10tacle
Admiral
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- Juni 2003
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- 8.918
Grad was passendes zum Thema gefunden und auch ganz aktuell:
Kann man sich hier als Podcast ziehenAuch die iTAN bringt es nicht
Nichts ist sicher - auch das nicht, was sicher scheint.
Onlinebanking gibt es jetzt schon seit 20 Jahren. Damals war es ein Grund, sich Btx anzuschaffen, denn darüber konnte man das Banking bequem erledigen. Natürlich gab es Warnungen an die Kunden so einige sicherheitsrelevante Dinge zu beachten. Denn die Materie war neu und nicht jeder konnte geschickt mit der Tastatur umgehen. Damals war das Banking noch recht sicher - zumindest hörte man nie von einem Geldraub per Btx. Das lag zum einen daran, dass alle Transaktionen über ein proprietäres Netz liefen; das der Bundespost. Zum anderen waren noch nicht so viele Menschen mit Computern unterwegs und daher war auch der Kreis der Betrüger entschieden kleiner.
Doch ein Sicherheitsloch existierte, das allerdings nicht ernst genommen wurde. Viele Telefonanschlüsse in einem Mehrfamilienhaus waren irgendwo in der Hausverteilung auch von denen zu erreichen, die keinen Zugriff darauf haben sollten. Es war oft einfach, sich parallel auf eine Leitung zu hängen und alles abzuhören, was darüber kommuniziert wurde. Das klappte natürlich auch mit Passwörtern und anderen gefährlichen Dingen.
Und damals schon ging die Warnung aus, dass man seine Telefonanlage überwachen sollte. Doch wer konnte das schon bis zur letzten Konsequenz.
Für den Bankkunden sah das ja alles recht gut durchdacht aus. Zunächst braucht man die PIN, die personal identification number, dann musste man für eine Transaktion auch eine geheime TAN haben. Einige Leute legten sich den TAN Block auf den Computer in das Programm Quicken. Mit der tollen Sicherheit, die Microsoft Programme mit sich brachten und bringen, war es einigen Hackern gelungen, die Datei mit den TAN-Nummern auszulesen. Das war natürlich ein GAU und musste davor warnen, die TAN's überhaupt in den Rechner zu kopieren.
Mit dem Internet ist dies ja alles nicht besser geworden. Und auch die Banken wurden selten besser. Sicher ist sicher. Doch vor einiger Zeit erlebte ich auf dem Onlinekonto meines Vaters, dass ich beim Abschluss einer Aktion eine bestimmte TAN des Bogens eingeben musste. Sagen wir die 47. TAN. Ich war überrascht und dachte: Verdammt gute Idee, denn jetzt sieht ein Hacker ja schlecht aus. Selbst wenn er mitkriegt, dass die 47. TAN angefragt wurde, dann hat er ja keinen TAN Block, von dem er die ablesen kann.
Dieses Verfahren nennt man iTAN (könnte von Apple sein), weil es sich hier um indexierte TAN's handelt. Wenn der Angreifer einen so genannten 'Man in the middle' Angriff macht, dann wartet er so lange, bis ich die 47. TAN schicke und er greift sie ab.
Er muss jetzt nur schneller handeln, denn die Aktion muss quasi online ablaufen.
"Vor der trügerischen Sicherheit hat ein Team gewarnt, das sich RedTeam Pentesting nennt. Die RedTeam Pentesting GmbH ist eine auf Sicherheitsprüfungen von Netzwerken und Softwareprodukten spezialisierte Firma.