Thema Gehalts- und Vermögensunterschiede in der Gesellschaft

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Natürlich ist das entscheidend

Denn das ist nunmal ein Indiz andere mit sehr viel besseren Startbedingungen hätten vermutlich auch mehr in einer Form beim Gehalt erreichen können - wenn sie wirklich gewollt hätten.

Dass Winterkorn die vielen anderen die im Vergleich zu ihm mit dem goldenen Löffel im Hintern geboren wurden (z.B. keine Flüchtlinge die damals sicher nichts hatten) hinter sich gelassen hat zeigt halt warum er so viel verdient hat.

Am Ende ist halt jeder auch zu einem grossen Teil selber verantwortlich was er aus einem Leben macht und was seine Ziele im Leben sind - und wenn er sich beklagt was daraus geworden ist natürlich muss man dann auch schauen was haben andere erreicht die schlechtere Startbedingungen hatten.
 
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Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
Eine Person "verdient" keine bevorzugte Behandlung im Sinne von Abgaben bei Reichtum, nur weil er vergleichsweise schlechtere Startbedingungen hatte. Mit der Logik kannst du sogar jedes Steuerhinterziehungsschlupfloch rechtfertigen.

Wo landen wir denn jetzt noch? Abgaben in Abhängigkeit von Startbedingungen vor (Super)Reichtum? Was kommt dann als nächstes? Dass der Urgroßvater ein Sozialhelfer war, und deshalb die 30 Mrd. seines Sohnes, die an den Enkel gingen, nicht angerührt werden?
 
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Häh er zahlt doch schon deutlich mehr Steuern? Es ging um die Höhe des Verdiensts

Wer viel bessere Startbedingungen hatte und dann rumjammert dass andere mit viel schlechteren Startbedingungen mehr in irgendeinem Aspekt - z.B. hier Gehalt - aus ihrem Leben gemacht haben als er selber das ist halt einfach etwas schräg.

Auch ohne den VW Job hätte Winterkorn als promovierter Akademiker sicher in dem Fachbereich topp verdient und wäre fast garantiert im (oberen) Management irgendwo gelandet.

Er hat halt trotz schlechter Startbedingungen in seine Ausbildung investiert.
 
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Uzer1510 schrieb:
Wenn praktisch ALLE bisherigen Investoren nichts mehr in eine Sache investieren obwohl Bedarf da wäre dann weiss man das ist wohl kein gutes Investment.
Vielleicht sollte dann das Dach über dem Kopf nicht primär ein Investment sein, sondern öffentliche Daseinsfürsorge im Sinne der Menschenwürde.

Entweder in staatlicher Hand oder zumindest unter öffentlicher Aufsicht.

So wie bisher wird sich halt nichts ändern, wie die ganzen Jahrzehnte davor. Das Problem ist hausgemacht. Privatinvestoren ist nicht primär daran gelegen Menschen ein Dach über den Kopf zu geben, sondern primär damit Gewinne zu machen.

Warum muss ein Dach über dem Kopf primär lukrativ sein? Warum muss ein Krankenhaus primär Gewinne abwerfen? Kapitalismus schön und gut und gehe ich auch mit, aber irgendwann ist auch mal gut.

Vielleicht sollte bei den Themen ausnahmsweise Mal ein bezahlbares Dach über dem Kopf oder der Patient im Krankenhaus Priorität haben.
 
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Uzer1510 schrieb:
Die die bisher in D in Immobilien tatsächlich investiert haben machen das offensichtlich nicht mehr, weil sie das für kein gutes Geschäft halten.
Die Rahmen bedinungen passen einfach nicht.
Bauplatz kosten (sofern überhaupt welche ausgeschrieben sind)
Kosten für die Errichtung und zu erwarteten erzielbaren Miete, passen für Privat Investoren in Kombination mit den gestiegenen Zinsen nicht mehr...

Für Privat Käufer von Grund oder privat Häusern (2/3 aller Mietwohnungen gehören keinen Konzernen!) Sind die Rahmen bedinungen für Erwerb durch die hohen Auflagen, sanieRings Rückstände usw. Auch nicht gerade gut.

Restriktive mieterrechte, erschweren zusätzlich die Entscheidung gerade bei privaten vermietern überhaupt freie Wohnflächen in den markt zu geben...

Algemein ist der Bereich Bauen und Wohnen der am stärksten staatlich regulierteste Bereich in den man invesiteren kann.
 
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Hallo

s0undjan schrieb:
Ohne eigenen Willen und Fleiß geht es nicht (außer man erbt früh), aber das alleine ist kein Garant.
Richtig, das alleine ist kein Garant.
Es ist aber Grundvoraussetzung um überhaupt etwas verändern/verbessern zu können.
Wer nicht will und faul ist hat nicht einmal eine Chance etwas zu verändern/verbessern.

s0undjan schrieb:
Bürgergeld ist das vom GG gewährte Existenzminimum,
für den Fall das man arbeitslos wird, es soll die (begrenzte) Zeit bis zur neuen Arbeitsaufnahme überbrücken, es ist nicht als dauerhafte Lebensgrundlage gedacht.
Das Problem sind nicht die Menschen die unverschuldet arbeitslos werden und dann was neues suchen, das Problem sind die Menschen die nicht arbeiten wollen.

Grüße Tomi
 
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Kyouko schrieb:
Auch eine Verwaltung ist eine Arbeit.
Du willst das absichtlich falsch verstehen oder? Klattens firmen verwalten ihr vermögen. Der staat verwaltet eine gesellschaft. Auf den eigentlichen punkt, das klattens vermögen zum großteil nicht aus ihrer leistung hervorgegangen ist, gehst du dagegen nicht ein.
 
Hallo

@Skaiy
Ich erkläre es dir sehr gerne noch einmal:
1. Diejenigen die das mit ihrem Geld finanzieren müssen das sie viel lieber selber ausgeben wollen.
2. Den Staat den es viele Milliarden kostet und dem viele Milliarden an Steuereinnahmen entgehen.

Bevor wieder kommt das es nicht viele sind:
Ich weiß das es auf dem Papier nicht viele sind, das sind aber nur die wenigen die erwischt wurden.
Das nennt man Dunkelziffer, es gibt auch viel mehr Ladendiebstähle als nur die die erwischt wurden.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Das Problem sind nicht die Menschen die unverschuldet arbeitslos werden und dann was neues suchen, das Problem sind die Menschen die nicht arbeiten wollen.
Das ist richtig, leider werden gerne alle über einen Kamm geschoren und die tatsächlich Arbeitsunwilligen sind eine sehr kleine Minderheit in Relation zu allen Bürgergeldempfängern.
Ergänzung ()

Tomislav2007 schrieb:
Ich weiß das es auf dem Papier nicht viele sind, das sind aber nur die wenigen die erwischt wurden.
Das nennt man Dunkelziffer, es gibt auch viel mehr Ladendiebstähle als nur die die erwischt wurden.
Wenn du es nicht belegen kannst, wieso behauptest du es dann? Es braucht schon mehr als ein Bauchgefühl oder ein Weltbild aus der eigenen Bubble.
 
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Hallo

@s0undjan
Ich wiederhole mich sehr gerne nur für dich:
Ich weiß das es auf dem Papier nicht viele sind, das sind aber nur die wenigen die erwischt wurden.
Das nennt man Dunkelziffer, es gibt auch viel mehr Ladendiebstähle als nur die die erwischt wurden.

Das ist kein Bauchgefühl, es ist eine Tatsache das es immer mehr Verbrechen/Vergehen (egal welche) gibt als nur die die erwischt wurden.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Das nennt man Dunkelziffer, es gibt auch viel mehr Ladendiebstähle als nur die die erwischt wurden.
Wenn man alle Kranken, Alleinerziehenden, Pflegende, Aufstocker, Kinder und Menschen in Umschulungen und Sprachkursen abzieht, bleiben nicht mehr viele übrig, die die Dunkelziffer nennenswert hochtreiben könnten.
Es deutet nichts darauf hin, das die Dunkelziffer der Arbeitsunwilligen eine relevante Zahl wäre, im Gegenteil.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/s...laesst-a-29f20d64-dcfb-4e0b-949a-57944bea0c8c
 
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Kyouko schrieb:
Restriktive mieterrechte, erschweren zusätzlich die Entscheidung gerade bei privaten vermietern überhaupt freie Wohnflächen in den markt zu geben...
Ich gebe "freie" Wohnfläche in den Markt ... allerdings kommt man da (wie an so vieles) nur durch Vitamin-B dran.

Ich nehme eine Miete deutlich unter der örtlichen Vergleichsmiete ... weil ich es mir leisten kann (komisch, bei schlappen 1000,- netto im Monat).
Mein Mieter bewohnt ca. ein Drittel der Fläche, trägt aber 75% der Laufkosten. Er bezieht momentan Bürgergeld, und zumindest im letzten Jahr hätte ich ihn auch 100% tragen lassen können ... das Amt hätte das ohne Murren gezahlt. Ich mag aber diese "Mitnahmementalität" nur sehr bedingt.
Wenn das alle privaten Vermieter so handhaben würden (einfach mal nicht so viel, wie der Markt halt hergibt, raus holen), hätten die Mieten nie in diese astronomischen Höhen steigen können. Warum nicht? Markt und so! Zwei Drittel der Wohnungen am Markt sind eine Macht und ein weniger attraktiver Mietmarkt lockt auch nicht ganz so viele Spekulanten an, die nur deswegen in Vermieterkongllomerate Investieren, weil man in Deutschland auch für eine üble und unsanierte Bruchbude ziemlich viel geld verlangen kann ... der Markt gibts halt gerade her und im Sinne des Kapitalismus wäre es doch dumm, da nicht alles mitzunehmen.


Einige andere User haben es ja auch schon versucht, aber ich löse trotzdem mal mein Versprechen ein.
Das Beispiel nochmal zur Erinnerung.
100 Gesamtaufkommen, 10 Einzahler, einer zahlt 55 die restlichen 9 zahlen je 5.
Der arme gebeutelte Reiche zahlt also 11 mal so viel, wie die anderen (die ohne ihn nichtmal einen Job hätten). Das kann man jetzt ungerecht finden ... aber zum Glück gibts da noch den Hintergrund, der etwas schwammig bleibt, wenn man NUR das Umlagesystem betrachtet. Genau das ist aber geschehen, weil sich das Beispiel ja bei den 55% des Steueraufkommens von den obersten 10% bedient.
Ich bin jetzt mal ganz gemein, und gehe davon aus, dass alle 10% ihres Einkommens gezahlt haben, wir es also mit einem "biblischen" Steuersystem zu tun haben.
Das gibt dann etwas andere Zahlen auf der Einkommensseite.

Gesamteinkommen 1.000. Wieder 10 Teilnehmer.
Einer hat 550 davon zur Verfügung, und die restlichen 9 teilen sich die übrigen 450.
Und trotzdem fühlt sich der eine ungerecht behandelt, wenn er 55 abgeben soll, während die anderen von ihren je 50 ganze 5 abgeben müssen.
Ich bin bis jetzt extrem freundlich mit deinem Beispiel umgegangen. Jeder zahlt 10% von dem was er bekommt - eigentlich OK.

Aber jetzt kommt die Realität mit ihren Lebenshaltungskosten und macht das schöne Bild kaputt.
Der Sueperreiche kann zu den selben Konditionen Lebensmittel, Energie und Wohnraum bekommen, wie der kleine Arbeiter. Bei dem gehen (irgendwer hatte die Zahl zwei mal genannt) etwa ein Drittel der Einkünfte für Wohnraum, drauf. Von den genannten 45 Zählern (5 sind ja für die Einzahlung schon weg) wären das 15.
Gesetzt den (unwahrscheinlichen) Fall, dass der Superreiche keine höheren Ansprüche an seinen Wohnraum stellt, hat er die gleichen Kosten zu erwarten.
Dann noch vielleicht ein weiteres Drittel, welches für Lebensmittel und Freizeitaktivitäten drauf geht.
die 9 haben jetzt von ihren je 45 noch 15 übrig.
Beim Einen sind es trotz der nominell viel höheren Abgaben noch immer 465 ... die kann er investieren ... oder er kann einfach das selbe Anlegen, wie der arme, und dann die selbe Anzahl Zähler wie alle anderen zusammen insegesamt hatten, einfach "irgendwie" auf den Kopf hauen.

Falls du es nicht erkannt hast ... am Ende hat der eine die 300fache Summe dessen übrig, was die 9 anderen haben .. und das nicht "obwohl" alle das gleiche gezahlt haben., sondern gerade WEIL. Obwohl er doch "nur" 11 mal so viel bekommen hat ... wie kann das denn sein?
Du darfst nicht nur betrachten, was gezahlt wurde, sondern musst auch betrachten, wovon das gezahlt wurde, und was davon sonst noch bezahlt werden muss.


Leistung sollte sich lohnen (und dieser Spruch sollte nicht von Liberalen missbraucht werden ... man sollte das schon ernst meinen). aber muss sie sich so stark lohnen, dass sie zu einem Leben in purem Luxus und dennoch ohne Sorge, dass mal irgendwann für irgendwas nicht genug Geld da sein könnte, berechtigt?

Aktuell ist das damit möglich, und das ist auch OK (die Rahmenbedingungen für Superreiche sind gerade supergut). Die Frage ist nur, ob das so bleiben muss.
Meiner Meinung nach sollte man nicht gerade jemandem in die Tasche greifen, der eine kleine GmbH aufgebaut hat, oder in dritter Generation den großväterlichen Handwerksbetrieb weiterführt. Es geht mir mehr um die wenig greifbaren und global agierenden Wirtschafts- und Finanzkonglomerate. Da werden Milliarden an allen Staaten vorbei verdient und man spielt die Staaten sogar gegeneinander aus.
"Ey ... in Irland zahl ich 0,5% ... was bietet ihr?".
Wenn man dann sagen muss "leider etwas mehr" dann ist das eben "schlecht für den Wirtschaftsstandort".
Aber so ist das eben, wenn alles (inklusive Menschen und Staaten) als Ware betrachtet wird.
 
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Tomislav2007 schrieb:
Das ist kein Bauchgefühl, es ist eine Tatsache das es immer mehr Verbrechen/Vergehen (egal welche) gibt als nur die die erwischt wurden.
Dann sollten wir sofort die Debatte vom Bürgergeld hin zu Steuerhinterziehung im großen Stil lenken, das kostet uns nämlich wesentlich mehr. Aber es lässt sich schwer nach oben treten.
 
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Hallo

s0undjan schrieb:
Dann sollten wir sofort die Debatte vom Bürgergeld hin zu Steuerhinterziehung im großen Stil lenken, das kostet uns nämlich wesentlich mehr.
Man kann und sollte über alle Probleme diskutieren, egal wie groß/umfangreich diese sind.

s0undjan schrieb:
Aber es lässt sich schwer nach oben treten.
Die linken treten nach oben und die rechten treten nach unten, so werden alle getreten.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Die linken treten nach oben und die rechten treten nach unten, so werden alle getreten
Verbal wird immer irgendwo hin getreten, was nicht sein sollte. Aber was die Taten angeht, geht es immer denen unten an den Kragen. Bürgergeld ist Dauerthema in sämtlichen Medien, Talkshows und Bundestagsdebatten, eine höhere Besteuerung der Reichen nicht, abseits von einigen Linken in den sozialen Medien.
 
Hallo

s0undjan schrieb:
Bürgergeld ist Dauerthema in sämtlichen Medien, Talkshows und Bundestagsdebatten, eine höhere Besteuerung der Reichen nicht, abseits von einigen Linken in den sozialen Medien.
Das liegt daran das die linken zum Glück nicht in der Regierungsverantwortung sind.
Nur in die TikTok Kamera lächeln und ein paar jüngere überzeugen reicht nicht aus.
So wie unsere Regierung aktuell agiert befürchte ich das die nächste Regierung eher noch schlechter/rechter wird.

Grüße Tomi
 
foofoobar schrieb:
Warum willst du bestimmte Einkommen bei Steuern und Sozialangaben privilegieren?
Warum sollte ich auf schon versteuertes und um Sozialabgaben gemindertes Geld aus meinem Nettoeinkommen erneut Steuern und Sozialabgaben zahlen müssen?

Welcher Einkommensmillionär muss denn auf seine diesbezüglichen Einlagen auch nur einen Cent Sozialabgaben entrichten?

Jeder hier schreit doch schon schon von Anfang an, dass es zutiefst ungerecht wäre, wenn man eine solche Substanzbesteuerung vornähme! Bloss beim abhängig Beschäftigten, der aus seinem Billigstlohn selbst maximal viel Vorsorge betreiben soll, scheint eine maximale Substanzbesteuerung der feuchte Traum aller zu sein. Warum darf für mich nicht das gleiche gelten, was für die Reichen und Reichsten in diesem Land auch gilt, nämlich die maximale Abgabenfreiheit dessen, was ich aus schon versteuertem und um Abgaben geminderten Einkommen angespart habe?

Stimmt, ich habe keine bezahlten Lobbyisten, die in unseren Parlamenten ein und aus gehen und an den Gesetzen mitschreiben, die sie und ihre geldgeilen Finanziers zu gottgleichen Wesen machen, denen man jeden noch so kleinen Eingriff in ihre Millionenvermögen erspart. Sollen sich halt die Deppen der Nation um die Finanzierung dieses Staates kümmern.
 
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Tomislav2007 schrieb:
Ich erkläre es dir sehr gerne noch einmal:
Also immer noch ...

Tomislav2007 schrieb:
2. Den Staat den es viele Milliarden kostet und dem viele Milliarden an Steuereinnahmen entgehen.
... Fühli Fühli.

Dann erkläre ich dir mal etwas, um bei deinem Sprech zu bleiben:
Insgesamt hatten im vergangenen Jahr etwa 5,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger die soziale Sicherungsleistung erhalten.
Etwa 800.000 Bürgergeld-Empfänger waren während des Bemessungszeitraums bereits in Arbeit, mussten jedoch ergänzende Sozialleistungen beziehen, um sich ihren Lebensunterhalt zu sichern – sogenannte „Aufstocker“.
Die sind also raus.
Rund 40 Prozent, also 1,6 Millionen Menschen, standen dem Arbeitsmarkt nicht oder nur bedingt zur Verfügung. Dazu zählen Menschen, die sich in Ausbildung oder Studium befanden, Kinder erzogen, Angehörige pflegten oder kurzfristig arbeitsunfähig waren.
Die sind also raus.
Rund 1,5 Millionen der Empfänger waren nach Angaben des Bundesamts für Familie und Soziales nicht-erwerbsfähige Kinder unter 15 Jahren gewesen.
Die sind also raus.
Weitere 1,6 Millionen Menschen, die die Sozialhilfe bezogen, standen grundsätzlich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung und verweigerten teilweise die Erwerbstätigkeit.

Ergo haben wir als Ausgangsbasis 1,6 Millionen Menschen.

Einmal zur Erfassung:
Genau ermitteln lässt sich die Zahl der sogenannten „Totalverweigerer“ nicht. Ein Sprecher der Bundesagentur für Arbeit sagte gegenüber der „Tagesschau“: „Wir können statistisch nicht auswerten, wie oft eine Minderung festgestellt wurde, weil jemand eine Arbeit abgelehnt hat."

Statistisch erfasst werde jedoch der Minderungsgrund wie die „Weigerung Aufnahme oder Fortführung einer Arbeit, Ausbildung, Maßnahme oder eines geförderten Arbeitsverhältnisses“. Dies umfasse auch Weiterbildungen und Qualifikationen, die von den Empfängern nicht in Anspruch genommen werden.

Das offizielle Resultat:
Die Zahl dieser Gruppe, bei denen der Regelsatz aufgrund von Weigerung gekürzt wurde, betrug laut Angaben der Bundesagentur für Arbeit in den ersten elf Monaten des Jahres 2023 insgesamt 13.838. Von den 1,6 Millionen arbeitsfähigen Bürgergeld-Empfänger sind somit 0,86 Prozent „Totalverweigerer“ von Arbeit oder Ausbildungen
Quelle: https://www.focus.de/finanzen/so-vi...ten_79c1bde6-f630-4911-b793-c7a7fcbaeb07.html

Zu absolut allen offiziellen Zahlen gibt es immer eine Dunkelziffer. Wie soll das auch anders sein?

Recherchiert man explizit zu dem Thema Dunkelziffer bei Totalverweigerern, ergibt es sich, dass die Dunkelziffer gering ausfallen dürfte, weil die generellen Rahmenbedingungen zur Erfassung, wie z. B. die hohe Dokumentationspflicht bei Sanktionen oder auch die Pflicht zur Prüfung VOR Kürzungen, eine erhebliche Anzahl versteckter Fälle als unwahrscheinlich erscheinen lassen.

Selbst wenn wir die Leistung aller offiziellen Totalverweigerer zu 100 % kürzen und pauschal 1.000 € pro Kopf angeben (Regelsatz + Kosten für Unterkunft), lägen wir bei 165,6 MILLIONEN €. Pro Jahr! Monatlich sind das 13,8 Millionen €.

Demgegenüber stehen fast 20 MLLIARDEN € insgesamt für die 1,6 Millionen Menschen, die nicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung standen.

Wie hoch soll bitteschön bei den strikten Rahmenbedingungen die Dunkelziffer sein, sodass wir auf deine
Tomislav2007 schrieb:
kommen?

Komplett ohne Belege und Quellen? Soll das die Basis sein, worauf man Einschätzungen gibt und Entscheidungen fällt? Oder Diskussion führt?

Tomislav2007 schrieb:
Das ist kein Bauchgefühl, es ist eine Tatsache das es immer mehr Verbrechen/Vergehen (egal welche) gibt als nur die die erwischt wurden.
Das ist richtig, aber dein Take zu den Milliarden ist ein Bauchgefühl.

Wo ist das relevante Problem, vor allem in Relation zu anderen Steuerausgaben und Steuer-Nicht-Einnahmen?

Würden die Konservativen und Rechten doch nur mit mindestens dem gleichem Elan wie bei Totalverweigerer auch gegen Reiche vorgehen, hätte man ja noch wenigstens einen Punkt.
Ergänzung ()

Tomislav2007 schrieb:
Nur in die TikTok Kamera lächeln und ein paar jüngere überzeugen reicht nicht aus.
Super, endlich mal eine andere Partei als die AfD, für die das Internet nicht komplett Neuland ist.

Genau deswegen hat die AfD im Social-Media-Game so viel Raum und Macht, weil man sie hat machen lassen. Wäre mal schön, wenn die anderen Parteien folgen würden, ansonsten rutschen Union und SPD einfach noch weiter ab.

Junge Leute gucken halt kein Phoenix und schauen sich Bundestagsdebatten an.
 
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Skaiy schrieb:
Und absolut keine Partei im Bundestag will die Rentenversicherung und die Arbeitslosenversicherung abschaffen.
Doch, die AFD will die ganzen Sozialversicherungen privatisieren! Bloss verschweigt sie ihrem Fanclub, dass den abhängig Beschäftigten dadurch weit höhere Abgaben drohen als bisher. Denn es gibt keine Möglichkeit, die Sozialversicherungen zu einem Stichtag umzustellen, weil bestehende Ansprüche weiter bedient und in den privatisierten Versicherungen erst Ansprüche erworben werden müssen.

Das bedeutet über viele Jahre doppelte Einzahlungen, die kein Mensch leisten kann - zumindest keiner, der kein Einkommensmillionär ist.
 
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