienen oder Bürgergeld beziehen und keine 2 neuen Teslas oder Porsche jedes Jahr Kaufen. Dass Menschen nur in ihrer Blase leben ist doch kein Argument für irgendwas - das ist sicher "normal" aber Beobachtungern aus der Blase sind halt nichts wert - egal aus welcher.

In der (Spitzen-) forschung bestimmen halt Länder wie USA und zunehmend Asien die Gehälter - wer da nicht mithalten kann der hat sicher irgendwann keine Produkte mehr die die Arbeiter herstellen können.
 
MrMorgan schrieb:
Aber so läuft nunmal unsere Welt, es geht einfach rein um Kohle. Und mehr Kohle, und noch mehr Kohle
So ist es. Das ist nun mal Fakt und daran wird sich so schnell nichts ändern.

Es sei denn, der Mensch stirbt aus und wird durch eine intelligentere Spezie ersetzt.
Da bleibt wohl nur das Prinzip Hoffnung.:p
 
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naja die Kohle ist doch nur ein anderes Wort für mehr Möglichkeiten haben, denn genau das ermöglicht die ja - das wird sich vermutlich mit keiner Spezies ändern.

Das interessante an Geld ist nicht der Geldwert - das nur eine Zahl - sondern was man damit machen kann wenn man will.

Das ist halt ein Grundprinzip von allem Leben - egal ob mit Bewusstsein oder ohne - siehe Darwin survival of the fittest - also wohl ein Naturgesetz.
 
Kyouko schrieb:
Übrigens Rechtschreibung hat nix mit wisen oder Intelligenz zu tun.
Nö.
Heutzutage ist das blanke Faulheit.
Jede Rechtschreibkorrektur kann das blitzartig, auch die hier im Forum oder im Browser.

Jeder macht Fehler beim schnellen Absenden, ohne auf die roten Striche zu achten, aber Deine Beiträge sind ganz schlimm.

Ja, ich weiß, die Anrede groß ist Absicht.

Kyouko schrieb:
Jede weitere Bemerkung in Sachen Rechtschreibung nehme ich künftig als beleidigung und Diffamierung auf.
Solange Du nicht weißt, wie man Beleidigung richtig schreibt, ist das völlig witzlos.

Kyouko schrieb:
Wobei ich persönlich durchaus gut finden täte wenn Mobilität bis zum Ende einer Ausbildung, Studium, bzw. Bis 21 Jahre (sofern nicht Ausbildung/studium) mit den öffis gar kein Fahrpreis erhoben wird.
Du willst also Zustände, wie zu meiner Lehrzeit (5.- Mark pro Monat für Bus und Bahn)?
Respekt!
 
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Kyouko schrieb:
Einer mit einem verdienst von 3000€ brutto zahlt 300€ Lohnsteuer dass ist eine Belastung von 10%
Jemand mit 100 000€ brutto im Monat zahlt 42 000€ lohnsteuer was einer Belastung von 42% ergibt.

Zahlen gerundet.

10% sind weniger als 42% und nicht mehr

Zusätzlich zahlt der mit dem hohen brutto im westen nochmal SolidaritätZuschlag, denn für diesen ist selbiger nicht abgeschafft worden.

Top Beispiel, ich glaube wir verlaufen uns alle ein bisschen in dieser Diskussion. Niemand will dem mit 100k Einkommen alles wegnehmen und den Anderen in die Hand drücken ... darum geht es ja gar nicht.

42% ist mehr als 10% ist schon klar und es ist auch jedem klar, dass die Reichen viel mehr Steuern zahlen als die Armen, aber wenn du bei den übrigen 2700 EUR noch Miete und sonstige Kosten ansetzt, wieviel bleibt dann noch übrig? Und die Mieten lassen sich heute nicht mehr beliebig drücken. Egal wo man schaut, sie sind extrem gestiegen (Altbestände mal außen vor).

Dem Reichen in deinem Beispiel bleiben 58k übrig. Selbst bei einer miete von 20 000 EUR im Monat sind das dann nur 34% des Nettoeinkommens. Und es bleiben dann immer noch 38K übrig für den Rest. Geht der normale Angestellte jetzt für 100 EUR einkaufen sind das ca. 6% seines restlichen Einkommens (gerechnet mit 1000EUR Miete). Für den anderen sind das 0.2% also ungefähr so als hätte der Andere (mit 3k Einkommen) 20 Cent für den Einkauf bezahlt.

Jetzt kann mir keiner erzählen, dass hier eine Existenz zerstört wird, weil oben ein bisschen mehr abgeschöpft wird. Das Geld muss dann allerdings auch entsprechend verwendet werden. Bringt ja auch nix, wenn es dann für Gehälter der Staatsbediensteten verwendet wird ;-)
 
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DerOlf schrieb:
Beschäftigten in Deutschland zahlen 42% Steuern auf ihren Lohn ...
Relativ wenig. Es ist aber auch „lustig“ das ich mit meinem aktuellen Bruttoverdienst zu den 20 % Einkommensstärksten gehöre und noch nicht mal 6 stellig bin.
Kyouko schrieb:
Die reichsten 10% Zahlen 55% des gesamten steuer aufkommens
Liest du überhaupt deine Quellen oder pickst du dir nur das raus was dir in der Regel gefällt?

Da geht es um die Einkommenssteuer und nicht die gesamte Steuer.

Und zum Rest deiner Beiträge: die Familie Quant gehört zu denn Familien, die gerade in der NS-Zeit ein Teil ihres Vermögend durch, nennen wir es mal kreative Umverteilung gemacht hat.

Und wenn man vor nun knapp 3 Generationen das Glück hatte eine „brauchbare“ Investition zu tätigen, berechtig das Heute dann dazu, dass man mehrere Miiliarden an Gewinn ohne jedes weitere Risiko bezieht?

Wobei mir das am Ende sogar egal wäre. Mir geht es eher darum, dass die Vermögen der oberen 1 % der Gesellschaft eben nicht aufnähen Leistubg beruht - gerade in Deutschland nicht - sondern auf Privilegien der Kaiserzeit und später der NS- Zeit und diese Menschen sehr oft etwas davon faseln, dass sich Leistubg lohnen muss, was so aber nicht stimmt.

Und das sehe ich jedes Jahr bei meiner Steuererklärung: das Glück ein Erbe durch meinen Vater gehabt zu haben wird heute wesentlich schwächer besteuert als meine Arbeit.

Ich spiel dieses Spiel zwar mit. Gleichzeitig finde ich es allerdings Albern. Ich kassiere im Jahr einen ordentlichen Batzen an Geld ohne dafür was zu tun. Das ist „Dekadenz“.

Und das hat nichts mit Neid zutun, sondern der Tatsache, das ich sehr wohlndem Prinzip folge: wer was leistet soll verdienen.
 
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Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt vollends. (Otto von Bismarck)


Die Frage ist doch wollen wirklich alle "Vermögen" wirklich aufbauen und was definieren sie als eben dieses?
Einigen ist es wichtig DAS Eigenheim zu besitzen, andere definieren sich über Konsumgüter wie Auto, Smartphones (jedes Jahr Pro Max Ultra Lightspeed) oder die neuste Traumreise.

Dann ist es wiederum DAS Vermögen was man besitzt. Aber sind jetzt 250.000 € auf dem Konto mehr wert als eine geschätzt Immobilie im gleichen wert? Was nützt mir das Geld rein technisch auf dem Konto, gebe ich es für Konsum aus ist es umgewandelt "weg". Die Immobilie ist es nur "wert" wenn ich sie verkaufe, was mich wiederum zum Barvermögen führt. Andererseits bedeutet die Immobilie (vermietung) ständiges "Risiko" und ständige Einnahmequelle.

Finde ich es schlimm das die "Schere" zwischen arm und reich (was ich per se schon mal schwer zu definieren finde bis zu welchem Punkt man arm ist und ab welchem punkt man reich ist) auseinander geht? Grundsätzlich nicht. Können und sollten wir was an beiden enden etwas tun? Auf jeden Fall.

Wenn wir das Prinzip Kapitalismus und Marktwirtschaft (ob sozial oder nicht) verfolgen, wird es immer Menschen geben die darin aufgehen und darin untergehen. Das ist dem Grundsatz geschuldet. So wie es im reinen Sozialismus keinen Klassenkampf gibt, weil alle gleich viel und gleich wenig haben.

Ein Mindestlohn wird nie vor Altersarmut im Kapitalismus schützen. Setzt man ihn bei 60% des Medianlohns fest und ziehen die anderen Löhne an, wird er notgedrunken immer von unten nachsteuern und die anderen vor sich her hochtreiben.

Aber anstatt die Frage zu stellen "wie kann ich von meinem Lohn ein Vermögen aufbauen?" sollten wir uns eher die Frage stellen, "warum tut es das nicht jetzt schon". Wir wissen das die Hauptausgaben in den unteren Einkommensgruppen Miete / NK und Lebensmittel sind. Lebensmittel wird einigermaßen schwer, ja 7% oder 0% könnten helfen, bringen aber total gesehen keine großen Beträge (50-70€ im Monat maximal, wirklich maximal). Miete und NK dagegen schon.

Ich verstehe z.b. nicht den gern genannten Punkt nicht "Es fielen im letzten Jahr 26.000 Wohnungen aus der Sozialbindung.". JA technisch tun sie das, müssten sie aber nicht. Der Gesetzgeber könnte ohne weiteres hier einschreiten und die Wohnungen weiterhin günstig anbieten (staatliche oder staatsnahe Gesellschaften). Mit WBS und Mietendeckel etc. . Wenn das richtig läuft denke ich haben die wenigsten Menschen etwas dagegen.
Dafür bin ich auch gerne bereit Steuern zu bezahlen, damit ärme Menschen eine günstige Wohnung bekommen. Warum nicht.

Aber mit ehemaligen Sozialwohnungen nun Geld zu verdienen und dann den privaten Investor auffordert bitte Geld zu geben, damit er in 30 Jahren anfangen kann Renditepläne zu erarbeiten ist heute nicht wirklich ein Pullfaktor.

Es ist auch richtig das wir Vermögen unterschiedlich besteuern. Dabei muss man aber auch bestimmte Hintergründe beachten. Bei Kapitalvermögen war es 2009 der genial kniff 25% zu erheben um an die Schweizer Vermögen zu kommen. Super Idee damals. Es hat sich aber danach niemand mehr getraut an diesem Übergangsmodell weiter zu arbeiten. Mit dem heutigen Datenabgleich wäre das alles kein Problem mehr auch Kapitalerträöge mit dem persönlichen Steuersatz zu belegen. Ob man da SV Beiträge drauf entrichten möchte geschenkt. 7-8-9 Steuererhebungen (Schaumweinsteuer z.b.) streichen, dafür bei der bewussten Steuerhinterziehung gezielter eingreifen bringt auch was. Selst eine Vermögenssteuer halte ich für leicht überflüssig, wenn wir bei der Unternehmsfortführung etwas gezielter besteuern.
Den Soli in einen Umweltsoli umwandeln, der gezielt dazu genutzt werden kann, das "arme" Familien damit entlastet werden, wenn sie bestimmte Kosten haben (Balkonkraftwerk, eigenheim umbau etc)

Sprich der Staat (unsere Politik) hat bereits das Wissen und Mechaniken um gezielt ärmeren Menschen zu mehr Vermögen oder zumindest den Grundlagen dessen zu kommen. Einzig er möchte es wohl nicht wirklich. Ob das jetzt gezielte Politik von bestimmten Parteien oder Politikern ist oder entsprechender Lobbismus, das ist mir egal. Zumindest herrscht nicht der ganzheitlicher Wille dahinter das wir diesen Umbruch wollen.

Was mich wieder auf das Zitat zurück kommen lässt. Selbst wenn wir es denn wirklich wollten, was wäre denn die Folge? Würden bei allen geschaffenen Voraussetzungen die Leben aller besser werden? Würde es nicht immer noch ein "gefälle" geben, welches als Negativ betrachtet werden würde? Das hält mich nicht davon ab den Status Quo als akzeptabel zu erachten. Ich bin nur der Überzeugung das wir als Gesellschaft selbst nicht untätig sein sollten, die "Schuld" nur auf auf Politik und Reiche abzuladen und sich selbst aus dir Affäre zu ziehen ist die billigste Lösung. Wir sollten auch mal wieder vermeintliche "einfache " Arbeit wieder viel mehr wertschätzen. Gastronomie , das also jemand FÜR UNS kocht ist etwas besonderes. Das sollte uns viel mehr wert sein. Dienstleistungen die wir regelmäßig in anspruch nehmen (Bäckereien, Friseur, Medizin etc) ist in gewisserweise Luxus. Diese Berufe sollten mehr verdienen, sowohl an Anerkennung als auch in barer Münze. Nicht in dem Bereich wo es die ärmere Hälfte der Gesellschaft betrifft, sondern in dem Bereich der sich das locker leisten kann. Allzuoft erlebe ich es wie abwerten Leute auf solche "niedere" Berufe schauen. "Wer nichts wird wird Wirt"..... Was soll so was? Warum kämpft wohl diese Branche mit Fachkräftemangel? Warum ist die Bezahlung schwierig? Weil es uns (die es sich locker leisten könnten) wohl nicht mehr das wert ist.

Wenn wir das Vermögen von oben nach unten "verschieben", wird sich nichts daran ändern, das wir die gleichen Probleme der aktuellen Wirtschaft weiter behalten. Ich gehe sogar davon aus, dass es in Zukunft noch schlimmer wird.
 
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DevPandi schrieb:
Da geht es um die Einkommenssteuer und nicht die gesamte Steuer.
Es ging ja auch um die steuerliche Gestaltung die durch die Steuer Progression muss, das ist nunmal der lohnsteuer Anteil.

DevPandi schrieb:
berechtig das Heute dann dazu, dass man mehrere Miiliarden an Gewinn ohne jedes weitere Risiko bezieht?
Denkfehler!
Eine firma hat immer ein Risiko
Jederzeit
Ob sehr große, oder kleine Insolvenzen und Pleiten kann jede Firma treffen, auch Firmen verkäufe oder Verlagerung gab es schon häufig.

Es muss ja auch keine komplette pleite sein wie bei wirecard, oder schlecker mit Skandalen, es kann auch sang und klanglos untergehen wie Praktiker oder Südmilch.
Oder eben von einem Konkurrenten geschluckt werden.
Oder massiv an Wert verlieren, viele der ehemaligen top Dax Unternehmen von vor 40 Jahren sind dort nicht mehr, um genau zu sein finden sich seit start des indexes 1988 nur noch 11 Unternehmen dort alle anderen wurden ersetzt, durch andere.
 
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Kyouko schrieb:
Denkfehler!
Eine firma hat immer ein Risiko
Jederzeit
Frau Klatten besitzt und leitet keine nennenswerte Firma, aus der sie Geld bezieht. Und ihr Vermögen kommt zum überwiegenden Teil aus Erbschaft, nicht aus unternehmerischer Arbeit. Sie besitzt Anteile an Firmen und „ihre“ Firmen dienen allein der Verwaltung dieser und erzeugen selber keinen Gewinn und Mehrwert. Und Aktien kann sie jederzeit abstossen. Hier besteht quasi keinerlei unternehmerisches Risiko mehr.
Einen Denkfehler hast alleinig du hier und argumentierst hier mit etwas, dass überhaupt nicht auf den genannten Fall zutrifft.
 
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Janush schrieb:
aber wenn du bei den übrigen 2700 EUR noch Miete und sonstige Kosten ansetzt, wieviel bleibt dann noch übrig? U
Es ging um steuern.
Nichr mehr und auch nicht weniger.
Das Wohnen und die Mietpreise hat erstmal nix mit der steuerlichen Gestaltung zu tun.

Die extrem hohen Mieten sind von unsrer Politik mit zu verantworten.
Das fängt bei der Gestaltung von Flächen an, wo sind Gewerbe Gebiete wo Wohngebiete, wie attraktiv gestalte ich eine Stadt (Bildungs, freizeit Möglichkeiten, öffis usw)
Geht dann darüber wie attraktiv ich für Arbeitgeber bin (Grund & Gewerbe Steuer, bebeaungspläne, Genehmigungen usw)
Der wohnungs Markt, funktioniert erst richtig gut wenn ein gewisser Prozentsatz aller Wohnungen frei also unvermietet sind, 5% sind das die frei sein müssen.
In vielen sehr teuren Gebieten wie München, Stuttgart, Berlin usw. Sind wir weit unter dieser quote.
Unsere poltik hat die Städte wohl zu attraktiv gestaltet, ohne dafür zu sorgen dass diese Stätte ausreichend wachsen können (es gibt sowohl Vorschriften was die bauhöhe angeht als auch wo gebaut werden darf).

Dann gibt es was Wohnungs Bau teurer macht auch hohe Auflagen für die jeweiligen Bauherren die bauen wollen. Würden wir zurückkehren zu einfacheren baustandarts, wäre es auch deutlich günstiger zu bauen.
Die zu erwarteten mietrenditen sind großteils schlecht, Baugrundstückspreise, Handwerkerkosten, usw.
Wir haben noch Glück dass ein Großteil des Bestandes (mehr als 50%) privat vermietet werden, diese rechnen sich die mietrenditen oft nicht aus, oder betreiben die Gebäude teils auch auf Verschleiß und investieren nur noch in reperaturen und sanieren nicht mehr.
Ergänzung ()

Erkekjetter schrieb:
dienen allein der Verwaltung
Auch eine Verwaltung ist eine Arbeit.
Der staat verwaltet übrigens auch. Wenn du letzteres als überflüssig einstufst können wir dass ja auf Staatsebene auch einstellen.
 
https://www.welt.de/wirtschaft/arti...au-in-Deutschland-drastisch-eingebrochen.html

Naja besonders attraktiv ist der Wohnungsbau in D offensichtlich nicht - es baut bald niemand mehr.

Der Rückgang von 5-10% kommt halt auf den Rückgang von 2024 oben drauf und der auf den Rückgang von 2023 und der auf den Rückgang von....

Der Wohnungsbau in D ist halt tot - wer in Immobilien investiert macht das offensichtlich lieber irgendwo anders, geht natürlich heute dank Internet und Aktien oder anderen Finanzprodukten wie Beteiligungen etc problemlos - weltweit.

Wenn die Baustarts seit 2022 um 85%(!) gefallen sind bleiben sicher eh fast nur noch 15% staatliche/kommunale/kirchliche etc wie Wohnheime übrig.
 
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Das Interessante ist, dass gerade bei den eher niedrigeren Einkommen es deutlich leichter ist Mittel und Wege zu finden sie zu entlasten, da hier schon ein paar Hundert im Monat einen großen Unterschied machen.

Es gibt leider genügend Erwerbstätige, bei denen alleine das Dach über dem Kopf circa ⅓ des Einkommens kostet.

Alleine diesbezüglich gibt es zahlreiche Probleme: Mit dem Dach über den Kopf von Anderen wird systematisch Geld verdient (und nein, damit meine ich nicht die kleinen Fische), der Staat hat unzählige Wohnungen privatisiert, es werden nicht ausreichend Wohnungen gebaut (mehr Angebot bei gleicher Nachfrage = sinkende Preise plump gesagt), wenn welche gebaut werden, sind es häufig Luxuswohnungen und leerstehende Gebäude werden gezielt leer gelassen, um damit zu spekulieren.
 
Das aber der Markt tot ist heisst niemand sieht das als lukrativ an da noch was zu investieren - und ein Markt der 85%(!) fällt, der ist tot und zwar extrem komplett tot.

Die die bisher in D in Immobilien tatsächlich investiert haben machen das offensichtlich nicht mehr, weil sie das für kein gutes Geschäft halten.

Wenn praktisch ALLE bisherigen Investoren nichts mehr in eine Sache investieren obwohl Bedarf da wäre dann weiss man das ist wohl kein gutes Investment.
 
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Kyouko schrieb:
Es gibt einen Unterschied zwischen einer Vermögens abgabe, also der Enteignung aus bereits im Besitz befindlichen Gegenstände. Die ixh grundsätzlich ablehne. Dazu zählen, Immobilien, Firmen, und Inventar Gegenstände.
Richtig. Und wie wird am Ende getrickst? Genau mit diesen Instrumenten.

Stell dir mal ganz vereinfacht vor, dass es im finanziellen Aspekt für jedes hier lebende Individuum folgenden (wir befreien es zu Vereinfachungszwecken von jeglicher Moral) Grundsatz gäbe:

Zahle so wenig Steuern wie möglich, behalte von deinem Einkommen, deinem Hab und Gut so viel wie möglich.

Was glaubst du, welcher Kreis und welche Individuen hier die stärksten und effektivsten Instrumente dazu hätten? Was glaubst du, wer dieses Rennen gewinnt? Der durchschnittliche Arbeitnehmer, der ein bisschen Werbungskosten in seiner Steuererklärung abgibt oder hier und da nen Furz von irgendwelchen Versicherungen angeben kann, oder eher jener, für den es massenweise Schlupflöcher, Tricks mit Firmen-, Holding-, Immobilien- und Hastenichtgesehenkonstrukte gibt, wo er Gelder hin- und herschieben, parken, "schenken" und sonstige Mechaniken nutzen kann? Und das mit jenem Maß, dass von mehr immer mehr und mehr wird.

Kyouko schrieb:
Ein Manager, ceo, oder ähbliche posten bezeichnungen, trägt die Verantwortung für alle anderen Mitarbeiter des Betriebes, und ist auch dafür verantwortlich risiken einzuschätzen und ist damit unmittelbar dafür verantwortlich durch seine Entscheidung ob das Unternehmen gewinne erzielt oder pleite geht. Der "wert" wie du es nennst kann daher durchaus das 62 fache sein.
Was sind denn die Konsequenzen für solch einen Manager, wenn er mal Mist baut? Haftet der mit seinem Privatvermögen, wenn wegen ihm jetzt 500 Leute entlassen werden oder die nächste Periode weniger oder keine Gewinne abwirft, oder gar Miese macht? Was für ein Risiko geht er denn wirklich ein? Dass er zu seinen Mios keine weiteren Mios mehr anhäufen konnte? Dass er später kein CEO von einem noch fetteren Konzern werden kann?

Wenn eine Pflegefachkraft gekündigt wird, macht sie sich erstmal Sorgen um ihren Lebensunterhalt und stürzt nach kurzer Zeit vielleicht direkt in Schulden rein, wenn nicht rasch ein neuer Arbeitsplatz gefunden wird. Der Arzt macht sich Sorgen um seine Zulassung (auch wenn er jetzt nicht zu den Armen gehört). Es gibt so viele andere Beispiele, doch man braucht sie nicht alle aufzählen, nur um foolgendes klarzustellen:

Maß des getragenen Risikos oder der Verantwortungsbereich sagt nichts über die tatsächlichen, finanziellen Konsequenzen für das Individuum selbst aus!

Selbst wenn wir mal so Härtefälle nehmen, wie Martin Winterkorn (VW Diesel Skandal): Der Typ hatte noch Rentenansprüche von 28 Mio. € und hat während seiner Zeit schätzungsweise um die 120 Mio. € verdient (Jahresbrutto lag um die 15-17 Mio. € Brutto). Wegen des Skandals musste er rund 11 Mio. € abgeben und niemand weiss, ob es wirklich direkt aus eigener Tasche kam oder über eine Versicherung (sehr wahrscheinlich). Und das war wie gesagt ein Härtefall gewesen, wo es um Beschiss im großen Stil ging. Was mit den, die einfach nur nen "schlechten" Job machen? Anno 2002 musste Ron Sommer von der Telekom gehen, weil er die Strategie mit den T-Aktien verfehlte. Er erhielt ne Abfindung von 11 Mio. €. Jürgen Schrempp musste nach der Fusion DaimlerChrysler "gehen wollen", erhielt 10 Mio. € Abfindung. Klaus Zumwinkel von der Deutschen Post bekamm wegen Steuerhinterziehung 2 Jahre auf Bewährung mit Geldstrafe. Er ist weiterhin Multimillionär.

Was für ein krasses Risiko sie doch alle eingegangen sind. Rosinen? Recherchiert selber, es gibt genug Beispiele. Sei es in der Businesswelt, oder gar in der Politik.

Und hört endlich auf die ungerechte Verteilung bzw. die ungerechte "Bedienung" mit Begriffen wie Leistungsfähigkeit oder Risikobereitschaft zu übertünchen.

Edit: Bevor es durch den Kakao gezogen wird; Niemand möchte unterbinden, dass es reiche Menschen gibt. Es geht lediglich darum, dass alle angemessen zur Kasse gebeten werden! Entweder Leben wir in einem Jeder-für-sich Staat, was de facto ein abgabenfreier Staat und somit kein sozialer Staat wäre, oder wir leben in einem Sozialstaat, in dem alle fair behandelt werden.
 
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Nun Winterkorn ist das Kind eines Arbeiters und seine Mutter war Hausfrau, die Familie geflohen aus Ungarn. Also weder reich noch hatte seine Familie irgendwelchen Einfluss oder Macht.

Da hatten sicher viele der Menschen die heute weniger verdienen 10x bessere Startbedingungen - nur halt nichts aus ihren riesen Startvorteilen gemacht, wenn es um's Gehalt geht.
 
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@Uzer1510 Das Thema ist aber nicht, welche Startbedingungen Person X hatte. Es sei denn; Die Startbedingung ist für dich ein Maß, wie der Staat diese Menschen zur Kasse beten sollte und/oder welche Mechaniken sie später nutzen dürfen..
 
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