Thema Gehalts- und Vermögensunterschiede in der Gesellschaft

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MrMorgan schrieb:
Warum sollte ich theoretisch als Büroangestellter mehr Geld verdienen als ein Krankenpfleger / Altenpfleger?
Gibt genug pille-palle Sachbearbeiter-Büroangestellte, die weniger verdienen. Ist also nicht pauschal so.

Eine Pflegekraft bringt dem Unternehmen kein Geld. Das Unternehmen wird pro Gast/Patient bezahlt und wenn das wirtschaftlich(er) sein soll, dann müssen die Kosten minimiert werden. Auch die Kundenzufriedenheit hat nur minimalen Einfluss auf die Einnahmen. Die Plätze werden sowieso voll.

Als Angestellter in einem nicht-pille-palle-Bürojob bringst du ggf. Wertschöpfung oder bist Teil der Wertschöpfungskette.

Zudem - ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster - bin ich überzeugt, dass ich den Großteil der Pflegearbeit in 3 Monaten Crash Kurs lernen könnte.... Die meisten Pflegekräfte würden nach 3 Monaten IT Security Crash Kurs noch komplett bei Null stehen.
 
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h00bi schrieb:
Zudem - ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster - bin ich überzeugt, dass ich den Großteil der Pflegearbeit in 3 Monaten Crash Kurs lernen könnte
Man merkt sehr deutlich das du dich mit Pflege und Medizin nicht auskennst.
 
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h00bi schrieb:
Zudem - ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster - bin ich überzeugt, dass ich den Großteil der Pflegearbeit in 3 Monaten Crash Kurs lernen könnte....
Ich glaube, dass das Lernen nicht das Problem ist, sondern das über Jahre und Jahrzehnte arbeiten in diesem Job.

Zudem liegt es auch nicht vielen Menschen den Arsch von fremden Menschen abzuwischen. Der Job ist und wird auch immer wichtig sein, da er zumindest kurz- und mittelfristig nicht von irgendeiner KI übernommen werden kann (oder je wird) und es Pflegebedürftige immer geben wird.

Der Job hat auch viel mit Menschenwürde zu tun und sollte sich eigentlich nicht in erster Linie rechnen, sondern vielleicht erst in zweiter Linie.

Genauso mit den miesen Fallpauschalen in Krankenhäusern.
 
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MrMorgan schrieb:
Warum sonst verdiene ich mit der gleichen Arbeit ggfls. 1/3 mehr als der, der zwei Firmen weiter das selbe macht wie ich?
Weil deine Firma erfolgreicher ist und sich so mehr Gehalt leisten kann? Weil dein Kollege schlecht verhandelt und seinen Wert nicht kennt? (Fähigkeiten, Talente, Charaktereigenschaften) Was genau ist dein Ziel jetzt? Möchtest du 1/3 von deinem Gehalt abgeben? :)
 
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h00bi schrieb:
Eine Pflegekraft bringt dem Unternehmen kein Geld.

Zudem - ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster - bin ich überzeugt, dass ich den Großteil der Pflegearbeit in 3 Monaten Crash Kurs lernen könnte.... Die meisten Pflegekräfte würden nach 3 Monaten IT Security Crash Kurs noch komplett bei Null stehen.
Das ist doch genau der Punkt auf den ich hinaus wollte!

Zu deinem zweiten Satz - einfach nur Bullshit ;)

Kuristina schrieb:
Möchtest du 1/3 von deinem Gehalt abgeben? :)
Was hat das eine jetzt mit dem anderen zu tun? Das ist genau das Argument was bei so einer Diskussion immer kommt. Die Frage ist doch nicht, warum ich "so viel verdiene" (ja was ist viel und was nicht?), sondern eher "warum verdienst du so wenig?"

Eben weil meine Firma mehr Geld zur Verfügung hat durch "meine" Wertschöpfung - aber ist das eben Gerecht?? Das ist hier die Frage.

Rein aus kapitalistischer Sicht gesehen natürlich - Ja.
 
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Skaiy schrieb:
Gerne. Ich erkläre es dir: Steuerrechtlich sind es keine Vermögenssteuern. Die Vermögenssteuer ist klar geregelt und noch nicht einmal abgeschafft, sondern nur aufgehoben.

Die Grundsteuer ist eine Vermögenssteuer. Dass es weiterhin eine Steuer gibt, die sich Vermögenssteuer nennt, macht die Grundsteuer nicht weniger eine Steuer auf ein Vermögen.

Wenn dies die Taschenspielertricks sein sollen, um aufzuzeigen, dass Vermögen nicht besteuert wird - weil die Steuer nicht so heißt ... herrje.
 
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_killy_ schrieb:
Wenn dies die Taschenspielertricks sein sollen, um aufzuzeigen, dass Vermögen nicht besteuert wird - weil die Steuer nicht so heißt ... herrje.
Herrje. Du bist derjenige, der hier mit Taschenspielertricks die Grundsteuer in einer Steuerdiskussion zu einer Vermögenssteuer deklarieren möchte.

Screenshot_2025-08-06-09-24-40-84.jpg
 
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_killy_ schrieb:
Die Grundsteuer ist eine Vermögenssteuer. Dass es weiterhin eine Steuer gibt, die sich Vermögenssteuer nennt, macht die Grundsteuer nicht weniger eine Steuer auf ein Vermögen.
Als wenn der Staat nix für den Wert des Grundes tun würde.

Generell spielen da natürlich auch allgemeine wirtschaftliche Erwägungen mit rein, sterbende Dörfer in der Pampa bleiben auch mit einem Autobahnanschluss ein "Verlustgeschäft".
 
@Skaiy

Die Grundsteuer ist also keine Vermögenssteuer weil sie nicht auf das gesamte Vermögen wird, sondern nur auf die Immobilien. So kann man sich die Welt auch einfach machen.

Wir splitten einfach die Vermögenssteuer in unterschiedliche Arten auf - und weil sie jeweils nicht das gesamte Vermögen belasten - gibt es gar keine Vermögenssteuer. Na Bravo!
 
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Eine Steuer wird ja nicht alleine dadurch zur Vermögenssteuer, dass sie einen bestimmten Teil des Vermögens betrifft oder in vermögensbezogenen Fällen Anwendung findet.

So ist die Erbschaftssteuer, obwohl sie Vermögen besteuert, ja auch keine Vermögenssteuer.

Die Vermögensteuer ist ein eigenständiger steuerrechtlicher Begriff mit gesetzlicher Grundlage und einem abgegrenzten Zweck.

Sie existiert ja nach wie vor noch im Gesetz.
 
Ich Verlinke mal hierauf als Quelle.

Nach anderer Ansicht ist die Vermögensteuer eine Substanzsteuer, da bereits das Innehaben von Vermögensgegenständen wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Bedürfnisbefriedigungspotential vermittele, was bereits die Besteuerung rechtfertige, ohne dass es auf Erträge ankäme.

https://rsw.beck.de/aktuell/daily/meldung/detail/wiedereinfuehrung-vermoegensteuer-bverfg-wahlkampf


Da wird beschrieben warum eine vermögenssteuer rechtlich und gesellschaftlich schwierig ist, in Verbindung mit dem Gleichheitssatz...


Die von einem Protagonisten hier angeführten "Ausnahmen der regel"
Werfen eben wieder neue Probleme auf.
Solche großzügigen Ausnahmen kollidieren wiederum mit den gleichheitsrechtlichen Anforderungen.



Zur sache mit der Grundsteuer könnte man als Substanz steuer und damit als eine Art vermögenssteuer Werten.

Allerdings wird die primär erhoben damit der Stadt Infrastruktur bereitstellt und warten kann. Weswegen diese auch auf Mieter umlegbar ist. Und durch hebesätze an den Bedarf der jeweiligen Stadt anpassbar ist.
 
MrMorgan schrieb:
Eben weil meine Firma mehr Geld zur Verfügung hat durch "meine" Wertschöpfung - aber ist das eben Gerecht?? Das ist hier die Frage.
Nein, das ist nicht die Frage. Das ist reine Logik. Deine Firma kann sich mehr Gehalt leisten. Die andere nicht. Wenn du Gerechtigkeit willst, musst du also was von deinem Geld abgeben. Andersrum gehts nicht. Man kann nicht mehr zahlen, wenn nicht mehr da ist.

Dein Kollege kann sich ja bei deiner Firma bewerben. :) Er ist nicht an das eine Unternehmen gekettet.

MrMorgan schrieb:
Das ist genau das Argument was bei so einer Diskussion immer kommt.
Verständlicherweise. Mehr Geld zu bekommen, weil das von anderen einfach neu verteilt wird, ist leicht. Aber wenn es ans eigene Geld geht, ändert sich schlagartig die Perspektive.
 
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Geldvermögen (Aktien & Co. mit einbegriffen) der Deutschen: 7,7 Billionen Euro
Immobilienvermögen der Deutschen: 19,4 Billionen Euro

Die Grundsteuer fällt somit auf 2/3 des Vermögens der Deutschen an.

Bei den Geldvermögen haben wir übrigens ebenfalls eine Steuer - für Kapitaleinkünfte ...
 
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Skaiy schrieb:
So ist die Erbschaftssteuer, obwohl sie Vermögen besteuert, ja auch keine Vermögenssteuer.
Nein, denn sie besteuert auch kein Vermögen, wessen denn auch, des Verstorbenen? Der ist tot und hat kein Vermögen mehr. Die Erben? Nein, die haben noch nicht geerbt, also auch kein Vermögen. Man kann das Erbe dann aber als Einkommen der Erben betrachten. Also eher eine Einkommenssteuer als eine Substanzsteuer.
 
Wichtig ist eben die Bemessungsgrundlage für das Verfassungsgericht. Eine Vermögenssteuer an sich ist kein Problem.

Samurai76 schrieb:
Die Erben? Nein, die haben noch nicht geerbt, also auch kein Vermögen. Man kann das Erbe dann aber als Einkommen der Erben betrachten. Also eher eine Einkommenssteuer als eine Substanzsteuer.
Doch. Die Erbschaftssteuer wird in dem Moment fällig, in dem der Erbe rechtlich Eigentümer des geerbten Vemögens wird. :)
 
Bitte mal begründen warum bestimmte Arten von Einkommen hinsichtlich Steuern und Sozialabgaben privilegiert werden sollen, anstatt die nächste Sau durchs Dorf zu treiben.
 
Kuristina schrieb:
Nein, das ist nicht die Frage. Das ist reine Logik. Deine Firma kann sich mehr Gehalt leisten. Die andere nicht. Wenn du Gerechtigkeit willst, musst du also was von deinem Geld abgeben. Andersrum gehts nicht. Man kann nicht mehr zahlen, wenn nicht mehr da ist.

Verständlicherweise. Mehr Geld zu bekommen, weil das von anderen einfach neu verteilt wird, ist leicht. Aber wenn es ans eigene Geld geht, ändert sich schlagartig die Perspektive.

aber das ist doch genau der Inhalt der Diskussion über die letzten Seiten :D

Die, wo viel haben sollen mehr für die Allgemeinheit abgeben, das wird ja von den meisten hier "verteufelt" - jetzt kann man natürlich die Fragen stellen: "Wer gibt was ab?"

Hier argumentiere ich natürlich rein logisch - es muss erstmal der "mehr" abgeben, der viel mehr hat als Ich! ;)
 
Und was nützen all die schönen Steuern die wir jetzt schon haben? Haben diese Abgaben die Arbeitnehmer jetzt reicher gemacht?!?

Wenn wir die Vermögensungleichheit beheben wollen, dann nicht indem man noch mehr Steuern einführt und Steuern erhöht, sondern indem man die Belastungen reduziert und Arbeitseinkommen deutlich geringer besteuert und weniger Abgaben auf Arbeitseinkommen erhebt.

Wenn der größte Profiteur des Mindestlohnanstiegs der Staat ist - weil dieser mehr als 50% gleich wieder als Steuern und Abgaben kassiert - dann müssen Steuern und Abgaben gesenkt werden.
 
Skaiy schrieb:
in dem der Erbe rechtlich Eigentümer des geerbten Vemögens wird.
Ich schrieb auch: Man könnte es als Einkommen betrachten. Denn das Vermögen fließt ihm ja gerade erst zu. Aber eigentlich ist es auch total egal, wie man es nennt. Solange klar ist, was und wann wie hoch besteuert wird.
Ergänzung ()

_killy_ schrieb:
indem man die Belastungen reduziert und Arbeitseinkommen deutlich geringer besteuert und weniger Abgaben auf Arbeitseinkommen erhebt.
Und das geht immer noch nur dann, wenn auch Geld vorhanden ist, um zu entlasten, das bekommt man nicht in der Schicht, in der man entlastet. Oder darunter. Also muss oben belastet werden.
 
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