ProfessorJump schrieb:
Lara Croft gab es schon 1996
Du willst ernsthaft mit Lara Croft argumentieren? Ich weiß, ursprünglich wars nicht so gedacht und mittlerweile ist die Reihe auch wieder in die richtige Richtung gegangen, aber das stark sexualisierte Bild bleibt halt.
Die anderen Beispiele sind besser, aber kein Widerspruch zu dem Trend.
Schau dir z.B. mal das Cover von Assassins Creed Odyseey an. Fun Fact: Kanon ist (wie auch in den Comics zu lesen) der Protagonist weiblich. Wie auch schon zuvor bei Origins geplant.
ProfessorJump schrieb:
Ich bin verwirrt, wo genau ist LGBTQ+ unterrepräsentiert? Ist eine Repräsentation tatsächlich immer notwendig, denn in vielen Situationen müsste man die Sexualität eigentlich gar nicht thematisieren.
Das setze ich in meiner Aussage vorraus. Und ja, die meisten Geschichten thematisieren irgendeine Form von zwischemenschlichen Beziehung - und sei es subtil.
Was ich natürlich klar beobachten kann, ist eine höchst subjektive Bewertung was "thematisiert" wird.
Eine US-Flagge ist ein Hintergrundprop. Änderst du die Textur in einen Regenbogen, wird aus dem Hintergrundprop "poltischer Diskussionsgegenstand".
Background-Charaktere mit nur wenigen Minuten Screentime, niemand würde bei 9 hetero-Paare auf die Idee kommen, dass da irgendetwas thematisiert wird. Machst du das 10. Paar gleichgeschlechtlich, dann wird auf einmal Homosexualität thematisiert?
Ist das nicht aber die eigentliche Wurzel des Problems?
Unabhängig davon, dass mir völlig klar ist dass große Unternehmen immer wieder versuchen gewisse Bewegungen zu intrumentalisieren - auch um die eigenen Innovationslosigkeit zu überdecken.
Das macht Spiele sicherlich nicht besser. Sicherlich aber genauso wenig schlechter.
ProfessorJump schrieb:
Beides ist Risikominimierung, auch wenn die Punkte getrennt stehen, ich politisiere hier gar nichts, vermischt hast du sie nun.
In dem Post, auf dem ich geantwortet habe ging es zwar definitiv nur um den einen Punkt.
Aber du darfst sehr gerne noch einmal deinen "gesellschaftliche" Punkt erläutern, zu dem ich allgemein in Bezug auf Wolverine wahnsinnig wenig lese. Die große Kritik, die ich von überall her lese bezieht sich tatsächlich auf das minimieren von spielerischen Risiken.
ProfessorJump schrieb:
ESG-Ratings habe ich mir auch nicht ausgedacht
Ich sehe mich letztendlich wieder bestätigt, was ich
hier schon geschrieben hatte. ESG ist doch schon wieder ein Label für Studio-intern - kein Label, das am Ende auf irgendein Produkt drauf geklebt wird? Was für ein Spieler schaut denn nach was für ein ESG das Studio hinter dem Spiel hat?
ESG ist doch für Investoren gedacht. Also ne, da stelle ich mich ganz klar auf den Punkt: Mein Geld, meine Regeln. Und wer will dass sein Geld nur in nachhaltige, sociale und etische Unternehmen fließt - ganz klar legitime Entscheidungen was mit dem eigenen Geld passiert.