Was kostet der Atomstrom wirklich?

florian. schrieb:
nein, 5 jahre sind ein witz.

wir haben 80% Strom aus konventionellen Kraftwerken.
du willst also 80% des Kraftwerkparks ersetzen.
das macht man nicht mal eben, das geht Jahr(zehnte)
zudem müssen 1000de Kilometer Neue Strom "Autobahnen" gebaut werden.

Das geht nicht mal eben in 4 Jahren.
In China geht sowas.
 
Pana;florian schrieb:
nein, 5 jahre sind ein witz.

wir haben 80% Strom aus konventionellen Kraftwerken.
du willst also 80% des Kraftwerkparks ersetzen.
das macht man nicht mal eben, das geht Jahr(zehnte)
zudem müssen 1000de Kilometer Neue Strom "Autobahnen" gebaut werden.

Das geht nicht mal eben in 4 Jahren.

Das bezweifelt sogar Greenpeace nicht. Die möchten nur statt KK KWK!
Dadurch wäre ein relativ schneller Ausstieg möglich.

Zu den PV Anlagen in der Wüste: Ich weiß nich mehr obs nur ne Idee war oder n echter Plan. In der Wüste ist mehr wie genug Sonnenkraft um diese für sehr energiefressende Produktion von Wasserstoff zu verwenden. Das ist mm nach ein Ansatz um den Kraftstoff der zukunft herzustellen.
 
florian. schrieb:
... du willst also 80% des Kraftwerkparks ersetzen...

... nein davon war nie die Rede. Bisher geht es mir um die 20% Atomkraft die weg müssen.
 
nicoc schrieb:
... nein davon war nie die Rede. Bisher geht es mir um die 20% Atomkraft die weg müssen.

und die Kohlekraftwerke blasen weiter ihr tausende Tonnen CO2 in die Luft.
Sonnenenergie aus Afrika ist eine ganz nette Idee, allerdings politisch niemals umsetzbar - glaubt ihr echt? irgendein Land würde freiwillig den Grossteil seiner Energieversorgung in eine derart aufgewühlte Polittlandschaft verlegen? Was wenn da die Leitungen gekappt werden?

Thema Flugzeugabsturz in KKW: Ich weiss nicht genau wies in D ist, aber hier in der Schweiz müssen die Reaktorgebäude den Absturz von vollgetankten Passagierflugzeugen überstehen. Wart ihr schon mal in so einem Kraftwerk? die Mauern sind echt beeindruckend

Klar sind KKWs keine Ideallösung, aber wirklich grüne, CO2-neutrale Energieproduktion ohne KKWs sind in den nächsten 50 Jahren illusorisch.
Batterien und andere Energiespeicher sind bei weitem nicht ausgereift genug, um die benötigten Energiemengen zu speichern. Wasserkraft steht nicht unbegrenzt zur Verfügung, die Sonne scheint nur tagsüber und Windräder verursachen Lärmbelästigungen etc.

Auch die oft angesprochene Selbstversorgung oder Autarkie von Hausbesitzern birgt Risiken. Ein Netz, welches von wenigen Quellen gespeist wird, lässt sich relativ einfach berechnen. Angenommen, es speist nun jedes zweite Haus seinen Energieüberschuss ins Netz, wird die Berechnung nur vom normalen Betrieb ungleich komplexer - ganz zu schweigen von der der Berechnung von Kurz- oder Erdschlüssen, welche dann sehr viel grössere Auswirkungen haben, weil man nicht einfach die entsprechende Leitung trennen kann (da ja von allen Seiten eingespeist wird)

Fusionsreaktoren sind gemessen an der darin investierten Forschung ein schlechter Witz, bei den meisten Typen sind grundlegende Probleme wie das Entfernen der Heliumasche nicht gelöst.

Stromsparen ist keine Alternative. Die Industrie wird niemals Stromsparen. Die Bevölkerung nimmt stetig zu und auch die Verbreitung elektronischer Geräte.
Zugegeben, meine Sicht auf die Zukunft der Energieversorgung mag düster sein. Dennoch sind Kernkraftwerke njicht einmal ansatzweise so unsicher, wie gewisse Medien uns gerne glauben machen würde.
Stromproduktion ohne Atomenergie? Gerne, aber in naher Zukunft unmöglich.

gz
 
Foehammer schrieb:
und die Kohlekraftwerke blasen weiter ihr tausende Tonnen CO2 in die Luft.

... das machen sie auch wenn die AKW am Netz bleiben würden. Deswegen ist es kein Argument dafür die AKW am Netz zu lassen. Je schneller wir aus der KK aussteigen um so schneller kann man daran gehen auch die Kohle abzuschalten. Eins nach dem anderen wie man so schön sagt. Und nicht immer so tun, als wollten die die aus KK aussteigen wollen immer das Unmögliche. Und gottseidank gibt es immer mehr Entscheidungsträger die einen Ausstieg in naher Zukunft als sehr realistisch einschätzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
nicoc schrieb:
... das machen sie auch wenn die AKW am Netz bleiben würden. Deswegen ist es kein Argument dafür die AKW am Netz zu lassen. Je schneller wir aus der KK aussteigen um so schneller kann man daran gehen auch die Kohle abzuschalten.

Ich wollte damit andeuten, dass auch andere Kraftwerke der Umwelt sehr stark schaden.
Wie ich geschrieben habe, ist ein Ausstieg aus beiden Technologien wünschenswert, wobei ich den Ausstieg aus den Kohlekraftwerken priorisieren würde.
 
Foehammer schrieb:
Ich weiss nicht genau wies in D ist, aber hier in der Schweiz müssen die Reaktorgebäude den Absturz von vollgetankten Passagierflugzeugen überstehen.
Und mussten sie das 1970 auch schon? Das ist das größte Problem: alte Anlagen, die schon seit Jahren keine Zulassung mehr bekommen würden, dürfen aber weiter betrieben werden. Stichwort Bestandsschutz.
 
Eine Studie der deutschen "Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit" zeigt realistisch die Terroranfälligkeit der Atomkraftwerke.

http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/akw-terror.html

und zur Schweiz, das gleiche in Grün: http://www.mitwelt.org/terrorismusgefahr-akw-schweiz-hsk.html

Im Gegensatz zu den früheren Verharmlosungen der Betreiber sind die Schlussfolgerungen für die deutschen AKW s dramatisch

"Keines der 19 deutschen Atommeiler ist so gegen einen Flugzeugabsturz gesichert, dass eine Atomkatastrophe als Folge ausgeschlossen werden kann. Fünf Kernkraft-Typen wurden als Referenzanlagen genauer analysiert und die Ergebnisse dann auf die übrigen 14 Meiler übertragen. Im Prinzip gingen die Experten von zwei Unfallszenarien aus: Im ersten zerstört ein Passagierflugzeug die Reaktorhülle. Im zweiten Szenario werden durch den Aufprall die Rohrleitungen im Inneren des Reaktors abgerissen. Die Studie kommt zu einem dramatischen Ergebnis: Zwar würden die Betonhüllen bei den sieben modernen Druckwasserreaktoren, die gegen den Absturz eines Phantom-Kampfjets ausgelegt sind, dem Aufprall einer Passagiermaschine standhalten, ein Gau wie der in Tschernobyl ist aber möglich: Die Erschütterungen durch den Aufprall könnten zu schweren Zerstörungen im Inneren führen. Bei den drei neueren Siedewasserreaktoren (Krümmel sowie Gundremmingen B und C) würde ein größeres Verkehrsflugzeug sogar die Betonhülle durchschlagen. Noch verwundbarer sind die neun älteren Kernkraftwerke, bei denen schon durch den Absturz eines kleinen Verkehrs-flugzeugs eine Katastrophe ausgelöst werden kann."
 
Foehammer schrieb:
Sonnenenergie aus Afrika ist eine ganz nette Idee, allerdings politisch niemals umsetzbar - glaubt ihr echt? irgendein Land würde freiwillig den Grossteil seiner Energieversorgung in eine derart aufgewühlte Polittlandschaft verlegen? Was wenn da die Leitungen gekappt werden?

und woher kommt unser öl benzin usw? oh warte mal ....
 
das ist dann aber doch eine ganz andere Hausnummer!

wenn ein Land mal kein Öl liefert, das Liefert es eben ein anderes.
wenn alle Länder kein Öl liefern, dann hällt man das auch nen paar tage aus.

aber wenn sich dann Afrika entschließt keinen Strom zu liefern, dann sind nach 30 sekunden die Lichter aus!
also wäre dies eine ganz neue Dimension der Abhängigkeit!
 
auch bei benzin hättest keien 30 sek später preissteigerungen von einigen 10.000% und ezropa hat auch nur nahen osten afrika ( die beide für strom in frage kommen ) und dann halt russland.

Ausserdem ist das ein Grund mehr um Afrika endlich mal zu stabilisieren anstatt sich immer mit dem Diktatoren dort anzufreunden.
 
wo bitte steigt der preis nach 30 sekunden um 10000% an?
wie war das nochmal 198x als es kaum Sprit gab?
war da innerhalb von 30 sekunden alles lahm gelegt?
ich glaube kaum!

aber genau das ist bei Strom der Fall, denn Strom kannst du nicht einfach mal Lagern!
wenn man sich entschließt mal eben 50% vom netz zu nehmen,
dann war es das, denn das bekommt man nicht ausgeregelt!
daher: Strom weg = Licht aus!
Strom kommt eben nicht aus der Steckdose...
 
Zuletzt bearbeitet:
Foehammer schrieb:
Ich wollte damit andeuten, dass auch andere Kraftwerke der Umwelt sehr stark schaden.
Wie ich geschrieben habe, ist ein Ausstieg aus beiden Technologien wünschenswert, wobei ich den Ausstieg aus den Kohlekraftwerken priorisieren würde.

Und das bedeutet was? ein weiterer Ausbau der Kernkraft? Damit es eine signifikante Veränderung des CO2 Ausstoß geben kann, müssten weltweit ca 1500 neue AKWs errichtet werden. Das ist also kein weg. Sicher müssen die Kohlekraftwerke auch so schnell wie möglich durch Alternativen ersetzt werden, allerdings geht meiner Meinung nach von den Kernkraftwerken eine wesentlich größere Gefahr aus, wenn man die Folgen eines möglichen Unfalls und das Problem der Abfallagerung berücksichtigt. CO2 ließe sich durch eine Wiederaufforstung wieder binden, wenn es solche Projekte endlich einmal geben würde.
 
Zuletzt bearbeitet:
florian. schrieb:
weil der Ökostrom Massiv Subventioniert wird.
z.b. Solar:
2009 zahlten wir 4 Milliarden
2010 zahlten wir 8 Milliarden
2011 zahlten wir 11,5 Milliarden

Atomstrom ist nicht billig - Das Märchen von der günstigen Kernkraft

Und du musst bedenken wie viele 100.000 Menschen alleine in der BRD ein Arbeitsplatz haben durch Erneuerbare Energie. Das es noch Probleme gibt wie bei Blockheizkraftwerke wegen Biosprit (Palmöl) Einsatz, weis ich Bescheid und da muss was gemacht werden noch. Aber Solarkraft, Geothermiekraft, Wasserkraft und Windkraft hat das größste Potenzial.
florian. schrieb:
hinzu kommt, das man mit höherem Ökostrom Anteil die Netze stärker belastet.

Soll das jetzt was schlechtes sein??? Ich frag mich schon echt langsam was du willst? Bist echt ein ganz schöner Atomkraftbefürworter.
 
Tekpoint schrieb:
Soll das jetzt was schlechtes sein??? Ich frag mich schon echt langsam was du willst? Bist echt ein ganz schöner Atomkraftbefürworter.

ähm JA natürlich ist es etwas schlechtes, wenn die Netze Stärker belastet werden.
Dann muss man nämlich zwangsläufig mehr Leitungskapazitäten schaffen was Kosten bedeutet!
(Indirekt durch Wind/PV verursacht)
 
ähm JA natürlich ist es etwas schlechtes, wenn die Netze Stärker belastet werden.
Man muss das alte Leitungsnetz ohnehin mal modernisieren. Es ist einfach nicht zeitgemäß.

Und wenn wir hier über Kosten reden, dann reden wir mal über die Endlagern, die Kosten für Asse, die Kosten für die Gesundheitsfolgen, die Kosten, die momentan einfach nicht von denen bezahlt werden, die verdienen -> Versicherung, usw.

Atomstrom ist nicht billig. Kohlestrom wird bald viel teurer (Zertifikatehandel), damit werden EE wettbewerbsfähig und brauchen nicht mehr so stark subventioniert werden. Und der Atomausstieg wird vom Großteil des alleinigen Souveräns in diesem Lande befürwortet.
 
florian. schrieb:
ähm JA natürlich ist es etwas schlechtes, wenn die Netze Stärker belastet werden.
Dann muss man nämlich zwangsläufig mehr Leitungskapazitäten schaffen was Kosten bedeutet!
(Indirekt durch Wind/PV verursacht)

Du bist ein Scherzkeks echt:D

Habe schon mal was sagen lassen, das wir Strom bei Überproduktion in die Erde einfach ableiten lassen.

Das Netz muss so oder so verbessert werden warum nicht einfach mal ein Ausbau?

Und man siehe auch das AKWs von Netzgehen können wenn so viel Strom durch Wind und Solarkraft da ist;)


badday schrieb:
Kohlestrom wird bald viel teurer (Zertifikatehandel), damit werden EE wettbewerbsfähig und brauchen nicht mehr so stark subventioniert werden. Und der Atomausstieg wird vom Großteil des alleinigen Souveräns in diesem Lande befürwortet.

Volle Zustimmung:)

Will nicht wissen was nächstes oder übernächstes Jahr der Erzeugte KWh Braunkohle kostet dann.
 
Natürlich sind AKWs nicht CO2 neutral - allerdings haben sie einen massiv kleineren CO2 ausstoss pro kWh als Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen. Kohlestrom verteuern ist schön und gut, aber den Strom brauchts ja trotzdem.

Dass EEs zZ alle AKWs ersetzen können ist schlicht gelogen, der fehlende Strom wird einfach zugekauft.
Wie gesagt, Öl lässt sich im Gegensatz zu Strom lagern, wenn da der Stecker gezogen wird, wäre Europa einfach mal TOT, keine Börse, keine ÖV, kein Licht, keine Alarmanlagen, kein garnix - zurück in der Steinzeit in einer Sekunde - was ist das bloss für ein tolles Terrorziel.

ein Leitungsnetz modernisiert man nicht "einfach so" ich hab auf dem Sektor gearbeitet und es ist kaum vorstellbar, wieviel Technik jetzt schon bloss für ein grosses Gebäude eingesetzt wird - jetzt stellt euch das mit ein paar Millionen Gebäuden für ein ganzes Land vor - und da sind die Umspannwerke noch nicht mal drin.

Wiederaufforstung schön und gut, aber wo? da wo der Regenwald abgeholzt wird? Viel Spass beim Überreden. Ausserdem bräuchte es für die tausenden Tonnen CO2 ziemlich viel Wald...

Atomstrom ist nicht billig - aber er ist effizient.

übrigens arbeiten auch sehr viele Menschen in der Atomenergie
Die Potential
 
Foehammer schrieb:
Wie gesagt, Öl lässt sich im Gegensatz zu Strom lagern, wenn da der Stecker gezogen wird, wäre Europa einfach mal TOT, keine Börse, keine ÖV, kein Licht, keine Alarmanlagen, kein garnix - zurück in der Steinzeit in einer Sekunde - was ist das bloss für ein tolles Terrorziel.

Doch Strom kann man speichern, nur eben nicht so einfach.

Mit der Überproduktion aus den EE kann man Pumpspeicherkraftwerke wieder befüllen und diese zu Zeiten schwacher EE-Produktion zuschalten. Das zeitgleich die gesamte Stromproduktion aus EE ausfällt, ist doch ein sehr unwahrscheinliches Scenario. Selbst dann kann man Gaskraftwerke zuschalten.


übrigens arbeiten auch sehr viele Menschen in der Atomenergie

Die sind ja auch nicht von heute auf morgen arbeitslos.
Forschung kann dahingehend ja weiter betreiben werden, der AKW´s müssen stillgelegt und abgebaut werden, die Lagerstädten müssen auch noch in Jahrhunderten analysert und überwacht werden.

Auf lange Sicht würden dann nicht mehr soviele Menschen in der Atom-Brance arbeit finden, aber dafür in einerm anderen Zweig der Energieerzeugung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben