Du verwendest einen veralteten Browser. Es ist möglich, dass diese oder andere Websites nicht korrekt angezeigt werden. Du solltest ein Upgrade durchführen oder einen alternativen Browser verwenden.
????? Das Sanktionspaket ist doch schon seit längerem aktiv un wurde bereits mehrfach ausgeweitet. Bekommst du eigentlich irgendwas aus der Tagespolitik mit?
Ausschließlich die deutsche Politik hatte das zunächst so verlauten lassen aber binnen 2-3 Tagen revidiert, nachdem eine klarere Lage der Dinge in der Ukraine vorlagen. Der Grund dabei war auch keine Angst vor dem roten Knopf sondern ist seit Jahren die Vorgehensweise bei der deutschen Politik, dass keine Waffen geliefert werden. Auch in anderen Konflikten nicht.
Andy8891 schrieb:
Dies hätte der Westen direkt mit entsprechend Saktionieren müssen.
????? Das Sanktionspaket ist doch schon seit längerem aktiv un wurde bereits mehrfach ausgeweitet. Bekommst du eigentlich irgendwas aus der Tagespolitik mit?
Ja ich habe das hin und her bei Swift mitbekommen.
Lag vielleicht auch an der Überdramatisierung durch die Medien, das es so rüberkam als ob die Ukraine bereits überrannt ist, während sich die Politiker gemächlich über die Sanktionen unterhalten.
Sinnbildlich: Die Panzer stehen vor Kiew, während die Politiker die 25te Sanktionsverschärfung auf den Weg bringen.
Erkekjetter schrieb:
Ausschließlich die deutsche Politik hatte das zunächst so verlauten lassen aber binnen 2-3 Tagen revidiert,
Man hat doch bis zum Anfang des Krieges gehofft, das ganze diplomatisch zu lösen. Soweit ich da unsere Politiker richtig verstanden habe, gab es ja auch Signale vom Kreml, dass man Truppen von der Grenze abziehen will. Das war dann nicht passiert. Das Sanktionen Paket kam doch sehr schnell auf den Weg. Man muss sich ja erstmal einen Überblick über die Situation erarbeiten. Trotzdem empfand ich den Prozess für unseren so trägen Apparat, doch als flott.
Ich glaube du hast ein falsches Verständnis davon, wie Sanktionen funktionieren. Das sind Prozesse die teilweise Jahre benötigen, bis sie wirklich einen großen Einfluss auf das ganze haben. In Russland passiert jetzt nur so schnell ein Teilerfolg, weil die westliche Welt geschlossen sanktioniert hat und an den Sanktionen festhält. Es gibt da keine großartigen Ausweichmöglichkeiten für Russland, so wie das sonst schon stellenweise für Länder der Fall war.
Ich bin gespannt in welcher Form der Kriegstreiber direkt zur Kasse gebeten wird, eben Thema Wiederaufbau.
Wie sagt man so schön bei uns... "pack em nackte mann in de seggel". Kurzum wo nichts da ist, kannst du auch nichts holen. Russland wird das eher nicht bezahlen bzw. wenn dann nur in Teilen. Will man das Land schnell wieder aufbauen, benötigt es finanzielle Hilfe von außerhalb. Da muss man auch mal realistisch bleiben.
Man geht aktuell schon stellenweise von +-500 Milliarden Dollar aus, die der Aufbau wieder kosten wird. Das BIP von Russland liegt knapp über dem von Spanien und etwas unter Italien. Wenn Russland das bezahlen soll, dauert der Aufbau 50 Jahre.
Noch am Tag, bevor Putin dien Donbass anerkannt hat, wurde von den Russen noch mitgeteilt, dass die Truppen abgezogen werden. Also bei aller Liebe, weder bei den Sanktionen noch bei der "Meinungsänderung" der deutschen Politik bezüglich Waffenlieferung kann man irgendwie vorwerfen, dass das langsam gewesen wäre. Und das hat auch keine halbwegs taugliches Medium so verbreitet oder den Eindruck dahingehend erweckt. Bin da also ganz bei dir, das ist ein völlig abwegiger Vorwurf.
nebulein schrieb:
Wenn Russland das bezahlen soll, dauert der Aufbau 50 Jahre.
Man müsste dann auch irgendwie die handhabe haben Putin bzw. Russland dazu dann auch zu bringen. Hat man die? Nein... Wird schwer genug Putin und sein verantwortliches Gefolge für die Kriegsverbrechen dranzubekommen.
Aber das sind alles so Details die den User wohl nicht interessieren. Alles versagen der Politik...
Man müsste dann auch irgendwie die handhabe haben Putin bzw. Russland dazu dann auch zu bringen. Hat man die? Nein... Wird schwer genug Putin und sein verantwortliches Gefolge für die Kriegsverbrechen dranzubekommen.
Die hätte man höchstens, wenn über die Aufgabe Russlands in diesem Krieg verhandelt wird. Aktuell befinden wir uns ja aber auf dem Level, dass Russland die Forderungen bzw. den Ton angibt. Unter diesen Umständen glaube ich kaum, dass auch nur im Ansatz der Wiederaufbau vom russischen Staat bezahlt wird. Sobald das zur Debatte steht, werden die Verhandlungen abgebrochen.
Und das hat auch keine halbwegs taugliches Medium so verbreitet oder den Eindruck dahingehend erweckt. Bin da also ganz bei dir, das ist ein völlig abwegiger Vorwurf.
Die Medien haben ja bereits knapp eine Woche vorher auf den Krieg eingestimmt.
Und als der Krieg dann am 24.02.2022 komplett begonnen hat, war es doch sehr blauäugig anzunehmen, das die Sanktionen, die eben erst "langsam" (im Verhältnis zur Zerstörung) wirken, direkt ein umlenken bewirken, oder nicht?
Erkekjetter schrieb:
Man müsste dann auch irgendwie die handhabe haben Putin bzw. Russland dazu dann auch zu bringen. Hat man die? Nein... Wird schwer genug Putin und sein verantwortliches Gefolge für die Kriegsverbrechen dranzubekommen.
Genau das meinte ich eben mit Symbolpolitik. Ja die Sanktionen werden der russischen Wirtschaft massiv schaden, aber helfen diese in irgendeiner Form dem angegriffenen Land?
Sind keine Sanktionen denkbar die sowohl Russland schaden aber AUCH der Ukraine in der Realität helfen?
Erkekjetter schrieb:
Aber das sind alles so Details die den User wohl nicht interessieren. Alles versagen der Politik...
Genau das meinte ich eben mit Symbolpolitik. Ja die Sanktionen werden der russischen Wirtschaft massiv schaden, aber helfen diese in irgendeiner Form dem angegriffenen Land?
Sind keine Sanktionen denkbar die sowohl Russland schaden aber AUCH der Ukraine in der Realität helfen?
Viele der Sanktionen tun das, direkt oder indirekt. Wenn man nicht direkt militärisch eingreifen kann oder möchte dann dreht man halt den Geldhahn zu und schränkt den Zugang zu Gütern auf dem Weltmarkt ein. Es gibt Schätzungen die davon ausgehen das der Krieg Putin etwa 7 Milliarden Euro pro Tag kostet (ohne die Sanktionen), manche Schätzungen sind wesentlich höher. Die Sanktionen zielen darauf ab Russland die Fortführung des Krieges wirtschaftlich möglichst unattraktiv zu machen.
Die Welt hatte gar keinen Konflikt mit Russland, aber Putin hat einen Konflikt mit der Welt.
Auf diese Art und Weise und mit Google Map etc. hat man ja auch bereits Putins Lüge über den Donbass und die Krim entlarvt (bezüglich, dass es kein russisches Equipment und keine russischen Soldaten gab). Ebenso konnte man darüber nachweisen, dass eben sehr wohl russische BUKs dort waren und MH17 abgeschossen hat. Man konnte sogar die Crew und das konkrete Fahrzeug identifizieren und dadurch mit Bestimmtheit sagen, dass es russisch war. Geholfen hatte dabei vor allem eine russische Social Media Plattform für russische Soldatenmütter.
Es ist wirklich interessant, welche Möglichkeiten, aber eben auch Gefahren die moderne vernetzte Welt hat für militärische Aufklärung und Informationsbeschaffung. Ich gehe davon aus, dass hier das Potential auch nicht nicht erschöpft ist. Klar ist jedenfalls: Kriege können nicht mehr im "geheimen" geführt werden. Man muss damit rechnen, dass ab dem ersten Schritt einer Operation Zivilisten darauf aufmerksam werden und ins Netz stellen. Gar nicht auf die Operation an sich oder dergleichen. Aber Truppenbewegungen (als Beispiel) sind für die meisten Zivilisten eben etwas besonderes und halten es daher fest. Und dagegen gibt es eigentlich keinen Schutz. Denn auch das Ausschalten der zivilen Infrastruktur, die sowas unterbinden würde, wäre ja bereits sofort auffällig.
Ist schon eine schwierige Lage, in der sich die NATO befindet.
Einfach "mitmachen" geht eben auf keinen Fall, dann haben wir nämlich den dritten Weltkrieg mit Atomwaffen an der Backe.
Also liefern wir entsprechende Waffen ...
Zitat SZ:
Dieses umfasse 800 Flugabwehrsysteme und 9000 Panzerabwehrraketen sowie 7000 Schusswaffen und Munition.
... und hoffen, dass die Ukraine sich damit selbst verteidigen kann und die Sanktionen ihr übriges tun.
Sollte das nicht gelingen fürchte ich um das Schicksal der restlichen Nachbarn Russlands, die nicht in der Nato sind.
Mal was anderes, was passier teigentlich mit den eingefrorenen Geldern, den beschlagnahmten Yachten, etc.? Geht das einfach in Staatsbesitz über oder bekommen die das nach dem Krieg einfach wieder?
Bezüglich der Social-Media Analyse ... wäre es nicht denkbar, dass man genau damit auch ein Ablenkungsmanöver starten könnte? Einfach gestellte Szenen mit Fake Profilen teilen, so dass das Bild einer Truppenbewegung erkennbar wird, ohne dass es diese gibt?
Mal was anderes, was passier teigentlich mit den eingefrorenen Geldern, den beschlagnahmten Yachten, etc.? Geht das einfach in Staatsbesitz über oder bekommen die das nach dem Krieg einfach wieder?
Denkbar? Klar. Denke aber dass das nur oberflächlich geht. Es ist nahezu unmöglich, Fakeprofile so anzulegen, dass keine Fehler erkennbar sind. Beispiel: Es wäre durchaus auffällig wenn alle zu einem mehr oder minder gleichen Datum Profile anlegen. Zudem müsste das ganze mit Inhalten gefüllt werden und Inhalte sind nachprüfbar. Der Aufwand, dass entsprechend plausibel zu gestalten wäre enorm und benötigt einen sehr langen Zeitraum zur Vorbereitung. Will nicht sagen es ist unmöglich, aber vermutlich übersteigt der AUfwand den nutzen um ein vielfaches.
Zudem: Im Fall von Flug MH17 waren es ja nicht die Profile der Soldaten selber, sondern von deren Müttern. Sprich Personen und Netzwerken, die nicht der Kontrolle des Militärs oder ähnlichen Apparaten unterliegt. Die Satellitendaten lassen sich zudem nicht fälschen, sofern man keinen Zugriff darauf hat.
Hannibal Smith schrieb:
Mal was anderes, was passier teigentlich mit den eingefrorenen Geldern, den beschlagnahmten Yachten, etc.? Geht das einfach in Staatsbesitz über oder bekommen die das nach dem Krieg einfach wieder?
Ich gehe davon aus, dass sie zurück an die Besitzer gehen. Ggf. (halte ich aber für unwahrscheinlich) wird es konfisziert und geht an die Ukraine als Wiedergutmachung oder dergleichen. Dazu müsste meiner Meinung nach aber ein konkreter Nachweis bestehen, dass diese Personen an den Handlungen in der Ukraine unmittelbar beteiligt waren. Ich kann ja schlecht jemand enteignen nur weil ich zunächst mal unterstelle weil er Russe ist, dass er Schuld an der Krise in der Ukraine hat und daher mit haftet.
Eingefroren heisst eben genau das was das Wort aussagt. Gut möglich, dass nach dem Krieg bzw. wenn die Situation wieder überschaubar wird, der Besitz freigegeben wird. Eine Enteignung dagegen ist schwierig, vor allem wenn Yachten oder Besitztum auf Unternehmen laufen, die ihren Sitz nicht in Russland, sondern hier haben. Das ist rechtlich gesehen ein schwieriges Thema.
Wurde von Putin nicht groß verkündet, das eine Einmischung des Westens verheerende Konsequenzen haben wird?
Sanktionen wären für mich auch noch keine Einschmischungen, aber wenn Waffenlieferungen auch keine Einmischung sind, dann könnte kann man doch direkt Drohnen losschicken, wenn sich "Einmischung" ausschließlich auf "Bemannt" bezieht.
Hannibal Smith schrieb:
Sollte das nicht gelingen fürchte ich um das Schicksal der restlichen Nachbarn Russlands, die nicht in der Nato sind.
Die Sanktionen werden ja bis dahin hoffentlich zu wirken beginnen und Russland hat kein Geld mehr für weitere Angriffe
Hannibal Smith schrieb:
Mal was anderes, was passier teigentlich mit den eingefrorenen Geldern, den beschlagnahmten Yachten, etc.? Geht das einfach in Staatsbesitz über oder bekommen die das nach dem Krieg einfach wieder?
Ich kann mir schon denken was passiert, wollte aber nicht mit "haltlose Unterstellungen" von gewissen Usern beleidigt werden deswegen habe ich abgewartet, das folgendes kommt:
Erkekjetter schrieb:
Ich gehe davon aus, dass sie zurück an die Besitzer gehen.
Ich kann mir schon denken was passiert, wollte aber nicht mit "haltlose Unterstellungen" von gewissen Usern beleidigt werden deswegen habe ich abgewartet, das folgendes kommt:
Wenn du ausnahmsweise mal was korrektes und sinnvolles beigetragen hättest, hätte dir niemand widersprochen. Deine haltlosen Unterstellungen führst du ja mit der Aussage fort. Bzw. irgendwelche Annahmen deinerseits als Fakten hinzustellen...