Verteidigungspolitik

Zu dem Thema, dass er die Fähigkeit seiner Streitkräfte überschätzte bzw. die der Ukraine unterschätzte, gab es ja einige Berichte vom FSB. Sind natürlich unbestätigt, aber klingt schon alles nachvollziehbar. Der FSB wusste z.B. gar nicht bis es los ging, davon dass es hier um einen Angriff gegen die Ukraine geht. Deren Spionage und sammeln von Informationen bezog sich hauptsächlich auf das Donbass Gebiet. Zudem mag Putin wohl keine negativen Berichte, wodurch diese geschönt wurden.

Ähnlich erging es führenden Militärs. Deshalb sind die auch quasi so unvorbereitet da einmarschiert. Den Soldaten hat man ja sogar etwas von einer Truppenübung erzählt, sprich die hat man quasi als Kanonenfutter verheizt.

Zudem gibt es ja vermehrt immer mehr Berichte über Nachschub bzw. Truppen aus anderen Ländern, die noch verbündet mit Russland sind. Den Russen geht die Manpower aus. Man verliert immer mehr Equipment. Die High Tech Jets, sind wohl nicht so High Tech wie man angenommen hat bzw. müssen angeblich tiefer fliegen, weil die guided bombs ausgegangen sind. Allein was inzwischen an SU34 und 35 abgeschossen wurde, ist finanziell gesehen ein heftiger Schlag.
 
Ich frage mich ehrlich gesagt wann Russland an einen Punkt kommt, wo sie sich eingestehen müssen wenn wir jetzt noch mehr verheizen stehen wir auf der anderen Seite ziemlich blank da.. davon mal abgesehen das ihr Militär immer weniger Eindruck schinden kann gegenüber dem Rest der Welt.. inkl. der NATO.

Was die Wehrpflichtigen angeht, sowas hat Russland schon einmal abgezogen.. im Tschetschenienkrieg..die sind da auch gestorben wie die Fliegen.
 
j-d-s schrieb:
Ganz prinzipiell stimmt es daher in der Tat, dass Atomwaffen ein Garant für Frieden sind und zumindest große Kriege verhindern.
Sie sind höchstens ein Garant dafür das die Welt, wie wir sie kennen ein Ende findet wenn die falschen Typen am Drücker sind, denn es gibt immer den einen Punkt den auch eine Atommacht nicht überschreiten darf. Und dann wirds richtig krass.
Aktuell gibt es technisch keinen annähernd verlässlichen Schutz vor Putin Atomwaffen. Egal ob per Überschallrakete die in weniger als fünf Minuten hier sind oder per Tarnkappenbomber abgeworfen. Der einizge Schutz ist, nicht in der Nähe strategischer Ziele zu wohnen.
Das er "geisteskrank" ist glaube ich auch nicht. Unrationale Entscheidungen treffen auch gesunde Menschen.
Evtl. das er an einer Nervenkrankheit leidet evtl. schon. Es wurde schon öfter gemutmaßt das er Parkinson hat, was natürlich abgestritten wird. Aber das er zetlich unter Druck geraten ist wenn er seine grossen Heim ins Reich Ziele noch erreichen will.
 
nebulein schrieb:
Die High Tech Jets, sind wohl nicht so High Tech wie man angenommen hat
Sind sie schon. Nur werden sie in der Ukraine nicht entsprechend der Doktrin geflogen, für die sie ausgelegt sind. Sowohl die Su-35 als auch Su-25 (nehme ich an meinst du, die Su35 ist eine "Super Flanker", eine aufgerüstete SU-27, davon wurden erst 2 abgeschossen) werden normal erst eingesetzt, wenn die Lufthoheit besteht. Ebenso die ganzen Hubschrauber. Sobald noch nennenswerte Luftabwehr am Boden besteht, sind diese Flugzeuge hochgradig gefährdet. Egal ob sie hoch oder tief fliegen. Die Su-35 betrifft das ähnlich, solange die Luftabwehr am Boden nicht eliminiert ist, sind die Flugzeuge stark gefährdet und hohe Verluste nicht zu vermeiden.

Normalerweise werden daher auch normalerweise bei einem Angriff die Luftabwehr zerstört mit Lenkwaffen (im Falle der Russen die Kalibr) bzw. die Luftabwehr unterdrückt mit Wild Weasel Missionen. Ersteres richtet sich vornehmlich gegen stationäre Luftabwehr/Luftüberwachung, letzteres gegen mobile. Das haben die Russen kaum getan. Nach offiziellen Angaben sind kaum über 100 Lenkwaffen überhaupt zu Beginn der Invasion eingesetzt worden seitens der Russen. Zum Vergleich: Die Amerikaner haben zu Beginn des letzten Irakkriegs binnen eines Tages (oder warens 2?) an die 500 Lenkwaffen eingesetzt um die Luftangriffe mit Flugzeugen vorzubereiten. Die mobile Luftabwehr der Ukraine wurde so gut wie nicht angegriffen.

Die SU-34 und SU-25 müssen in der Ukraine ihre Missionen fliegen in Gebieten, die vorher nicht durch Wild Weasel Missionen zumindest aufgeklärt wurden, geschweige den die mobile Luftabwehr unterdrückt bzw. vernichtet wurde.

Offenbar versucht das russische Militär die selbe Strategie, die in Syrien sehr erfolgreich war, nur hat man da eben die Lufthoheit, landbasierte Luftabwehr war dort nicht existent. Das ist umso erstaunlicher, da die ukrainische Luftabwehr aus russischer Produktion besteht wie der BUK. Die Russen müssten genau wissen, gegen was sie da eigentlich fliegen. Auch hier hat man wohl offensichtlich völlig unterschätzt, wie gut die ukrainischen Streitkräfte ausgebildet sind und das ihre Systeme aktiv eingesetzt werden können. Denn das ihnen das egal ist, kann ich mir einfach nicht vorstellen. Die Su-34 als Beispiel ist nichtmal in der Menge bisher in der russischen Luftflotte im Einsatz wie geplant.
Aber auch die Fahrzeuge am Boden zeigen, dass zumindest das eingesetzte Material bei weitem nicht dem entspricht, was Moskau immer wieder auf Paraden präsentiert. T-72 Panzer mit leeren ERA-Säcken sprechen da Bände... Ganz klar mangelt es den russischen Streitkräften an Ausrüstung bis hin zu Feldrationen. Immer mehr Videos belegen, wie russische Soldaten versuchen an Nahrungsmittel zu kommen. Gefundene Rationen sind teilweise seit Jahren abgelaufen, etc. pp.
 
DekWizArt schrieb:
abgesehen das ihr Militär immer weniger Eindruck schinden kann gegenüber dem Rest der Welt.. inkl. der NATO
Das liegt wohl daran, das die Nato-Staaten allein jährlich über 900 Milliarden Dollar nur in das Militär stecken. Ich finde diese Zahl krank. Russland kommt mit seinen 60 Milliarden Dollar jährlich da nicht weit. Aber dafür knallen immer die Champagner-Korken bei den Menschen der Rüstungslobby, die sich daran dumm und dämlich verdienen.
 
Wie sich zeigt, tut das wohl not.
 
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Discovery_1 schrieb:
Ich finde diese Zahl krank.
Weshalb? Wieviel % des BIP der Nato-Staaten entspricht das? Vor allem wenn man bedenkt, dass das ja nicht Beschaffungskosten sind wie du unterstellst, so dass das die Rüstungsunternehmen sich freuen könnten, sondern Unterhaltskosten. Sprich Sold für die Soldaten, Betriebsmittel für das eingesetzte Material, Benzin, Strom, Nahrungsmittel, etc. und pipapo.

Ich kann diese Stammtischparolen echt nicht mehr hören. Da wird mit Aussagen um sich geworfen zu Themen, die man hinten und vorne nicht versteht.

Aber du bist ja auch einer derer, die so schlau sind, dass sie das ganze System durchschauen und sich nicht mehr verarschen lassen... :rolleyes:
 
Discovery_1 schrieb:
Das liegt wohl daran, das die Nato-Staaten allein jährlich über 900 Milliarden Dollar nur in das Militär stecken.
Und das Geld ist gut Investiert, ich möchte nicht wissen wie es ohne Nato aussehen würde. Ich kann verstehen das man dem Kritisch gegenüber steht, Notwendig ist es aber.
 
Ich bin halt Pazifist. Ich finde es traurig, das wir Menschen anscheinend doch immer noch sehr primitiv sind.
 
Discovery_1 schrieb:
Ich bin halt Pazifist. Ich finde es traurig, das wir Menschen anscheinend doch immer noch sehr primitiv sind.

Pazifist zu sein muss ja nicht gleich heißen das man die Pfoten hoch reißt und sich sofort ergibt, oder?
 
Erkekjetter schrieb:
Aber du bist ja auch einer derer, die so schlau sind, dass sie das ganze System durchschauen und sich nicht mehr verarschen lassen...
Ja, ich nenne das Verarsche, wenn für Rüstung, Banken und große Konzerne von der Politik immer sofort Geld locker gemacht wird, während die Menschen z. B. zurzeit gerade an den hohen Energiekosten verzweifeln.
 
Das eine hat jetzt irgendwie wenig mit dem anderen zu tun, aber wir können natürlich erst einmal die Spritpreise senken und uns dann in 2-3 Jahren um die Landesverteidigung kümmern.. in der Hoffnung das Putin dann noch nicht fertig ist mit der Ukraine. Oder wie ist da jetzt der Gedankengang? Immerhin vegetiert die Bundeswehr schon ewig vor sich hin,,
 
Discovery_1 schrieb:
während die Menschen z. B. zurzeit gerade an den hohen Energiekosten verzweifeln.
JA genau, die Leute verzweifeln an den seit 1 Woche (?) hohen Spritkosten genau. Und Heizöl kauft man auch alle 2-3 Tage neu weshalb es gravierend ist, das der Heizölpreis ein paar Wochen hoch ist.

Sorry, ich kann dieses Gejammer nicht mehr hören. Weder haben die hohen Kosten was mit der Ukraine zu tun, noch ist es die Schuld der Politik, dass sie aktuell so hoch sind (zumindest nicht unmittelbar) und heizen und mit dem Autofahren können auch noch alle wie bisher. Einfach weil niemand in so kurzer Zeit in derartige Not gerät. Wer so auf kante genäht lebt, dass er bereits jetzt durch die Spritpreise Probleme bekäme, ist sowieso nicht im Ansatz adäquat auf das Lebensrisiko hin finanziell gesichert... Und die 900 Milliarden für die Nato Truppe sind ja nicht plötzlich gekommen.

Du wechselt das Thema schneller als deine Unterhosen um davon abzulenken, dass du zu keinem etwas relevantes zu sagen hast...
 
DekWizArt schrieb:
Pazifist zu sein muss ja nicht gleich heißen das man die Pfoten hoch reißt und sich sofort ergibt, oder?
Da der Westen ja eh "nur" Wirtschaftssaktionen erlässt, wäre schon die Frage, was passiert wäre, wenn sich die Ukraine direkt ergeben hätte, die Regierung hätte falls nötig, politisches Asyl (in Deutschland) suchen können, damit diese nicht "verschwindet" und dann hält der Westen die gleichen Sanktionen oder härtere so lange aufrecht, bis eine neutrale? Regierung demokratisch gewählt wird.
 
Andy8891 schrieb:
Da der Westen ja eh "nur" Wirtschaftssaktionen erlässt, wäre schon die Frage, was passiert wäre, wenn sich die Ukraine direkt ergeben hätte, die Regierung hätte falls nötig, politisches Asyl (in Deutschland) suchen können, damit diese nicht "verschwindet" und dann hält der Westen die gleichen Sanktionen oder härtere so lange aufrecht, bis eine neutrale? Regierung demokratisch gewählt wird.

Und dann? Dann startet Russland den nächsten Angriffskrieg gegen das nächste Land und dann wieder dasselbe?
Davon mal abgesehen das Du der Ukraine damit jegliches Recht auf Selbstverteidigung absprichst?

Sagt mal Leute, geht es noch? Das ist ein souveränes Land.
 
DekWizArt schrieb:
Und dann? Dann startet Russland den nächsten Angriffskrieg gegen das nächste Land und dann wieder dasselbe?
Dies impliziert das die Sanktionen wirkungslos sind oder nicht?

DekWizArt schrieb:
Davon mal abgesehen das Du der Ukraine damit jegliches Recht auf Selbstverteidigung absprichst?
Die aktuelle Verteidigung scheint eher symbolischer Natur, da die Städte zerstört und zig tausende Menschen tot sind.

Und der Krieg ist ja noch nicht vorbei.

DekWizArt schrieb:
Sagt mal Leute, geht es noch? Das ist ein souveränes Land.
Dem widerspricht ja auch niemand. Diese souveränität sollte danach durch Politik (Sanktionen) wiederhergestellt werden.
 
Andy8891 schrieb:
Dies impliziert das die Sanktionen wirkungslos sind oder nicht?
Wie kommst du denn auf das schmale Brett? DIese sind wirkungsvoll, aber naturgemäß wirken Sanktionen nicht in dem Sinne unmittelbar. Das ist einem doch aber sofort klar, wenn man mal 5 Sekunden drüber nachdenkt...
Andy8891 schrieb:
Die aktuelle Verteidigung scheint eher symbolischer Natur, da die Städte zerstört und zig tausende Menschen tot sind.
Und die Russen nicht im Ansatz soweit gekommen sind, wie sie es vorhatten und enorme Verluste erlitten haben. Ja total symbolisch...

Und seit wnan ist Verteidigung symbolisch wenn es dabei zu Zerstörungen und Toten kommt? Wie soll man etwas verteidigen ohne dass das geschieht? Oo Zumal ein Großteil insbesondere der Zerstörung ja auch präventiv geschah, ganz ohne das je ein Schuss aus einer ukrainischer Waffe gefeuert wurde...
 
Erkekjetter schrieb:
DIese sind wirkungsvoll, aber naturgemäß wirken Sanktionen nicht in dem Sinne unmittelbar.
Und warum hat man dann solange damit getrödelt?

Erst hieß es: Der Sanktionskatalog ist hart und bereits vorbereitet.

Danach ... wir müssen uns mit unseren Partnern besprechen und war sich dann doch nicht einig.

Erkekjetter schrieb:
Und die Russen nicht im Ansatz soweit gekommen sind, wie sie es vorhatten und enorme Verluste erlitten haben. Ja total symbolisch...
Da man ja nun doch Waffen liefert, obwohl dies anfangs wehememmnt abgelehnt wurde, wahrscheinlich aus Angst vor Putin, ist schon die Frage, warum man jetzt aufeinmal keine Angst mehr vor dem roten Knopf hat.

Erkekjetter schrieb:
Und seit wnan ist Verteidigung symbolisch wenn es dabei zu Zerstörungen und Toten kommt?
Die Frage ist, ob die 0815 Bevölkerung höhere Schäden durch eine Besetzung als diese Zerstörung erlitten hätte. Gäbe es Säuberungen (Entnazifizierung) wie bei Hitler? Wie hätte der Westen darauf reagieren können?

Erkekjetter schrieb:
Zumal ein Großteil insbesondere der Zerstörung ja auch präventiv geschah, ganz ohne das je ein Schuss aus einer ukrainischer Waffe gefeuert wurde...
Dies hätte der Westen direkt mit entsprechend Saktionieren müssen.

VIelleicht sogar so, das man sagt: Wir verscherbeln das Vermögen der Kriegstreiber und verwenden das Geld für den Wiederaufbau.

€ Wer bezahlt denn nun den Wiederaufbau? Einfach neue Schulden?
 
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