Ich würde schon direkt 2 technische Umsetzungen vergleichen.
Also FTTH mittels GPON bei der Telekom mit der zu erwartenden 5G Umsetzung in Deutschland.
Dazu vorab die Betrachtung der Frequenzen.
Im 3,5GHz Band stehen 300MHz Spektrum zur Versteigerung, also der größte Teil im Frequenzbereich <24GHz.
Gehen wir davon aus, dass alle 4 Teilnehmer gleich viel ersteigern, bleiben für jeden 75MHz.
Das macht 37,5MHz Kanalbreite für den Downstream.
Im gehen wir mal optimistisch von 8x8 MIMO (30 Bit/s/Hz) aus ergibt sich eine Zellkapazität von 1,125 Gbit/s.
Fassen wir mal die Fakten (rein auf den Downstream bezogen) zusammen:
GPON:
- 2,5 Gbit/s Kapazität
- max. 32 Teilnehmer
DSLAM:
- 1 Gbit/s Kapazität (wird bei Bedarf erweitert)
- durchschnittlich 100 Teilnehmer
5G Zelle @ 3,5GHz:
Um eine, selbst mit DSL, vergleichbare Qualität abzuliefern bräuchte man schon recht kleine Zellen mit <100 Teilnehmern.
Zusätzlich hat man bereits bei 3,5GHz Probleme mit der Reichweite, eine Sichtverbindung ist vorteilhaft.
Ergo müsste man in jedem Dorf mindestens einen Sender bzw. Sendemast platzieren. Das wird sich nicht lohnen.
hildefeuer schrieb:
Was glaubt Ihr wie das kommen wird? In vermutlich 10 Jahren wird dann DVB-T2 abgeschaltet und dann sind genug Frequenzen frei.
In 10 Jahren sollten wir beim FTTH Anteil schon um die 16 Mio Haushalte sein, wenn die Politik will...
https://www.golem.de/news/glasfaser...-ftth-ausbau-ab-2021-starten-1805-134431.html