Wert Gesellschaftsanteile

@ayngush
Und da der TE das Wort "Aktie" in seinem Text nie gebraucht hat, lässt darauf schließen, dass du gar nicht auf seine Frage eingehen möchtest. ;)

Er spricht von "Anteilen" die "vor allem durch Erbschaften den Besitzer" wechseln. Und das er "sowieso (jetzt) nicht verkaufen" möchte.
Und vor allem: Er frag nie nach dem Preis (der Aktie) sondern nach dem Wert (der Anteile). Ein Preis ist kein wertbildender Faktor … ein (finanzieller) Wert ist aber einer der preisbildenden Faktoren.
 
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MrFr33zer40k schrieb:
da der TE das Wort "Aktie" in seinem Text nie gebraucht hat
Das Wort "Aktie" wurde zwar nicht verwendet, aber das Wort "Dividende":
Mishi schrieb:
Anteile an einer Firma im Lebensmittelgeschäft zahlen jährlich 1000€ Dividende aus.
Wurde der Begriff vom TE korrekt verwendet, so kann es sich bei der Gesellschaftsform nur um eine Aktiengesellschaft handeln:
 
Vielleicht habt Ihr ja beide Recht und es handelt sich um eine Aktiengesellschaft, die nicht börsennotiert ist :)
 
@Holt: Ja, das stimmt. Den Begriff Dividende hat er selbst verwendet. Punkt geht an dich. :daumen:

In der Gesamtbetrachtung bleibt es meiner Meinung nach dennoch dabei, dass der TE nach einem Instrument suchte, um seine Anteile (egal welcher Form) zu bewerten.
Das es sich um Aktien (evtl. noch Spezialformen) handelt wurde von vielen einfach unterstellt und der Thread driftet in eine nicht zielführende Aufzählung von möglichen Spezialfällen (Bsp: vinkulierte Namensaktien) ab. Daher mein Einwand, manch einer wolle sich gar nicht mit der Frage des TE beschäftigen.
 
Ich glaube du verstehst das nur einfach nicht. Wenn man von Anteilen einer Firma / Firmenanteilen spricht, spricht man in der Regel von Aktien oder verwendet den Begriff falsch (Beispielsweise bei Genussrechten).
Wenn man von einer Dividende spricht, dann spricht man eigentlich von dem auszuschüttenden Betrag, der auf Aktien entfällt (und dem Gewinn entnommen wird) oder verwendet den Begriff falsch.

So oder so: Anteile = Aktien, Dividende = Dividende === Aktiengesellschaft (dessen Aktien eventuell nicht frei gehandelt werden. Dann sind das ggf. vinkulierte Aktien - was übrigens nicht so selten ist, ich arbeite selbst bei so einer Firma - uns steht es zu als Jubiläumsbelohnung eine Einzel-Aktie (gibt auch noch 10er) der Firma in einer Stückelung von je 50 Anteilen pro Aktie zu erwerben. Darauf entfallen Jährlich ca. vor Steuern 50 EUR Dividende - eine Aktie hat aktuell einen Wert von circa 730 EUR. Dieser Wert wird jährlich auf der Hauptversammlung neu festgelegt oder verkündet. Und das ist auch der Wert, den man bekommt, wenn man die an die Firma zurück verkauft.)

Und solche (vinkulierten) Aktien, die nicht frei gehandelt werden, haben einen festgelegten Wert, der auf der Hauptversammlung bestimmt (oder verkündet, da bin ich mir nicht ganz sicher) wird, zu dem man die Aktie kaufen und auch an die Firma zurückverkaufen kann. Und das ist auch der Wert des ganzen. Da schwankt auch nichts innerhalb eines Marktes oder so, da solche Aktien, eben nicht frei gehandelt werden können. So etwas machen Firmen, um ihre Mitarbeiter am Erfolg zu beteiligen oder um ein besonderes Zugehörigkeitsgefühl zu etablieren.

Ob der TE solche Dinger vor sich liegen hat oder nicht könnte er ja mal einschätzen und dann kann man hier entweder die Begriffe neu sortieren oder seine Frage ist damit beantwortet.
 
Ich denke hier wurde Aktie als Synonym für Geschäftsanteile gebraucht, ohne damit eine AG zu meinen.
 
ayngush schrieb:
Wenn man von Anteilen einer Firma / Firmenanteilen spricht, spricht man in der Regel von Aktien
Macht man das? Die Leute mit denen ich mich über solche Themen unterhalte, machen es zumindest nicht.
ayngush schrieb:
Da schwankt auch nichts innerhalb eines Marktes
Das mag in dem Fall so sein, weil die Firma dann auch den Rücknahmepreis bekanntgibt und man die Anteile (Aktien?) eben wohl auch nur an die Firma zurückverkaufen kann, aber damit ist es eben wie generell: Wert ist etwas immer so viel, wie jemand bereit ist dafür zu bezahlen!

Für die eigentliche Frage des TE ist es letztlich egal welche Gesellschaftsform das Unternehmen hat, denn außer bei einer börsennotierten AG bei der man börsentäglich (teils im Sekundentakt) die aktuellen Kurse (also Preise zu denen Aktien gehandelt wurden, die also jemand für die Aktie bezahlt hat) erfährt, ist es bei allen anderen Formen von Anteilen eben schwerer deren Wert zu ermitteln. Man kann da allenfalls schauen zu welchem Preise zuletzt welche gehandelt wurden.
 
Man kann den aktuellen Wert bei der Firma erfragen, wenn das solche "Anteile" sind.
Und was für Anteile an einer Firma gibt es sonst noch, die eine Dividende ausschütten?
Ich kenne das nur für Aktionäre einer AG und Komanditaktionäre einer KGaA.
 
Holt schrieb:
bei einer börsennotierten AG bei der man börsentäglich (teils im Sekundentakt) die aktuellen Kurse (also Preise zu denen Aktien gehandelt wurden, die also jemand für die Aktie bezahlt hat) erfährt,
Da diese Lösung so selbstverständlich ist … muss die Frage des TE in eine andere Richtung gehen.

Holt schrieb:
Wert ist etwas immer so viel, wie jemand bereit ist dafür zu bezahlen!
Und wenn du einen Abholschein für eine Dividende hast (100€ / kein Risiko / morgen fällig) … würdest du ihn zum Höchstgebot verkaufen wenn der beste Käufer bereit ist 50€ dafür zu bezahlen?

Das was deine Aussage meint, ist wohl eher, dass auf einem idealen Mark der Preis ein guter Wertindikator ist. Aber der Wert ist nicht die Folge eines Preises.

@ayngush:
Ich glaube du verstehst das nur einfach nicht. Wenn man in einem Computer-Forum nach Aktien / Anteilen / whatever fragt … dann will man ne Antwort … und nicht das Leute seitenweise über die korrekte Begriffsdefinition schwadronieren. Wir sind hier nicht im Duden-Forum.
Und wenn man seine Beiträge gelesen hat, dann checkt man auch was er meinte…
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe ich doch gegeben: Frag die Firma, was die beim zurücknehmen der Aktien dafür bezahlen...
 
MrFr33zer40k schrieb:
Und wenn du einen Abholschein für eine Dividende hast (100€ / kein Risiko / morgen fällig) … würdest du ihn zum Höchstgebot verkaufen wenn der beste Käufer bereit ist 50€ dafür zu bezahlen?
Das ist total schwachsinniges Beispiel, zumal ich keine Ahnung habe was für ein "Abholschein für eine Dividende" dies denn sein sollte.
MrFr33zer40k schrieb:
Das was deine Aussage meint, ist wohl eher, dass auf einem idealen Mark der Preis ein guter Wertindikator ist.
Wieso muss es ein idealer Markt sein? Generell ist es so, dass der Preis den jemand zu bezahlen bereit ist, der Wert ist den man zu dem Zeitpunkt realisieren kann und selbst dieser ominöse "Abholschein für eine Dividende" wäre eben heute nur 50€ wert, wenn keiner mehr dafür bietet, vielleicht bietet ja keiner mehr, weil das Unternehmen Probleme hat und die morgige Auszahlung der Dividende damit eben nicht sicher ist. Für eine sichere Zahlung wird kein vernünftiger Mensch 50% Abschlag für einen Tag akzeptieren, denn die Frage des Wertes ist das eine, die andere Sache ist, ob man sich von einem Asset für den Wert den der Markt ihm zubilligt, dann wirklich trennt. Daher gibt es ja z.B. auch bei Versteigerungen oft eine Mindestgebot und wenn dieses nicht erreicht wurde, dann findet eben kein Verkauf statt.

Anleihen und deren Kurse sind am besten mit diesem konstruierten "Abholschein für eine Dividende" zu vergleichen, denn da geht es ja auch im Geld welches man in Zukunft von einem Gläubiger bekommen soll und nach Deiner Logik ist eine Anleihe also immer den Nennwert (plus ggf. inzwischen aufgelaufener Zinsen) wert, nur werden eben gerade die Anleihe von Unternehmen (oder auch anderen Gläubigern) oft sogar deutlich unter ihrem Nennwert gehandelt, deren Rückzahlung eben als sicher gilt.

Schau Dir nur die Kurse der Anleihen von Steinhoff an, wie z.B. diese Wandelanleihe bis 21.10.2023. Bid und Ask liegen bei der weit auseinander, es werden Dirty gerade 29,63 geboten, aber 57,43 verlangt. Die potentiellen Käufer sind hier bei weitem nicht bereit den Preis zu bezahlen den potentielle Verkäufer dafür verlangen, die Marktteilnehmer sind sich also auch nicht einig wie viel Wert sie der Anleihe zubilligen wollen. Jetzt sage mir mal, wie viel Wandelanleihe diese nun Deiner Meinung nach denn nun jetzt wert sind und begründe warum Du ihr den Wert zubilligst. Solltest Du da den Nennwert von 100% annehmen, so weißt Du schon wo Du jetzt ein Schnäppchen machen kannst!
 
Macht euch doch das leben nicht so schwer.
Es gibt immer genau eine Möglichkeit den Wert einer Aktie zu erfahren: Bei nicht börsennotierten AGs fragt man die Firma oder liest den Geschäftsbericht unter bundesanzeiger.de zum Beispiel, da steht das in der Regel drinnen, bei börsennotierten AGs schaut man im Handelsplatz nach, was die Käufer dafür hinblättern. Den Wert multipliziert man mit der Anzahl und das ist es dann.
Einfache Mathematik; kein Hühnervoodoo notwendig.

Darüber hinaus haltet ihr euch zu lange mit fiktiven in der Zukunft liegenden Dividenden und dessen Prognose auf. Das ist alles hahnebüchen. Eine Dividende ist der Gewinn, der auf eine Aktie für das vergangene Geschäftsjahr entfällt. Einmal "Monsanto" kaufen und schon gibt es die nächsten Jahre keine großartige Dividende mehr. Berechnen kann man da nur sehr wenig. Dafür braucht man schon eine echt gute Kristallkugel.
Keine Ahnung, warum da jetzt Aktien-Anleihen als Beispiel herhalten müssen, die funktionieren mal völlig anders...
 
Holt schrieb:
denn die Frage des Wertes ist das eine, die andere Sache ist, ob man sich von einem Asset für den Wert den der Markt ihm zubilligt, dann wirklich trennt
Das hier ist der springende Punkt. In deinem Text kommen die beiden Begriffe "der Wert" und "der Wert den der Markt ihm zubilligt" vor. Nach deiner Argumentation müssten diese beiden jedoch synonym und deckungsgleich seien.

Ferner zeigt dein Steinhoff-Beispiel, das sich bei dieser Anleihe der Markt wohl in mindestens zwei Lager gespalten hat, die der Anleihe jeweils unterschiedliche Werte zubilligen.
Während zur gleichen Zeit nur ein Marktpreis existieren kann, können scheinbar viele verschiedene Wertzubilligungen existieren. Somit kann Preis und Wert unterschiedlich sein.

Allein schon das von dir verwendete Wort Schnäppchen deutet doch bereits an, das man etwas erwerben/veräußern kann, was einen wesentlich höheren/niedrigen Wert hat als der gegenwärtige Preis.
 
ayngush schrieb:
Bei nicht börsennotierten AGs fragt man die Firma oder liest den Geschäftsbericht unter bundesanzeiger.de zum Beispiel, da steht das in der Regel drinnen
Wo steht da bitteschön der Wert der einzelnen Geschäftsanteile drin? Da steht ein Buchwert, aber der hat nun wenig mit dem Wert von den Anteilen zu tun, schau dir nur mal die KBV unterschiedlicher Aktien an. Da ist es bestenfalls Zufall das mal eine den KBV von 1 hat.
ayngush schrieb:
Darüber hinaus haltet ihr euch zu lange mit fiktiven in der Zukunft liegenden Dividenden und dessen Prognose auf. Das ist alles hahnebüchen.
Hahnebüchend ist was du hier von dir gibst, denn selbstverständlich sind die erwarteten Gewinne in der Zukunft wichtig für die Bewertung der Anteile an einer Gesellschaft und warum sind wohl die Aktien von jungen Technologieunternehmen wie z.B. Tesla so hoch bewertet, obwohl diese noch nie einen Jahresgewinn ausweise oder gar eine Dividende auszahlen könnten? Eben weil da die Erwartungen auf zukünftige Gewinne eingepreist sind!
ayngush schrieb:
Eine Dividende ist der Gewinn, der auf eine Aktie für das vergangene Geschäftsjahr entfällt.
Nein, ein Unternehmen kann auch eine Dividende bezahlen die höher als der Gewinn ist oder weniger als den Gewinn pro Aktie als Dividende ausschütten, wobei letzteres wohl der Normalfall ist.
ayngush schrieb:
Keine Ahnung, warum da jetzt Aktien-Anleihen als Beispiel herhalten müssen
Es sind Wandelanleihen und keine Aktienanleihen, aber den Unterschied dazwischen nicht zu kennen, passt hier ins Bild von totaler Unwissenheit.

Aktienanleihen halte ich übrigens für die dümmste Möglichkeit der Geldanlage, denn man bekommt eine lächerliche kleine Verzinsung, partizipiert dafür nicht an den Kursgewinnen der Aktie, aber voll am Risiko von Kursverlusten.
MrFr33zer40k schrieb:
Nach deiner Argumentation müssten diese beiden jedoch synonym und deckungsgleich seien.
Nein, wo habe ich dies behauptet? Es gibt viele Definitionen von Wert, der Wert den man bekommt wenn man konkret verkauft, ist aber immer der Wert den jemand zu dem Zeitpunkt bereit ist dafür zu bezahlen. Man sieht diese unterschiedlichen Werte schön bei Sachwerten wie z.B. Oldtimern. Im Moment werden viele extrem hoch gehandelt, aber trotzdem gibt es auch da oft noch Anzeigen wo dann der Wert laut Gutachten genannt wird, der natürlich höher liegt als der Preis den der Verkäufer aufruft, sonst würde er das Wertgutachten ja gar nicht erst erwähnen. Trotzdem ist der Oldtimer am Ende eben nicht mehr wert gewesen als der Käufer dafür auf den Tisch legt, Gutachten und Wunschvorstellungen des VK hin oder her.
MrFr33zer40k schrieb:
Ferner zeigt dein Steinhoff-Beispiel, das sich bei dieser Anleihe der Markt wohl in mindestens zwei Lager gespalten hat, die der Anleihe jeweils unterschiedliche Werte zubilligen.
Ja, die Käufer sind nicht bereit so viel zu bezahlen und die Verkäufer nicht bereit für diesen Preis zu verkaufen, von daher haben wir dort im Moment eigentlich gar keinen Marktpreis, außer man schaut eben zu welchem Kurs die in der Vergangenheit wirklich gehandelt wurden. Aber dies nutzt im Grunde auch nichts, denn auch wenn einer seine Wandelanleihen für 30% des Nennwertes verkauft hat, so sind diese nun weg und es gibt aktuell kein Angebot zu dem Preis.
MrFr33zer40k schrieb:
Während zur gleichen Zeit nur ein Marktpreis existieren kann, können scheinbar viele verschiedene Wertzubilligungen existieren.
Richtig und es muss eben auch nicht immer ein Marktpreis existieren und häufig existiert auch keiner, gerade wenn das Asset wenig liquide ist. Dabei haben solche Wertpapiere gegenüber anderen Sachwerten wie Oldtimern oder auch Immobilien noch den Vorteil, dass sie alle identisch sind, während es keine zwei Oldtimer oder Immobilien gibt, die zu 100% gleich wären.
MrFr33zer40k schrieb:
Somit kann Preis und Wert unterschiedlich sein.
Wie gesagt ist der Wert kein so eindeutig definierter Begriff wie der Preis. Der TE fragt nach dem Wert um zu erfahren welchen Preis er für seine Anteile fordern könnte, den genauen Preis kennt er erst, wenn er wirklich verkauft hat und weiß er auch erst wie realistisch seine Vorstellung von dem Wert der Anteile war. Er kann sich natürlich auch einen viel zu hohen Wert vorstellen, dann wird er sie nie verkauft bekommen, schläft aber jeden Abend mit den gute Gefühl ein etwas wo wertvolles zu besitzen, auch wenn dies nur eine Illusion ist.
 
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Reaktionen: uincom und Aduasen
Holt schrieb:
Wo steht da bitteschön der Wert der einzelnen Geschäftsanteile drin?
Bei nicht frei handelbaren Aktien stehen genau dort die Käufe und Verkäufe von Aktien des zurückliegenden Geschäftsjahres drinnen. Zudem steht bei solchen AGs im Geschäftsbericht der neue Wert der Aktie für das laufende Geschäftsjahr.

Ich merke schon, dass du nur polterst und dabei nur Internethalbwissen besitzt.
Zum Beispiel: Der Gewinn, der auf eine Aktie entfällt (das ist die Definition von Dividende) ist nicht gleich dem Gewinn des Unternehmens. Das weißt du, legst das bei mir jedoch falsch aus. Was soll das? Nirgendwo habe ich geschrieben, dass die Dividende immer absolut gleich dem Gewinn des Unternehmens ist. Lies bitte richtig, wenn du schon rumflamen möchtest.
 
ayngush schrieb:
Zudem steht bei solchen AGs im Geschäftsbericht der neue Wert der Aktie für das laufende Geschäftsjahr.
Hast Du einen Beleg dafür das dem so sein muss? Ich kenne gerade nur die team AG als nicht börsennotierte AG und deren Geschäftsbericht für 2018 enthält nichts von dem und nichts was nicht aus in den Geschäftsberichten von börsennotierten AGs stehen würde. Den Handel mit ihren Aktien wickeln sie direkt selbst ab und man hier einsehen welche Transaktionen zuletzt abgewickelt wurden.
 
Holt schrieb:
Der TE fragt nach dem Wert um zu erfahren welchen Preis er für seine Anteile fordern könnte, den genauen Preis kennt er erst, wenn er wirklich verkauft hat und weiß er auch erst wie realistisch seine Vorstellung von dem Wert der Anteile war.
Ich habe seine Frage genau anders rum verstanden:
Es gibt keinen Preis, weil die Anteile nicht/kaum gehandelt werden und er hat auch nicht vor zu veräußern. Er sucht also eine andere Methode diesen Vermögensteil zu bewerten.
 
Holt schrieb:
Hast Du einen Beleg dafür das dem so sein muss?

So. Direkt nach dem Urlaub nochmal im Betrieb nachgesehen: Es (der aktuelle Wert und Preis) steht in der Gesellschaftsbekanntmachung zur Hauptversammlung im Bundesanzeiger und liest sich wie folgt:

Erwerb und Veräußerung eigener Aktien

Der Vorstand der Gesellschaft wird gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, vom Tage der Beschlussfassung an für 18 Monate Aktien der XYZ AG zum Gegenwert von EUR 746,98 je vinkulierter Namensaktie im Nennwert von DM 50,- (entspricht 26 Stückaktien im Nennwert von 1,- Euro) zu erwerben. Der Gesamtanteil der von der Gesellschaft erworbenen eigenen Aktien darf 10 v. H. am Grundkapital der Gesellschaft nicht übersteigen. Die Gesellschaft wird ermächtigt, eigene Aktien an Vertriebspartner – Handelsvertreter – und/oder Mitarbeiter der Gesellschaft oder Tochtergesellschaften im Zuge des vom Vorstand der Gesellschaft festgelegten Aktienbeteiligungsprogramms zu den in diesem Programm festgelegten Bedingungen zum Gegenwert von EUR 746,98 je vinkulierter Namensaktie im Nennwert von DM 50,- (entspricht 26 Stückaktien im Nennwert von 1,- Euro) zu veräußern. Im Übrigen ist ein Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen.

Dieser Wert wird, passend zur Bekanntmachung, auf der HV auch nochmals verkündet. Im Geschäftsbericht stehen analog dazu wiederum alle im Vorjahr (vorherigen Geschäftsjahr) zu dem Vorjahreskurs getätigten Veräußerungen.

Den Bundesanzeiger kann jeder frei einsehen.
 
… und was hat deine vinkulierte Namensaktie jetzt mit dem Preis oder Wert zu tun? Der TE hat seine Anteile/Aktien doch schon. Wenn er sie verkaufen wollen würde … was nutzt ihm dann die von dir genannte Passage ... ihn interessieren doch Realpreise und nicht irgendwelche Beschlüsse.
 
Das sind die realen Preise und auch der einzige Wert, zu dessen man die Aktien bis zur nächsten HV in dem aufgeführten, beschränkten Rahmen handeln kann. Man kann die Aktien an das Unternehmen zurück verkaufen und das Unternehmen gibt entsprechend der genannten Regeln die Aktien zum genannten Preis aus. Es gibt dabei einfach keinen freien Handel und demnach auch keine von irgend einen Markt beeinflussten Preise. Der Gesamtwert ist also der festgelegte Preis * Anzahl der Aktien. Wie genau solche Aktien gehandelt werden, also wer da überhaupt was kaufen darf und wer (das Unternehmen) zurückkaufen (muss), sind dabei klar beschriebene Regeln. Und deswegen sagte ich eingangs mal, wenn es sich um solche Aktien handelt, dass man das am besten beim ausgebenden Unternehmen erfragt. Die kennen den Preis und dadurch kennt man dann selber den Wert. Vorausgesetzt es sind solche Aktien. Das wird hier ja aber offenbar nicht mehr weiter beantwortet, um was es sich jetzt genau handelt.
 
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