Verteidigungspolitik

Und das hat jetzt genau was mit den Rechten bei der Bw zu tun? Und das mit dem ganzen ÖD hat auch nix mehr der Verteidigungspolitik zu tun.

Und die Bw mag zwar ein sicherer AG sein aber kein Bequemer und gut bezahlend auch nciht.
 
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brettler schrieb:
Und die Bw mag zwar ein sicherer AG sein aber kein Bequemer und gut bezahlend auch nciht.
Die BW zahlt sehr gut, wichtig ist hierbei das man in der Verwaltung nicht unter Master/Diplom einsteigt, da die Gehaltsspreizung im ÖD deutlich größer ist zwischen Akadermikern und Nicht-Akademikern als etwa in der Privatwirtschaft wo man mit Zusatzqualifikationen und Berufserfahrung einiges mehr wegmachen kannt.

Aber selbst ohne akademischen Abschluss, zahlt die BW garnicht mal so schlecht, hier auch bedenken das es eine menge Zulagen gibt, die ausser einem Tarifmitarbeiter bei VW und Co. kaum jemand in der Privatwirtschaft erhalten kann. Ich finde jedenfalls Netto 2100€ direkt nach der Ausbildung garnicht mal so schlecht, bedenkt man dann noch die Sicherheit die der Arbeitsplatz bietet und einer hoch attraktiven Rente, sowie die garantierten Arbeitszeiten ist die BW kein unattraktiver Arbeitgeber.
 
Der Unterschied ist, dass man sich für 2100 Netto verpflichtet sich die Rübe gegebenenfalls weg schießen zu lassen, genauso wie bei der Polizei. Passiert nicht? Hier in RLP leider schon passiert. Der Bundi bekommt halt bei Auslandseinsätzen noch Zulagen, aber reich wird der davon nicht. Finde ich wenig attraktiv, wenn ich irgendwo als Fließbandarbeiter auf das gleiche raus komme, wenn nicht sogar mehr für kein Rübenwegschießrisiko.
 
Erkekjetter schrieb:
Das sind ERA Taschen, Softkillsystem gegen Hohlladungen. Ob die wegen Korruption fehlen oder weil einfach keine Gelder da sind um die nachzurüsten bzw. zu erstezen wenn defekt7ausgelöst, sei dahingestellt.
Ja schwer zu sagen, ich würde dennoch auf Korruption tippen.

Erkekjetter schrieb:
Sie sind vorallem deshalb effizient, weil sie gegen Panzer angesetzt werden, die teilweise 2-3 Jahrzehnte älter sind und Bereiche dieser angreifen, die eher schwach sind, da zu dem Zeitpunkt, als diese Panzer konstruiert wurden, keine Waffen bekannt waren, die diese Punkte gezielt angreifen konnten. Aktive Abwehrsysteme und nachgerüstete Softkillsysteme an diesen Stellen würden das schnell beheben.
Natürlich spielt diese Tatsache auch eine wichtige Rolle aber das ist wohl kaum der einzige Grund.
Panzer sind nur für bestimmte Einsätze sinnvoll, nicht aber gegen Infanterie oder in Straßenschlachten.

Die USA haben ähnliche Erfahrungen im Irak gemacht.
Als sie mit ihren M1 in Bagdad einfielen, legten einfache RPGs diverse M1 lahm.
Daraufhin haben sie die Strategie geändert und boom.... keine M1 Verluste mehr = neue Strategie.

Erkekjetter schrieb:
Zeigt er nicht. Die Russen sind nur überhaupt nicht darauf vorbereitet. Ich halte zwar Panzer zwar als auch nicht mehr als das Rückgrat einer Armee wie es im Kalten Krieg der Fall war, das war dank modernere Luft Boden Raketen für Flugzeuge und Helikopter schon eine ganze Weile "absehbar".
Und wie er das zeigt.... es legen eben nicht Flugzeuge oder Helikopter die rus. Panzer lahm sondern vermehrt kleine Javelin & Co. Gruppen. Selbst die 51x TB2 Drohnen sind größtenteils abgeschossen.... und die UA Luftwaffe seit dem ersten Tag der Invasion völlig zerstört.

Die Panzer sind also defacto Schutzlos unterwegs und können leicht von solchen kleinen Gruppen aufgetrieben werden, was auch ständig passiert. Die meisten Abschüsse von gepanzerten Fahrzeugen kommt aus der Artillerie und vor allem kleinen Infanterie-Truppen.

Erkekjetter schrieb:
Die große effektiveität der Panzerabwehrraketen in der Ukraine ist hingegen wohl stark dem Vorgehen der russischen Streitkräfte zu verdanken. Stäkrerer Flankenschutz und eine bessere Zusammenarbeit der jeweiligen Waffengattungen würde hier viel helfen.
Genau das. Kenne deine Werkzeuge und setze sie entsprechend ein.
Wie ich schon sagte, falsche Strategie.

Erkekjetter schrieb:
Und die Drohnen? Würde so nach diesem Krieg wohl nicht mehr funktionieren, gegen westliche Armee ohnehin kaum, die diese Art der Kriegsführung erkannt haben und ganz anders ausgestattet sind im Bereich der elektronischen Kriegsführung als die russische Armee. Drohnen wie die in der Ukraine oft verwendete sind extrem leicht zu stören durch entsprechende Maßnahmen.
Annahmen... und nur das.

Alles was den Russen in der Ukraine passiert, kann auch jedem anderen Land passieren wenn sie so unvorbereitet und zum Teil mit völlig falschen Strategien einen Krieg führen. Ich sage nur Vietnam. Schon damals waren die USA dem Vietnam 1000 Jahre voraus... und wer hat gewonnen?

Erkekjetter schrieb:
Ein klarer Fehler der Russen ist die mangelende Luftunterstützung durch fehlende Luftüberlegenheit und die völlige Vernachlässigung elektronischer KRiegsführung.
Korrekt, dazu kommt noch die fehlende Versorgung, die durch die liegengebliebenen Fahrzeuge noch zusätzlich blockiert wird. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, welchem Punkt hier die Russen "gut" gemacht haben, also strategisch gesehen.... ich meine, die parken da einfach mitten im Krieg einen schw. Transportschiff vor den Hafen und wundern sich dass dieser mit Arterielle beschossen und ich glaube sogar versenkt wird.
 
The_waron schrieb:
Ich finde jedenfalls Netto 2100€
Lol, das liegt weit über dem, was in der Privatwirtschaft außerhalb der IGM/IGBCE üblich sind. Aber nein, die BW zahlt nicht gut...

Das sich dieses Vorurteil immer noch hält obwohl es seit ca. den späten 90ern nicht mehr stimmt...
nebulein schrieb:
Der Unterschied ist, dass man sich für 2100 Netto verpflichtet sich die Rübe gegebenenfalls weg schießen zu lassen,
Die große Mehrheit der BW "Angestellten" und auch bei der Polizei müssen sich überhaupt nicht die Rübe wegballen lassen. Ist ja nicht so, dass nur die Soldaten im Kampfeinsatz so entlohnt werden. Die ganze Verwaltung und Versorgung, IT usw. wird genauso hoch entlohnt und von denen wird keiner einen Kampfeinsatz je haben (höchstwahrscheinlich, man soll ja nie nie sagen).
 
Wenn wir in diesem Thread von Bundeswehr etc. sprechen, ist wohl klar, dass man von Soldaten spricht und nicht von einem Verwaltungsangestellten. Zur Info Threadtitel ist Verteidigungspolitik, nicht Verwaltungspolitik.
 
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[ChAoZ] schrieb:
Natürlich spielt diese Tatsache auch eine wichtige Rolle aber das ist wohl kaum der einzige Grund.
Panzer sind nur für bestimmte Einsätze sinnvoll, nicht aber gegen Infanterie oder in Straßenschlachten.
Das ist korrekt, die meisten Panzer sind aber nicht im Straßenkampf vernichtet worden sondern auf freier Flur, entweder bei Überlandfahrten oder im freien Feld in Stellungen. Ja, die fragwürdige Strategie trägt ihren Teil dazu bei, der Hauptgrund dürfte aber in der Tat in den Panzern selber liegen. Sie wurden für andere Kriege zu anderen zeiten gebaut. Das sind Relikte des Kalten Krieges, wo man mit riesigen Panzerschlachten rechnete, Front gegen Front. Entsprechend sind sie konstruiert. Schon Abstandsaktive Systeme, wie sie Merkava, Leclerc, Challenger und in teilen der Leo trägt, würde daran erheblich was ändern. Selbst Frühwarnsensoren, die vor Markierungslasern etc. waren, würden das deutlich entschärfen oder Systeme, die die Leitsysteme der Raketen stören. Das kennen auch die Russen, aber eben nicht auf den Modellen, die in der Ukraine in großen Teilen zum Einsatz kommen.
[ChAoZ] schrieb:
Und wie er das zeigt....
Nein, sie sind in diesem Szenario hocheffektiv, weil die Waffengattungen nicht zusammen spielen und die Aufklärung absolut mangelhaft ist. Vereinfacht gesagt ist das wie Stein, Schere udn Papier, wo eines der 3 nicht vorkommt und entsprechend ist dann der Teil, dessen Counterpart fehlt, übermächtig.
[ChAoZ] schrieb:
und die UA Luftwaffe seit dem ersten Tag der Invasion völlig zerstört.
Auch das ist nicht war. Sie tritt nur nicht so in den Vordergrund, weil sie schon immer im Verhältnis vernachlässigbar klein war und sie auch kaum gebraucht wird, da die bodengestützten Luftabwehrsysteme quasi völlig ungestört agieren können. Die Russen fliegen keinerlei Wild Weasel Einsätze und unterdrücken die ukrainische Luftabwehr quasi überhaupt nicht. Daher fliegen die SU-25 und die Helikopter auch regelmässig derart tief, zumindest die SU-25 entgeht somit auch am effektivsten schultergstützten Luftwabwehrwaffen ohne sich dabei den Boden-Luft Systemen auszusetzen. Das ist ganz klar eine Folge der Strategie der Russen.
[ChAoZ] schrieb:
Annahmen... und nur das.
Nein, keine Annahmen. Die westlichen Militärs haben dazu verschiedene Studien durchgeführt und in allen Bereichen Abwehrsysteme eingeführt. Die Aufklärung von Drohnen sowie deren Abwehr hat dort einen erheblich höheren Stellenwert, generell elektronische Kriegsführung. Die Amis haben seit Jahrzehnten sogar spezielle Flugzeuge für diese Art der Kriegsführung (in der Navy früher die EA-6, heute die EA-18, schon das spezielle Kürzel zeigt, welchen Stellenwert diese neben Bombern, Jagdbombern und Jäägern haben), die Russen nicht. Zwar hatten auch die Russen darin viel investiert (allerdings bodengestützt), in der Ukraine ist davon aber nichts zu sehen. Warum, darüber rätselt man noch. Ich vermute (und das ist jetzt in der Tat eine Annahme), dass es wie mit den "modernen" Waffen ist. Theoretisch haben die Russen hochmodernes Gerät. Praktisch haben sie davon nichts bzw. erheblich zu wenig einführen und anschaffen können, weil nachwievor es überall an Geld mangelt.

Ich bin mir relativ sicher, dass grade die improvisierten Drohnen, die oft aus normalen zivilen Drohnen umgebaut wurden, so in einem Szenario gegen westliche Armeen nicht diesen Erfolg hätten. die großen militärischen Drohnen wie die Bayraktar hätten weniger erfolg, weil die westlichen Armeen zumeist eine Doktrin befolgen, dass erst Luftüberlegenheit erlangt wird, bevor Bodentruppen im großen Stil vorrücken. In so einem Umfeld würden große bewaffnete Drohnen ein leichtes Ziel abgeben.
Ergänzung ()

nebulein schrieb:
Wenn wir in diesem Thread von Bundeswehr etc. sprechen, ist wohl klar, dass man von Soldaten spricht
Weshalb? Weil die Bundeswehr zum kleineren Teil aus kämpfenden Soldaten besteht? Oo War ohnehin ein Randthema das nicht unmittelbar auf den Threadtitel sich bezog sondern warum die Bundeswehr in so einem teilweise desolaten Zustand ist und meiner Meinung nach auch bleiben wird. Und grade da spielt die Verwaltungen eben die entscheidene Rolle... Eben weil das Problem nicht allein politisch entsteht sondern eben auch direkt innerhalb des Verwaltungsapparates der BW.
 
dass man von Soldaten spricht und nicht von einem Verwaltungsangestellten. Zur Info Threadtitel ist Verteidigungspolitik, nicht Verwaltungspolitik.

Danke @nebulein
wenigstens einer der es verstanden hat. Bw = Bundeswehr, die Beamten sind in der Wehrverwaltung (können/müssen da auch je nach Laufbahn in den Auslandseinsatz im Soldatenstatus mit allen Riskien und Entbehrungen)
Für Soldaten trifft nämlich das nicht zu.

r hoch attraktiven Rente, sowie die garantierten Arbeitszeiten ist die BW kein unattraktiver Arbeitgeber.

Garantierte Arbeitszeiten hat man als soldat je nach Verwendung kaum oder gar nicht. Und eine Rente schon gar nicht, weil über 70% nach Ihrer Dienstzeit als SaZu die Bw verlassen und auf den regulären Arbeitsmarkt zurückkehren in sehr vielen Fällen als regulärer AN.

Dazu kommen Versetzungen, Standortschließungen, das Risiko, und für 75% die Wochenendpendelei. Da sind Einsätze, Übungen und einsatzgleiche Verpflichtungen noch gar nicht eingerechnet.

Die Bw zahlt nicht so gut. Man zahlt keine Krankenversicherungen, keine Rente und keine ALV, dafür nur die PV. Das ergibt ein höheres Netto auf A6 oder ähnlichen als ein normaler Bundesbeamter. Aber gerade in technsichen Verwendungen kann man draußen stressfreier mehr verdienen.

Für ungelernte die in die Mannschaftslaufbahn einsteigen ist der Verdienst gut, aber das ist er bei Audi am Band auch..


Ich finde jedenfalls Netto 2100€ direkt nach der Ausbildung

Als Beamter muss man hier noch die PKV abziehen und ggf. die Frau/Kinder mitversichern.
Lol, das liegt weit über dem, was in der Privatwirtschaft außerhalb der IGM/IGBCE üblich s

Was auf jeden Beruf zutriff. Und hier sind meisten ja Gehaltsmäßig ganz anders unterwegs wenn man sich die Threads anschaut.
Ein Soldat verdient "angemessen" aber nicht gut. In der Regel liegt der Standort nicht vor der Haustür und wenn man es ungeschickt anstellt bekommt man auch kein Trennungsgeld und die Wochenendpendelei geht ins Geld.

Ein Fw landet aktuell bei ca. 2200 netto. Davon geht aber noch die Pflegeversicherung ab und ggf. eine Anwartschaft und dann ist man auch schon bei 2000 netto. NB: Soldaten erhalten wie die meisten Bundesbeamten kein Weihnachts oder Urlaubsgeld. Und man hat nur 29 Tage Urlaub im Jahr.

Das alles kann man zivil weit besser haben mit weniger Entbehrungen.


Die ganze Verwaltung und Versorgung, IT usw. wird genauso hoch entlohnt und von denen wird keiner einen Kampfeinsatz je haben

Oh da ist ja richtig Fachwissen vorhanden. Um bei den Soldaten zu bleiben: Ein Feldlager funktioniert nicht ohne Versorgung/Verwaltung und IT. Es gehen natürlich auch Nachschubtruppen, Sanitäter usw. in den Einsatz. Und das ist der weitaus größere Teil der Einsatzkontigente. Und wenn das Feldlager angegriffen wird, ist es auch egal ob Kampftruppe oder nicht. Man ist immer zuerst Soldat und dann erst in seiner Fachverwendung. Jeder Soldat ist in gewissen Maße zum Kampf befähigt.

Und auch Beamte der Bundewehr müssen in den Auslandeinsatz um die Wehrverwaltung wahrzunehmen, dies abe im Soldatenstatus, dennoch mit Risiko/Uniform und Waffe. Wie "gering" das Riskio ist, hat man schon in Kabul 2003 gesehen als der Bus gesprengt wurde.
Ebenso wird die Post im Auslandseinsatz auch durch Reservisten der Post wahrgenommen.


Weshalb? Weil die Bundeswehr zum kleineren Teil aus kämpfenden Soldaten besteht

Die Truppengattung "Kampftruppe" heißt nicht das nur diese kämpft. Gerade im Heer ist jede Truppengattung dazu befähigt sich selbst zu sichern und damit auch den Infantereikampf durchzuführen.
 
brettler schrieb:
Gerade im Heer ist jede Truppengattung dazu befähigt sich selbst zu sichern und damit auch den Infantereikampf durchzuführen.
Als das ist jetzt wirklich Korinthenkakcerei. Es ging darum, dass man sie vermeintlich die Birne wegschießen lassen muss. Und wann tritt der Fall ein, dass diese Gattungen etc. sich selbst verteidigen müssen?

Das ist genauso lächerlich wie wieder die üblichen Hinweise, dass die armen Beamten ihre PKV zahlen müssen. Ist ja nicht so, dass der Sold exakt dafür auch bezuschusst ist etc.

Und bevor du jetzt kommst: Ichj habe jahrelang genau diese PKVs für Anwärter und Beamte vertrieben, ich weiß exakt, wie das läuft.

PS: Muss man auch hier nicht weiter ausufern lassen. Ich habe meine Ansicht dazu. Und das die Beamten/ÖDler da sofort drauf einsteigen und erklären, dass sie es gar nicht so toll haben kennt man nun auch. Ist jedesmal das selbe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Als das ist jetzt wirklich Korinthenkakcerei. Es ging darum, dass man sie vermeintlich die Birne wegschießen lassen muss. Und wann tritt der Fall ein, dass diese Gattungen etc. sich selbst verteidigen müssen?

Immer wenn ein Konovi Versorgungsfahrten draußen macht? Oder ähnliches. Im Einsatz gibt es diese Trennung von "Kampf" und "Nicht Kampf" nicht wirklich. Frag das mal die Gefallen von Kabul vom Juni 2003, alles Fernmelder und damit keine Kampftruppe. Im Einsatz ist jeder 24/7 bewaffnet egal ob er Koch oder Panzergrenadier ist.

Oder Kundus 2007. 3 gefallene Beamten der Wehrverwaltung die ja angeblich keine "Gefahr" haben.

Und ich habe selbst monatelang US Kasernen als "Amtshilfe" für die US Army in Deutschland bwacht. Mit scharfen ABC Filter Splitterschutz usw. bei Gefährdungslage "Alpha" und das als nicht kämpfende Truppe, da wäre man im Zweifelsfall auch getroffen worden.

Du bauscht hier extremes Zeug auf von denen du keine Ahnung hast und wenn man es entkräftet kommt etwas anderes.

Und auch im Krieg sitzt ein Versorger nicht fett im Büro und langweilt sich. Das ist nicht 08/15 wo alle in der Etappencity rumhängen.


Das ist genauso lächerlich wie wieder die üblichen Hinweise, dass die armen Beamten ihre PKV zahlen müssen. Ist ja nicht so, dass der Sold exakt dafür auch bezuschusst ist etc.

Welcher Sold? Soldaten sind keine Beamten und erhalten Dienstbezüge(keinen Sold) und unentgeltliche truppenärztliche Versorgung und brauchen damit keine PKV sondern eine Pflegepflichtversicherung und ggf. eine Anwartschaft.

Und bevor du jetzt kommst: Ichj habe jahrelang genau diese PKVs für Anwärter und Beamte vertrieben, ich weiß exakt, wie das läuft.
Offensichtlich nicht.

PS: Muss man auch hier nicht weiter ausufern lassen. Ich habe meine Ansicht dazu. Und das die Beamten/ÖDler da sofort drauf einsteigen und erklären, dass sie es gar nicht so toll haben kennt man nun auch. Ist jedesmal das selbe.

Ich bin weder das eine noch das andere.
 
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Ja wir habens kapiert. Die bw ist nur im einsatz und insbesondere die verwaltung hoch gefährdet. Und das mit den begrifflichkeiten ist nir alles bekannt aber wir schreiben hier keine dissertation oder dergleichen und die meisten mitlesenden ist es völlig egal, ob es bezüge oder sold korrekt heisst, sie verstehen aber was gemeint ist. Der punkt ist, die bw verwaltung hat kein wirklich größeres risiko im beruf als viele andere berufe. Starßenmeisterein, oder produktionsmitarbeiter in der (schwer) industrie, chemie oder pharmazie unterliegen ebenfalls alle gefahren bis in zum tod.

Wie kann ein getroffener hund nur so bellen… muss ich mich jetzt schuldig fühlen weil ich den fehler nicht einseitig in der politik sehe sondern meine, dass ein teil des problems der bw die bw selber darstellt? Das rechte netzwerke nicht nur in der pilizei sind und der MAD seine arbeit eben nicht sauber erledigt hat und es nachwievor nicht tut, denn „sauber“ ist die bw nach wie vor nicht.
Ergänzung ()

brettler schrieb:
Bw = Bundeswehr, die Beamten sind in der Wehrverwaltung
das sieht die BUndeswehr irgendwie selber anders: https://www.bundeswehr.de/de/organisation Mit anderen Worten, in dem Fall von BW zu sprechen ist absolut korrekt, der zivile BEreich gehört genauso zur BW wie die Streitkräfte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn man hier von Verteidigung und Soldaten spricht, ist es klar das es um solche geht.
 
Nirgends habe ich das von meiner Seite so eingeschränkt oder auch nur erkennen lassen, dass dem so wäre. Nur weil der Thread "Verteidigungspolitik" heißt, meine ich nicht ausschließlich die kämpfende Truppe wenn ich von der Bundeswehr spreche. Da es zum zeitpunkt auch darum ging, dass die BW in einem nicht so guten Zustand ist, verstehe ich auch nicht, ich wiederhole es gern nochmal, wie man dann darauf kommt, dass man nicht die BW als solche meint, inklusive der zivilen Bereiche, die grade bei Planung und Finanzen eine entscheidende Rolle spielen.

Letztlich unterstreichst du ja auch irgendwie meinen Standpunkt, wenn du das von dir aus derart eng definierst, obwohl es exakt keinen Grund dafür gibt und dann auch noch derart aggresiv reagierst und offensichtlich dich persönlich angegriffen fühlst. Wenn man nun unterstellen würde, dass das exemplarisch für die BW ist, dann weiß man auch, warum die BW in dem Zustand ist, in dem sie ist...
 
Das pauschale Verunglimpfen des öD und der Bw ist fehl am Platz, vor allem von jenen, die nicht mal den Statusunterschied zwischen Soldat und Beamter kennen.
Beamte leben in der Struktur wie sie der Gesetzgeber geschaffen hat und nicht weil sie faul, inkompetent oder gleichgültig sind. Meine Kollegen aus der Laufbahn waren auch keine Deppen. Da war vom Dr. der Physik bis zum Ingenieur bei Airbus einiges dabei. Soll das Potential des Wissens genutzt werden, müssen die Randbedingungen jene der Industrie angeglichen werden. Geht aber leider nicht, weil da ja noch das EU-Recht ist. Es ist nämlich nicht so einfach wie bei nem Unternehmen, dass der Einkauf nach ner Tasse Kaffee und ner email mal schnell die Lizenzen bestellt. Im öD sitzt einem ganz schnell mal der Bundesrechnungshof im Nacken. Diese erzwungene Absicherungsmentalität macht Entscheidungen lahm.

Man kann auch als Beamter angeben, dass man in den Einsatz möchte. Dann erhält man den entsprechenden Dienstgrad.

Dieses Ammenmärchen mit den vielen Rechten hält sich auch beständig. Bereits zu meiner Zeit als GWDL vor 20 Jahren wurde in 3 Ansprachen darauf hingewiesen, dass Rechtsextreme zu melden sind, das nicht zu tolerieren ist und es nicht mit den Werten der Bundeswehr vereinbar ist. Rechtsextreme lieben Struktur und das Verhältnis Überordnung/Unterordnung. Deshalb stehen die wenigen Rechtsextremen quasi keinen Linksextremen gegenüber.

Man kann der Bw auch nicht die Häufigkeit der Einsätze anlasten. Falks es noch niemand bemerkt hat: das ist eine Parlamentsarmee, die ein Mandat aus dem Bundestag braucht.
 
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Also das Brett das in einem Thread mit dem Namen Verteidigungspolitik "logischerweise" nur um kämpfende Soldaten geht, ist so dermaßen dünn, es könnte einem 0815-Twitter "Trollbattle" Konkurrenz machen, auf sowas blödes steige ich erst garnicht daruf :D

Die BW ist ein guter Arbeitgeber, der durchaus konkurrenzfähig entlohnt im Vergleich zur Privatwirtschaft, die Bezüge sind ja öffentlich einsehbar und welche Einstufungen erfolgen, sowohl für das zivile Personal als auch ähm...den "echten" :rolleyes: Soldaten. Das gilt insgesamt für den ÖD, die Zeiten wo man als Beamter oder Angestellter im ÖD gerade so über die Runden kommt und nur mit der sehr guten Rentenleistung "vertröstet" wird sind schon seit mehr als 30 Jahren vorbei.

Die Probleme der BW liegen also nicht darin das man durch wenig konkurrenzfähige Arbeitsplätze nur das Kondensat eines Jahrgangs anzieht, sondern in den extrem lähmenden Strukturen, dem oftmals fehlenden politischen Willen und ja, bestimmt auch beim Personal. Wo jetzt die Hauptursache liegt und wer welchen Anteil hat wird vermutlich immer davon abhängen wen man fragt und um welches Teilgebiet es sich gerade in dem Laden handelt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Man kann auch als Beamter angeben, dass man in den Einsatz möchte. Dann erhält man den entsprechenden Dienstgrad.

Richtig, wobei das eher versorgungsrechtliche Gründe für den Beamten hat.. Die Koppelung an Amtsbezeichnung und Dienstgrad fand ich immer interessant, wenn dann ein Regierungsrat als Major in den Einsatz geht..

Dieses Ammenmärchen mit den vielen Rechten hält sich auch beständig. Bereits zu meiner Zeit als GWDL vor 20 Jahren wurde in 3 Ansprachen darauf hingewiesen, dass Rechtsextreme zu melden sin

Das kann ich auch so bestätigen, ich habe in meiner Dienstzeit auch keinen Alltagsrassimus erlebt, da war man schon dahinter.

Die Probleme der BW liegen also nicht darin das man durch wenig konkurrenzfähige Arbeitsplätze nur das Kondensat eines Jahrgangs anzieht

Ich sehe das größte Problem eher darin, das die Bw aus der Fläche verschwunden ist. Früher hatten wir deutlich mehr Kasernen (alleine bei mir hätte es 5 gegeben die im Tagespendelbereich wären, heute sind es nur 2 bzw. bald 1)
Dieser "Zwang" zum Wochenendpendeln ist denke ich auch etwas was "abschreckt". Klar kann man für X Jahre an den Standort ziehen, aber zumeist sind die leider auch nicht sonderlich attraktikv
 
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downforze schrieb:
pauschale Verunglimpfen
Pauschal wurde hier gar keiner verunglimpft, die Aussage ist gewesen, dass kann jeder hier nachlesen, dass ein relevanter Teil diese Mentalität hat, nicht pauschal jeder.... HIer wird wieder etwas konstruiert, was nicht geäußert wurde, um es dann lächerlich zu machen.
downforze schrieb:
Dieses Ammenmärchen
Auch hier ist das einzige Ammenmärchen, dass du behauptest, irgendwer hätte in dem Kontext das Wort "viel" verwendet und darauf die Kritik aufgebaut. Die Netzwerke in der BW sind belegt und nachgewiesen. Dass diese Netzwerke nicht nur innerhalb der BW agieren sondern BW, Polizei, rechte BEwegungen wie die Identitären und rechte Parteien verflechten und verbinden ist ebenso belegt und nachgewiesen. Das auf dem Weg als Ammenmärchen zu bezeichnen ist exakt die Mentalität, die ich kritisiere und die speziell dieses Problem erst ermöglicht. Weil man es nicht sehen kann und will....
Richtig lustig wird dann aber die Feststellung, dass sich Rechte in der BW im Gegensatz zu Linken so wohl fühl. Ach ne? Was fällt diesen linken nur ein, in der BW nicht zu sein und somit keine Rehctfertigung zu liefern für die durchaus vorhanden rechten. So kann man gar nicht, wie sonst, darauf verweisen, dass es ja auch linke Radikale gibt und beides gleichschlimm sei. Echt ärgerlich!
Das sich die Rechten in der BW so wohl fühlen, liegt auch keineswegs nur daran, dass Rechte irgendwelche Ordnungen lieben, sondern weil die BW noch immer Traditionen pflegt, die sich mit den Vorstellungen Rechter überschneiden. Sei es Glorifizierungen, sei es die Verteidigung/Existenz des Vaterlandes, Kameradentum oder ähnlichem. Auhc hier gilt selbstredend, dass das fließend ist und auch nicht jeden dort betrifft.

Auch dieses Verhalten hier, bloss keinerlei Kritik an der BW zu zulassen, den Fehler permanent auf andere zu schieben, ist genau das, was ich in der ursprünglichen Kritik meinte. Der BW mangelt es an Selbstreflektion und Selbstkritik.
 
brettler schrieb:
Ich sehe das größte Problem eher darin, das die Bw aus der Fläche verschwunden ist. Früher hatten wir deutlich mehr Kasernen (alleine bei mir hätte es 5 gegeben die im Tagespendelbereich wären, heute sind es nur 2 bzw. bald 1)
Dieser "Zwang" zum Wochenendpendeln ist denke ich auch etwas was "abschreckt". Klar kann man für X Jahre an den Standort ziehen, aber zumeist sind die leider auch nicht sonderlich attraktikv
Standortattraktivität ist sicherlich ein Problem in der BW, in der Privatwirtschaft sieht es aber zunehmend ähnlich aus nur aus der anderen Richtung: Die attraktiven Arbeitsplätze befinden sich an derart attraktiven Standorten das die Pendelzeit für AN aus der Privatwirtschaft drastisch zugenommen hat und man nicht selten in ein de-facto Wochenendpendeln abgleitet.

Und letztlich ist dies eben entscheident, wie die Situation zur Privatwirtschaft steht, denn damit konkurrieren im Endeffekt die öffentlichen Arbeitgeber. Ich gebe dir prinzipiell recht das die Flächenpräsenz der BW zu gering ist, allerdings sehe ich das in Bezug auf die starke Pendelproblematik in der Privatwirtschaft nicht als den größten Malus im Talentwettbewerb der BW.
 
Wobei man sagen muss, wenn ich bei einem konkreten AG arbeiten will oder auch in konkreten Berufen, was ja letztlich der vergleich mit der BW in dem Fall ist, dann habe ich die Standortproblematik ebenfalls. Ich will in der Chemie oder Pharma arbeiten, na aj dann muss ich dahin, wo die Standorte sind und kann nicht beliebig in DE wohnen. Ich will bei der Deutschen Bank in die Verwaltung? Muss ich auch dahin, wo die ist. Weder alle Branchen noch Berufsbilder noch alle Unternehmen sind flächig in DE vertreten.
 
Da hast du Recht, aber in der Privatwirtschaft kann ich ggf. viel leichter wieder in die Heimat wechseln, während man bei der Bw auf 10-12 Jahre fest verpflichtet ist. Da ist es in der (Theorie) nicht so einfach zu gehen.

Aber das Problem haben Beamte (in Bayern auch) wenn man mit A6/A7 für viele Jahre nach München kommt.

Das Wochenendpendelen ist auch das was, mich trotz Angebot von einer Wiedereinstellung abgehalten hat. Ich hatte dies bereits während meiner Dienstzeit gemacht und einige Jahre danach in der Privatwirtschaft.

Klar, bei der Bw bekommt man Trennungsgeld (oder eine Stube in der Kaserne), aber das Trennungsgeld fängt auch nicht alle Kosten auf, und in der Kaserne leben ist auch keine Lösung für 10 + Jahre. Zudem sind die Pendelkosten ja hoch, da bringt auch das kostenlose benutzen der Bahn nichts, bei den Verbindungen.

Und an den Standort ziehen ist mit auch unattraktiv, die Bw hat in einigen Bereichen (mittlerweile auch IT) kaum noch Nachwuchsprobleme und dann bleiben eher Provzinstandorte übrig, die außer der Kaserne einen Netto im Ort haben und das war es. Also muss man nach 12/13 Jahren wieder "zurück".

Tatsächlich ist der Anteil die immer umziehen ehr klein und dann meist Offiziere, die aufgrund der Verwendungsbreite schon regelmäßig versetzt werden.

"früher" war es anders, da hatte man ja quasi immer im Tagespendelbereich mind. 1 oder 2 Kasernen und da war der "Worst Case" die Wache am Wochenende. Klar, wer damals zur Marine wollte oder zur Gebirgstruppe hatte das damals wie heute nicht vor der Haustür..

Dennoch ist es laut Berichten der Wehrbeauftragten ein großer Teil der "Unzufriedenheit" das man "Heimatfern" stationiert ist. Erlebe das auch regelmäßig das viele unterschreiben "nur um dabei zusein" und dann alles versuchen versetzt zu werden.

Aber das wird man nicht mehr ändern. Neue Kasernen werden nicht mehr gebaut werden. Und Dienstwohnungen gibt es nicht mehr bzw. kaum.
 
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