Viele GB weg nach Neustart

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Infinitas

Gast
Hallo,
ich habe eine betagte HDD (250GB) ausgemustert und durch eine SSD (60GB) ersetzt, bei meinem Zweitrechner.
Den gesamten Inhalt (Vista, Programme usw..) auf die SSD geklont, SSD eingebaut und sie läuft - so wie ich mir das vorgestellt habe, ohne Neuinstallation usw :cool_alt:
Dennoch war es eine knappe Angelegenheit, die SSD war zu circa 90% voll und Vista zeigte einen Roten Balken bei der Festplatten-Belegung an (unter Arbeitsplatz), als ich einen Neustart vorgenommen habe war auf einmal 70% Freier Speicherplatz und nur 30% belegt.

Nun zur frage, waren diese vielen GB alles Windows interne Backups oder Wiederherstellungspunkte wie sie bei Updates vorgenommen werden, oder doch etwas anderes ?

Nicht falsch verstehen, ich bin begeistert davon, aber schon komisch das Windows Vista so viele Daten selbst anhäufen kann.
Wenn das Backubs waren, ist es üblich das sie alle gelöscht werden wenn die Festplatte (SSD) voll ist ?
 
Da kann was nicht stimmen, dann hätte ja jetzt Vista + Programme nur ca 16 GB... Ich weiß zwar nicht mehr wie viel Speicherplatz Vista braucht, aber Windows 7 braucht alleine schon gut 17 GB und Vista braucht bestimmt auch nicht viel weniger...

@PaladinIV: Nochmal lesen, es ist genau anders rum, er hat auf einmal zu viel FREIEN Speicher ;)

Edit: Hast du schon getestet ob alle Programme laufen? oder ob Eigene Dateien fehlen?
 
Wieviel Ram hast du? Windows erstellt doch immer eine Auslagerungsdatei in der größe des RAM Speichers, ich vermute das es das ist.
 
Vista und SSD - keine gute Idee. Erst ab Windows 7 kann das BS richtig mit einer SSD umgehen. Du musst etliche Dienste deaktivieren (defrag, Super/Prefetch), ansonsten wird die SSD zu sehr beansprucht.
Du kannst das Hiberfile deaktivieren, bringt an freiem Platz deinen Speicherausbau. Weiterhin solltest du auf jeden Fall deine TEMP-Verzeichnisse kontrollieren und leeren.
Es kann sein, das Vista Wiederherstellungspunkte gelöscht hat, die Größe dieser ist an die HD-Größe gekoppelt.
 
Unter den Eigenschaften der Platte gibts "Bereinigen" da siehst du (evtl. auch erst nach dem Punkt Systemdateien) was Windows so an Sicherungskopien, temp Dateien usw. usw. auf der Platte liegen hat und kannst diese auch löschen.

Ansonsten liegt wie schon erwähnt die Auslagerungsdatei auf der Platte (kann man evtl. verkleinern, ganz abschalten sollte man sie nie) und die Hibernate.sys für den Ruhezustand (wenn man den nicht benutzt kann man ihn deaktivieren und die Datei verschwindet)
 
PaladinIV schrieb:
Wieviel Ram hast du? Windows erstellt doch immer eine Auslagerungsdatei in der größe des RAM Speichers, ich vermute das es das ist.

Nicht nur das, auch die Hiberfil.sys für den Ruhestand ist genauso fett wie der Arbeitsspeicher. Diese kann man aber deaktivieren wen man den Ruhezustand nicht nutzt:
http://www.heise.de/ct/hotline/Ruhezustand-deaktivieren-unter-Windows-7-948249.html

Da hätte sich der Threadsteller einen Tick besser informieren sollen und sich besser direkt eine SSD mit mind. 120GB zugelegt. Nicht das die auch noch teils drastisch schneller sind, nein man spart sich das rumgefummel um freien Platz zu bekommen und das bessere Preis-Leistungsverhältnis gibts noch obendrauf. Schließlich sollte eine SSD niemals voll geschrieben werden (als "faustformel" gelten ca. 20-30% freier Speicherplatz auf der SSD)


Lies dich hier mal ein:
http://www.zdnet.de/magazin/41558244/ssd-tuning-tipps-zur-optimalen-konfiguration.htm

Da findest du allerlei Tip wie man eine SSD korrekt einstellt und kann überprüfen ob das System die SSD richtig betreibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Berserkus: Hab seit knapp 2 Jahren 55,7 GB für Windows, klappt super und hab noch etliche Programme drauf, 120 Gb sind nun mal eben auch Doppelt so teuer...
 
Danke für die zahlreichen Antworten in der kurzen Zeit.
Ich habe vor dem Klonen natürlich alles unnötige gelöscht via deinstallieren, händisch löschen und mit Datenträger-Bereinigung.
Die Festplatte habe ich mit dem Programm "Paragon Festplatten Manager 2011 Suite" vorgenommen, das auch eigenständig alle nötigen Einstellungen bei Vista getätigt hat die für eine SSD vorgenommen werden sollen.
Das System läuft auch prächtig, kann mich als über nichts beklagen.
PS: Habe 4GB RAM verbaut, und ich vermisse keine Daten.
 
Na Windows reserviert immer XXX Prozent vom Plattenplatz für die Systemwiederherstellung.

Wenn jetzt 10% nur noch 6GB sind und nicht mehr 25GB, dann bekommt man natürlich nach einem Neustart 20GB "mehr Platz" falls denn so viel von der Systemwiederherstellung belegt gewesen sein sollte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Alignment!!!!! Soso. Wenn der Klon zum ersten Mal startet, dann sind da noch Bereiche als "benützt" markiert, die vom System dann aber nicht verwendet werden. Wenn nach dem zweiten Booten alles normal ist, dann hat sich das von selbst erledigt. MS-Windows ist ja nicht so schlecht. Das weiß schon, was automatisch zu bereinigen ist.

Wenn Dein Klon läuft. Alle Programme starten, keine Fehler auftreten, dann ist alles gut verlaufen. Dann passt das schon. Die Auslagerungsdatei kannst Du kleiner machen....... aber schalte sie nie ganz ab!
 
homerpower schrieb:
Da kann was nicht stimmen, dann hätte ja jetzt Vista + Programme nur ca 16 GB... Ich weiß zwar nicht mehr wie viel Speicherplatz Vista braucht, aber Windows 7 braucht alleine schon gut 17 GB und Vista braucht bestimmt auch nicht viel weniger...
Deutlich mehr triffts eher. Allein der WinSXS-Ordner mampft 18-20GB weg....
 
Im WinSXS befindet sich fast nichts vom System, das stammt größtenteils von Anwendungen die dort ihre Bibliotheken ablegen. Die Größe dieses Ordners hängt also zum Großteil von den installierten Anwendungen ab.
 
Installiert habe ich sehr wenig auf diesem Rechner, er ist Hauptsächlich zum Internet-Surfen und für ältere Spiele gedacht.
Zwei Spiele aus dem Jahr 1998 und 2000, und nur kleinere ältere Programme, eigentlich kaum der rede Wert was den Speicherbedarf oder ähnlichem angeht.
 
Im WinSXS liegen auch die Windows Updates, und die machen das Kraut erst fett. Da jedes Update potentiell eigenständig ist, liegen gleichzeitig immer Updates, deren Updates und die Updates der Updates eines Updates parallel auf dem System, anstatt das erste Update einfach entsprechend zu patchen. Das geschieht erst zu nem Service Pack. Merkt man daran, dass WinSXS unter Vista vor der Installation von SP2 deutlich größer als nach der Installation (und dem cleanup) ist.
 
Jein, das sind nicht direkt die Upates die da liegen, aber WinSXS ist so aufgebaut, das wenn es ein Update einer Bibliothek gibt danach beide Versionen drin liegen. Das ist volle Absicht und behebt ein Problem der früheren Windowsversionen. Da wurde durch ein Update die alte Version knallhart überschrieben und wenn ein Programm die aber noch gebraucht hat wegen Kompatibilität wars Essig... Linux/Unix macht das übrigens schon immer so.

Ok, halten wir fest: man muss für WinSXS Platz einplanen, da es im lauf der Zeit durch Programminstallationen und Updtaes anwächst. Das ist unabhängig davon welches Windows man verwendet, WinSXS existiert auch unter XP. (ältere Biblitoheken landen übrigens einfach in System32)
 
Hm, meines Wissens nach ist Vista das erste Windows, dass das Side by Side - System in der Form nutzt. Unter XP konnte man z.B. Patches nicht beliebig installieren und deinstallieren. Da lief das eher inkrementell ab.

Fakt ist: Mein altes Vista hatte sich so aufgebläht (obwohl kaum was auf C: lag, von den Eigenen Dateien abgesehen... aber weder hybfile noch pagefile), dass es eine 50GB-Partition gesprengt hat. Windows 7 ist NOCH nicht so schlimm, wird es aber über die Zeit auch werden. Im Endeffekt hängt es zu einem großen Teil davon ab, wie viele kleine Patches kommen und wann mal wieder ein SP ansteht. Jedes SP bringt n Shrinker mit, der alte, redundante Pakete entsorgt.
Win7 hat außerdem, im Gegensatz zu Vista, noch eine Art "Putzprogramm", dass automatisch obsolete Bibliotheken entsorgt. Unter Vista konnte man diesen Cleanup nur über einige Tricks auslösen, z.B. indem man einen Dienst (z.B. Telnet) entsorgt und neu installiert hat.

Was wirklich fragwürdig an der MS-Herangehensweise ist: Wieso kann ich z.B. (getestet unter Vista Ultimate) den IIS installieren, ohne eine aktive Internetverbindung zu haben oder dass die DVD im Laufwerk liegt? Wieso liegen solche Pakete inaktiv bereits auf der Platte? Wie viele User werden jemals den IIS verwenden?

Und was den Vergleich zu Unixoiden angeht: die sind insgesamt nicht solche Speicherhuren. Da wird viel mehr mit Libraries gearbeitet. Auf <20GB kriegst du nicht nur ein hübsches Linux, sondern gleich noch ne komplette Entwicklungsumgebung mit Eclipse & Co, einen Satz Bildbearbeitung, ne Ladung Audio- und Videoschnitt sowie ne volle Office-Suite. Das sollte man aber mal unter Windows schaffen...
 
Also das XP hier hat einen 320MB großen WinSXS, da liegen hauptsächlich die Runtimes vom VisualStudio drin. Eigentlich alle neueren Bibliotheken benutzen das System. Hat zwar auch seine Macken das Ganze, aber es ist besser als alles ohne Versionierung ins System32 zu kippen. Braucht aber halt mehr Speicher...
 
Danke für die zahlreichen Antworten, ihr dürft hier natürlich weiter eifrig diskutieren, aber meine frage ist quasi gelöst :)
Einen schönen Tag euch allen noch.
 
Ah ja, grad mal nachgelesen...
WinXP hat tatsächlich Side by Side, aber nur für einige wenige Komponenten (z.B. .NET und VB Redist.), während Vista und höher SxS für ALLES verwenden. Daher bleibt auch ein uraltes XP relativ schlank (320MB is nix), während sich ein Vista oder 7 über die Jahre eben aufbläht wie ne Kröte.

Das kommt davon, wenn man wirklcih allen Dreck doppelt und dreifach lagert und nie einfach sagt: So, nutze DIESE neue Version oder krepier' einfach.
 
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