Verteidigungspolitik

Warum ist das eigentlich immer so schwer mit der Logik?
Der Präsident des Thüringer Verfassungsschutzes, Stephan Kramer, warnt vor Sicherheitsrisiken für Deutschland in Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg. Das Verhalten des russischen Präsidenten Wladimir Putin sei "angesichts seiner schwindenden Optionen immer weniger voraussehbar und berechenbar"
Grade als Zitat vom n-tv news Ticker zur Ukraine. Kann mir einer erklären wie das schwinden der Optionen es schwieriger machen soll das handeln abzusehen?
Ich hätte jetzt gedacht je weniger Optionen je einfacher wird abzusehen welche wohl angegangen werden.
 
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Ich denke wenn er konventionell nicht weiterkommt, dann könnte er eben andere Wege ergreifen, das kann das altbekannte Schreckgespenst "Atom" sein, oder Hackerangriffe, oder ggf. Sabotage oder Terroraktionen in Deutschland oder anderen Ländern, eben alles asymetrische und unkonventionelle was normalerweise nicht gemacht würde.

So verstehe ich das zumidnest.
 
A415 schrieb:
Rohstoffe zur Waffenproduktion hat Rußland nach meinem Kenntnisstand alles selbst im eigenen Land.
1. nein, nicht vollständig.
2. arbeiten auch die russen in der industrie in russland nicht für lau. Oder meinst du die rüstungsgüter wurden bisher aus jux und tollerei bezahlt und haben geld gekostet?
 
"Europäische Staaten haben auch nach dem Embargo von 2014 weiterhin Waffen an Russland verkauft. Bis mindestens 2020 haben zehn Mitgliedsstaaten Militärgüter im Wert von 346 Millionen Euro exportiert, zeigt eine Datenanalyse von Investigate Europe. "
Soweit ich weiß sind es aber vor allem Fahrzeugtechnik und Flugzeugtechnik die Russland unter anderem aus z.B. Deutschland benötigt und nicht selbst produzieren kann noch aus anderen Ländern Importieren könnte.
Man befürchtet was Putin anstellen könnte wenn er weiter in die Ecke gedrängt wird. Nach Belarus kommen auch aus China die ersten Putin kritischen Stimmen. Man kann sich nicht vorstellen daß er tatsächlich eine Niederlage eingestehen würde.
 
Unsere jetzigen Politiker die jetzt weiterhin darauf bestehen,schwere Waffen an die Ukraine zu liefern.Sind nachher die ersten,die die Beine in die Hand nehmen.Wenn Putin Ernst macht mit seinen A-Raketen zur EU Ostgrenze stationiert :)Waffenlieferungen an dieses Unsichere Land?Nein Danke^^
Der Schauspieler plant ja schon 2 Siegerparaden in Kiew.Vorhin im ZDF lief er allein durch Kiew.Niemand auf der Straße nur^^
 
Detti55 schrieb:
Unsere jetzigen Politiker die jetzt weiterhin darauf bestehen,schwere Waffen an die Ukraine zu liefern.Sind nachher die ersten,die die Beine in die Hand nehmen.Wenn Putin Ernst macht mit seinen A-Raketen zur EU Ostgrenze stationiert
Hat er längst, stehen in Kaliningrad und keiner läuft weg, sowas aber auch?

Detti55 schrieb:
:)Waffenlieferungen an dieses Unsichere Land?Nein Danke^^
Der Schauspieler plant ja schon 2 Siegerparaden in Kiew.Vorhin im ZDF lief er allein durch Kiew.Niemand auf der Straße nur^^
Ja warum Kiew nicht eine blühende Metropole ist, ich kann mir nicht vorstellen was hier los ist, muss am Schauspieler liegen. Troll.
 
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Detti55 schrieb:

Der dickere Eier hat als alle unsere feinen Juristen, Wirtschaftsprüfer, Steuerkanzlei-Inhaber zusammen. Gerade in den ersten 48 Stunden des Krieges, wer von unserer tollen Elite wäre noch hier geblieben?

Gut außer die AfD, die haben ja nicht zu befürchten vor der russischen Armee.
 
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Detti55 schrieb:
Waffenlieferungen an dieses Unsichere Land?Nein Danke^^

Solche Entscheidungen werden nun mal mehrheitlich getroffen und nicht von einem Einzelnen, was dem System geschuldet, welches sich Demokratie nennt und dass es zu verteidigen gilt.

Detti55 schrieb:
Der Schauspieler...

Gehe ich richtig in der Annahme, dass „dieser Schauspieler“ ursprünglich ein Jurastudium absolviert hat (so wie auch Putin) womit deine Herabwürdigung ins Leere läuft. Wobei ich ebenfalls gestehen muss, dass der auch als Schauspieler eine recht gute Figur abgibt. Und ja, der hat in der Tat Eier, haben doch die Amerikaner mehrfach angeboten, ihn außer Landes zu bringen. Schon alleine dieser Umstand verdient Respekt.

Buttkiss schrieb:
Man befürchtet was Putin anstellen könnte wenn er weiter in die Ecke gedrängt wird.

Was heißt hier in die Ecke gedrängt, hat doch Putin ganz allein dieses Dilemma zu verantworten. Zudem wurde doch bereits wiederholt kommuniziert, dass selbst ihm immer eine Tür offen steht, sofern er denn gewillt ist, diese auch zu nutzen.

mit frdl. Gruß
 
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Ja, ich picke gerade mal wieder einen Einzelfall heraus, aber ich bekomme echt das :kotz:wenn ich diesen Schwachsinn der Politiker lesen muss. (Quelle: n-tv Ukraine newsticker)

+++ 14:54 Baerbock: Abkehr von russischer Energie für immer +++
Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) erklärt bei ihrem Besuch in Kiew, dass Deutschland künftig komplett ohne Energie des "Aggressors" Russland auskommen wolle. "Deshalb reduzieren wir mit aller Konsequenz unsere Abhängigkeit von russischer Energie auf Null - und zwar für immer", sagt die Ministerin am Dienstag in Kiew bei einer Pressekonferenz mit ihrem Kollegen Dmytro Kuleba. Deutschland ist bisher vor allem von russischem Gas abhängig. Russland sei ein "Aggressor", der keine Regeln achte und Kriegsverbrechen begehe, sagte Baerbock. Es könnte künftig keine Verständigung mit dem Land mehr geben über die Köpfe der Ukraine hinweg.
Ja, Russland ist ein Aggressor und die angeblichen Rechtfertigungen für einen "Erstschlag" sind nicht Haltbar. Aber nur weil die Ukraine hier "Opfer" ist gibt es nicht auf einmal keine Verantwortung mehr ihrerseits für Geschehnisse die zum Status-Quo geführt haben.
Es gab keine relevante Entwicklung der Energieabhängigkeit Deutschlands von Russland über die Köpfe der Ukraine hinweg. Ganz im Gegenteil, die Ukraine war von Anfang an eng eingebunden, unter anderem weil die Pipelines über deren Hoheitsgebiet führt und man sich dafür auch nicht unerheblich entlohnen lässt.

An dem Umstand, das Deutschland heute Energiepolitisch von Russland abhängig ist und zu Teilen gezwungen ist zumindest temporär dort Rohstoffe zu kaufen und damit ggf. den russischen Staatshaushalt stützt hat die Ukraine auch einen nicht unerheblichen Anteil gehabt.
Und dann so einen Mist, wie "Für immer" in einer Staatsform wo ihre Aussage genau 4 Jahre echtes Gewicht hat. Noch dazu ist es zwar aktuell ein Luftschloss an Träumerei. Aber der Idealfall wäre, das Russland irgendwann ein echter Verbündeter und Handelspartner für Deutschland sein kann. So wie Deutschland heute trotz Nazi-Zeit auch wieder anerkannter Bündniss- und Handelspartner für den Großteil der Welt ist.
Aber klar, solchen Ideen muss man gerade mit Rhetorik die Tür verschließen.
 
Keylan schrieb:
Und dann so einen Mist, wie "Für immer" in einer Staatsform wo ihre Aussage genau 4 Jahre echtes Gewicht hat. Noch dazu ist es zwar aktuell ein Luftschloss an Träumerei. Aber der Idealfall wäre, das Russland irgendwann ein echter Verbündeter und Handelspartner für Deutschland sein kann. So wie Deutschland heute trotz Nazi-Zeit auch wieder anerkannter Bündniss- und Handelspartner für den Großteil der Welt ist.
Aber klar, solchen Ideen muss man gerade mit Rhetorik die Tür verschließen.
Wer sagt denn, daß unsere jetzigen Politiker in ein paar Jahren noch irgendwas zu melden haben? Du sagst es ja selber, daß selbst wir trotz unserer Vergangenheit auch irgendwann wieder ein angesehener und geschätzter Handelspartner geworden sind. Falls man dieses Jahr, aus welchen Gründen auch immer, kein russisches Gaß und Öl mehr importiert, wird diese Regierung diesen Winter nicht überleben. Da überwiegt dann irgendwann einfach das Faktische. Faktisch kein Arbeitsplatz mehr, faktisch unbezahlbare Energie und Lebensmittelpreise, faktisch kein warmes Wasser und schimmlige kalte Hütte bei nicht gerade wenigen Mitbürgern.

Hier im Forum ist denke ich auch nicht der durchschnittliche Deutsche vertreten, welcher schon jetzt, wo weder Inflation noch hohe Energiepreise noch Mangel so richtig da sind, Probleme haben wie nicht wenige Menschen hierzulande.

Da hat sich dann so eine markante Rhetorik wie "für immer" für solche Protagonisten, welche jetzt in Kiew verweilen und die dicke Lippe riskieren, in eine Richtung entwickelt welche die bestimmt nicht gemeint hatten...
 
kawanet schrieb:
Was heißt hier in die Ecke gedrängt, hat doch Putin ganz allein dieses Dilemma zu verantworten.
Klar, das hat er sich alles selbst eingebrockt. Aber durch sein Nicht-Einlenken wird er ja schon aus mittlerweile diversen Richtungen in die Ecke gedrängt. Er muss ja weiterhin irgenwie die Großmacht verkaufen und irgendwelche Ergebnisse präsentieren. Das kann ja eigentlich nur die "Befreiung" der östlichen ukrainischen Gebiete sein oder einen Sturz der Regierung, sprich Entnazifierung. Da das Eine wohl nicht erreichbar ist und die erfolgreiche Eroberung und langfristige Besetzung Teile der Ukraine mehr als fraglich ist wäre dann offen was da noch so seinem Kopf entspringt. Obwohl ich weiterhin denke das er da nicht wirklich viele Optionen hat. Im besten Fall schiebt er Russland in die Opferecke und nazifiziert gleich den ganzen Westen. Ich denke damit könnten alle leben.

@Keylan
Als ich wäre bestimmt auch stinksauer wenn ich von einem Außenminister so offen angelogen worden wäre aber Russland bietet schlichtweg keine künftigen Möglichkeiten als Energielieferant. Das hängt nicht mal mit dem Krieg zusammen, es wird dadurch nur extrem beschleunigt. Da wir ja von den fossilen Rohstoffen für die Energiegewinnung weg müssen und alternativ wäre ja zukünftig nur der Import von Wasserstoff möglich. Der würde in Russland aber aus Atomstrom gewonnen, käme also auch nicht in Frage. Das heisst aber nicht das Russland nicht auch wieder ein zuverlässiger und gern geseher Handelspartner sein kann. Auch unter Putin.
Nach den endlosen öffentlichen Diskussionen und Diskursen kann ich mir nicht vorstellen das eine künftige Regierung den Trend wieder umkehren würde / könnte.

@A415
Die Regierung hat ja bereits angekündigt und wird ja nicht müde sich dafür zu entschuldigen, das sie erst einmal weiterhin Gas aus Russland beziehen werden. Wenn, dann wird Russland den Hahn zudrehen und das könnte man dann der Regierung nicht ankreiden. Auch die cdu würde hier nicht anders handeln, sagt sie zumindest. Was glaubst du denn was dann passieren würde? Der Mob zieht mit Fackeln und Forken zum Bundestag?
Ich denke eher das der Anteil von Gerinverdienern hier sogar recht hoch ist, sind nicht nur Admins großer global player hier. Die Probleme haben die Menschen aber in ganz Europa, das ist kein deutsches Problem. Die Inflationsrate in Deutschland liegt sogar knapp unter dem Durchschnitt.
Ich versuche ja immer die positiven Seiten zu sehen. Tankstellen verkaufen aktuell 12 % weniger Sprit, scheint also problemlos möglich zu sein, die ersten Nachbarn haben ihren Zweitwagen verkauft und fahren lieber mit der Bahn....
 
Buttkiss schrieb:
Was glaubst du denn was dann passieren würde?
Ich denke, daß dass was wir an Tankstellen und im Supermarkt sehen gerade erst das Vorwort zum ersten Kapitel ist.

Ist ja "nett" dass Nachbarn nun den Zweitwagen verkaufen und die Bahn nutzen, nur befürchte ich daß hier der Großteil gar nicht begriffen hat was hier gerade preistechnisch abläuft und noch auf uns als Gesellschaft zukommen wird. Mich würde es keinesfalls wundern wenn wir heute in einem Jahr über 20% Inflation nur müde lächeln werden. Vielleicht irre ich mich auch. Würde mich sogar über meinen Irrtum freuen.

Ich kann nur jedem wärmsten empfehlen sich mit der Hyperinflation von 1923 in Deutschland und den unmittelbaren- und mittelbaren Auswirkungen zu beschäftigen. Da gab es im Anschluß alles: Von Saalschlachten bis politischen Morden bis Massenarbeitslosigkeit bis zur Wahl eines gescheiterten Postkartenmalers zum Reichskanzler. Der Rest ist Geschichte.

Aktuell passt halt alles (Aufblähung der Geldmenge, Inflation und nun auch Rohstoff- und Energieknappheit) wie Arsch auf Eimer zu Damals. Sich nun auch noch selbst den (Energie)Teppich unter den Füßen wegziehen zu wollen grenzt aus meiner Sicht schon an Wahnsinn. Hier sagt ein Gewerkschafter, daß wir uns im Herbst auf "Energieengpässe" vorbereiten müssen. Ist natürlich ein toller Euphemismus für: Irgendwer bekommt dann halt nichts mehr. Entweder weil nichts mehr da ist oder die Preise so hoch liegen werden daß man es nicht mehr bezahlen werden kann.

Wenn man nun das russische Gas und Öl nicht mehr abnimmt rechnet man mit ca. einem € pro KW/h. Hier der Artikel. Wo anders werden wir es nicht so günstig bekommen wie aus Rußland. Jeder kann sich denke ich ausmalen was das für alle Endverbraucherpreise bedeutet und natürlich für die Nebenkosten und Stromrechnungen.

Daß die Industrie, besonders die exportierende, danach platt ist dürfte denke ich auch klar sein wenn der Rest der Welt außer Europa halt immer noch russisches Gas abnimmt und wesentlich günstiger seine Produkte anbieten kann. Wir zerstören uns hier gerade nachhaltig selbst mit Ansage aus so wie es mir scheint rein ideologischen Gründen.

Mir persönlich wird speiübel bei dem Gedanken was das für gesellschaftliche und politische Konsequenzen haben wird. Da werden Leute auf die Bühne treten wie '33...
 
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@Buttkiss Was mich stört, ist das so getan wird als hätte man in der Vergangenheit die Interessen der Ukraine nicht berücksichtigt. Als sei das die entscheidende Änderung. Und das ist Schwachsinn, weil es das behauptete Fehlverhalten nie so gab wie dargestellt.

Und der zweite Teil ist einfach rhetorischer Mist. Es manifestiert Schwarz Weiß denken das Russland für immer Böse ist. Dabei kann wenn ein Wandel kommt vieles sehr schnell gehen. Kann sein, dass es noch Jahrzehnte diese Blockmentalität seitens der russischen Politik gibt. Aber mit einem Umbruch, kann das in 10-20 Jahren auch ganz anderes aussehen.
Und da hilft es eben nicht auf unserer Seite den Block wieder in den Köpfen zu manifestieren. Das Feindbild ist die aktuelle Handlungsweise und die dahinterstehende Mentalität. Nicht die Nation oder Ethnische Gruppe. Ja beide Aspekte sind miteinander Verwoben, aber nicht fest gekoppelt. Ich würde mir eine politische Führung wünschen die solche Aspekte erkennt und in ihrer Sprache manifestiert um sie auch in die Bevölkerung zu tragen. Nicht populistisch den Ton der Stammtischrunde anschlägt.

Das ist damit auch nicht nur an Frau Bearbock gerichtet, deshalb mein Hinweis, dass es nur herausgepickter Einzellfall ist. Aber wer die Diskrepanz auch ohne meinen Aufschrei erkennt, weiß das es eher die Regel ist.

Gas wird im Übrigen nicht nur zur Energiegewinnung benötigt. Es gibt einen Haufen Industrieller Anwendungsfälle in denen es auch nicht einfach durch andere Energiequellen ersetzt werden kann. Langfristig wäre die Option Nord Stream 1 in 3 Jahren wieder in Betrieb zu haben (vielleicht mit reduzierter Kapazität) und einige der Flüssiggas Terminals wieder Rückzubauen effizienter. Nichts wo man heute darauf hin planen sollte, aber man muss auch nicht alle Türen dicht machen und Optionen unnötig Ausnehmen.
 
Die hyperinflation hatte andere Ursachen und hing vor allem von den Reparationen und der Besetzung des Rheinlandes ab.

Dazu gab es damals noch eine goldgedeckte Währung und kein fiatgeld. Dazu kamen die kurzfristigen Kriegsanleihen, die das deutsche Reich aus politischen Gründen zurückzahlen wollte.

Man kann die situation nicht mit damals vergleichen. Wir haben eine disruption der lieferketten und eine Erhöhung der Rohstoffpreise. Bei der disruption haben wir ein klares ende in Sicht

Nun jemand anderes hatte es treffend ausgedrückt (ich finde die Quelle nichtmehr)

im Prinzip bekommt jetzt die Generation, die noch vom Klimawandel verschont geblieben wäre ihre dicke Energiepreisrechnung, die aus der unterlassenen Transition in eine co2 neutrale Energieerzeugung meiner Generation und ein zwei darüber alleinig auferlegt werden würde. Für uns beschleunigt sich dadurch der umstieg auf EEG. In Summe ändert sich eigentlich wenig und da leute in meinem Alter eh kaum Kapital besitzen, bzw. ganz am Anfang ihrer sparquote sind betrifft uns eine Inflation auch wenig.


Keylan schrieb:
aber man muss auch nicht alle Türen dicht machen und Optionen unnötig Ausnehmen.
Spieltheorethisch ist es allerdings unter Umständen ziemlich clever, seine handlungen festzulegen, ohne alternative. Die Sanktionen schaden Russland stärker, wenn sie dauerhaft die Nachfrage an Rohstoffen senken. Wenn sie die Nachfrage nur zeitliche nach hinten verschieben, verpuffen sie, solange das Regime innere Stabilität bewahren kann.
 
A415 schrieb:
Mich würde es keinesfalls wundern wenn wir heute in einem Jahr über 20% Inflation nur müde lächeln werden. Vielleicht irre ich mich auch. Würde mich sogar über meinen Irrtum freuen.
Was ein nonsense. Ja du irrst. Gewaltig, das kann ich dir bereits heute garantieren.
 
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DickerBass schrieb:
Die hyperinflation hatte andere Ursachen und hing vor allem von den Reparationen und der Besetzung des Rheinlandes ab.

Dazu gab es damals noch eine goldgedeckte Währung und kein fiatgeld. Dazu kamen die kurzfristigen Kriegsanleihen, die das deutsche Reich aus politischen Gründen zurückzahlen wollte.

Man kann die situation nicht mit damals vergleichen.
Warum nicht? Wenn man jetzt die Geldmenge wegen Grund x aufgebläht hat und damals halt aus Gründen y und z bleibt der Effekt der selbe. Wenn Zeit ist vielleicht diesen Vortrag von Professor Sinn ansehen. Der erklärt eigentlich ganz gut was gerade so finanziell los ist:

@Erkekjetter:
Ob es "Nonsens" ist oder nicht wird die Zeit zeigen. Vielleicht hätte man ja auch mal anstatt Garantien auszusprechen mal inhaltlich Gegenrede bringen können. Aber das ist ja heute aus der Mode...
 
Mode ist, mit plakativen behauptungen stimmung zu machen. Worauf basiert den deine einschätzung von über 20% inflation? Und fang jetzt nicht mit vermeintlich gleichen vorgängen von vor knapp 100 jahren an.

Du forderst inhaltliche auseinandersetzung, lieferst aber selber nichts in der richtung.
 
A415 schrieb:
Wenn man nun das russische Gas und Öl nicht mehr abnimmt rechnet man mit ca. einem € pro KW/h. Hier der Artikel. Wo anders werden wir es nicht so günstig bekommen wie aus Rußland. Jeder kann sich denke ich ausmalen was das für alle Endverbraucherpreise bedeutet und natürlich für die Nebenkosten und Stromrechnungen.
Wir armen Deutschen.

Magst du mir einmal beantworten, wo das Geld hin fließt, welches Deutschland für russisches Öl und Gas bezahlt? Doch nicht etwa zu einem Land, welches ein Angriffskrieg gestartet hat? Doch nicht etwa in Munition, welche am Ende im Kopf eines Zivilisten steckt, bevor man die Leiche in einem Massengrab wirft?
 
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A415 schrieb:
Wenn man jetzt die Geldmenge wegen Grund x aufgebläht hat und damals halt aus Gründen y und z bleibt der Effekt der selbe

Die Inflation hängt aber nicht von der Geldmenge ab sondern von der erwarteten Inflationsrate durch alle Marktteilnehmer weil sie ja daran ihre Preiserhöhungen anpassen.

Im Deutschen Reich gab es die Situation, dass der Staat massive Reparationen zu tragen hat, immernoch im prozess der Umwandlung seiner Kriegsindustrie zur Konsumindustrie gewesen ist (übrigens war das nach dem zweiten Weltkrieg so, dass die USA mit dem marshallplan ihre gewaltigen Kapazitäten sehr gut umdisponieren konnten. Bei Deutschland entfiel der Prozess da ja im Gegensatz zum ersten Weltkrieg alles zerstört wurde.)

Dazu wollte das deutsche Reich alle Kriegsanleihen der eigenen Bevölkerung auf Kredit zurückzahlen. Was eben auch ein folgenschwerer Fehler war.

Die heutige Situation ist komplett verschieden und es nur auf die Geldmenge runterzubrechen ist zu vereinfachend.
 
A415 schrieb:
Würde mich sogar über meinen Irrtum freuen.
Dann kannst du dich ja schon auf etwas freuen.

Skaiy schrieb:
Doch nicht etwa zu einem Land, welches ein Angriffskrieg gestartet hat? Doch nicht etwa in Munition, welche am Ende im Kopf eines Zivilisten steckt, bevor man die Leiche in einem Massengrab wirft?
Das interessiert nicht .. zumindest ein Klientel. Da soll alles möglichst billig sein. Egal ob dafür Kinder, Tiere oder Natur im allgemeinen zerstört wird.
 
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