Was kostet der Atomstrom wirklich?

nur gibt es sehr wenige Stollen auf welche man solch ein Kraftwerk bauen könnte.
 
Die Schwungmassengeschichte funktioniert auch sehr zuverlässig.
Viele Großgebäude haben Notstromspeicher, die auf Schwungmassen basieren.
Besonders in Städten/Gebieten, in denen die Lagerung von Kraftstoffen für Generatoren in dem benötigten Umfang nicht genehmigt wird.

Dazu gibt es mittlerweile auch kommerzielle Versuchsanlagen, die die Technik einfach der Wirtschaftlichkeit halber einsetzen.
Ich habe dazu letztens einen sehr ausführlichen Bericht gelesen, der die Herausforderungen beim Bau und Betrieb beschrieb,
War aber leider in einer Print-Zeitung und ich hab vergessen welche.
Es ging aber um eine Anlage im US-Bundesstaat New York, die schlicht Nachtstrom speichert und zu Spitzenzeiten wieder abgibt.
-> Lohnt sich.

Weiterer Vorteil von Schwungmassenspeichern ist die annähernd beliebig hohe Energiedichte.
Also nicht die Menge an Energie, die in einer Schwungscheibe gespeichert wird.
Man kann aber einfach ein Gebäude mit annähernd beliebig vielen Stockwerken bauen (sowohl nach oben wie auch in den Boden) und in jedem Stockwerk weitere Einheiten hinstellen...
(Mir ist der Kostenfaktor eines "Energiespeicher-Hochhauses" schon bewusst, bis zu einem gewissen Grad macht es aber Sinn.)

Grüße vom:
Jokener
 
Zuletzt bearbeitet:
Nö, die Salzstöcke werden dafür extra ausgespült, wovon es in Norddeutschland eine Menge gibt.
 
Onkelhitman schrieb:
Du findest den Wirkungsgrad gut? Also wenn ich 42% höher halte ich das für Schrott.
Braunkohle: 31% Wirkungsgrad (gemittelt). Wirkungsgrad Kernkraftwerk: 30-40%.
Was wir auch nicht vergessen dürfen ist der ganze Leitungsverlust. Und dann natürlich die sinnlos verbratenen KWh.
Wie auch immer.
Genau, wie auch immer :freak:
florian. schrieb:
nur gibt es sehr wenige Stollen auf welche man solch ein Kraftwerk bauen könnte.
Du schreibst hier permanent Unwahrheiten. Warum?
 
Pana schrieb:
Braunkohle: 31% Wirkungsgrad (gemittelt). Wirkungsgrad Kernkraftwerk: 30-40%.Genau, wie auch immer :freak:

das sind Kraftwerke und keine Energiespeicher!
wenn du das wahllos durcheinander würfelst, führt das zu nichts!

Du schreibst hier permanent Unwahrheiten. Warum?
in D soll es dafür Kapazitäten von 3,5TWh geben.
aber nur, wenn man vom Optimistischen Fall ausgeht.
das ist zwar ein Anfang, wenn man sich aber zu großen Teilen auf Windkraft verlassen will, braucht es mehr.

zumal man nicht jeden alten Salzstock verwenden kann, gibt nämlich auch viele Undichte.
Wenn man dann einen Überdruck erzeugt, dann verpufft die ganze Energie.
 
Zuletzt bearbeitet:
Florian, willst Du nichts verstehen oder kannst Du nichts verstehen?
 
ich will nicht!

bei mir geistert eben noch ein Bericht von 2006 im Kopf, wo das Druckluft Kraftwerk vorgestellt wurde.
und schon damals war klar, das ist ein netter Versuch, wird aber flächendeckend nie eingesetzt, denn die Orte wo man es aufstellen könnte sind sehr begrenzt.

wie auch immer, eventuell findet man ja 4-5 brauchbare Standorte für die Dinger.
aber die werden ja auch nicht von heute auf morgen gebaut.

einige würden wohl am liebsten gleich 10 von den Dingern aufstellen und das Sofort.
Das Druckluftkraftwerke aber noch im Versuchsstadium sind, Interessiert nicht.
Da werden Scheuklappen Aufgesetzt und gefordert, dass man sehr viel Geld in den Bau steckt.
ob hinterher das Geld wieder raus kommt, Interessiert wohl nicht.
Hauptsache man hat gebaut und fühlt sich besser!

daher bleibe ich bei meiner Meinung: bis 2050 könnte man geschmeidig umsteigen.
aber nein, das muss ja Jetzt sofort, ab besten noch bis 2020 Passiert sein....
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht nicht um die "Kraftwerke", sondern um die Speicher. Und davon gibt es a) sehr große (was glaubst Du wo heute Gas gespeichert wird?) und b) ist die Zukunft eh Dezentralisierung. Ein Haushalt könnte seinen Strom über Solarzellen erzeugen und für Nächte / dunkle Tage Druckluft oder z. B. Wasserstoff speichern. Das ist keine Hexerei. Keine Ahnung was da in Deiner Vorstellungskraft limitiert. Viel Unglaublicher finde ich eher die Gedankenlosigkeit, mit der wir heute mit schädlichsten Nebenwirkungen Strom erzeugen - obwohl wir es überhaupt nicht müssten.

Die Kosten hast Du übrigens nicht im Blick, denn die Entsorgungskosten und Umweltschöden berücksichtigst Du kein Stück.
 
doch, die kosten kenne ich.
2009 kostete der betrieb und die Suche nach Endlagern rund 500 Millionen Euro.
Das Spielt 1 AKW im Jahr an Gewinn ein.

Das ist keine Hexerei.
möglich ist vieles, aber die meisten vergessen eben schlicht und ergreifend die Kosten.
auch wenn du auf jedes Hausdach eine Schweineteure PV Anlage aufstellst, muss man das ganze dennoch mit dem Stromnetz verbinden und ausregeln. D.h. du hast doppelte kosten!

wir haben 2% PV zahlen aber 2011 bereits 11,5 Milliarden Euro dafür.
und du willst das zeug nun auf jedes Hausdach Installieren?
es hat einen Grund, wieso die Regierung die Einspeisevergütung stärker als geplant abgesenkt hat.
eben weil die Kosten für die Allgemeinheit wegen PV Explodierten!
 
Zuletzt bearbeitet:
Du weißt, was uns der sichere Einschluss in den nächsten 500.000 Jahren kosten wird? Damit hast Du Dich entgültig diskreditiert. Du bist vollkommen ahnungslos.
 
nein, das weiß ich nicht.
weißt du, ob dies für 500.000 Jahre nötig sein wird?
 
Klar kann man sich drauf verlassen, dass innerhalb der nächsten 100 Jahre irgendein schlauer Kopf eine Möglichkeit findet, den ganzen Kram zu entsorgen.
Die Sache mit der Sonne ist nämlich ein ganz schöner Plan, aber die benötigte Energie um etwas IN die Sonne reinzubekommen ist wahnsinnig groß.
Es ist eben nicht so einfach, eine Rakete mit dem Kram vollzuladen und zum richtigen Zeitpunkt die Lunte anzuzünden.
Wenn du mit deiner Rakete nämlich einfach geradewegs auf die Sonne zielst und Gas gibst, dann verfehlst du die Sonne aufgrund der Bahngeschwindigkeit der Erde.
(Das wird dann alles ein bisschen kompliziert um es in einen Beitrag hier zu pressen, aber glaube mir: du verfehlst die Sonne und die Rakete schlägt im dümmsten Fall wieder auf der Erde auf, wenn auch auf der anderen Seite der Erdumlaufbahn, im besten Fall landet sie irgendwo im All und fällt wem anders auf den Kopf.)
Wer mehr dazu wissen will sollte sich mal eine Vorlesung "Raumfahrtmissionen im Sonnensystem" an einer Uni anhören, ist zu empfehlen.

Grüße vom:
Jokener
 
Woher kommt eigentlich die dümmliche Idee, man könnte den Atommüll in die Sonne schießen? Ihr habt scheinbar überhaupt keine Vorstellung davon, um welche Mengen es hier geht, welche Nutzlast Raketen haben, welche Ressourcen für einen Raketenstart benötigt werden und was passieren würde, wenn auch nur eine Rakete versagt und nach dem Start explodiert (von den Kosten ganz zu schweigern).

Das ist ungefähr so realistisch als würde ich sagen, man könnte Atommüll ja auch mit Zucker anreichern und tiefgefroren als ungefährlichen Lolli vermarkten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja... so besonders viel extrem langwertiges und gleichzeitig gefährliches Zeug haben wir ja gar nicht.
Und die Falcon Heavy hat eine Nutzlast von 53 Tonnen. Könntest du den Kram in die Sonne schicken, dann wär das schon eine gangbare Lösung.
Zumal man ja auch den Kram auftrennen und nach waffenfähigkeit sowie halbwertszeit und giftigkeit sortiere kann.

SOOO extrem unrealistisch ist das alles gar nicht.
Wenn du dir nämlich mal anguckst was für Transportcontainer wir haben, welche Raketen möglichst viel Nutzlast pro Tonne verbratenem Treibstoff haben etc...
Dann wird es jedenfalls nicht viel unrealistischer als es mitten in Deutschland für 10.000 Jahre zu verbuddeln.
(Besonders wenn man bedenkt, dass die gesamte Geschichte der Menschheit bisher nur 5000 Jahre hatte.
Achso... die 10.000 Jahre reichen natürlich auch nur für den kurzwertigen Kram aus, hätt ich fast vergessen.
Aber ich gebe zu: realistischer als die Sonne ist der Jupiter: Gasriese, unbewohnt, radioaktiver Kram fällt bis in den Kern, keine Probleme ihn zu "treffen" im Gegensatz zur Sonne...)


Es wird früher oder später drauf hinauslaufen, dass wir den Russen oder Chinesen unseren Kram geben.
Denn die forschen und Nutzen in dem Bereich viel rum. Und in Schnellen Brütern kann man Beispielsweise eine Menge davon wieder in Wärme umsetzen.
(Und jetzt macht blos nicht das Öko-Fass auf, dass schnelle Brüter böse sind. Die Chinesen auch, also können sie wenigstens unseren Atommüll für uns mitverbrennen...)

Grüße vom:
Jokener
 
nee nee der Mond ist näher und auf dem Mond gibt es kein Leben was man verseuchen könnte ,
Jupiter und leben so genau weis man das auch nicht, nicht unnötig andere Planten verseuchen nur die die wirklich tot sind
 
Zuletzt bearbeitet:
Jokener schrieb:
Naja... so besonders viel extrem langwertiges und gleichzeitig gefährliches Zeug haben wir ja gar nicht.
Und die Falcon Heavy hat eine Nutzlast von 53 Tonnen. Könntest du den Kram in die Sonne schicken, dann wär das schon eine gangbare Lösung.
Zumal man ja auch den Kram auftrennen und nach waffenfähigkeit sowie halbwertszeit und giftigkeit sortiere kann.

SOOO extrem unrealistisch ist das alles gar nicht.
Doch. Es ist völlig ausgeschlossen. Die Falcon Super Heavy kann rund 60 Tonnen in den Satelitenorbit befördern. Wir könnten also einen halben (leeren!) Castor-Behälter neben unsere Fernsehsateliten parken. In einen GTO könnten wir gerade noch 20 Tonnen befördern, also etwa ein Viertel eines leeren Castor-Behälters. Das würde uns über 100 Mio. Euro kosten und man würde ca. 1000 Tonnen Treibstoff verbrauchen. Und dann ist das kleine Bruchstück eines leeren Castor-Behälters noch nicht mal 1% zur Sonne unterwegs...

Wenn man jetzt bedenkt, dass wir über 300.000 Tonnen hochradioaktiven Abfall besitzen, dann sollte eigentlich auch der letzte Dorfkasper verstehen, dass diese Idee geradezu dümmlich ist.

Warum verbrennen wir nicht den Raketentreibstoff um daraus Strom zu erzeugen? Warum sollten wir ein vielfaches an Energie in ein (nicht funktionierendes) Entsorgungssystem stecken als wir ursprünglich mal mit dem radioaktiven Schrott erzeugt haben? Und in wie weit könnte man dann eigentlich noch vom "billigen Atomstrom" reden? Ist das nicht alles völlig unlogisch für Dich?!

An Tagen wie heute wundere ich mich kein Stück, warum wir die Zustände haben, die wir haben. Die Menschen denken einfach nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben