News Zahlungsprobleme: Cleverbuy meldet Insolvenz an

Nie von gehört, von dem Laden
 
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zeaK schrieb:
Wie kann man denn als Wiederverkäufer überhaupt insolvent gehen? Da muss man sich ja schon ordentlich - und ständig - verrechnen, oder wie passiert das?
"ständig verrechnen": gestiegene Kosten für Personal und Material, Rückläufer, geänderte Vorschriften.. gibt vieles, was den Gewinn schmälert, besonders, wenn der Umsatz nicht so wächst wie erhofft.
Und dann gibt es ja noch die Fälle, wo eine Insolvenz durchaus hingenommen wird. Chef zieht sein Geld aus der Firma und "nach mir die Sintflut".

Aber anders herum : wenn Wiederverkäufer so eine Goldgrube wäre, würden es alle machen.
Ergänzung ()

AndrewPoison schrieb:
Mhh... angenommen, man hat sein Gerät da eingeschickt... dann verbleibt doch das Eigentum an der Sache bis zur Bezahlung beim Einsender. D.h., mindestens das Gerät (wenn schon nicht den versprochenen Geldwert) müssten alle, die jetzt dumm da sitzen, doch auf alle Fälle wieder kriegen. Ganz gleich wie das finanzielle Thema bei Cleverbuy weiter geht - denn das Gerät gehört Cleverbuy ja noch nicht.
kommt 1. auf die Vertragsgestaltung an und
2. ob die ordentlich gearbeitet haben.

eigentlich sollte ein Insolvenzverfahren schon eingeleitet werden, wenn nur lediglich absehbar ist, dass die ausgaben die einnahmen nicht mehr decken (vereinfacht gesagt). hier scheint es ja schon länger liquiditätsprobleme gegeben zu haben, weswegen ich nicht auf allzu genaue einhaltung von recht und gesetz tippen würde.
 
Schade, ich habe sie wirklich gerne genutzt, sie haben teilweise richtig gute Preise gezahlt.
Hatte auch nie Probleme mit Cleverbuy.
 
zeaK schrieb:
Wie kann man denn als Wiederverkäufer überhaupt insolvent gehen? Da muss man sich ja schon ordentlich - und ständig - verrechnen, oder wie passiert das?
Diese Läden leben vor allem vom Durchsatz. Die Prüfung von Geräten und der Verwaltungsapparat sind Personalintensiv und damit teuer. Ist der Zustrom an Geräten zu gering und die Marge bei verkauften Geräten zu klein wird es schnell eng.
 
"Parallel dazu verschärfte sich die rechtliche Lage für das Unternehmen. Medienberichten zufolge mussten sich Verantwortliche von Cleverbuy bereits vor Gericht verantworten. Dabei ging es unter anderem um mutmaßlich gewerbsmäßigen Betrug in 115 Fällen, bei denen Kunden entweder gar nicht oder nur teilweise bezahlt oder auch Ware mit gefälschtem Siegel als neuwertig verkauft worden sein sollen."

Laut des verlinkten Artikels/Quelle heißt es aber, sie müssen (nicht mussten) sich vor Gericht verantworten, also noch ist kein Urteil gefallen.

Das ist schon ein großer Unterschied und sollte korrigiert werden.
 
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Ich habe auch schon mal ewig auf eine Rückmeldung von dem Laden gewartet als ich ein iPhone da eingesendet habe.
Nach 1 Monat kam dann die Info dass das Gerät aufgrund eines zu schlechten Zustands nicht angekauft werden kann und ich bekam das Gerät zurück.
Ging dann an einen anderen Ankaufshop, der das Gerät als Zustand Sehr Gut angekauft hat.

Wie es aussieht, bin ich da ja noch ganz gut weggekommen 🙃
 
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Weyoun schrieb:
Das ist wie bei den Banken: Dort bringe ich mein Geld hin und die Bank legt es unmittelbar für ihre eigenen "Gewinnerzielungsabsichten" weiter an. Glücklicherweise gibt es bei Banken für den Fall der Fälle aber den Einlagensicherungsfonds. ;)
Wie sehr dieser sicher ist und abgesichert ist, wenn alle Banken gleichzeitig pleite sind wurde noch nie festgestellt erprobt weil das zum Glück nicht passierte, ich würde aber um keine bösen Überraschungen zu haben damit rechnen dass das Geld weg ist.
 
Das Unternehmen hat sich auf den An- und Verkauf gebrauchter Smartphones und anderer Technik spezialisiert.
Stellt sich mir halt die Frage, wie die da groß was verdienen wollten. Zuerst mal müssen sie ordentlich investieren in die Prüfung, Geldauszahlung und Instandsetzung. Und wer kauft das dann?

Also mir würde es nicht einfallen, so ein gebrauchtes Gerät zu kaufen, weil ich einfach nicht weiß, was die Leute davor damit angestellt haben. Und der nächste Punkt sind dann ja Systemupdates. Wenn das Gerät nach einem Jahr end-of-life ist, bringt es mir auch nichts mehr.

Und ins Ausland verkaufen? Das würde gehen, aber die Leute haben dort auch gleich wieder weniger Kaufkraft, ergo muss der Preis noch geringer seind.

Wie sich das alles rechnen soll ... keine Ahnung. :confused_alt:
 
Und wieder ein Grund mehr, meine alte Hardware lieber selbst an den Mann oder die Frau zu bringen.
 
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zeaK schrieb:
Wie kann man denn als Wiederverkäufer überhaupt insolvent gehen? Da muss man sich ja schon ordentlich - und ständig - verrechnen, oder wie passiert das?
Sehr wahrscheinlich viel Ware gekauft und sich dann nicht darum gekümmert die Ware auch wieder flott los zu bekommen.

Wenn ich ein Smartphone für 350€ kaufe welches 500€ Wert ist, kann ich theoretisch 150€ Gewinn machen.
Lass ich das Teil aber 6 Monate liegen, macht man nicht mehr genügend Gewinn um die Unkosten auszugleichen.
 
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Restart001 schrieb:
Zoxs , Backmarket und Refurbed machen weiter.

Und das auch problemlos, so meiner Erfahrung nach. Ich habe schon bei Zoxs, ReBuy und MediMops sowohl verkauft, als auch gekauft. Kein einziges mal ein Problem, bei keinem der Anbieter.
 
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Hatte mal mein 15 Pro dort verkauft, ging ohne Probleme und war zufrieden.
 
Letztes Jahr ein Pixel Fold dort gekauft, zurückgegeben und auch 2 Wochen nach Zustellung bei Cleverbuy auf die Gutschrift gewartet. Erklärung war, sie müssen zu viele Retouren abarbeiten. Naja...
 
wagga schrieb:
Wie sehr dieser sicher ist und abgesichert ist, wenn alle Banken gleichzeitig pleite sind wurde noch nie festgestellt erprobt weil das zum Glück nicht passierte, ich würde aber um keine bösen Überraschungen zu haben damit rechnen dass das Geld weg ist.
Wenn alle Banken gleichzeitig pleite sind (also das Potenzierung der Lehman-Pleite), dann haben wir eh Verhältnisse wie 1929 und somit "andere" Probleme als schnöden Mammon. :schluck:
Dann zählen nur noch Grundbesitz, Nahrung uns später (wenn es wieder läuft) Gold. ;)
 
Also kurz um Klarheit zu schaffen, eine Nachbarin hat bei dem Laden gearbeitet und sagt ganz klar: Der Geschäftsführer, der jetzt in U-Haft sitzt, hat zum großen Teil in die eigene Tasche gewirtschaftet und das ganze dann als Art Schneeball-System geführt, sprich Kunden die schon länger aufs Geld gewartet haben mit der aktuellen Erlösen ruhig gestellt, und so weiter. Bis eben nicht mehr genügend Verkäufe da waren um die Kundenforderungen zu begleichen.

Das hatte also absolut keine wirtschaftlichen Gründe wieso der Laden nicht mehr steht. Da war halt ein Betrüger am Werk. Die angestellten haben auch teilweise gar keinen Lohn oder nur unter Androhnung bekommen. teilweise von ausländischen Konten... da könnt ihr euch ja überlegen wo der Insolvenzverwalter kein Geld mehr findet...
 
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AndrewPoison schrieb:
Mhh... angenommen, man hat sein Gerät da eingeschickt... dann verbleibt doch das Eigentum an der Sache bis zur Bezahlung beim Einsender. D.h., mindestens das Gerät (wenn schon nicht den versprochenen Geldwert) müssten alle, die jetzt dumm da sitzen, doch auf alle Fälle wieder kriegen. Ganz gleich wie das finanzielle Thema bei Cleverbuy weiter geht - denn das Gerät gehört Cleverbuy ja noch nicht.
Nope. Alles was IN der Firma ist wird automatisch zur Konkursmasse erklärt. Woher ich das weiß? Vor einiger Zeit ist ein PC Händler Konkurs gegangen. Erinnert sich noch wer an K&M ?.... Alles an bezahlter Hardware bzw. Fertige PC sind damals da auch in die Konkursmasse übergegangen aus dem alle die beim Insolvenzverwalter Ansprüche erheben mehr oder weniger bezahlt werden.

Sprich hast du jetzt etwas an die gesendet das nicht mehr angenommen wird weil keiner mehr da ist offiziell. Dann gehts wegen unzustellbarkeit an dich Zurück seitens des Paketdienstes. Also deines ist noch deines. Alles was schon angenommen wurde ist WEG. Weil da niemand mehr nachprüfen kann was wem genau gehört also wird das Gelände vom Insolvenzverwalter dich gemacht und dann findet eine Inventur statt welche "Werte" physisch vorhanden sind die man verkaufen kann um die Gläubiger (also auch dich - wenn möglich...) auszubezahlen. Da in der Regel erstmal die großen Forderungen bedient werden, geh davon aus das dein Dings was es auch war, weg ist...
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Wishlist schrieb:
Also kurz um Klarheit zu schaffen, eine Nachbarin hat bei dem Laden gearbeitet und sagt ganz klar: Der Geschäftsführer, der jetzt in U-Haft sitzt, hat zum großen Teil in die eigene Tasche gewirtschaftet und das ganze dann als Art Schneeball-System geführt, sprich Kunden die schon länger aufs Geld gewartet haben mit der aktuellen Erlösen ruhig gestellt, und so weiter. Bis eben nicht mehr genügend Verkäufe da waren um die Kundenforderungen zu begleichen.
Das erklärt auch warum der Verkauf an die andere Firma gescheitert ist. Die haben die Bücher der Firma gesehen und sind direkt von der Kaufabsicht zurück getreten...
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei der Betrügerbude kein Verlust für den eCommerc.
 
Conqi schrieb:
Das einzige was ein hoher Trustpilot Score aussagt ist, wie aggressiv der Händler das gegenüber den Kunden pusht. Ansonsten gehen da nämlich fast nur Leute zum Bewerten hin, die schlechte Erfahrungen gemacht haben.

This. Trustpilot ist imho nutzlos, weil die eine Hälfte der Unternehmen sich nicht für die Bewertungen interessiert und deren Page dann nur voll mit Leuten ist die sich auskotzen wollen und die andere Hälfte der Unternehmen per Anwalt schlechte Bewertungen löschen lässt. So steht da letztlich nur Müll.
 
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