News TI übernimmt Konkurrenten für 6,5 Mrd. US-Dollar

Volker

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Als einer der führenden Chiphersteller in der Welt übernimmt Texas Instruments einen kleineren Konkurrenten. Für National Semiconductor zahlt das US-Unternehmen 6,5 Milliarden US-Dollar und will damit seine Marktposition stärken und weiter ausbauen.

Zur News: TI übernimmt Konkurrenten für 6,5 Mrd. US-Dollar
 

RIPchen

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Mich wundert weniger die Übernahme, sondern mehr wie klein die beiden Riesen doch sind mit 14% und 3%. Hätte jeweils mehr gedacht...
 

CD

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Ich glaub unter "analoge Bauteile" fällt alles was nicht am Ende ne logisch "1" oder "0" ausspuckt. Also auch Widerstände, Kondensatoren, Spulen usw. Aber ob ich jetzt von TI, NS, AVX oder wer weiß wem kaufe ist mir eigentlich egal, hauptsache die Qualität und der Preis stimmen.
 
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Fritzler

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@Borstole
Noch hinzuzufügen:
Verstärker für Audiozwecke auf einem Chip oder Operationsverstärker.

Die haben ganz andere Werke, weil Analogchips ganz anders aufgebaut sind als son Prozessor.

@hill01: FALSCH!
 
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Passive Bauteile geben keine Analogsignale raus, deswegen falsch.
 

YforU

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Zitat von RIPchen:
Mich wundert weniger die Übernahme, sondern mehr wie klein die beiden Riesen doch sind mit 14% und 3%. Hätte jeweils mehr gedacht...

Bei der großen Anzahl an Marktteilnehmern sind zweistellige Marktanteile schon eine Hausnummer. Anzumerken ist hierbei auch das TI über weit mehr Geschäftsfelder verfügt als nur analoge Schaltungstechnik (die Zahlen beziehen sich nur auf diesen Sektor).

Ti hat insgesamt einen Jahresumsatz von um die 14 Mrd Dollar.

Der Zukauf von NSC stellt somit auch eher die Erweiterung einer Sparte da ;)
 

YforU

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Zitat von hill01:
Ich sehe aber gerade noch nicht, warum z.B. der Spannungsabfall über einem Widerstand kein Analogsignal sein soll?

Ein typischer Widerstand ist im Regelfall schon mal kein Halbleiter. Analoge Halbleiter sind meist aktive Bauteile (im Gegensatz zu Widerständen -> passiv) die zumindest auf einer Seite analog arbeiten.

Allerdings gibt es bezogen auf Widerstände durchaus Ausnahmen. Auf Halbleiterbasis gibt es diverse Lösungen für die Sensorik (Temperatur, Gewicht, Magnetismus..). Diese geben ein analoges Signal aus. Im Gegensatz zu einem typischen Widerstand ist der Wert nicht konstant und damit kann es als analoges Signal bezeichnet werden.

Mit einem simplen Widerstand (also fester Wert) kann nur ein festgelegtes, digitales Signal erzeugt werden (Pull Up / Pull Down, also 1 oder 0).


Ein weit verbreitetes Beispiel für die analoge Signaltechnik ist der DAC -> Digital-to-Analog Converter

Das hat unter anderen jeder CD, MP3 - Player, Handy, PC usw.

http://en.wikipedia.org/wiki/Digital-to-analog_converter

Die digitalen Informationen aus einer CD, MP3 etc. müssen bei der Ausgabe in ein analoges Signal umgewandelt werden. Mit der dann modulierten Spannung geht es in den (Vor)Verstärker und weiter zu den Lautsprechern.
Wobei der Verstärker wieder aus analog arbeitenden Transistoren besteht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Transistor#Analoge_Schaltungstechnik
 
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CD

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Hä moment analog und digital ist doch nicht gleichzusetzen mit Halbleiter/kein Halbleiter.

Wenn mein Signal bzw. die Informationen darin als Strom bzw. Änderung dieses Stromes vorliegt, dann wandelt mir ein ganz normaler Widerstand dieses Stromsignal in ein Spannungssignal um. (nämlich dann wenn man den Spannungsabfall über dem Widerstand misst)

Desweiteren:
An analog or analogue signal is any continuous signal for which the time varying feature (variable) of the signal is a representation of some other time varying quantity, i.e., analogous to another time varying signal. It differs from a digital signal in terms of small fluctuations in the signal which are meaningful. Analog is usually thought of in an electrical context; however, mechanical, pneumatic, hydraulic, and other systems may also convey analog signals.
Quelle

Soweit ich das verstehe ist ein analoges Signal einfach ein Signal das "beliebig" viele Zustände annehmen kann, im Gegensatz zu einem digitalen Signal, das nur 1/0 (an/aus, high/low) kennt. Selbst ein konstantes DC-Offset kann bereits ein analoges Signal sein, sofern das Offset an sich mehr als zwei Werte annehmen kann. Genauso ist der Spannungsabfall über / der Stromfluss durch / die umgewandelte Leistung eines Widerstands / eines Kondensators / einer Spule kontinuierlich veränderbar, womit diese Bauteile meiner Meinung nach als analoge Bauteile klassifiziert werden. Ein Transistor dagegen kennt in erster Näherung nur "sperrend" und "leitend" (wobei der maximale C-E bzw. S-D Strom natürlich von der Basis/Gate-Spannung abhängt) und kann damit als digitales Bauteil aufgefasst werden (da er eben nur zwei und nicht beliebig viele Zustände kennt).

Und als was würde denn dann ein PT100 (Temperatursensor) gelten? Das Ding ist nichts weiteres als ein Widerstand, wobei über die temperaturabhängige Änderung des Widerstands ein analoges Signal erzeugt wird (entweder die Änderung einer Spannung oder die Änderung eines Stromes).

Edit: mir fällt gerade auf, dass wir die Begriffe "analoge/digitale Schaltung" und "analoges/digitales Bauteil" vielleicht abgrenzen sollten. Schließlich bestimmt die Art der Beschaltung ja, ob ein Bauteil einen/zwei/drei... unendlich viele Zustände annehmen kann. Einen FET kann man ja auch mit mehr als einer einzigen Spannung betreiben, innerhalb eines kompletten ICs liegt aber meist nur eine einzige (von Masse verschiedene) Spannung (Vcc) vor, die als "high" Zustand definiert wird, und die FETs können jetzt aufgrund ihrer Beschaltung als Ausgangssignal entweder 0 (Masse) oder 1 (Vcc) liefern, ändert man Vcc so liefern alle FETs die geänderte Versorungsspannung wenn sie auf high geschaltet werden. Lediglich dieses Beschränken auf nur zwei Spannungen (Vcc und Masse) macht meine Schaltung "digital", die Bauteile selbst können mit sehr vielen (fein abgestuften) verschiedenen Spannungen arbeiten...
 
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YforU

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Du vermischt hier viel zu viele Begriffe. Willst du über analoge Bauteile schreiben, analoge Schaltungstechnik oder doch analoge Halbleitertechnik ?

Letzteres ist ein Kerngeschäft von TI. Und dazu gehören unter anderem DACs, Transistoren und Widerstände für die Sensorik.
Normale Widerstände haben mit analoger Halbleitertechnik nichts gemeinsam. Deshalb ist ein PT100 zwar ein analoges Bauteil aber eben kein analoger Halbleiter. Auch Spulen, Kondensatoren etc sind Bauteile analoger Schaltungen. Aber keine Halbleiter und fallen also nicht in das hier zugehörige Gebiet.
Sie sind passive Bauteile und bestimmen nicht die Art der Schaltung. Auch in digitalen Schaltungen finden sich Widerstände, Spulen und Kondensatoren.

Der Transistor ist je nach Art und Betriebsmodi analog oder digital und gehört damit in beide Welten. Der ist dann auch ein Halbleiter ;)

btw. Signaltechnik: Spannung und deren Änderung. Aber nie nie nie Strom.

Und ja, ein digitales Signal kann nur zwei Zustände wiedergeben, ein analoges praktisch unendlich viele. Deshalb sind DACs auch so weit verbreitet.

Somit wäre zur Definition angebracht festzustellen das die Art einer Schaltung (oder eines Abschnittes) über die Anzahl der möglichen Zustände festzustellen ist.
 
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CD

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Wo taucht denn in der usprünglichen Mitteilung das Wort "Halbleiter" auf? Es ist die Rede von analogen Schaltkreisen und analogen Bauteilen... die Trennung HL/nicht-HL wird doch nirgens vorgenommen...

Dass sie bei TI auf ihren 300 mm Wafern DACs, ADCs und so weiter produzieren, dagegen sage ich ja garnichts. Aber im Text steht "unter anderem" und nicht "ausschließlich", d.h. die machen mit ziemlicher Sicherheit eben auch die klassischen SMD-Bauteile wie Widerstände, Kondensatoren und Spulen und nicht nur ICs.

edit: ok ich habe mich geirrt, TI und NSC haben zumindest bei Farnell jeweils keinerlei nicht-ICs im Angebot.
 
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YforU

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Was sagt dir der Name National Semiconductor Corporation oder:

Diese Produkte werden weiterhin in den bestehenden Werken gefertigt, zu denen auch eine 300-mm-Wafer-Fabrik zählt, die als erste voll auf analoge Bauteile spezialisiert ist.

;)

TI ist selber einer der ganz großen Semis und mit der Fertigung von Spulen, Widerständen, Kondensatoren und anderen passiven Bauteilen ist man bis auf vergleichsweise geringe Stückzahlen für spezielle Anwendungen in Asien besser, weil günstiger beraten.
 
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CD

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Ja zugegeben in dem Kontext hat meine Widerstände/Kondensatoren/Spulen-Diskussion natürlich wenig Sinn gemacht. Da muss mich meine Erinnerung wohl im Stich gelassen haben, weil ich eigentlich dachte, dass mir schon mehrmals nicht-IC-Bauteile von NI über den Weg gelaufen wären. Aber gut, man wird halt auch älter :(

Die Grundsatzdiskussion, was jetzt eigentlich als analoges/digitales Bauteil gilt würde ich dagegen gerne weiterführen. Nicht um am Ende recht zu haben, sondern weil es mich interessiert, da ich beruflich inzwischen recht viel mit Schaltungen (sowohl analoge als auch digitale Signalverarbeitung) zu tun habe ohne dies jemals explizit gelernt zu haben, und meine Auffassung eines analogen/digitalen Bauteils daher auch durchaus falsch sein kann.
 

canada

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In letzter Zeit fließen wieder Unsummen von Geldern für Übernahmen, auf der einen Seite rum lamentieren von wegen zu wenig Geld, zum anderen mal locker paar Mrd für eine Übernahme locker machen ...
 
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