Windows 10 und Privatsphäre / Datenschutz (im Vergleich Windows 7)

lukass2000

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Hi Leute,

Ich habe heute zwei SSD Festplatten für meine zwei Laptops bestellt.
Würde dann gerne Windows komplett neu installieren.
Als ich die Laptops vor gut 2 Jahren gekauft habe, war Windows 10 drauf, hab die dann aber auf Windows 7 installiert, da ich überall gelesen habe, das Windows 10 so viel Daten sammelt und extrem "nach Hause" telefoniert.
Nachdem es ja mittlerweile jede Menge an Updates gegeben hat (hört man ja immer davon) frage ich mich nun, nachdem Windows 7 ja nächstes Jahr abgedreht wird, ob ich nun doch gleich auf Windows 10 installieren soll.
Hat sich denn da in diesen 2 Jahren an der M$ Datensammelwut etwas gebessert?
Das DSGVO Thema sollte da ja vielleicht auch was bewirkt haben?
Gibt es vielleicht irgendwelche Tools für Privatsphäreeinstellungen oder sowas in der Richtung?

Vielleicht hat da jemand einen Tipp für mich ob ich nochmal auf Windows 7 setzen soll, oder doch Windows 10 Vorteile hätte?
Danke!
 

Phoenix3000

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Ich bin weiterhin der festen Überzeugung, dass Windows 7 genauso viele Daten sammelt, wie Windows 10. Nur kann man es dort weniger kontrollieren bzw. abschalten.
 
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bisy

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Hat sich denn da in diesen 2 Jahren an der M$ Datensammelwut etwas gebessert?
man konnte vor zwei Jahren schon unter win10 vieles abstellen, das ging auch da schon jederzeit, von daher hättest du es auch vor zwei Jahren schon nutzen können, es gibt da extra in den Einstellungen den Menüpunkt Datenschutz, wo man so gut wie alles einstellen kann

es hat sich halt dahingehend geändert, das man jetzt bei der Installation schon gefragt wird, was man will und was nicht, das gab es früher auch, nur musste man das manuell anwählen.
die Telematik Daten, die es auch bei Win7 und 8.1 gibt, kann man auf ein Minimum reduzieren

win7 sammelt übrigens genau so Daten und sendet sie an Microsoft, falls dir das noch nicht klar war.

ansonsten, wenn man es noch übertreiben will, es gibt genug Programm wie O&O shutup wo sich auch alles abschalten lässt, allerdings sollte man da auch bissel aufpassen, was man wählt, nicht das man sich dann wundert, wenn dann nichts mehr geht.

wenn man ein Microsoft Konto Nutzt kann man auch das Datenschutz-Dashbord nutzen, und sieht was alles gespeichert wird und auch Einstellungen vornehmen kann
 
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new Account()

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Microsoft ist tatsächlich weltweit DSGVO konform.

Alles weitere wurde schon gesagt.
 

JimPanse1984

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Windows 7 Support ende mitte Januar 2020. Und Windows 7, 8 und 10, senden exakt die gleichen Daten an Microsoft. Telemetrie, sodass zukünftige Updates Probleme mit Programmen beheben können, welche dadurch erkannt wurden.

Vorteil von 10 ist, dort kannst du die Telemetrie einschränken (offiziell) - Wenig Infos, oder alle Infos. Unter 7, 8 / 8.1 wird immer der volle Datensatz geschickt. Nur als Info ;) Aber wie schon zu Vista Zeiten ist es nun mal so - Die Medien verbreiten irgendetwas (unwahres), jeder plappert es nach, ohne sich mit der Materie oder dem OS überhaupt mal zu beschäftigen und schwupp, ist das Image von besagter Software im popsch (meist zu Unrecht)

Und ja, selbst OSX, iOS, Android (auch custom Roms wie Lineage OS sammeln Telemetrie!), einfach jedes OS tut das. Auch Manjaro, Ubuntu usw ;)

Wer da etwas dagegen hat, muss halt für immer offline bleiben *g* Sogar Webbrowser sammeln daten. Eigentlich gibt es praktisch nichts, was nicht Daten sammelt ...

Nur, ohne dieser "Sammelei", welche mit Windows 2000 in dem Umfang, den wir heute kennen, begonnen hat, wären wir noch im Zeitalter von Windows 95/98, wo der tägliche Bluescreen dein bester Freund war.
Klar muss mit diesen Daten sorgfältig umgegangen werden, aber im grunde sind diese Daten der Grund, wieso die PC/Smartphone Welt heute das ist, was sie ist ;) Auf jeden Fall besser, als mitte/ende der 90er *G*
 

cumulonimbus8

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Nur, ohne dieser "Sammelei", welche mit Windows 2000 in dem Umfang, den wir heute kennen, begonnen hat, wären wir noch im Zeitalter von Windows 95/98, wo der tägliche Bluescreen dein bester Freund war.
Aha? Wenn denn MS nur Absturzdaten gesammelt hätte würde das greifen. MS wollte und will aber zu viel wissen was für das Betriebssystem allein nicht relevant ist. Der Ruf ist hinüber, man misstraut.

Die Aluhut-Mentalität aber kann ich beim besten Willen nicht verstehen. Dieses O&O-Zeugs, wie sicher seit ihr, dass die alles abfangen?
Und (in der Tat) warum will ich sogar Absturzberichte zurückhalten dir anderen und auch mir helfen können?

CN8
 

chrigu

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Ganz einfach, wenn man Windows 7 oder Windows 10 nicht nach Hause telefonieren lassen will. Internetstecker ziehen.
Grund: sobald man, egal welches Betriebssystem am laufen ist, der Router/internetbox anschliesst, werden Daten gesammelt, abgefangen oder missbraucht.
 

PC295

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Wie schlecht es um den Datenschutz unter Windows 10 steht untersucht gerade das Bundesamt für Sicherheit (BSI) und hat bereits erste Ergebnisse zusammengefasst:

BSI-Einstufung: Windows 10 ist ein "Datenschutz-Unfall"

Ich bin weiterhin der festen Überzeugung, dass Windows 7 genauso viele Daten sammelt, wie Windows 10.
Wenn es um den Datenverbrauch (Upload) geht, ist es bei Windows 10 weit mehr als unter Windows 7 oder 8.1
 

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Wenn es um den Datenverbrauch (Upload) geht, ist es bei Windows 10 weit mehr als unter Windows 7 oder 8.1
Ist auch nicht verwunderlich, da Windows 10 weit mehr Features (i.d.R. deaktiviert/deaktivierbar) hat als Windows 7 und mehr als Windows 8.
Diese brauchen entsprechende Daten, von daher ist das wohl logisch und legitim.

Worüber man sich mehr Sorgen machen sollte, ist über Android, dessen fehlende Updates und dem NICHT OFFENGELEGTEN Tracken durch Facebook (obwohl man kein Facebook installiert hat, keinen Facebook Account hat).

https://media.ccc.de/v/35c3-9941-how_facebook_tracks_you_on_android
 
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PC295

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TechX

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ohne sich mit der Materie oder dem OS überhaupt mal zu beschäftigen und schwupp, ist das Image von besagter Software im popsch (meist zu Unrecht)
Ich sags mal so - allzuviel hast Du dich mit dem Thema dahingehend nicht beschäftigt.

Aber es ist ok, sich selbst ein gutes Gefühl einzureden.

W10 war, ist u. bleibt wohl (solange sich nicht wirklich was ändert) eine Datenschutzkatastrophe - von einem zuverlässigen OS braucht man bei dieser Krüppel-SW eh nicht zu träumen.
 

lukass2000

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W10 war, ist u. bleibt wohl (solange sich nicht wirklich was ändert) eine Datenschutzkatastrophe - von einem zuverlässigen OS braucht man bei dieser Krüppel-SW eh nicht zu träumen.
Stellt sich nur die Frage, ob es was bringt so lange wie möglich auf Windows 7 zu bleiben?
Spätestens in einem Jahr muss ich dann so oder so in den sauren Windows 10 Apfel beißen?
 

TechX

Lt. Junior Grade
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Wenn du bei Windows bleiben willst, wird es sich wohl oder übel darauf hinauslaufen.
MS sitzt das entspannt aus, weil die EU (und natürlich auch die Firmen) bislang gegen das faule Ei nicht protestierten.
Die meisten "Datenschutztools", die am Markt sind, machen gerne mal Ärger mit dem System und ob sie wirklich hilfreich/zielführend sind, ist oft fraglich.
Bei Benutzung die "tollen" Usererlebnis-Schnüffelsoftware-Tools meiden, versuchen, die Datenschutzeinstellungen entsprechend einzustellen (u. hoffen, dass die auch tun, was sie versprechen), diese Schalter nach JEDEM Udate wiederum zu kontrollieren u. sich dem Schicksal ergeben.

Alternativ wäre halt ein Umstieg auf OSS u. Win in eine VM falls man es doch mal irgendwie bräuchte.
 

PC295

Ensign
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Stellt sich nur die Frage, ob es was bringt so lange wie möglich auf Windows 7 zu bleiben?
Spätestens in einem Jahr muss ich dann so oder so in den sauren Windows 10 Apfel beißen?
Ob das wirklich so wird steht ja eigentlich noch in den Sternen.
Selbst für XP hatte man noch nach Supportablauf immerwieder Sicherheits-Updates rausgehauen.

Und wahrscheinlich werden zum Supportende weit mehr Nutzer Win 7 noch verwenden als damals XP.
Da wird sich MS ran halten müssen um die Nutzer bzw. Unternehmen noch von Win 10 zu überzeugen.
 

JimPanse1984

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Wenn sie gescheit sind, machen sie das nicht ;) Außerdem: Wann ein Windows Support Ende hat, weiß man ab dem Tag, wo es das System zu kaufen gibt. Schon 2010 (nach erscheinen von SP1, wusste man, 7 stirbt 2020).

Und: Für Firmen gibt es ohnehin noch Sicherheitsupdates bis 2030? Sofern diese einen Supportvertrag über mehrere tausend € unterzeichnen ;) Firmen, die bereit sind dafür zu zahlen, sind von dem Supportende ja ohnehin nicht betroffen. Alle anderen: Schon Windows 8(.1) war weitaus zuverlässiger, ressourcenshonender und stabiler als es 7 je war.

Das beste was Microsoft tun kann, ist 7 konsequent sterben zu lassen. Zeit wird es! Außerdem ist es nicht so, wie damals zu XP Zeiten. XP hatte einen weitaus höheren Marketshare als Vista damals. Vista lief genau so gut wie 7, jedoch zu der Zeit als es rauskam, hatten viele User "nur" krücken daheim, die gerade so mit XP liefen, wo Vista/7 einfach total überfordert waren.

10 hat 7 im Dezember schon überholt, im Marketshare. Wenn das so weiter geht, nutzen Ende 2019 vielleicht noch 20~30% Windows 7. Pech für die, die es tun. Wie gesagt, jedes Produkt hat ein Supportende. Und es hindert Leute ja nicht, weiter 7 zu nutzen, man muss nur selbst so viel Hirn besitzen, dies dann offline zu tun.
Aber es gibt ja immer noch Leute, welche mit XP online sind xD Wer nicht bereit ist, Geld für ein neues OS in die Hand zu nehmen, muss halt auf Linux umsteigen, ganz einfach. Wer das auch nicht will, Pech. Der muss halt mit der Gefahr leben, als Botnetz sein Dasein zu fristen, oder seine Daten zu verlieren, whatever.

Nur wie gesagt, zu XP/Vista Zeiten, hatte MS keine andere Wahl, denn Vista wurde (leider) nicht so richtig angenommen (Medien sei dank, so viele Falschmeldungen und Hetzbeiträge, zu unrecht!). Bei 10 sieht das aber anders aus. Auch wenn einige hier auch im Forum "motzen", hat es 7 mittlerweile vom Tron gestoßen und wird auch gut angenommen.
 

Micha45

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Wie schlecht es um den Datenschutz unter Windows 10 steht untersucht gerade das Bundesamt für Sicherheit (BSI) und hat bereits erste Ergebnisse zusammengefasst:

BSI-Einstufung: Windows 10 ist ein "Datenschutz-Unfall"


Wenn es um den Datenverbrauch (Upload) geht, ist es bei Windows 10 weit mehr als unter Windows 7 oder 8.1
Das Bundesamt für Sicherheit ist ein Totalschaden und nicht nur ein Unfall.
Die stufen Windows 10 nur deshalb als datenschutzrechtlich "bedenklich" ein, weil überhaupt Daten übertragen werden und nicht welche Art von Daten.
Außerdem wird bei der Untersuchung nicht berücksichtigt, dass nur bei den privat genutzten Versionen von Windows 10 (Home, Pro) Telemetriedaten übertragen werden.

Bei Unternehmen, die Win 10 Enterprise oder die Servervariante einsetzen, werden nämlich keinerlei Daten an Microsoft übertragen. Das hat das BSi aber auch schon mal behauptet und musste das Ganze kurze Zeit später wieder revidieren.

Microsoft sammelt Telemetriedaten zur Verbesserung und Fehlerbehebung des Betriebssystems. Es handelt sich dabei nicht um persönliche Daten wie Accountdaten, E-Mailadressen und sonstige private Daten, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Nutzung des Betriebssystems zusammenhängen.
Das ist der offizielle Tenor des Unternehmens und das ist überprüfbar.

Wer Gegenteiliges behauptet und dahingehend Vorwürfe erhebt, der soll gefälligst die Beweise vorlegen und Strafanzeige gegen Microsoft erstatten.
Alles andere sind Vermutungen, Spekulationen und Verschwörungstheorien, die als Fakten nicht haltbar sind.
 

chrigu

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Das Bundesamt für Sicherheit ist ein Totalschaden
Schön zu wissen, dass deine Eltern oder du selber diese Personen in diese Bundesämter gewählt haben, direkt oder indirekt

Wer Gegenteiliges behauptet und dahingehend Vorwürfe erhebt, der soll gefälligst die Beweise vorlegen und Strafanzeige gegen Microsoft erstatten.
Alles andere sind Vermutungen, Spekulationen und Verschwörungstheorien, die als Fakten nicht haltbar sind.
Zustimmung zu 101%.
Kollege von Freund seinem Vater hat mal gehört, das Windows irgendwas verlangt, wahrscheinlich das Passwort... und nun ist es ein Skandal, weil die Frau des Onkels, seiner Tante’s Nichte vom Uropa dessen Bekannte von Usbekistan die Schwester des Frisörs das Passwort vergessen hat und Microsoft anrief und prompt das online-Konto geändert hat, damit sie wieder..... gaaaaanz schlimme Sache, dachte sich der Grossonkel sein Urneffe, der nun Angst um sein Pin seiner Kreditkarte hat und Microsoft dafür Schuld gibt .... ..... usw.
 
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