Virtualisierung zum Spielen/Arbeiten

Cool Master

Fleet Admiral
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Moin,

ich wollte mich mal über den aktuellen Stand bei der Virtualisierung erkundigen. Ich habe folgendes vor:

1. Host System
2. Spiele VM
3. Arbeits VM
4. Arbeits Test VM (Updates, Upgrades usw. testen praktisch ein Klon von 3.)

Keine Ahnung ob ich das Host System als System nutzen soll oder ob ich noch eine weitere VM dafür nutze.

Mein gedanke war ein System auf Linux (am besten Debian 8, Jessie) Basis.

Welche Möglichkeiten gibt es dafür? Ich habe auch schon Systeme wie LimeTech unraid angeschaut, kostet ja auch nicht die Welt aber ich würde gerne auf USB Sticks verzichten und von SSD booten.

Auf youtube habe ich auch ein Video gefunden:

https://www.youtube.com/watch?v=37D2bRsthfI

Das ganze ist aber aus 2014 also schon ein paar Tage alt und in der Zwischenzeit hat sich denke ich einiges getan. Daher wie könnte ich sowas am besten umsetzen? Wenn es ein paar Euro kostet für eine Lizenz ist es wie gesagt auch kein Problem.
 
Eine sehr simple Möglichkeit wäre es einfach einen Hypervisor zu nutzen (Mit Webgui etc. kann ich Proxmox empfehlen) und über diesen Hypervisor einfach jedes System in eine VM packen. Dann kannst du bei Bedarf einfach das starten was du möchtest und natürlich auch mal 2 parallel laufen lassen.
 
Es gibt kvm und Xen. kvm hat imho mehr Elan hinter dem was du willst, Xen ist mehr ein wannabe ESXi Konkurrent mittlerweile. Ausser ESXi verliert den GPL Prozess, was imho zu wünschen wäre.
Der Knackpunkt ist die Spiele VM, dafür braucht es PCI Passthrough. Der Rest ist OK solange die VM auf einer SSD liegt.

Aber: du kannst das mit deiner Hardware aus deiner sig nicht machen. Kein VT-d.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hmm stimmt mit dem VT-d habe ich gar nicht dran gedacht.

Wird also wohl auf ein neues Host System hinaus laufen.
 
Jup genau daher kenne ich unRaid und habe es auch mal in den Topf geworfen :D

Sieht aber wohl so aus als ob mein 2600K nach über 5 Jahren dann doch ausgedient hat. Ich denke wenn ich ein neues System baue wird es wohl ein 2011-3 System werden obwohl ich da noch gerne auf Skylake-E gewartet hätte :/
 
Du wirst auch so ca. 10% der Spieleleistung verlieren. Zudem bin ich nicht ganz sicher ob die nvidia Treiber mittlerweile gut genug mit passthrough harmonieren. Bis jetzt war es so daß AMD teils deutlich besser funktionierte.
Dann brauchst du noch 2 verschiedene Grafikkarten: die passthrough ist exklusiv für die VM, für die anderen VMs bzw. Desktop muss es eine extra Karte sein, IGP würde reichen, das hat 2011-3 aber nicht.
 
Jup ist mit bekannt mit den 5-10% weniger Leistung. Ich spiele aber auch keine echten Tripple A spiele mehr. Aktuell ist Diablo 3 und in ein paar Wochen evtl. wieder WoW.

Bzgl. Nvidia/AMD mit unraid scheint das ganz gut zu klappen mit Nvidia (siehe die Videos von GTrash81) bei dem 7 Gamers werden AMD Karten benutzt aber das lag eher an der Größe der Karten und dem benötigten Platz.

2011-3 hat natürlich keine IGP aber dafür kann man eine günstige PCIE Karte kaufen z.B. Richtung EVGA Geforce 210 Passiv. Mein Bildschirm hat auch die nötigen Eingänge für DVI (von der 210) und Displayport (von der 660 Ti). Wobei ich da evtl. ein Upgrade auf eine 1060 oder 1070 machen werde. Wenn ich eh alles upgrade.
 
Linus hat auch ein unRaid-System mit Geforce-Karten gebaut. Da war das Problem, dass Geforce-Karten nicht sauber deaktiviert wurden und man den Hypervisor neustarten musste, sprich alle VM's aus. Das wurde aber wohl mittlerweile behoben, da in einem zweiten System mit Geforce-Karten das Problem nicht mehr existierte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ok danke für die Info.
 
Ich habe so ein System mit Debian Jessie (8.5) mit der Hardware in meiner Signatur am laufen, Standard-Kernel (pci-stub) aber derzeit den Backport-Kernel installiert
Das Aufwendigste waren die Qemu-Befehlszeilen und EDK2 (UEFI für VM's)
EDK2 wird benötigt, damit der GPU-Treiber des Host-Systems normal weiter funktioniert, somit wird der i915-Patch etc. nicht benötigt.
Mit einer Shell-Datei lasse ich meine GPU an vfio binden und anschließend an die VM weiterreichen.

Funktioniert eigentlich recht gut, außer bei BF3 habe ich manchmal eine etwas zu hohe CPU-Auslastung oder etwas spackenden Sound bei hoher Auslastung des Host-Systems.
 
LastChosenOne schrieb:
Ich habe so ein System mit Debian Jessie (8.5) mit der Hardware in meiner Signatur am laufen, Standard-Kernel (pci-stub) aber derzeit den Backport-Kernel installiert
Das Aufwendigste waren die Qemu-Befehlszeilen und EDK2 (UEFI für VM's)
EDK2 wird benötigt, damit der GPU-Treiber des Host-Systems normal weiter funktioniert, somit wird der i915-Patch etc. nicht benötigt.
Mit einer Shell-Datei lasse ich meine GPU an vfio binden und anschließend an die VM weiterreichen.

Hast du dafür irgendwelche Anleitungen, die du empfehlen kannst?
Das Thema liest sich echt träge und anstrengend. Es wird nichts erklärt, sondern ständig Wissen vorausgesetzt.

Ich würde unglaublich gerne ne Virtuelle Maschine mit GPU Passthrough unter Linux laufen lassen,
aber bisher bin ich immer irgendwann ausgestiegen, weil es Kopfschmerzen verursacht
 
Ich hab mein System ungefähr nach diesen Anleitungen hier konfiguriert, wobei es eine Mischung aus all den Anleitungen ist.
Man muss aber wissen bzw sich einlesen, was Warum wofür gebraucht wird oder was man auslassen kann.
War für mich nur bedingt schwer, da ich beruflich auch mit Linux-Systemen arbeite.

https://teksyndicate.com/videos/gta-v-linux-skylake-build-hardware-vm-passthrough

https://wiki.archlinux.org/index.php/PCI_passthrough_via_OVMF

https://wiki.debian.org/VGAPassthrough

https://m.reddit.com/r/linuxmasterr..._passthrough_or_how_to_play_any_game_at_near/

Ich kann morgen, falls ich es nicht vergesse, alles hier rein kopieren, was ich nach und nach gemacht habe - man benötigt dafür aber Grundwissen aus den verlinkten Anleitungen.
 
Ich habe es auch einmal gemacht und war wegen der Leistung nicht begeistert.

Dem ganzen setzt auch die passende Hardware voraus. Einiges wurde ja schon benannt.

Aber was will man mit dem ganzen, wenn kein dicker Prozessor mit einigen Kernen unter der Haube ist?
 
obz245 schrieb:
Aber was will man mit dem ganzen, wenn kein dicker Prozessor mit einigen Kernen unter der Haube ist?

Wenn man das fragen muss ist Virtualisierung nichts für einen ;)

Die Vorteile einer VM, selbst auch auf Quad Core, sind deutlich vorhanden.
 
Wie unter einer Games Windows Kiste, sollte man auch in der VM mindest vier Kerne durchreichen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
"Durchreichen" ist hier der etwas falsche Begriff, da man einer VM auch 8 CPU-Kerne emulieren kann, obwohl das Host-System nur 4 CPU-Kerne besitzt. Genauso kann Hyperthreading in einer VM emuliert werden, obwohl das Host-System dies nicht beherrscht, da in der VM alles virtuell erstellt wird - egal ob PCI-Bus, USB, CPU oder Chipsatz.

Eine VM bietet viele Vorteile, vor allem wenn sie ohne Root nur mit Benutzerrechten startet.
So kann man Snapshots erstellen und nach einer Virus-Infektion oder ähnlichem die VM einfach auf den letzten Stand zurück ziehen.
Wenn die VM mit Benutzer-Rechten startet und es einem Angreifer gelingt, aus der Virtualisierungslösung auszubrechen (was theoretisch und praktisch ja möglich ist), so hat dieser nur sehr eingeschränkte Benutzerrechte auf dem Host-System und kann somit kaum/keinen Schaden anrichten. Sobald man dies dann festgestellt hat, wird die VM einfach gelöscht oder per Snapshot auf einen älteren Stand zurückgesetzt.
 
So sieht es aus genau deswegen werde ich auch eine VM nutzen. Eine für Produktiv Stand der Software, eine Dev/Testing Umgebung, eine Spiele VM und meine normale Linux installation.
 
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