Windows 10 und Privatsphäre / Datenschutz (im Vergleich Windows 7)

Man wählt eine Partei -und eine Personalie nur in Form eines Abgeordneten in dem Wahlkreis. Man hat selbst wohl keinen Einfluss darauf, mit welchen Personen die Ämter besetzt werden.;)
Die im BSI haben nicht viel bis keine Ahnung, das haben die leider schon mehrfach unter Beweis gestellt.

Das was du im zweiten Absatz ausführst, ist heutzutage wohl eine Art Volkssport und man glaubt nur das, was man will und nicht das, was den Fakten entspricht.:D
 
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Ich sags mal so:
Das BSI legt die strengsten Massstäbe an und urteilt aus rein technischer Sicht. Damit sieht das BSI praktisch jede Datenübertragung als verheerend für den Datenschutz an. Bloss wäre die Behebung dieses Defizites in der realen Welt gleichbedeutend mit dem offline Nehmen sämtlicher Rechner. Und damit ist klar, dass der Datenschutz, wie er dem BSI vorschwebt, gar nicht machbar ist.

Abgesehen davon hat es jeder auch selbst in der Hand, wieviele Daten Windows überträgt. Denn vieles von dem was Windows uploaded, sind Daten zur Synchronisation von Geräten, Sicherungen z.B. der Benutzereinstellungen und vieles mehr, was sehr leicht vom Benutzer beeinflusst werden kann. Hat der Rechner eine erhöhte Fehlerquote (Updatefehler, Abstürze von Treibern, Systemkomponenten und Programmen), schlägt sich das dann natürlich auch in der Uploadrate nieder, wenn Windows die Fehlerberichte und Dumps überträgt.

Sehe ich mir so meine von NetspeedMonitor erstellten Statistiken an, dann stelle ich eine erhöhte Uploadtätigkeit nur dann fest, wenn ich selbst solche Uploads vorgenommen hatte. Also indem ich OneDrive laufen hatte und der neu hinzugekommene Dateien synchronisiert hat, oder ähnliches. Für Zeiten, in denen der Rechner zwar lief, aber nicht genutzt wurde, stelle ich keine erhöhten Uploadraten fest. Rechne ich den Datenverkehr in mein Netzwerk (Netzlaufwerk auf dem wir alle Netzweit genutzte Dateien ablegen) auch noch raus, dann bleibt hier nur noch ein Grundrauschen von wenigen Megabyte pro Tag - was wiederum vor allem der Synchronisation meines Benutzerkontos auf allen vier Windows 10 Geräten geschuldet ist.

Und die Statistik von NetspeedMonitor reicht bei mir zurück bis zum 11.08.2017, weil ich Windows 10 an dem Tag mit der 1703 (Build 15063) neu aufgesetzt habe.
 
Zuletzt bearbeitet: (Ergänzung!)
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Politisch sollte das jetzt nicht ausarten hier ;)

Ich hab gestern die zwei SSD Festplatten bekommen.
Hab beide verbaut und auf dem einen Laptop erstmal die alte Festplatte mit Windows 7 1zu1 gespiegelt.
Am zweiten Laptop habe ich Windows 10 neu und blank installiert.
Vielleicht kommt es nur mir so vor, aber ich finde Windows 10 im Vergleich zu vor 2 Jahren schon durchschaubarer. Auch das schon vieles beim Installieren abgefragt wird finde ich okay.
Hab dann mal die Einstellungen durchgeschaut und diverse Funktionen deaktiviert, vor allem Zugriff auf Mikrofon usw... So ganz schlecht schaut das nicht aus und ich glaub ich kann "gefühlt" damit leben. Denke halt wie schon oberhalb erwähnt, muss ich so oder so früher in den sauren "Windows 10" Apfel beißen.

Beide Laptops sind zu 100% baugleich (i5 CPU, 4GB Ram, Intel Grafikkarte, jetzt SSD Festplatte, usw...). Was mir extrem auffällt ist, das unter Windows 10 Programmstarts viel länger dauern, ist das normal?
z.B. Thunderbird benötigt unter W7 gut 3 Sekunden, dann kann ich eine Mail schreiben, unter W10 benötigt das ca. 7 Sekunden. Gleiches Verhalten bei Word, Firefox usw...
Wenn das Programm selbst geladen ist, behaupte ich mal, merkt man keinerlei Unterschied, geht alles flüssig von der Hand, nur eben das Laden der Programme hängt deutlich hinter W7 :(
LG
 
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Mal so eine Abschlußfrage,
gibt es eine Art Auflistung oder Übersicht, vielleicht im direkten Vergleich, was denn bei Windows 7 und Windows 10 genau übermittelt wird?
Das würde dann ja viele Antworten liefern und Spekulationen vorbeugen ;)
 
Auch mit der Liste bist du so schlau wie vorher.
→ Du weißt nicht was was ganz genau sein soll (außer da wo es offensichtlich ist)
→ Du weißt nicht was MS mit den Daten macht (was man daraus liest)

Wenn du nicht willst, dass MS etwas über dich erfährt schwöre Windows ab.

Aber es wäre viel spannender mal eine Umfrage zu machen ob jemand schon von MS in irgendeiner Weise ob der erhobenen Daten angesprochen wurde.
»Ein Unterschied der keinen Unterschied bewirkt ist kein Unterschied.« Ich erlaube nur Fehlerbereichte, und ich merke auch keinen Unterschied ob ichs täte oder nicht weil MS meine Zipperlein nicht gefixt hat.

CN8
 
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Quark. Da stehen Allgemeinplätze - sonst würdest just du selbst ja nicht hier danach fragen!
(Meine Privatsphäre sähe ich bedroht wenn Dateiinhalte gescannt würden. Was z.B. Mein Autohersteller an die Zentrale funkt, das greift wesentlich tiefer in genau diese Privatsphäre ein!)

CN8
 
lukass2000 schrieb:
Was mir extrem auffällt ist, das unter Windows 10 Programmstarts viel länger dauern, ist das normal?
z.B. Thunderbird benötigt unter W7 gut 3 Sekunden, dann kann ich eine Mail schreiben, unter W10 benötigt das ca. 7 Sekunden. Gleiches Verhalten bei Word, Firefox usw...
Das kommt auch auf die Einstellungen an. Win10 hat z.b. mehr Features die einzelne Tools unter Win 7 nicht starten können...
 
So, da bin ich wieder :)
Nach 2 Tagen Windows 10 Nutzung bin ich immer weniger abgeneigt gegen Windows 10, hab einiges konfiguriert, nach diversen Forenbeiträgen geändert und berechtigt usw... Kann das soweit mit meinem Gewissen vereinbaren, was denn genau im Hintergrund abgeht ist ja dann wieder eine andere Sache :(

Einen Punkt habe ich aber noch ungeklärt.
Ich habe Windows 10 per offline Konto eingerichtet.
Nun will mich ja Windows 10 immer wieder mal davon überreden ein Konto einzurichten oder mich einzuloggen. Apps gibt es ja auch vieles nur mehr über den MS Store.
Wie weit ist es vertretbar sich ein Konto zu erstellen?
Bestimmt werden in dieser Kombination ja noch viel viel Mehr Infos an MS übertragen, oder Irre ich mich da vielleicht?
LG
 
Du kannst für den store ein Microsoft Konto benutzen, aber für Windows ganz normal dein offline Konto. Für kostenlose Apps bräuchtest du noch nichtmal ein Microsoft Konto, der store geht auch so.

Eigentlich kommt keine Meldung, das man ein Microsoft Konto verwenden soll, es kann bei dir noch sein, das One drive bei dir per Autostart mit läuft, dann kommt immer die Meldung, dass man sich anmelden soll
 
Seltsam; ich habe [dort wo ich nur lokalre Konten verwende, aber 1x aud OnLine schaltete um die Lizenz zu verknüpfen] nie OneDrive explizit aus einem AutoStart genommen ohne belästigt zu werden.
Ist das ggf. eine andere Erinnerung aus einer anderen Quelle?


@lukass2000

W10 ist einfach onlineaffin, weit mehr als 7 das war. Es ist schizophren mit der Kachelitis um Tablets wie Dekstops zu versorgen. Das merkt man an allen Ecken und Enden.
Was typisch MS ist - viel Klimperkram (Apps, Progs) die einfach das Schulkindniveau nicht verlassen und kaum nützlich sind. Rohrkrepierer wie Edge seien da erwähnt.
Da weiterhin mit XP und dann 7 User einfach nicht updaten wollten, aber über Sicherheitsmängel klagten, bekamen wir das umständliche Anmelden und die Zwangsupdates aufs Auge.

Abgesehen davon, und wenn man Obiges oder auch das ach so böse Nach-Hause-Telefonieren weglässt, ist W10 ein brauchbares Betriebssystem: »Ein Betriebssystem soll Programme starten. Es ist nicht zum Selbstzweck da.« Und das klappt.

CN8
 
lukass2000 schrieb:
gibt es eine Art Auflistung oder Übersicht, vielleicht im direkten Vergleich, was denn bei Windows 7 und Windows 10 genau übermittelt wird?

Windows 10 Telemetrie

Daten, die Win10 bei der Einstellung "basic" / "allgemein" erhebt:
https://docs.microsoft.com/de-de/windows/privacy/basic-level-windows-diagnostic-events-and-fields
Lesedauer: 164 Minuten

Sollte man "aus Versehen" "full level" auswählen, blüht einem das hier noch zusätzlich:
https://docs.microsoft.com/en-us/windows/privacy/windows-diagnostic-data
Lesedauer: 25 Minuten

Bei Windows 7 kann man die Telemetrie-Updates weglassen bzw deinstallieren und bei Win7 gibt es auch keine Zwangsupdates, also ist man vor unfreiwilligem Datenabfluss besser schützbar.

Wer bei Win10 Pro die Zwangsupdates zurück stellt, der ist genauso "ungeschützt" wie ein Win7-Nutzer am 11.Februar 2020.
Wenn man ein für paar Ordner (zB Download und Temp) die Ausführungsberechtigung abschaltet, dann kann man auch mit einem lückenhaften System weiter arbeiten.
Dadurch kann man Drive-By-Infektionen blockieren.
 
Bolko schrieb:
Windows 10 Telemetrie Daten, die Win10 bei der Einstellung "basic" / "allgemein" erhebt:
https://docs.microsoft.com/de-de/windows/privacy/basic-level-windows-diagnostic-events-and-fields
Lesedauer: 164 Minuten
Klasse Link, da steht ja doch einiges.
Muss aber gestehen, hab nach ca. 15 Minuten lesen abgebrochen, das ist dann doch ziemlich eintönig und ganz abgesehen davon, weis ich mit dem Meisten sowieso nicht wirklich was anzufangen :(

Verstehe ich das denn nun richtig, das das jene Infos sind, welche Windows 10 an MS überträgt?
LG
 
@Terrier
Deine Frage
"Warum haben wir denn alle schon lange Windows 10 "
finde ich interessant.
Kannst du mir die bitte beantworten?

Ich hatte bisher kein Windows 10 (auch keinen unbedingten Grund dafür) und wenn nicht der Festplattentausch angefallen wäre und Windows 7 dem EOL entgegensehen würde, wäre ich auch nicht umsteigen. Ich hab mich die letzten Tage schon auch etwas intensiver mit der Materie Windows 10 beschäftigt und seit 2015 hat sich da schon einiges getan, vieles auch positives, wie ich finde...
Danke!
 
Weil wir keinen Aluhut aufhaben und wir auch so einen Thread nicht erstellen würden nur um endlich auf Windows 10 zu upgraden.
Meinetwegen bleib doch bei XP oder Windows 7 wenn du dir um Telemetrie und Datenschutz sorgen machst.
Ob dir nun Windows 10 gefällt, du damit klar kommst oder nicht ist doch auch egal.
Stell dir mal vor, jeder würde einen Thread aufmachen um sich mitzuteilen.
Es gibt nun wirklich schon genug Threads aus der Anfangszeit mit dem Thema.
 
Terrier schrieb:
Stell dir mal vor, jeder würde einen Thread aufmachen um sich mitzuteilen.
Wenn ich mir das vorstelle, dann würde ich das als "Forum" bezeichnen.
Da fände ich es ehrlich gesagt fast schlimmer, wenn niemand was reinschreiben würde ;)
Aber Thema jetzt beendet, das führt nun absolut am Beitragsthema vorbei.

Ansonsten weis ich nicht wie es bei dir so steht, mich interessiert das Tema Datenschutz schon und ich zähle nicht zu dieser Gruppe die nach dem Motto "...ich hab eh nichts zum Verbergen..." lebt?
 
Datenschutz hat nichts mit dem Erheben sondern ausschließlich mit dem Verarbeiten (MIssbrauchen…) der Daten zu tun.

Leider wird immer wieder das Erheben/Sammeln/Mitschneiden der Daten schon als das Böse betrachtet (DashCams, Vorratsdatenspeicherung) wobei es in der Realität völlig egal ist ob die Daten gespeichert sind und vermodern (»Ein Unterschied der keinen Unterschied bewirkt ist kein Unterschied.«) oder ob sie missbraucht werden.
Vergleich: Strafe stets nach der Tat (Römisches Recht) - Datenschutz nach/gegenüber Missbrauch - aber ich darf von der Radarfalle geblitzt werdeen obwohl ich die Straftat deretwegen das Tempolimit kam nicht begangen habe. Wie viel Vorbeugung wollen wir, wie viel vertragen wir?

CN8
 
cumulonimbus8 schrieb:
Datenschutz hat nichts mit dem Erheben sondern ausschließlich mit dem Verarbeiten (MIssbrauchen…) der Daten zu tun.
Gaaanz falsch. Ein wichtiger Grundsatz im Datenschutz ist die Datenvermeidung bzw. Datensparsamkeit.
Warum? Ganz einfach: Weil Dir niemand eine Garantie geben kann, dass erhobene Daten nicht missbräuchlich verwendet werden. Selbst wenn jemand mit besten Absichten Daten erhebt, kann es halt dazu kommen, dass die dennoch nach außen getragen werden. Alles schon oft genug passiert.
 
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