WD Red 5TB nach 95.000h fehlerhafte Sektoren

Ralfii

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Hallo.

Nach rund 11 Jahren Dauerbetrieb ist meine WD Red 5TB nun Fehlerhaft (Enigma2 Linux Receiver)

Welche Platte wäre denn für ein langes leben die beste Neuanschaffung ?

WD Red oder Seagate Ironwolf ?


Eigentlich sind für mich die 11 Jahre schon OK, aber wenn man bei den Herstellerangaben der WD -Red mit einer MTBF von 1 Millionen Stunden wirbt, sind das ja auch nur 10 % davon, aber 1 Million Stunden wären ja auch über 100 Jahre, das wäre ja auch sehr viel....


Gruß und schöne Weihnachten
 

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Ralfii schrieb:
WD Red oder Seagate Ironwolf ?
die billigere pro platz.
Du kannst zwischen CMR und SMR platten unterscheiden, ggf auch nach Lautstärke schauen, der rest tut sich so wenig, das ist es nicht wert, da viel Zeit rein zu stecken
 
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Ich bin Fan von Toshiba. Sind günstig, CMR und bisher noch keine einzige Defekt bei mehr als 10 Platten
 
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Red oder Ironwolf oder Serverplatten sollte relativ egal sein...

Ralfii schrieb:
aber wenn man bei den Herstellerangaben der WD -Red mit einer MTBF von 1 Millionen Stunden wirbt, sind das ja auch nur 10 % davon, aber 1 Million Stunden wären ja auch über 100 Jahre, das wäre ja auch sehr viel....
Naja, das mit der MTTF (Mean Time To Failure) Bereichnung ist (meines Verständnisses nach) eher als statistische Erwartung für Rechenzentren gedacht, die daraus planen wie viele die jährlich ersetzen müssen wenn die tausende davon betreiben.

Da ist der Backblaze HDD Report dann interessant:
https://www.backblaze.com/blog/backblaze-drive-stats-for-q3-2025/

Mit 29.431.703 drive days -> 706.360.872 Betriebsstunden auf 1.250 ausgefallene Festplatten macht das eine MTBF von 565.089.

Also leider deutlich schlechter, als die Hersteller von Enterprise HDDs gerne verkaufen würden, aber nicht wirklich schlecht.

Den Schuh andersrum angezogen ist das eine jährliche Ausfallrate von 1,55% aller HDDs.

Aber wenn dich das Thema interessiert -> nicht meine Ultra-Zusammenfassung lesen, sondern den gesamten Artikel von Backblaze.
 
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Am Ende des Tages kann jede Platte ausfallen. Statt mehr Geld für eine bestimmte auszugeben, ist im Zweifel eine zweite Platte die bessere Investition. Bis auf ein paar Ausnahmen berüchtigter fehlerhafter Modelle (die sind alle schon ein paar Jahre her) macht man so als normaler Verbracher nix verkehrt.

Achte einfach darauf, dass du keine SMR-Platte kaufst (es sei denn, du weißt genau, was du da tust und warum das für dich okay ist) und du bist gut aufgestellt.
 
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Du hast Probleme mit der (Kabel)Verbindung. Eine sehr hohe Anzahl von UDMA CRC Fehler.
 
Jo würde kabel tauschen. Und sonst kaufen was günstig ist, ob nun Toshiba , Seagate oder WD.

Bei den kleinen größen lohnen meistens Seagate Ironwolf, WD Red und Toshiba N300, bei mehr sind die dann relativ teuer und die Toshiba Cloudscale Capacity sind i.A die mit am meisten Bang for the bucks. Wobei ich da auch die Exos Recertified ganz nice finde…
 
kommt drauf an wie alt diese fehler sind... der zähler geht ja nie mehr runter, also kabel problem vor 5 jahren, taucht da immer noch auf. wichtig ist das es nicht weiter steigt

aber mit den kaputten sektoren hat das auch nichts zu tun
 
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der post hat mich gerade zum nachschauen gebracht was meine red's so machen.
98714 stunden im pc und 2x 39700 stunden im nas. ich hoffe die im nas tun es der anderen gleich 🍀
 
Statistik sagt bei einer kleinen Stichprobe wenig aus.
Wenn ich 1000 Mal eine Münze werfe, wird es ziemlich genau 500 Mal Kopf und 500 Mal Zahl sein.
Was sagt das über meinen nächsten Münzwurf aus?
Die letzten 3 Mal kam Kopf. Was sagt das über meinen nächsten Münzwurf aus?

Wenn man ein Rechenzentrum betreibt und große Mengen kauft, dann kann man sich über Statistik Gedanken machen.

Deshalb: Kauf die, die von den technischen Daten und Preis am besten zusagt.
 
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Ich glaube, das weiß niemand mehr. Ich habe im Frühjahr mal beim AG eine aufwendige Recherche gemacht, welche Plattenserien es gibt, was drin steckt und welche Zusatztechnologie sie haben. Mein Tip: Irgendwas einfaches. Toshiba hatte mal SMR (das eher meiden) und hat seit längerem EAMR-Köpfe, dann gibt es noch HARM-Köpfe, und Western Digital hat ab den Red Pro von 18 TB oder so irgendwie die Spurkopfkorrekturdaten in einen Flash-Chip ausgelagert. Dann wurden die Plattermaterialien gewechselt (Aluminium, Glas) und die Magnetschicht (CoPt, FePt usw.). Ehrlich: Nach Dauerhaltbarkeit klingt das alles nicht gerade, sondern eher nach extrem hartem Wettbewerb an der Kante des technisch und betriebswirtschaftlich machbaren.

Und auch nicht, dass man teils dieselbe Plattenbezeichnung mit 7, 8 oder 9 Plattern bekommen kann. Da haben die Kunden- und Wettbewerberverwirrungsabteilungen (Marketing) wirklich ganze Arbeit geleistet.

Ich wollte dann die größte Seagate ohne all den Kram (so bei 20 TB), aber, wie man es so kennt, ist mein Wunsch per stiller Post so verfremdet im Einkauf angekommen, dass ich jetzt doch WD Red Pro's habe.

Für ein paar Jahre wird das alles keinen Unterschied machen; wer eine gewisse Sicherheit haben will, wird ein RAID 1/5/6 oder ein separates Backup anlegen müssen.

Ich persönlich habe mit Seagate einen Totalverlust erlebt (40 GB Barracuda), meine Toshiba schwächelt (2 TB, schlechte SMART-Daten), obwohl sie die jüngste ist, aber mehrere WD-Platten von 250 GB bis 2 TB laufen noch. Ich bleibe daher wahrscheinlich WD treu, obwohl man ihre Marketing-Serien auch nicht mehr versteht, und würde daher aufgrund meiner Kristallkugel weiterhin die "Red Pro" empfehlen.

Leider ist gerade der private Festplattenkauf ein ziemliches Glücksspiel geworden. Wichtiger als Marke und Modell ist daher wahrscheinlich der Distributions-Channel. Angesichts der Betrügereien mit gebrauchten Serverplatten sollte man den größtmöglichen in Deutschland registrierten Händler nehmen und, wenn möglich, auch angebotene Zusatzgarantien abschließen. Falls es "Retail"-Platten gibt, dann lieber die als die als "OEM" bezeichneten. Und hoffen, dass sie ordentlich verpackt werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
HARM-Köpfe führen den Plattern aber Schaden zu, oder? Wurden glaube ich schnell durch HAMR ersetzt. ;-)
 
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Spock37 schrieb:
wer eine gewisse Sicherheit haben will, wird ein RAID 1/5/6 oder ein separates Backup anlegen müssen.
Das aber sowieso, unabhängig von der statistischen Zuverlässigkeit, genutzten Technologie oder sonst was. Für Daten um die es schade wäre macht ein Backup sicher Sinn. Und ein RAID zur Erhöhung der Verfügbarkeit.
Ich habe vor paar Jahren 3 IronWolf im NAS betrieben, die machten nie Probleme und wurden nur ausrangiert weil ich die gegen die sog. WD White Label ersetzt. Von denen übrigens kaum wer weiß ob sie nun wirklich 1:1 den WD Gold entsprechen, das Gerücht hält sich nur überaus hartnäckig. Die laufen auch weiterhin gut, im anderen NAS laufen grad gemischt Seagate Exos und die Toshiba Cloudscale Capacity. Insofern kann ich nur empfehlen sich nicht allzuarg für den Hersteller zu interessieren.
 
tollertyp schrieb:
Deshalb: Kauf die, die von den technischen Daten und Preis am besten zusagt.

This. Ergänzend: Den Hersteller mit dem besten Service. Keine Ahnung wie das bei Seagate ist, aber der Support bei WD ist sehr gut und ich war bisher immer zufrieden.
 
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