News Trump-Administration: KI-Firmen wie OpenAI, Google und Co. sollen für Energiekosten zahlen

Krik schrieb:
Da ist wohl was dran. Ich kannte zu Abiturszeiten einen jungen Amerikaner, der zwar mit seinen Eltern nach Deutschland gekommen war, um hier zu leben, und auch ganz klar nicht besonders gut situiert, viel Geld also nicht notwendiger gewöhnt war.
Trotzdem (oder gerade deshalb?) konnte man mit ihm kein Gespräch führen, ohne dass er einem vortrug, wie es sein Lebensziel sei, reich zu sein, und welche Pläne er habe, um dieses Ziel zu verwirklichen. Es gab praktisch kein anderes Thema und er konnte generelles Desinteresse an geldbezogenen Konversationen genauso wenig verstehen wie den Unwillen der Deutschen, offen ihr Einkommen und ihre finanzielle Situation zu diskutieren. War damals schade, er war nicht wirklich ein unangenehmer Kerl, aber in seinem Horizont aufgrund dieser Versessenheit schon ziemlich eingeschränkt.

Nunja, jedenfalls hast du sicherlich recht. Macht die Entscheidung aber eben nicht weniger schizophren, denn den finanziellen Interessen der meisten Branchen und der Amerikaner im Allgemeinen läuft es ja dennoch zuwider, Energie sehenden Auges auf diese Weise zu verteuern. Dass KI-Unternehmen die Energieversorgung ihrer Rechenzentren in ihre Investitionen einschließen sollen, könnte zwar dennoch eine sinnvolle Maßnahme sein, im Prinzip könnte man das ja als Beteiligung dieser Unternehmen an der Versorgung der Allgemeinheit aus deren massivem Kapitalstock ausgestalten. So formuliert klingt das ja fast schon nach einer anti-amerikanisch sozialistischen Maßnahme.

Nichtsdestoweniger laufen sich beide Bestrebungen (Verhinderung des Ausbaus der Erneuerbaren auf der einen, eigene KI-Kraftwerke auf der anderen Seite) halt zuwider und sind gesamtstrategisch eine Farce. Und starke Öl-Lobby hin oder her, Biden war seinerzeit nicht derart kurzsichtig.
 
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Kuristina schrieb:
Es ist schon vorteilhaft Menschen um sich zu haben, die selber auch was erreichen wollen. Das strahlt auf einen ab.
Grundsätzlich nicht verkehrt, allerdings sieht es in den USA so aus.

Total Debt: $18.8 trillion in Q4 2025, with a $740 billion increase over the year.

70% davon sind mortgage, die CC Schulden liegen bei 1,13 Billionen, bei knapp 25% durchschnittlichem Zinssatz.
 
@Alphanerd Ich hab ja nicht gesagt, dass man über den eigenen Verhältnissen leben soll. Aber man kann versuchen, diese Verhältnisse zu verbessern, um sich mehr leisten zu können, ohne Schulden zu machen. Ich halte auch hierzulande nichts von Ratenkäufen. Ich kann mir etwas leisten, oder ich kann es nicht.
 
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karamba schrieb:
...
Und eines ist irgendwie klar. Wenn haufenweise neue Stromfresser Strom wollen, dann ist es für die Preise nicht so gut, wenn man solche Bauprojekte ausbremst. Aber ist halt doof, wenn man dann von seinem schwachsinnigen Feldzug gegen die Erneuerbaren abrücken muss. Wäre ja ein weiteres Eingeständnis von Unfähigkeit.
Ein großes Problem ist die Unterstellung der eigenen Meinung als die Absicht eines anderen. Das ist leider der Standard in der Debatte, da man so die eigene Ideologie stärkt. Wenn man ausrechnet das etwas einen negativen Effekt hat, dann kann man dagegen sein ohne grundsätzlich eine ganze Technik abzulehnen. Es ist kein Feldzug, wenn man theoretisch und dann bestätigt in der Realität erkennt, das etwas nicht funktioniert. Ich sehe es immer noch als Geboten, erkannte Fehler zu beheben. Den Fehler nicht zu verstehen und das Handeln des anderen dann als schwachsinnigen Feldzug zu beschreiben lässt einen in der Sackgasse stecken.
 
Farrinah schrieb:
Sieht man ja in Deutschland wie Günstig unsere Energiepreise geworden sind nach dem Ausbau der Erneuerbaren Energien.
Ideologie trifft Realität.
Das wäre ein Argument, wenn die Energiepreise sämtliche Gestehungskosten und Folgekosten enthielten. Da das aber nicht der Fall ist - und das ist er nirgendwo - spiegeln Energiepreise eben nicht die Realität wieder. Die Energiepreise sind ein rein künstliches Produkt aus realen Kosten, Subventionen und weitgehend ignorierten Folgekosten.
Und nein, das ist keine Ideologie, sondern differenziert betrachtete Realität. Ideologie ist, wenn man sich die Welt so zurecht legt, wie es einem halt gefällt und dabei die Hälfte ausblendet.
Ergänzung ()

DarkSoul schrieb:
Komisch, und ich hätte schwören können, dass in Deutschland das eine der Megagründe für die hohen Stromkosten ist... naja, wenn Realtität auf Theorie trifft, tun sich halt manchmal Abgründe auf.
Wer sagt, dass die Stromkosten hoch sind? Sind sie im Vergleich zu anderen Ländern vielleicht. Warum sind sie in anderen Ländern günstiger? Weil er durch Subventionen und ignorierte Folgekosten künstlich niedrig gehalten wird.
Schon lustig, wenn man sich als Realitätchecker sieht, dabei aber Subventionen und Folgen des Klimawandels, Atomkraftrückbau, Atomenlagerung, Gesundheitskosten, etc. pp. ausblendet. Für mich ist diese Scheuklappensichtweise eher Ideologie.
Ergänzung ()

Hovac schrieb:
Du siehst doch welche Erzeugung die Konzerne real wählen, der Markt regelt es also bestens. Oder willst du den Konzernen etwa vorwerfen nicht rechnen zu können.
Wenn die Konzerne die Folgekosten solidarisieren können, stimmt die Kalkulation halt nicht.
Ergänzung ()

Hovac schrieb:
Ein großes Problem ist die Unterstellung der eigenen Meinung als die Absicht eines anderen. Das ist leider der Standard in der Debatte, da man so die eigene Ideologie stärkt. Wenn man ausrechnet das etwas einen negativen Effekt hat, dann kann man dagegen sein ohne grundsätzlich eine ganze Technik abzulehnen. Es ist kein Feldzug, wenn man theoretisch und dann bestätigt in der Realität erkennt, das etwas nicht funktioniert. Ich sehe es immer noch als Geboten, erkannte Fehler zu beheben. Den Fehler nicht zu verstehen und das Handeln des anderen dann als schwachsinnigen Feldzug zu beschreiben lässt einen in der Sackgasse stecken.
Wovon faselst du? Es ist irgendwie klar, dass die Nachfrage nach Energie steigt, aber aus ideologischen Gründen fast fertige(!) Erneuerbare Anlagen blockiert werden, dass das einen negativen Effekt auf den Preis hat. Und das man das Leuten wie Trump erklären muss, die ansonsten freie Märkte feiern, das ist die Ironie dabei.
 
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cruscz schrieb:
Der hohe Strompreis in Deutschland hat vor allem einen Namen: merit order
Wind-, Solar- und Wasserkraft haben die niedrigsten Gestehungskosten und hätten auch die niedrigsten Verkaufspreise ohne dieses System.
Das Problem an dieser Art der Betrachtung ist doch aber, dass der niedrigste Verkaufspreis aus Verbrauchersicht zwar schön ist - aber aus Betreibersicht das Konstrukt letztlich aber auch eher unwirtschaftlich macht. Heute schon gibt es Tage, wo den EE Strom Niemand will und die Preise ins negative kippen. Gehen wir weg von Merit Order, dann steigen die Tage, wo der wirtschaftliche Betrieb der Anlage nicht gegeben ist, stark an.

Was auch dazu kommt - die sogenannten Gestehungskosten sind nicht nur die Kosten, die für die Erzeugung des Stroms aufzubringen sind, sondern beinhalten eben auch einen sehr hohen Anteil an staatlich auferlegter Teuerung durch irgendwelche definierten Abgaben. Wie dem CO2 Preis. Storm aus Gas und Kohle ist hierzulande auch eigentlich günstig - aber der hohe CO2 Anteil in den Gestehungskosten macht das ggü. EE aktuell! unattraktiv. Das Problem ist hier eben nicht Merit Order sondern hierzulande ist die Abgabenlast auf Energie sehr hoch, sodass ein Prinzip wie Merit Order eben letztlich EE bspw. günstig(er) aussehen lässt, aber das real praktisch so gar nicht den Markt abbilden würde. Man versucht politisch hier zu lenken - das klappt zwar irgendwie, geht aber extrem zulasten der Konsumenten. Denn WIR alle zahlen dafür. Den ganzen Kram würde es ohne diese hohen Abgaben gar nicht brauchen und vor allem, dann wäre das auch letztlich viel günstiger.
cruscz schrieb:
Das heißt gleichzeitig, egal wie billig die Solaranlage oder das Windrad den Strom produziert, er wird immer zum Preis dieses teuren Braunkohlekraftwerkes verkauft werden (merit order).
Wie gesagt, das ist nur ein kleiner Teil der Problematik. Das Kohlekraftwerk steht in der Rechnung eben drin, weil es A) da ist und B) weil es Grundlastfähig ist. Es springt eben nicht nur deswegen ein, weil das Windrad im Norden und der Verbraucher im Süden steht, sondern u.A. auch deswegen, wenn der Wind im Norden eben mal nicht weht, der die Sonne im Winter mal nicht scheint. Mit besserer Stromverteilung deckst du solche Fälle auch nicht ab. In der sogenannten Dunkelflaute kommt auch mit dem Besten Netz von EE Erzeugern einfach nix. Während aber der Verbrauch im Zweifel gar nicht oder bestenfalls leicht sinkt. Von den massiv höheren Anforderungen durch Wärmepumpe und Laden des E-Autos mal abgesehen.
karamba schrieb:
Wer sagt, dass die Stromkosten hoch sind? Sind sie im Vergleich zu anderen Ländern vielleicht. Warum sind sie in anderen Ländern günstiger? Weil er durch Subventionen und ignorierte Folgekosten künstlich niedrig gehalten wird.
Das ist aber unglücklich formuliert. Stand heute ist es in Deutschland so, dass die EE durch Subventionen künstlich attraktiv gemacht werden und Strom aus Gas und Kohle durch hohe CO2 Abgaben künstlich unattraktiv gemacht werden und wurden. Die reale gelebte Praxis ist also eher das Gegenteil von dem was du da benennst. Es gibt nur wenige Staaten, die das so exzessiv fabrizieren wie wir. Bei anderen wird das noch kapitalistischer gelebt - Dinge setzen sich durch, wenn sie wirtschaftlicher sind.

Kennst du den Spruch, wenn im Radio die Durchsage nach dem Geisterfahrer kommt - und die eine Person im Auto denkt sich so, einer, ne hunderte... -> das ist gefühlt gerade das, was hierzulande durch die EU und maßgeblich auch die Deutschen politisch passiert. Wir machen nichts anderes als die anderen Nationen, gewichten unsere Themen aber derart anders, dass wir zum Geisterfahrer werden. Und ja, du hast 100% recht, die ignorierten Folgekosten sind ein Thema, was man diskutieren muss - ABER bei der Thematik bringt es Niemanden weiter, wenn man den Geisterfahrer spielt und der Rest der Welt förmlich einfach weiter macht wie bisher. Die Abkehr der Ammis von Klimaschutzthemen wirkt für das Klima viel viel schwerer, selbst bei 100% Verzicht in DE könnten wir das im Ansatz nicht ausgleichen. Die Asiaten, Chinesen, Inder usw. -> das ist grob 1/4tel der Weltbevölkerung. Die blasen CO2 in Größenordnung in den Himmel. Keine pro Kopf Debatte ändert an den Folgen des absoluten CO2 Ausstoßes auch nur im Geringsten etwas. Es gibt nur die eine Erde und diese eine absolute Zahl wird durch eine absolute CO2 Menge (u.A.) negativ belastet. Der ganze Rest von pro Kopf und pro Nation und sonstwas ist nichts anderes als Schönrederei. Klingt hart, ist aber leider so.
karamba schrieb:
Schon lustig, wenn man sich als Realitätchecker sieht, dabei aber Subventionen und Folgen des Klimawandels, Atomkraftrückbau, Atomenlagerung, Gesundheitskosten, etc. pp. ausblendet. Für mich ist diese Scheuklappensichtweise eher Ideologie.
Das Argument ergibt für mich keinen Sinn. Was bringt denn dieses moralisch sich als was besseres zu titulieren? Wen bringt das auch nur irgendwie weiter bei Klimaschutzthemen?
 

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karamba schrieb:
...

Wenn die Konzerne die Folgekosten solidarisieren können, stimmt die Kalkulation halt nicht.
Ergänzung ()
Interessant das du Hochrechnungen dazu sogar berücksichtigst, nur scheinst du es auf der realen Seite wohl leider bewusst auszublenden.
Die EEG Umlage wird aus Steuern bezahlt, Netzausbau und Reservekraftwerksvorhaltung über den Strompreis von jedem Verbraucher.
Die echten Kosten des EE-Wahns werden solidarisiert.
karamba schrieb:
Wovon faselst du? Es ist irgendwie klar, dass die Nachfrage nach Energie steigt, aber aus ideologischen Gründen fast fertige(!) Erneuerbare Anlagen blockiert werden, dass das einen negativen Effekt auf den Preis hat. Und das man das Leuten wie Trump erklären muss, die ansonsten freie Märkte feiern, das ist die Ironie dabei.
Leider beschreibt die Politik einfache Probleme gerne als komplex, komplexe aber als einfach.
Du kannst inkonstante Energie nicht beliebig dazuschalten, vor allem nicht wenn du den Dauerverbrauch erhöhst, was gerade ein Rechenzentrum macht.
 
Veitograf schrieb:
und bei dem satz war ich raus aus der diskussion. :)
Ist aber berechtigt, in meiner Gegend soll auch ein "überdurchschnittlicher" Beitrag zur Energiewende realisiert werden, obwohl jetzt schon vorhandenes abgeriegelt werden muss. Falls Reiche ihre Pläne realisieren kann, würde das große Projekt dann wahrscheinlich wegfallen, weil es keinerlei Förderungen und somit Investoren mehr hätte.
 
cruscz schrieb:
Der hohe Strompreis in Deutschland hat vor allem einen Namen: merit order
Wind-, Solar- und Wasserkraft haben die niedrigsten Gestehungskosten und hätten auch die niedrigsten Verkaufspreise ohne dieses System.
Hier ist es aber so: der Ausbau der Stromverteilungsnetze wurde für letzten 20 Jahre verpennt, und konnten weder von der kurzen Ampelperiode noch von der jetzigen Regierung (da hört man nichts mehr zu, also liegt es vermutlich alles wieder auf Eis) bislang etwas erreichen. Deshalb werden Windkraftanlagen gedrosselt und Solarenergie nicht abgenommen weil diese Überproduktion wären, während zum Ausgleich irgendwo ein schmutziges und teures Braunkohlekraftwerk laufen muss (weil die Verteilernetze die Windkraft aus Norddeutschland nicht in den Süden transportieren können in ausreichendem Maße). Das heißt gleichzeitig, egal wie billig die Solaranlage oder das Windrad den Strom produziert, er wird immer zum Preis dieses teuren Braunkohlekraftwerkes verkauft werden (merit order).
...
Du missverstehst den Merrit-Order-Effekt.
EE-Energie hat eine Zwangsvorrangregelung zum Preis von null. Die Differenz zum tatsächlichen Preis und dem was an Einspeisevergütung bezahlt wird zahlen wir über Steuern. Ohne den gesetzlichen Abnahmezwang für null würde kaum EE-Strom nachgefragt, weil die echten Gestehungskosten eben nicht günstig sind.

Dein zweiter Fehler ist dich an den Gestehungspreisen aufzuhängen, der Netzkostenanteil ist erheblich und das liegt auch an der EE.
 
heroesgaming schrieb:
Es wie China zu machen und in Erneuerbare und Fossile zugleich zu investieren, wäre weit smarter gewesen, passt aber nunmal nicht in das eindimensionale Weltbild der Bewegung ...
Es ist schon komisch, früher waren es immer die unfreien Planwirtschaftler die ideologisch verblendet ihren Scheiß durchdrücken wollten und scheiterten oder zumindest klar das Nachsehen hatten. Das scheint sich geändert zu haben.
Der Westen muss verdammt aufpassen, dass er seine Power in der Wohlstandserzeugung nicht mittels blinder ideologie so sehr torpediert, das Demokratie und Freiheit - oder orwellsch' ausgedrückt die "FDGO" - auf einmal nicht mehr die Spitzenposition bei den Systemen einnimmt und damit auf dem Spiel steht. Denn dann wird der Ruf nach einer starken Hand die vermeintlich alles regelt - wie wir ja in der Geschichtsstunde schon gelernt haben und wie wir es aktuell bei den Amis sehen - sehr laut.
 
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DarkSoul schrieb:
Nein, ironischerweise braucht es eher Kraftwerke mit großen Schwungmassen für die Stromerzeugung, weil nur diese die 50-Hz-Stabilität zuverlässig gewährleisten können.
Das habe ich auch schon mal gehört. Und mich immer gefragt, warum dann nicht einfach der Strom aus EE dafür verwendet wird, den Dampf für die Turbinen, die zur Stromerzeugung genutzt werden, damit zu erzeugen, statt mit Kohle/Kernkraft. Da kann man doch sicherlich entsprechende Pufferspeicher hinstellen, die dann zu viel erzeugte Energie einfach in Form von Wärme (Wasserdampf) an die Umwelt abgeben, der Puffer aber groß genug ist, um bei "Dunkelflaute" das Kraftwerk normal weiterzubetreiben. Oder übersehe ich da irgend etwas bzw. habe ich eine falsche Vorstellung davon, wie Energie in Großkraftwerken erzeugt wird?

fdsonne schrieb:
Niemanden weiter, wenn man den Geisterfahrer spielt und der Rest der Welt förmlich einfach weiter macht wie bisher. Die Abkehr der Ammis von Klimaschutzthemen wirkt für das Klima viel viel schwerer, selbst bei 100% Verzicht in DE könnten wir das im Ansatz nicht ausgleichen.
Gegen den Strom schwimmen war noch nie leicht. Und natürlich kann Deutschland nicht allein das Weltklima retten. Es darf aber gern eine Vorreiterrolle einnehmen. Außerdem geht es bei den EE auch um eine gewisse Autarkie Deutschlands in Ermangelung ausreichender fossiler Brennstoffe.
 
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DarkSoul schrieb:
Nein, ironischerweise braucht es eher Kraftwerke mit großen Schwungmassen für die Stromerzeugung, weil nur diese die 50-Hz-Stabilität zuverlässig gewährleisten können. Auch Gas ist da im Nachteil, wenn diese großen wegbrechen und es keine Alternative (Technik) gibt, bricht das Netz zusammen.
Das ist veraltet, die 50Hz können auch ohne diese aufgebaut und synchronisiert werden. Zudem braucht man kein komplettes Fossiles Kraftwerk für eine Schwungmasse. nicht umsonst werden oder wurden jedenfalls in der Vergangenheit und nicht allzu lange her reine Schwungmasse Speicher gebaut. Ganau ohne Fossile Erzeuger dran. Das hängt definitiv nicht bedingt zusammen.
Ergänzung ()

DarkSoul schrieb:
Richtig und du hast vergessen zu ewähnen, dass genau dieses Pinzip, also die Vergütung von EEG, überhaupt erst dazu geführt hat, dass a) EEG-Anlagen im großen Stil gebaut wurden und b) die Politik versäumt hatte einen sanften Übergang gesetztlich festzulegen. So oder so: Windkraft und Solar ist und bleibt ein teures Vernügen in DE. Dieses System hätte ohne MOP nie existiert.
Ja, das EEG und co aus Deutschland haben einen markt geschaffen und für die Entstehung von der Solaranlagenindustrie gesorgt. Das fuktioniert wie man an anderen Ländern sieht aber mittlerweile auch ganz ohne.
 
DarkSoul schrieb:
Nein, finde ich nicht. Das wäre so, als würde es Morgen einen revolutionären Beam-Dienst geben, bei dem man eine Plattform kauft, sich draufstellt und dann über das Internet quasi sofort an jeden Ort der Welt (mit Plattform) reisen kann. Mindestanforderung sind 1000 Petabit-Leitungen und die Leute beschweren sich dann die nächsten 10 Jahre, warum niemand die Leitungen vorher ausgebaut hat...

Ich hoffe diese fiktive IT-Analogie zeigt gut auf, dass eAuto (politisch forciert) und Wärmepumpe (politisch forciert) in einen Markt gedrängt haben, der dafür noch nicht vorbereitet war. Genauso der massive EEG-Ausbau (oh Wunder: auch politisch forciert). Man kann im Nachhinein immer behaupten, dass etwas "verpennt" wurde, man sollte aber nicht vergessen: Das muss alles bezahlt werden, die privaten Energieversorger tun das natürlich nicht ins Blaue hinein und erst recht nicht wenn gar nicht sicher ist, dass diese Investition wirtschaftlich ist. Oder würdest du schon mal 1000 Petabit-Leitungen, die es nicht gibt, aber in der Theorie ja mit anderen LAN-Kabeln und Bündelung abbildbar wären, überall im Haus verbauen, nur für den Fall der Fälle?
Alle die damit zu tun haben Energieerzeuger, Netzbetreiber und Politiker sind sich einig, das der Netzausbau verpennt wurde/zu langsam vorangeht aber ok, du hast ne andere Meinung, darfst du haben.
Ergänzung ()

Bodennebel schrieb:
Das habe ich auch schon mal gehört. Und mich immer gefragt, warum dann nicht einfach der Strom aus EE dafür verwendet wird, den Dampf für die Turbinen,
Du kannst den total ineffizienten Umweg über wasser Erhitzen um Dampf zu machen ja weglassen und bei überschuss einfach eine passend gebaute Masse beschleunigen die dann quasi automatisch bei Mangel direkt seine Trägheit also eingespeicherte Energie bietet zum Stabilisieren.
 
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