Verteidigungspolitik

Discovery_1 schrieb:
Man, wünschte ich mir jetzt einen Mann wie Gregor Gysi als Außenminister. Der würde sofort auf den Weg der Entspannung setzen,
Du kannst dich als Deutschland nicht einfach so über Bündnispolitik hinweg setzen. Egal wer da gerade Außenminister ist und über irgendwelche alten Seilschaften verfügt.

Ich jedenfalls sehe es nicht skeptisch dass mit den Grünen eine sehr Moskau kritische Partei das Amt besetzt, auch wenn ich mir eher Cem Özdemir in dem Job gewünscht hätte.

Die Vergleiche mit Willy Brandt sind obsolet. Damals ging es darum, die (Kriegs-) Verbrechen der Deutschen symbolisch anzuerkennen. Heute geht es ausnahmsweise mal nicht (mehr) um die Kriegsverbrechen der Deutschen sondern deren Russlands im Jahr 2022.
 
Darf ich fragen von welchem Säbelrasseln du sprichst?

Ich halte Gregor Gysi im Falle Russland für befangen. Er hat sich zwar jetzt von putin deutlich distanziert, in der vergangenheit aber eher damit geglänzt, Putin noch mehr freiheiten geben zu wollen und ich zweifele beim Stand der Dinge, dass das förderlich gewesen wäre. Jemand, de erst durch den Krieg erkannt hat, was für ein Mann Putin ist, den halte ich nicht für geeignet, die aktuelle Situation zu lösen.

Man entsinne sich an diese Talkrunde, Stunden vor dem Einamrsch: https://www.t-online.de/nachrichten...uer-putin-kopfschuetteln-bei-markus-lanz.html
 
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Discovery_1 schrieb:
Deeskalation müsste das Stichwort heißen. Aber was tut die Bundesregierung? Weiteres Säbelrasseln und Angst verbreiten
Da würde ich mal ganz stumpf sagen, der hat angefangen. Würde der Westen jetzt auf Deeskalation setzen dann würden wir genau das tun was Putin ganz offensich von uns erwartet hat. Wir greifen ja auch gar nicht aktiv in den Krieg ein, wir handeln im Rahmen unserer beschränkten Möglichkeiten. Und das ist gut und angemessen. Würden wir das nicht tun, signalisieren wir nur das er sich nach der Ukraine gleich die Nächsten vorknöpfen kann. China sieht auch genau zu wie der Westen reagiert. Fahren wir den Kuschelkurs, dann steht China morgen in Taiwan. Unsere Regierung ist nicht diejenige die mit dem Säbel rasseln und Angst verbreiten...
Das was passiert, will niemand, aber ich halte das aktuelle Vorgehen für absolut alternativlos.
 
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Finde die Wortwahl unserer Außenministerin ebenfalls teilweise nicht für angemessen.
Eher Aggressiv. Von ihren Versprechern mal ganz abgesehen.

Meine 12 Jährige Tochter hat eine bessere Wortwahl und Ausdrucksweise als Madam.

Aber gut. Die müssen die Rechnung am Ende ja auch nicht bezahlen. das macht der kleine Mann.

Hab mal Hochgerechnet. Würde sagen das wir Aktuell Pauschal knapp 400-450€ Mehrbelastung im Monat(Heizöl, Sprit, Strom, Lebensmittel) haben als noch vor 12 Monaten(4-Köpfiger Haushalt).
Und das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht.

Ja, ich heiße die Sanktionen ebenfalls für gut, wenn sie denn was bringen.
Aber auch nur bis zu einem gewissen Punkt.
 
Komisch mit allen mit denen ich in meiner Umgebung so gesprochen habe, waren alle sehr angetan von Stil unserer Außenministerin. Endlich mal jemand mit einer klaren und ehrlichen Meinung die man ihr auch abkauft und die richtig ist.
 
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4Helden schrieb:
Meine 12 Jährige Tochter hat eine bessere Wortwahl und Ausdrucksweise als Madam.
Klar doch....
Möchtest du bei solchen Aussagen ernst genommen werden? ODer kannst du wenigstens konkret aufzeigen, weshalb du der Meinung bist? Weil ansonsten ist das mal wieder nichts als Bashing auf Stammtischniveau.
 
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DekWizArt schrieb:
Komisch mit allen mit denen ich in meiner Umgebung so gesprochen habe, waren alle sehr angetan von Stil unserer Außenministerin. Endlich mal jemand mit einer klaren und ehrlichen Meinung die man ihr auch abkauft und die richtig ist.
kann ich auch nur so unterschreiben. Sie redet Klartext, was in der jetzigen Situation auch angemessen ist.
Dagegen ist die Chinaposition ja die geworden, dem Freund Russland weiterhin komplett die Hand zu reichen und den "Versteher" zu mimen.
China wird natürlich genau hinschauen, was der Westen bereit ist einzuleiten an Sanktionen, und sich das durchrechnen lassen, was das an Wachstum für die chinesische Wirtschaft bedeutet.
Sicher wird für uns alles nun noch teurer werden: Getreide - Sprit - Gas - Holz - Spielwaren.
Aber ich persönlich bin bereit, mehr in Deutschland zu zahlen und sich von der Abhängigkeit von Russland und China weiter zu lösen.
 
4Helden schrieb:
Finde die Wortwahl unserer Außenministerin ebenfalls teilweise nicht für angemessen.
Eher Aggressiv. Von ihren Versprechern mal ganz abgesehen.

Meine 12 Jährige Tochter hat eine bessere Wortwahl und Ausdrucksweise als Madam.
Ich will dir nicht zu Nahe treten, aber deine Tochter würde vermutlich wenn sie bei solchen Themen vor der Weltpresse steht und Worte über die Lippen bringen müsste, die hohe Konsequenzen für viele Menschen auf diesem Planeten haben können genau was nicht mehr schaffen?

Überhaupt einen vernünftigen Ton rauszukriegen.

Ich bin absolut kein Baerbock Fan. Aber was mich langsam ganz massiv in Deutschland stört ist, dass wenn einmal ein Politikerfeindbild entstanden ist, davon nicht mehr abgerückt wird. Ein aktuell klassisches Beispiel dazu ist für mich Frau Baerbock, die in meinen Augen als Außenministerin gerade einen sehr schweren Job hat und diesen gut meistert sowie die passenden Worte findet. Das das im Wahlkampf und in der Vergangenheit nicht so war, steht außer Frage. Aber kann man einem Menschen nicht mal Fehler zugestehen oder das dieser sich vielleicht auch verbessert? Zudem ist Frau Baerbock eine der wenigen Politiker die frei sprechen. Die meisten lesen ihre Reden ab oder haben einen Teleprompter im Hintergrund stehen, sie nicht.

Mit dem Maß mit dem einige Politiker bewerten, würde ich sie gerne mal bei ihrer Arbeit bewerten.

Sanktionen finden Deutsche solange toll bis die Spritpreise steigen... und ich bin Berufspendler, fahre 100km am Tag. Könnte also durchaus aktuell jammern, tue es aber nicht. Dann muss ich mich halt mal woanders etwas einschränken. Fakt ist doch, dass wir uns in solchen Fragen viel zu lange viel zu abhängig von solchen Staaten gemacht haben und beim Thema Öl sind wir es ja im Prinzip immer noch und werden es auch nach Russland sein, weil diese Mengen kann nun mal nicht jeder liefern.
 
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Discovery_1 schrieb:
Deeskalation müsste das Stichwort heißen.

Was passiert, wenn man einem kriegslüsternen Diktator ständig nachgibt, mag man sich in der Geschichte der 1930er Jahre anschauen. Heißer Tipp: es hat nichts gebracht und auch keinen Weltkrieg verhindert.

Putin hat in seinem kranken Schädel schon längst entschieden, welchen Weg er zu gehen gedenkt. Mit gut zureden und pampern erreicht man da nichts mehr. Wir können und müssen jetzt nur noch alles tun, um ihn ganz konkret daran zu hindern, seine blutigen, menschenverachtenden und völkerrechtswidrigen Pläne in die Tat umzusetzen. Ja, das wird bitter wehtun und man wird sich hier und da einschränken müssen. Das sollten uns Demokratie und Freiheit sowie das Schicksal unzähliger Menschen aber einfach mal wert sein.
 
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Wir können und müssen jetzt nur noch alles tun, um ihn ganz konkret daran zu hindern, seine blutigen, menschenverachtenden und völkerrechtswidrigen Pläne in die Tat umzusetzen

Dir ist bewusst, das wir nicht mehr in den 30er leben und das eine "Hinderung" mit militärischen Mitteln wahrscheinlich unweigerlich zum Atomkrieg und zur kompletten Vernichtung führen würde?

Es wird ohnehin bald so weit kommen wenn er mit der Ukraine fertig ist, oder nah an die Grenze der anderen Nato Staaten kommt. Da kann eine verirrte Rakete oder eine übereifrige Panzerspitze schon das Ende bedeuten.
 
Ich rede nicht von militärischen Mitteln. Ich rede von Sanktionen, welche Russland die wirtschaftliche Grundlage entziehen, um einen Krieg über längere Zeit führen zu können und Sanktionen, welche das eigene Volk und die Oligarchen gegen den Kreml aufbringen.

Sowas wie einen kompletten Importstopp von russischem Öl und Gas zum Beispiel, was ich bereits seit Kriegsbeginn für absolut notwendig halte. Einfach mal nicht selbst noch Geld in den Krieg pumpen. Wär doch ne Idee. Ach nee, warte, die Spritpreise, mimimi... =P
 
Die Drohung ist für mich unmissverständlich:

"Das russische Außenministerium hat erneut vor westlichen Waffenlieferungen in die Ukraine und Folgen für die Nato gewarnt. Die Lieferung von Waffen oder Flugzeugen sowie die Entsendung von Söldnern könnten die humanitäre Lage in der Ukraine nicht verbessern, sagte Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa der Staatsagentur Tass zufolge. Im Gegenteil würde das eine »katastrophale Entwicklung der Situation nicht nur in der Ukraine, sondern auch in den Nato-Ländern provozieren.« Sacharowa warnte vor einem »globalen Kollaps«, sollten westliche Waffen in die Hände von Kämpfenden gelangen."
(tagesspiegel)
[
 
Das zeigt entweder nur, wie uninformiert die russische Führung ist oder ist die erwartbare Drohgebärde.

Denn westliche Waffen sind längst in der Ukraine. Putin würde einen Atomschlag nicht überleben. Wenn er nicht selber der unmittelbaren Antwort zum Opfer fallen würde, würden nahezu alle Nationen dieser Erde mehr oder weniger alles tun um ihn zu fassen bzw. zu liquidieren. Selbst wenn er einen Atomschlag nur auf die Ukraine führen würde, könnte er sich dann außerhalb Russland wohl nicht mehr blicken lassen, sowas dürfte ihm auch die letzte Unterstützung Chinas kosten. Und das kann Russland wirtschaftlich nicht überleben.

Ich denke sie spielt vielmehr darauf an, dass Russland dann Gas und Öl- Exporte stoppt, in der irrigen Annahme, dass die westliche Welt das nicht ausgleichen könnte.
 
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Ich denke auch, dass man das Säbelrasseln nicht zu Ernst nehmen sollte. Putin muss jetzt "den Macker machen", nachdem es offensichtlich nicht wirklich nach Plan läuft. Seine "nie dagewesenen Konsequenzen" sind psychologische Kriegsführung und letztendlich ein Eingeständnis seiner Konzeptlosigkeit.

Großmachtsfantasien an der bündnislosen Ukraine auszulassen ist das eine, ein Krieg mit der NATO würde unweigerlich sein Ende und das seines Staates bedeuten. Ich wünschte der Westen hätte schon 2014 nach der Krim-Annexion so entschlossen reagiert wie jetzt, dann wäre der Ukraine viel Leid erspart geblieben.
 
OdinHades schrieb:
Sowas wie einen kompletten Importstopp von russischem Öl und Gas zum Beispiel, was ich bereits seit Kriegsbeginn für absolut notwendig halte. Einfach mal nicht selbst noch Geld in den Krieg pumpen. Wär doch ne Idee. Ach nee, warte, die Spritpreise, mimimi... =P
Wenn es nur der Sprit ist , aber das ist ja ein Fass ohne Boden
Zuse schrieb:
Ich wünschte der Westen hätte schon 2014 nach der Krim-Annexion so entschlossen reagiert wie jetzt, dann wäre der Ukraine viel Leid erspart geblieben.
Das sehe ich genau so, da hätte der Westen Regieren müssen, nun ist es halt zu spät.
 
Erkekjetter schrieb:
Das zeigt entweder nur, wie uninformiert die russische Führung ist oder ist die erwartbare Drohgebärde.

Denn westliche Waffen sind längst in der Ukraine.
Er meint ja auch, noch mehr westliche Waffen.
Wer etwas anderes herausliest hat Probleme mit dem deutschen Sprachverständnis.
So viele Waffen sind ja noch gar nicht angekommen, speziell auch aus Deutschland.
Vor 2 Tagen hieß es noch vom ukrainischen Botschafter, es wären genau 0!
 
1. Sie. ;)
2. Steht halt so nicht da. Entweder falsch übersetzt oder aber eben tatsächlich so gesagt. So abwegig wäre das nicht. Das Die Informationslage zumindest augenscheinlich große Lücken hat, zeigt sich ja an diversen stellen.
3. Wer da aus der Dame einen Herren macht und offensichtlich noch weiteres hinzudichtet, was zumindest in der deutschen Übersetzung nicht steht, der sollte anderen nicht mangelndes Sprachverständnis vorwerfen.
Suspektan schrieb:
Sacharowa warnte vor einem »globalen Kollaps«, sollten westliche Waffen in die Hände von Kämpfenden gelangen."
Dieser Satz ist da ziemlich eindeutig nicht dahingehend beschränkt, dass es künftig so nicht sein solle. Sondern generell soll keine Waffen aus westlicher quelle in die Hände Kämpfender gelangen.

PS: Soso nicht viel angekommen: https://www.berliner-zeitung.de/new...-waffenlieferungen-fuer-die-ukraine-li.215439
 
@mo schrieb:
Ich jedenfalls sehe es nicht skeptisch dass mit den Grünen eine sehr Moskau kritische Partei das Amt besetzt, auch wenn ich mir eher Cem Özdemir in dem Job gewünscht hätte.
Ich stelle mir gerade den Außenminister Özdemir auf Staatsbesuch bei dessen "Busenfreund" Erdogan vor.:evillol:
Obwohl, die Frau Baerbock würde da auch nicht viel mehr Respekt ernten.
 
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Mit dem Sie hast Du Recht!

Ansonsten kann ich nur den Kopf schütteln, mit welcher Leichtigkeit sich hier viele einen militärischen Gegenschlag der NATO herbeiwünschen. Wir befinden uns imho in einer ähnlichen Situation wie 1983.

Damals waren die Menschen viel mehr sensibilisiert über die Gefahr eines 3.Weltkrieges in Europa.
Auch damals waren auf dem Höhepunkt die atomaren Streitkräfte der Sowjetunion in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden. (link1, link2, link3)

Ich habe nicht mitbekommen, das die Bevölkerung/die Medien die Hinweise des deutschen Katastrophenschutzministerium aktuell beachten bzw. überhaupt wahrnehmen. Ok, da wird ja auch noch halb geschlafen bzw. die sind anscheinend mit Corona noch vollstens ausgelastet.
Typisch deutsch wird auf den öffentlichen Seiten ausgeführt, das ein Verteidigungsfall vom deutschen Bundestag festgestellt wird und nicht etwa von den tatsächlichen Umständen. ;)

Wer es noch nicht getan hat, sollte jetzt seine privaten Vorräte auffüllen, egal wie teuer!
 
Denn westliche Waffen sind längst in der Ukraine. Putin würde einen Atomschlag nicht überleben. Wenn er nicht selber der unmittelbaren Antwort zum Opfer fallen würd

Die USA und RU haben annährend gleich viele A-Waffen plus Zweitschlagsfähigkeit über Bomber / Uboote usw.

Er würde auf jeden Fall in der Lage sein enen Zweitschlag durchzuführen.
 
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