Ich glaube, das weiß niemand mehr. Ich habe im Frühjahr mal beim AG eine aufwendige Recherche gemacht, welche Plattenserien es gibt, was drin steckt und welche Zusatztechnologie sie haben. Mein Tip: Irgendwas einfaches. Toshiba hatte mal SMR (das eher meiden) und hat seit längerem EAMR-Köpfe, dann gibt es noch HARM-Köpfe, und Western Digital hat ab den Red Pro von 18 TB oder so irgendwie die Spurkopfkorrekturdaten in einen Flash-Chip ausgelagert. Dann wurden die Plattermaterialien gewechselt (Aluminium, Glas) und die Magnetschicht (CoPt, FePt usw.). Ehrlich: Nach Dauerhaltbarkeit klingt das alles nicht gerade, sondern eher nach extrem hartem Wettbewerb an der Kante des technisch und betriebswirtschaftlich machbaren.
Und auch nicht, dass man teils dieselbe Plattenbezeichnung mit 7, 8 oder 9 Plattern bekommen kann. Da haben die Kunden- und Wettbewerberverwirrungsabteilungen (Marketing) wirklich ganze Arbeit geleistet.
Ich wollte dann die größte Seagate ohne all den Kram (so bei 20 TB), aber, wie man es so kennt, ist mein Wunsch per stiller Post so verfremdet im Einkauf angekommen, dass ich jetzt doch WD Red Pro's habe.
Für ein paar Jahre wird das alles keinen Unterschied machen; wer eine gewisse Sicherheit haben will, wird ein RAID 1/5/6 oder ein separates Backup anlegen müssen.
Ich persönlich habe mit Seagate einen Totalverlust erlebt (40 GB Barracuda), meine Toshiba schwächelt (2 TB, schlechte SMART-Daten), obwohl sie die jüngste ist, aber mehrere WD-Platten von 250 GB bis 2 TB laufen noch. Ich bleibe daher wahrscheinlich WD treu, obwohl man ihre Marketing-Serien auch nicht mehr versteht, und würde daher aufgrund meiner Kristallkugel weiterhin die "Red Pro" empfehlen.
Leider ist gerade der private Festplattenkauf ein ziemliches Glücksspiel geworden. Wichtiger als Marke und Modell ist daher wahrscheinlich der Distributions-Channel. Angesichts der Betrügereien mit gebrauchten Serverplatten sollte man den größtmöglichen in Deutschland registrierten Händler nehmen und, wenn möglich, auch angebotene Zusatzgarantien abschließen. Falls es "Retail"-Platten gibt, dann lieber die als die als "OEM" bezeichneten. Und hoffen, dass sie ordentlich verpackt werden.