Wann braucht man LAN Kabel CAT 7?

BuenyYy

Cadet 4th Year
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Apr. 2020
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Hallo Leute,

mich würde interessieren, wann man ein LAN Kabel CAT 7 überhaupt bräuchte. Ich meine es gibt ja nicht mal einen Netzbetreiber, der einem solch hohe Datenraten nach Hause liefern kann. Wenn mein Router diese Daten nicht einmal übertragen kann, bringt es mir dann überhaupt etwas, solch ein LAN Kabel zu ziehen?
 
Es geht eher um die Geschwindigkeit im eigenen Netzwerk, als zwischen dir und dem freien Internet ;)
 
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Wenn du mehr als GBit im Heimnetz haben willst. Z.B. von deinem PC zu einem NAS oder Server.
Und GBit Internet ist ja jetzt schon relativ weit verbreitet. Das dauert dann auch "nicht mehr lange" Bis der ein oder andere Provider mehr anbietet. Die FB 6660 hat z.B. schon einen 2,5 GBit Port und kann über DOCSIS 3.1 auch mehr als GBit.
Wer weiß, wie es in 10, 20 Jahren aussieht? Da will mann ja ggf. nicht neue Kabel ziehen, nur weil man heute 5 € gespart und auf CAT5 gesetzt hat.
 
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Lieber jetzt etwas mehr Geld für die Kabel ausgeben als sich in ein paar Jahren ärgern, dass mehr nicht geht und eigentlich alle Kabel rausgerissen und neu verlegt werde müssten

Es geht ja nicht nur um das Internet, sondern auch Geräte untereinander.


Für meinen Teil habe ich intern schon 10G liegen, allerdings mit Glasfaser statt Cat7.

Falls du aktuell ein Heimnetz am planen bist - Glasfaser ist zukunftssicherer als Cat 7, allerdings auch umständlicher.
 
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Fest verlegte Kabel (in den Wänden) tauscht man eher selten. Wenn du dir ein Haus baust könnte es sinnvoll sein - wer weis was in 20 Jahren benutzt wird. Ob es dann wirklich Cat7 wird steht auf dem Blatt mit den Lottozahlen :)
 
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Hab ich was anderes behauptet?
 
Die Cat7e Kabel sind weniger störanfälliger, weil sie besser geschirmt sind. Ebenso können sie ein besseres Frequenzspektrum über eine längere Distanz garantiert (!) übertragen. Je kürzer die Kabel, um so besser die Übertragung auch bei verschiedenen Frequenzbereichen. Beispielsweise sind 10Gbit mit Cat5e und 2-10m ohne weiteres machbar.

Wir sind heute schon technisch im 1GBit-Bereich für Internetanschlüsse wie Glasfaser und Kabel. 10Gbit wird hier auch bald kommen, und wie die meisten richtig erwähnen, sollte man jetzt schon gleich für die Zukunftssicherheit gleich auf Cat7e setzen. Es kostet wenige Euros mehr, bei verputzter Verkabelung würde ein Auswechselung wesentlich teurer kommen als das, was man in ein besseres Kabel jetzt investiert.
 
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Ja bitte nimm "Cat 7" Kabel. Also "S/FTP 4x2x23/22AWG". Aber wenn du eh dran bist, dann leg Leerrohre mindestens M25.
 
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Ich hab bei mir letztens LWL OM4 verlegt. Gute Kabel kann man in der Zukunft immer brauchen.
 
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... ihr wißt aber schon alle, daß Ethernet immer auf 100m spezifiziert ist, oder?

Cat7, wenn man längere Verbindungen performant überbrücken muß, oder wenn man halt cat7 nehmen möchte.

Aber echten Bedarf gibt es zuhause normalerweise nicht, sprich nur unter Umständen. Privat kann man sogar mit Cat5e kommen - < 10m schafft man damit auch 10GbE und so weit hat man's oft genug gar nicht von A nach B.

Glas ist eine Option... aber das ist auch nicht pauschal für alles und jede Kommunikationsform tauglich, mit Pech muß man das genauso irgendwann austauschen. Klar kann man seine Wohnung mit 100Gb/s tauglichen Kabeln ausrüsten... fragt sich nur wie sinnvoll das ist, sprich ob man binnen der nächsten 10 Jahre tatsächlich 100Gb/s Verbindungen planmäßig liegen haben wird.


Besser: Leerrohre verlegen und Kabel austauschbar machen. Sollte man sowieso immer. Dann kann man jedes Kabel was nicht mehr richtig funktioniert (oder was den Link speed nicht halten mag, warum auch immer) rausziehen und ein anderes nehmen. Und zwar dann, wenn man es braucht.
 
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Wie bereits von PHuV angesprochen ist das Kabel weniger störanfällig.
Macht im Privathaushalt nicht ganz so viel aus, in Büros oder Industrie kreuzen sich Strom- und Datenkabel doch ab und zu und liegen z.T. auch über zig Meter nur mit geringem Abstand auf Kabeltrassen oder C-Profilschienen bzw. Steigetrassen. Dazu sind auch noch deutlich mehr Störquellen vorhanden.
Mit Cat7 und Cat7a können auch unter wiedrigen Umständen und größeren Entfernungen hohe Übertragungsraten sicher erreicht werden. Bis 100m geht sicher danach gibts Glückspiel.
Ca. 160m waren bisher das längste Strecke die ich verlegt habe. Hat zum Glück auch funktioniert.
PHuV schrieb:
bei verputzter Verkabelung würde ein Auswechselung wesentlich teurer kommen als das, was man in ein besseres Kabel jetzt investiert.
Unterputz bietet sich Leerohr an. Dürfte bei Datenkabeln wohl auch außerhalb von Bayern Standart sein?
(In Bayern wird alles Unterputz (Ziegel/Beton/Kalksandstein) in Leerohr verlegt. Nur im Trockenbau/Holzbau nicht.) Da ist ein Austausch möglich.
Problematisch wird es bei Steigtrassen, abgehängten Decken oder Trockenbauwänden, vorallem wenn noch Brandschotts mit im Spiel sind.
Steigtrassen sind zum Teil in den Wohnungen, die werden vor Einzug zugemauert und verputzt. Bei abgehängten Decken hasst du auch keine Chance mehr an die Kabelschellen zu kommen, außer die Revisionsöffnung und Platz zwischen den Decken ist groß genug um in der Decke zu arbeiten.
Am angenehmsten zum Arbeiten sind Rasterdecken und Leerohr von Dose bis Decke.
Bei längeren Strecken im Rohr (mit mehreren Bögen) musst du das Kabel erst mal einziehen.
 
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Brauchen ... für Gigabit reicht auch Cat5e im Hausgebrauch... geht sogar 10 Gbit ...METER!
Nur ist es so wenn mans nicht eben Billig übern Elektriker beziehen kann Cat5 schon gleichpreisig ist

Genauso der unnötige Schirmungs Wahn bei Netzwerkkabel und Sat ...
 
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Mein Haus (2004 gebaut) wurde mit SSTP Cat6 über verputzte Leerrohren vernetzt(6 Steckdosen). Der Aufpreis war marginal aber die Ausführung zukunftsorientiert. Damals unüblich, leicht geprägt durch berufliche Vorbelastung; Inbetriebnahme von Industrieanlagen inclusive ProfiNet, Profibus Messungen. Die Entwicklung der Digitalisierung war leider nicht so progressiv. Gigabit erst seit 6 Wochen vorhanden.
Es ist auf jeden Fall eine Investition aus der Kategorie "haben wollen" gewesen, weil zuhause fast keine Interferenzen gibt.
Ein bekannter Taubenzüchter, der viel alleine probiert, regt sich immer auf wegen der unnötige Schirmungs Wahn bei Netzwerkkabel und Sat ...
 
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RalphS schrieb:
... ihr wißt aber schon alle, daß Ethernet immer auf 100m spezifiziert ist, oder?
so und was möchtest du damit sagen? das man im EFH mehr als 100m Einzelkabellängen hat? Das längste Kabel was ich gezogen hab (Switch NW Ecke des Hauses bis Dose SO Ecke des Hauses) ist etwa 20m lang, ich glaube nicht, das hier jemand mehr als 50 oder 75m Einzelkabellänge hat.

Ich hab im übrigen vor 3 Jahren auch CAT 7 Duplex in Leerrohren verlegt, wenn Switche und andere Geräte in 10G ershwinglich werden, rüste ich auch auf, aber bis dahin komme ich 1G klar
 
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Darknesss schrieb:
Unterputz bietet sich Leerohr an.
Klar, ist immer zu bevorzugen, wenn möglich. Wenn die Wände das nicht hergeben, z.B. in meiner Mietwohnung, bleibt bei diversen Bauten leider nur Unterputz.
 
Jasmin83 schrieb:
Das längste Kabel was ich gezogen hab (Switch NW Ecke des Hauses bis Dose SO Ecke des Hauses) ist etwa 20m lang, ich glaube nicht, das hier jemand mehr als 50 oder 75m Einzelkabellänge hat.
Ich halte diese Aussage für gewagt. Es gibt in dieser Thematik so viele unterschiedliche Möglichkeiten und Anforderungen.

Mein Netzwerk zu Hause ist größer als das von vielen mittelständischen Unternehmen.
Ich habe hier zwei Häuser nebeneinander auf einem Grundstück. Diese sind komplett verkabelt. Im ersten Haus gibt es zwei Netzwerkschränke. Diese sind per CAT7a 1200MHz und LWL OM4-Kabel miteinander verkabelt. Hier existieren insgesamt 24 CAT7a-Kabel zu Dosen im Haus. Die Verbindung zum zweiten Haus ist über LWL OM4-Kabel gelöst und hier existieren 48 CAT7a-Kabel zu Dosen im Haus. Im zweiten Haus sind über 1,5 km CAT7a-Kabel verlegt.
 
Es gibt zwar diese Stecker für Verlegekabel, aber wenn man es richtig macht setzt man an beide Enden eine Netzwerkdose bzw. Patchpanel. Von der Netzwerkdose geht man dann mit einem Patchkabel zum Client.

Ein Hauptgrund ist, dass sich Verlegekabel nach der Montage nicht bewegen sollt, weil es dabei zu Kabelbruch kommen kann. Ein zusätzlicher Grund ist, dass die Stecker oft sehr klobig sind und nicht in alle Geräte gesteckt werden können.
 
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