Verteidigungspolitik

Erkekjetter schrieb:
Ich mein wie kommt man darauf, ausschließlich Fluchtkorridore nach Russland oder Belarus zu zulassen wenn sich Millionen Ukrainer wenn sie die Wahl haben in die westlich gelegenen EU Länder absetzen?

Na, weil das dann leichter fällt…

Der Einsatzleiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Dominik Stillhart, berichtete in der BBC von der Gefahr von Minen. Einige IKRK-Mitarbeiter hätten am Sonntag versucht, Mariupol auf einer vereinbarten Route zu verlassen, hätten aber festgestellt, dass "die ihnen angezeigte Straße vermint war".

von wem die Minen kommen darf wild spekuliert werden, ich glaube aber, wenn diese aus UA kämen hätte man diese vorher geräumt.
 
giessl schrieb:
Naja, dass die ganze - mit Verlaub - Scheiße, die da gerade abgeht, letztlich auf einer völligen Fehleinschätzung der Gesamtlage seitens Russlands beruht, wird aber mit zunehmender Dauer des Krieges nicht unplausibler.
Das dies mit hoher Wahrscheinlichkeit der Fall ist, habe ich ja hier bereits mehrfach dargelegt. Immer mehr Indizien verdichten sich, dass die politische und ggf. auch die militärische Führung in Russland völlig unzureichend über die Wirklichkeit in der Ukraine informiert ist und zudem völlig überhastet und ohne sonderliche Kenntnislage Entscheidungen trifft. Das kann natürlich auch nur augenscheinlich zu sein. So ist auch denkbar, dass dies alles kalkuliert ist und der teils dilettantische Angriff auf Kiev nur ablenken soll von deutlich besser ausgebildeten und agierenden Truppen im Osten, die eine Landbrücke zur Krim und Odessa erobern sollen. Denn genau dort sind an sich die deutlich größeren Gebiete unter Kontrolle gebracht worden. Mariupol ist ganz offensichtlich ein vorrangiges Ziel der russischen Truppen. Ebenso wurden teils schwere Gefecht in Kherson an den Brücken über die Dnepr gemeldet bzw. durch Drohnenaufnahmen noch aus dem Februar dokumentiert. Und das ist genau der Weg von der Krim Richtung Odessa.

Natürlich ist das alles Spekulation anhand der Truppenbewegungen, die man über die Medien mitbekommt. Genaueres könnte man wohl nur analysieren, wenn man genauere Bewegungsdaten der russischen Truppen hat. Was der Fall sein dürfte für die Geheimdienste des Westens.
 
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Auch ich bin davon überzeugt, dass der ganze Aufmarsch wie er sich seit einer Woche darstellt evtl. ganz andere Gründe haben könnte!

Neben den offiziellen Kanälen laufen auf allen Ebenen auch die inoffiziellen... Politisch, Diplomatisch, Militärisch und erst recht Geheimdienstlich. Je heikler eine Situation wird, desto heißer werden auch die Drähte dieser Kanäle.
Ich halte es für durchaus denkbar, dass Putin in einem ersten Anlauf gar nicht vor hatte die gesamte Ukraine einzunehmen, sondern nur Luhansk und den Donezk...
Denkbar, das Putin bis zu einem gewissen Zeitpunkt nur die Donbass Region im Auge hatte um zu testen wie weit die NATO gehen wird....
Wenn dann aber über die heißen Drähte mehr und mehr die Gewissheit erlangt wird, dass weder die EU noch die NATO der Ukraine im Krieg zur Seite stehen werden, "KÖNNTE" Putin tatsächlich erst in einem letzten Augenblick entschieden haben die gesamte Ukraine einzunehmen...

Die Truppen welche in Belarus standen sowie nördlich Kiew auf russischem Territorium dienten vermutlich nur zur Absicherung seiner Südflanke falls die NATO doch über Polen der Ukraine zur Hilfe geeilt wäre.

Zumindest erklärt es den Mangel an Logistik als auch die fehlende Information der Truppe das ein Krieg mit der Ukraine bevorsteht!
 
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Tiu schrieb:
Ich halte es für durchaus denkbar, dass Putin in einem ersten Anlauf gar nicht vor hatte die gesamte Ukraine einzunehmen, sondern nur Luhansk und den Donezk...
Bei aller liebe nein, weil warum sind die Truppen zuerst von Belarus einmarschiert?
Nichts liegt weiter weg zu den Separatistengebieten als Belarus. Da liegen ein paar hundert Kilometer zwischen.
 
Weil er es konnte, insofern seine Informationen als gesichert eingestuft wurden, das die NATO / EU nicht militärisch intervenieren wird...
Nur zur Info.... Ich rede hier von Zeiten VOR dem Einmarsch!
 
nebulein schrieb:
Wäre es ein vernichtendes Urteil für den Zustand der russischen Offensive.

Und nicht nur für die, wenn ich das richtig verstehe.
 
nebulein schrieb:
Sofern das aus folgendem Artikel stimmt:

https://www.n-tv.de/politik/Angebli...oellig-zusammengebrochen-article23178519.html

Wäre es ein vernichtendes Urteil für den Zustand der russischen Offensive.
Klingt zwar irgendwie ermutigend, aber ich weiß nicht, ob man sich wirklich darüber freuen soll. Wenn das stimmt, hätte sich Putin in eine Situation gebracht, aus der er eigentlich nur noch als Verlierer hervorgehen kann. Ein solcher Mann, dermaßen in die Ecke gedrängt, könnte verzweifelt reagieren und agieren ... nicht gerade beruhigend. Wer wird ihn dann aufhalten?
 
Der Anfang jeder Katastrophe ist eine Vermutung!

Ich kann nur davor warnen, sowohl das russische Militär im allgemeinen als auch Putin im speziellen zu unterschätzen.
 
Es sind Indizien.... Bisweilen habe ich keine Kenntnis darüber das schon jemand mit der Kamera im Tank nachgeschaut hat.... Selbst wenn, wäre mein obiges Statement auch eine Erklärung dafür.... Es gibt viele Möglichkeiten.... bis hin zur Finte... gesichert sehe ich noch gar nichts!

Zumal man sich ja gerade im Westen schon wie oft von Putin hat täuschen und vorführen lassen?
 
Vll ist das, was für finten hielten, auch nur die blanke arroganz eines mannes, der in einer selbst geschaffenen informationsblase sitzt, weil ihm keiner der unteren ränge die wahrheit mehr sagen will. Deine annahmen sind eben auch nur solche und 100% wird das kaum einer je wissen.
 
wir brauchen keine panzer, sondern iterkontinentalraketen mit atomsprengköpfen. nur davor hat der feind respekt.
 
capitalguy schrieb:
wir brauchen keine panzer, sondern iterkontinentalraketen mit atomsprengköpfen. nur davor hat der feind respekt.
Genau ... am besten alle Länder mit Interkontinentalraketen ausstatten, dann wird ewiger Friede auf Erden herrschen ... :freak:
 
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capitalguy schrieb:
wir brauchen keine panzer, sondern iterkontinentalraketen mit atomsprengköpfen.
Wer ist "wir"?
capitalguy schrieb:
... nur davor hat der feind respekt.
Hinter dem Konzept der Abschreckung verbirgt sich wesentlich mehr, als nur jemandem "Respekt einzuflößen".

Ich empfehle dazu das Buch "Thinking about the Unthinkable in the 1980s" (deutscher Titel "Nachdenken über den Atomkrieg") von Herman Kahn. Inhaltlich bezieht es sich zwar auf USA vs. Sowjetunion aus Sicht der USA im "Kalten Krieg", gibt aber sehr interessante Einblicke und Gedankenexperimente im Zusammenhang mit (theoretischen) Auseinandersetzungen unter Einsatz von Kernwaffen.

Ich persönlich halte das Gerede von einem Kernwaffeneinsatz Russlands gegen "wen auch immer" in der jetzigen Situation für starken Unsinn.
 
Capet schrieb:
Ich persönlich halte das Gerede von einem Kernwaffeneinsatz Russlands gegen "wen auch immer" in der jetzigen Situation für starken Unsinn.

ach ja? putin ist ein mad man, der man ist unberechenbar und hochgradig emotional. der drückt ad hoc ab.
eigentlich gehören eroberungskriege nicht mehr ins 21. jahrhundert, aber wie man sieht gibt es sie immer noch.
gott sei dank haben wir in deutschland dir us-airbase in ramstein, dort stehen auch diese raketen.
 
capitalguy schrieb:
gott sei dank haben wir in deutschland dir us-airbase in ramstein, dort stehen auch diese raketen.
Damit wäre Ramstein / Deutschland dann ein primäres Ziel für die russischen Atomwaffen....
Soweit ich weiss lagern dort allerdings seit 15 Jahren keine Atomraketen mehr. Beim Standort Büchel lagern wohl einige Kernwaffen, allerdings werden diese von der deutschen Luftwaffe über dem Ziel abgeworfen, z.b. mit dem Tornado.
Den Artikel über den Kontaktmann beim fsb halte ich durchaus für glaubwürdig. Die mehrfach dokumentierten Wutausbrüche Putin untermalen das. Allerdings macth mir das eher noch größere Sorgen da ich nicht glaube das für Putin ein Scheitern in Frage kommen wird.
 
capitalguy schrieb:
gott sei dank haben wir in deutschland dir us-airbase in ramstein, dort stehen auch diese raketen.
Sag mal - was ist denn mit dir los? Was helfen uns denn in der gegenwärtigen Situation Raketen in Ramstein ?

Dieses Eskalations-Gerede finde ich wirklich gruselig! Es muss vielmehr dringend wieder geredet werden ... und ja, auch und gerade mit Putin ... und es muss eine gesichtswahrende Lösung (für ihn) her. Sonst kommt der ganz große Knall - und wem ist dann geholfen?
Weder uns noch den Ukrainern ... die haben dann nämlich nicht mal mehr einen Ort, an den sie flüchten können ... :(
 
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capitalguy schrieb:
gott sei dank haben wir in deutschland dir us-airbase in ramstein, dort stehen auch diese raketen.
In Ramstein gibt es seit mindestens 15 Jahre keine Atomwaffen mehr und Interkontinentalraketen waren dort zu keinem Zeitpunkt stationiert.

Immer wieder schön, wenn man sieht, wie Personen mit großen Worten über fundiertes Wissen verfügen, was man zudem wirklich in Minuten überprüfen und recherchieren könnte...
 
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Deeskalation müsste das Stichwort heißen. Aber was tut die Bundesregierung? Weiteres Säbelrasseln und Angst verbreiten, um die hohen Militärausgaben beim Volk zu rechtfertigen. Ist ja natürlich auch ein tolles Geschäft für die Rüstungslobby, dafür aber ein sehr teures für den Steuerzahler. Bin mal gespannt, in welchen Bereichen unserer Gesellschaft dafür wieder Kürzungen anstehen werden. Man, wünschte ich mir jetzt einen Mann wie Gregor Gysi als Außenminister. Der würde sofort auf den Weg der Entspannung setzen, wie Willy Brandt es einst sehr erfolgreich vorgemacht hatte. Ständige Aggression wird immer nur noch zu mehr Aggression führen. Das hat die Vergangenheit immer wieder gezeigt.
 
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