Verteidigungspolitik

Hallo

brettler schrieb:
Bei den Russen könnte ich es mir wie gesagt vorstellen das man 2 Koffer braucht, da die Russen sich ja gegenseitig tradtionell missstrauen.
Wenn die Russen sich angeblich gegenseitig traditionell misstrauen ist es noch unwahrscheinlicher das Putin bei Atomwaffen anderen vertraut und die Macht über die Atomwaffen nicht alleine hat.

Grüße Tomi
 
Entweder das Thema Putin erledigt sich seitens der Russen innerhalb von 30 tagen von selbst.

Das ist das blauäugiste von allen. Wenn Putin weg ist, kommt unter Umständen der nächste aus seinem Speichellecker Kreis nach der keinen Deut besser ist.
 
brettler schrieb:
Das ist das blauäugiste von allen. Wenn Putin weg ist, kommt unter Umständen der nächste aus seinem Speichellecker Kreis nach der keinen Deut besser ist.

Ja sicher, du bist hier der weiseste unter den Blinden.
Lassen wir uns überaschen.
 
Naja, man sollte nicht davon ausgehen, dass Putins Nachfolger gemäßigter ist. Vielleicht zu Beginn, um die Sanktionen loszuwerden, aber früher oder später wird es erneut Probleme geben.
 
Den Russen konnten man nur vertrauen beim Kampf gegen die Nazis - zum Glück damals.
Allerdings ist die generelle Politik der Russen NICHT kompatibel mit der des Westens. Allenfalls die Oligarchen häufen das Geld an für eigene Wünsche. Das Wohl der eigenen Bevölkerung steht bei den Politikern nicht im Vordergrund, daher ist sie auch Entbehrungen seit jeher gewohnt.
 
sarkasmus ON

genau, im "WESTEN" steht nur das wohl der eigenen bevölkerung im vordergrund. ausschließlich.
darum haben "WIR" auch entsprechende regeln, die sicherstellen, daß ein verschwindend geringer anteil der bevölkerung, die immer wieder zitierten ~1%, einen relativ & absolut dominierenden anteil an der kontrolle jeglicher resourcen, genaues weiss man ned, aber es ist doch öfters die rede von ~>50%, haben.
und böse zungen zischeln, daß es oberstes ziel ist, das zu konservieren. wie können sie nur!

sarkasmus OFF

jeden tag wäscht das waschmittel noch weisser. mit ensprechendem marketing kein problem.
und wir sind sehr gut im waschen.
von geld, von öffentlicher wahrnehmung, von allem möglichen. denn alles ist hochintegriert.
der ausdruck "embedded" ist "deprecated", und wird nicht mehr gerne gesehen.

und nein, ich will keineswegs die russen, den krieg, wasauchimmer... relativieren/verstehen/gutheissen/verteidigen/tbc....

mich kotzt nur heuchelei an.
"der westen" sollte zunächst die eigene türschwelle von krieg/foltergefängnissen/regime changes etc freimachen. und es schaffen, das zu halten.
 
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Also wenn ich den Wohlstand im Westen mit dem in Russland vergleiche, möchte ich nicht tauschen. Auch sterben meines Wissens nach weniger KRitiker im Westen als in Russland. Ebenso werden grundsätzliche Freiheitsrechte im Westen weit weniger (bis gar nicht) eingeschränkt im Gegensatz zu Russland.

Mich kotzt Heuchelei auch an. Aber dem Westen hier vorzuwerfen, erstmal vor seiner Haustüre zu kehren ist schlicht hanebüchen. Es liegen derartige Welten zwischen Russland und dem "Westen", wer das nicht sieht ist schlicht ideologisch völlig verblendet.

Und ja, das ist objektiv nachweisbar, dass da Welten zwischen liegen...
 
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Erkekjetter schrieb:
Mich kotzt Heuchelei auch an. Aber dem Westen hier vorzuwerfen, erstmal vor seiner Haustüre zu kehren ist schlicht hanebüchen. Es liegen derartige Welten zwischen Russland und dem "Westen", wer das nicht sieht ist schlicht ideologisch völlig verblendet.
Das ist richtig, aber sollte der „Westen“ beginnen auf die eigenen blinden Flecken zu schauen. Dadurch wäre man auch weniger angreifbar. Es ändert aber nichts daran, dass dies nicht dazu taugt Putins Völkerrechtsverletzungen und den daraus resultierenden Verbrechen zu relativieren oder gar zu entschuldigen.
 
whats4 schrieb:
mich kotzt nur heuchelei an.
"der westen" sollte zunächst die eigene türschwelle von krieg/foltergefängnissen/regime changes etc freimachen. und es schaffen, das zu halten.
Das wir gerade in Europa einen deutlich höheren Standard an ethische Werte haben, zeigt dir jede Statistik. Das heißt nicht, dass wir keinen einzigen Flecken auf der Weste haben, aber was Freiheiten der BEvölkerung etc angeht, sind wir meilenweit vorne.

Und das die Vermögensverteilung so ist wie sie ist, wollte der Deutsche genauso wie die Amis. Sozialsmus ist der Feind. Vom Tellerwäscher zum Millionär. Es werden immer die gewählt, die ganz nah an der Wirtschaft kleben.
 
frage julian, der in londinium lebendig begraben ist.
frage edward, der sich, ausgerechnet in russland, verstecken muß, weil sie ihn definitiv lebendig begraben, wenn sie seiner habhaft werden.
immerhin hat er das verbrechen begangen, verbrechen gegen die verfassung in millionen fällen aufzudecken, schwarzaufweiss.
frage die illegal in einem illegalen gefängnis auf einer militärbasis auf der kubanischen insel einsitzenden.
frage die bedauernswerten opfer, die in illegalen & selbstverständlich geheimen foltergefängnissen weltweit behandlungen unterzogen werden, die eher der spanischen inquisition zugetraut werden.

ich finde nicht, daß "der westen" in der position ist, auf der moralischen geige zu spielen.
denn so zu tun als ob..... das ist es, was heuchelei im kerne ist.
und ich sehe keineswegs, daß das mit der heuchelei auch nur irgendwie besser wird.

und zu statistiken, die demjenigen, der sie schreiben läßt, eine blütenweisse weste bescheinigen, muß wohl nix weiter gesagt werden. man weiss ja, wie das mit statistiken ist....
 
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Jelais schrieb:
Das ist richtig, aber sollte der „Westen“ beginnen auf die eigenen blinden Flecken zu schauen. Dadurch wäre man auch weniger angreifbar.
Solange der "Westen" also nicht perfekt ist, darf er niemanden, egal wie groß die Verstöße zum Beispiel gegen Menschenrechte sind, kritisieren oder aktiv einwirken? Für wie groß hälst du die Wahrscheinlichkeit, dass ein Gebilde wie der "Westen" so perfekt ist, dass er nicht mehr angreifbar ist?
Das ist übrigens auch ein Ziel russischer Propaganda: 1. Exakt diesen Narrativ aufbauen, dass der Westen nicht derart handeln darf, weil er ja selber nicht perfekt ist und 2. stets Zweifel sähen, dass der Westen "perfekt" sei und darauf verweisen, dass er ja auch Fehler habe. Sprich Whataboutismus. Das Ziel dürfte ziemlich klar sein, nämlich die völlig berechtigte Kritik zu illegitimeren, denn niemand ist perfekt, ergo dürfte auch keiner je berechtigte Kritik ausüben.

Funktioniert ziemlich zuverlässig wie man immer wieder sieht...
Ergänzung ()

whats4 schrieb:
und zu statistiken, die demjenigen, der sie schreiben läßt, eine blütenweisse weste bescheinigen, muß wohl nix weiter gesagt werden. man weiss ja, wie das mit statistiken ist....
von blütenweiß war nirgends die Rede sondern von großen Unterschieden.

Aber egal, diesen ideologischen Mist muss ich nicht weiter kommentieren, solange er nur dazu dient, zu relativieren, was in Russland bzw. durch Russland vorgeht.
 
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Erkekjetter schrieb:
Solange der "Westen" also nicht perfekt ist, darf er niemanden, egal wie groß die Verstöße zum Beispiel gegen Menschenrechte sind, kritisieren oder aktiv einwirken? Für wie groß hälst du die Wahrscheinlichkeit, dass ein Gebilde wie der "Westen" so perfekt ist, dass er nicht mehr angreifbar ist?
Wo habe ich das geschrieben? Ich habe sogar ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dies nicht dazu taugt Russlands Völkerrechtsverletzungen zu relativieren oder zu entschuldigen.
Aber uns würde es gut stehen, kritischer mit uns selbst umzugehen.
 
Alle Beispiele richtig, dennoch
whats4 schrieb:
und ich sehe keineswegs, daß das mit der heuchelei auch nur irgendwie besser wird.
Es wäre schön wenn es besser wird, de facto IST es deutlich besser. Beweis: Jede Statistik über Bürgerrechte. Aber klar, die sind alle gefälscht und in Russland herrscht die absolute Demokratie und hier in Europa die Diktatur.
 
du mißverstehst absichtlich.
nun, versuchen wir es anders:
die wirklichkeit ist kein amerikanischer western mit "den guten" und "den bösen*.

es ist eher ein italowestern.
es gibt nur gesindel, daß sich gegenseitig bekämpft.

hast es jetzt verstanden?
oder willst mich weiter mit platten standardvorwürfen plagen?
 
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Es wird eben eine gewisse Konsitenz gefordert und ich finde zu Recht. Die militärischen Aktionen von Russland und der Krieg in der Ukraine ist ganz klar zu verurteilen, zu sanktionieren und irgend möglich zum Wohle der Bevölkerung schnell aufzulösen.
Die Begründungen warum das russische Regime so böse ist sind aber eben doch häufig heuchlerisch und Propaganda. Das gilt übrigens auch für andere Länder, denn mir wäre neu das wir Saudi Arabien boykottieren - die ebenfalls einen Angriffskrieg in einem Nachbarland führen (seit Jahren) und mit dem Umgang kritischer Bürger sicherlich auf russischem Level sind.

Da wirken die Aussagen eben unglaubwürdig und die Politik hat bereits Probleme mit der Glaubwürdigkeit im Allgemeinen.
 
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an all die "Westen-Zweifler": ihr habt also wohl das kleinere Übel gewählt, hier zu leben, oder?

Egal, wo ihr lebt: ihr müsst euch mit dem Leben dort nun mal anfreunden, ändern könnt ihr es nicht.
Wenn es euch hier im Westen nicht gefällt, ändert die politischen Lage hier oder wandert nach Weißrussland oder Nordkorea aus. Dann könnt ihr dort versuchen, die politische Lage zu ändern - oder es einfach akzeptieren.
Putin hat versagt! Er hat Russland ganz in die Enge gedrängt, ist zum großen teil politisch international isoliert und wird das Land sicher nicht mehr lange regieren.
So oder so wird man ihn ablösen, ob der Westen dann nochmals die Nähe zu Russland sucht wird die zeit zeigen. Schnell gehen tut das eine wie das andere aber nicht, wir habe noch eine Menge Kampf vor uns.
 
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Schon so zu tun als wäre das jetzt ein krieg. 2. tschetschenienkriege und georgien vergessen?
Und nur weil der ukraine medial aufgrund der viel größeren geografischen nähe mehr aufmerksamkeit geschenkt wird ist das kein heucheln. Saudi arabien wurde ebenfalls kritisiert und teilweise sanktioniert. Es war medial schlicht nur nicht so präsent.
 
@hallo7 Sehr gut gesagt. Gregor Gysi hat die Bundesregierung vor kurzem im Bundestag dazu mal in etwa so kritisiert: "Sie sagen immer nur das eine, aber sagen nie das andere." (Ist jetzt nur aus dem Gedächtnis, also kein 100 Prozent Zitat). :D
 
whats4 schrieb:
hast es jetzt verstanden?
oder willst mich weiter mit platten standardvorwürfen plagen?
Platter als deine Aussage geht es doch gar nicht. Du versuchst 2 Systeme gleichzusetzen, indem du einem System Fälle wie "Julian" und "Edward" vorwirfst während das andere System systematisch Menschenrechte verletzt. Ja Guantanamo sollte nicht existieren, Al-Quaida aber auch nicht.

Und deine Argumentation funktioniert sowie nur, weil du alle westlichen Länder in einen Topf wirfst. Aber selbst mit den USA in diesem Topf ist das Level, auf dem sich der "Westen" befindet um ein vielfaches höher als Russland.

hallo7 schrieb:
Die Begründungen warum das russische Regime so böse ist sind aber eben doch häufig heuchlerisch und Propaganda.
Heuchlerisch, weil wir abhängig von Energie sind. Und ja, SA ist sicherlich auf dem Level wie Russland. Warum es Propaganda ist, kannst du aber sicher erläutern.
 
SonyFriend schrieb:
ob der Westen dann nochmals die Nähe zu Russland sucht wird die zeit zeigen.
in meinen Augen hat Putin sein eigenes Volk verraten. Ich bin mir sicher, das die große Mehrheit mit seiner aktuellen Politik nicht einverstanden ist. Ich wünschte mir allerdings diesbezüglich mehr Widerstand vom russischen Volk. Na ja, wir können nur hoffen, das es in Zukunft überhaupt noch "demokratische" Wahlen in Russland geben wird.
 
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