zukunft der router

capitalguy schrieb:
dann braucht es fiber internet ja überhaupt nicht mehr hierzulande.

Stimmt, das 5G Netz versorgt sich natürlich komplett autark und braucht keine Glasfaser :rolleyes:
Wie engstirnig muss man denn sein um zu denken 5G funktioniert einfach so mit Luft und Liebe?
 
Man sollte vorsicht damit sein, technische Details über zukünftige Netze zu posten.
Ich weis nur wie das damals mit den UMTS Netzen waren. Das Pilot-Projet in Europa war damals die Il of Wrigt GB. Das Pilot Netz war 3Mbit/s schnell. Die waren, als sie hier 3 Jahre später aufgebaut wurden 5Mbit/s schnell und sie wurden vermarktet mit Fotoversand, der dann schnell möglich sein sollte. Die installierte Hardware der Sendestationen war aber wesentlich schneller. In der Schweiz wurde gleich die volle Übertragungsgeschwindigkeit frei gegeben im Gegensatz zu Deutschland. Man wollte das Festnetz ausbauen und keine Mobile Ausweichmöglichkeit anbieten.
Auch das Hf Abstrahl-Kabel für Hongkong U-Bahn, was ich in Hannover gefertigt habe, war für 30Mbit/s UMTS ausgelegt.
Dem Quatsch mit Sendestationen alle Hundert Meter würde ich nicht glauben. Es gab ja auch Stimmen, die Glasfaser für Unsinn propagiert haben. Selbst die Deutsche Bahn hat ja ihr Glasfasserkabel-Netz verkauft, weil sie meinten es wäre zu teuer. Mannesmann heute Vodafone hat sich gefreut.
Vermutlich wird man irgendwann die LTE-Stationen mit 5G Technik ausstatten und LTE auf den entsprechenden Frequenzen dann abschalten. Ist heute schon der Fall. In Hannover steht eine LTE-Station mit 5G Technik und in Berlin auch, laufen aber auf LTE.
 
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Ich sehe das Problem doch eher da, dass teilweise (auch von der Fachpresse) alle Aspekte von 5G wild durcheinander geworfen werden und versucht wird irgendeine Meinung zu verbreiten.

Beim Otto Normalverbraucher kommt folgendes zum Thema 5G an:
  • 10+ Gbit/s (von Shared Medium ist keine Rede)
  • <=1ms Latenz (innerhalb der Funkzelle)
  • Flächendeckend
Da entsteht natürlich der Eindruck, dass ein Festnetz nicht mehr notwendig ist.
Bloß beachtet keiner, dass für die 10+ Gbit/s entsprechend viel Spektrum notwendig ist. Das gibt nur bei sehr hohen Frequenzen, wir reden hier von einer Kanalbreite von 1GHz und mehr. Die Reichweite ist dementsprechend gering.

Keine Frage, 5G wird mittelfristig LTE ablösen bzw. auf den LTE Frequenzen genutzt werden, bloß nicht mit 10+ Gbit/s.

Hier ist das schön auf den Punkt gebracht:
https://www.n-tv.de/technik/Wird-Deutschland-mit-5G-Masten-gespickt-article20854045.html
 
"10+ Gbit/s (von Shared Medium ist keine Rede)"
darüber würde ich mal nachdenken. Wenn an einer Station 5 Clients eingeloggt sind wird die Station zum Shared Medium. Geht gar nicht anders. Auch das heutige Festnetz ist shared Medium entgegen dem was verbreitet wird. An meinem Outdoor DSLAM hängen hier ca. 100 Häuser. Das DSLAM ist mit Glasfaser angebunden ca. 6km zur Vermittlung. Die Glasfaser Leitung ist das shared Medium. Da hängen noch ca. 20 DSLAMs dran und es liegt nur eine Glasfaser-Leitung zur nächsten Vermittlung.
 
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hildefeuer schrieb:
Wenn an einer Station 5 Clients eingeloggt sind wird die Station zum Shared Medium. Geht gar nicht anders
Das bedenkt aber ein Großteil der Presse, die Politik und der Otto Normalverbraucher nicht.
hildefeuer schrieb:
An meinem Outdoor DSLAM hängen hier ca. 100 Häuser. Das DSLAM ist mit Glasfaser angebunden ca. 6km zur Vermittlung. Die Glasfaser Leitung ist das shared Medium
Es wird aber in diesem Fall nicht mit der Maximalbandbreite der Anbindung des DSLAMs geworben, sondern mit jener der DSL Strecke.
 
@new Account() um mit FTTH vergleichbare Datenraten und vor allem Kapazität zu liefern?
 
An die Datenraten/Kapazität von FTTH kommst du nie ran, da du bei Glasfaser immer nen neues Bündel dazulegen kannst - was natürlich bei Funk nicht geht. Auch nicht mit >24GHz, weil auch dort bald Schluss ist, weil die Strahlung nichtmal mehr eine Wand durchdringen kann.
Aber fürs Land sehe ich persönlich schon genügend Kapazität zum Ersetzen des Festnetzanschlusses - ohne, dass man als Consumer relevante Einschränkungen machen muss.
 
Was glaubt Ihr wie das kommen wird? In vermutlich 10 Jahren wird dann DVB-T2 abgeschaltet und dann sind genug Frequenzen frei. Über 5G könnte man dann die 16TV-Sender auch steamen. Dito mit DAB und DAB+ wenn sich das nicht durchsetzt, was vermutlich der Fall sein wird.
"Es wird aber in diesem Fall nicht mit der Maximalbandbreite der Anbindung des DSLAMs geworben, sondern mit jener der DSL Strecke."
ja klar mir wird VDSL2 50Mit verkauft und geliefert wird 23.050kb/s. Damit haben die Ihren Vertrag erfüllt.
Solange das hier so weiter geht, bleibt Deutschland immer Schlusslicht hinter Spanien und Polen und Albanien.
 
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Ich würde schon direkt 2 technische Umsetzungen vergleichen.
Also FTTH mittels GPON bei der Telekom mit der zu erwartenden 5G Umsetzung in Deutschland.

Dazu vorab die Betrachtung der Frequenzen.
Im 3,5GHz Band stehen 300MHz Spektrum zur Versteigerung, also der größte Teil im Frequenzbereich <24GHz.
Gehen wir davon aus, dass alle 4 Teilnehmer gleich viel ersteigern, bleiben für jeden 75MHz.
Das macht 37,5MHz Kanalbreite für den Downstream.
Im gehen wir mal optimistisch von 8x8 MIMO (30 Bit/s/Hz) aus ergibt sich eine Zellkapazität von 1,125 Gbit/s.

Fassen wir mal die Fakten (rein auf den Downstream bezogen) zusammen:
GPON:
  • 2,5 Gbit/s Kapazität
  • max. 32 Teilnehmer
DSLAM:
  • 1 Gbit/s Kapazität (wird bei Bedarf erweitert)
  • durchschnittlich 100 Teilnehmer
5G Zelle @ 3,5GHz:
  • 1,125 Gbit/s Kapazität
Um eine, selbst mit DSL, vergleichbare Qualität abzuliefern bräuchte man schon recht kleine Zellen mit <100 Teilnehmern.
Zusätzlich hat man bereits bei 3,5GHz Probleme mit der Reichweite, eine Sichtverbindung ist vorteilhaft.
Ergo müsste man in jedem Dorf mindestens einen Sender bzw. Sendemast platzieren. Das wird sich nicht lohnen.

hildefeuer schrieb:
Was glaubt Ihr wie das kommen wird? In vermutlich 10 Jahren wird dann DVB-T2 abgeschaltet und dann sind genug Frequenzen frei.
In 10 Jahren sollten wir beim FTTH Anteil schon um die 16 Mio Haushalte sein, wenn die Politik will...
https://www.golem.de/news/glasfaser...-ftth-ausbau-ab-2021-starten-1805-134431.html
 
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hildefeuer schrieb:
In vermutlich 10 Jahren wird dann DVB-T2 abgeschaltet und dann sind genug Frequenzen frei. Über 5G könnte man dann die 16TV-Sender auch steamen. Dito mit DAB und DAB+ wenn sich das nicht durchsetzt, was vermutlich der Fall sein wird.
es wäre wünschenswert. dab konnte sich irgendwie nie durchsetzen & fand wenig begeisterung in der bevölkerung.

hildefeuer schrieb:
mir wird VDSL2 50Mit verkauft und geliefert wird 23.050kb/s. Damit haben die Ihren Vertrag erfüllt.
Solange das hier so weiter geht, bleibt Deutschland immer Schlusslicht hinter Spanien und Polen und Albanien.
das ist der springende punkt, die internetanschlüsse in deutschland sind schlecht & teuer. ich hoffe es wird sich mit 5g ändern.
 
hildefeuer schrieb:
Wenn an einer Station 5 Clients eingeloggt sind wird die Station zum Shared Medium.

Die Station ist eine Station. Die Station ist kein Medium.

Auch das heutige Festnetz ist shared Medium

Das Festnetz ist das Festnetz. Das Festnetz ist kein Medium

An meinem Outdoor DSLAM hängen hier ca. 100 Häuser.

Korrekt, aber irrelevant wenn es um das Medium geht. Das Medium zwischen DSLAM und Haus ist die Kupferdoppelader und die ist eben nicht geshared, ist kein Shared Medium.

Das DSLAM ist mit Glasfaser angebunden [...] Vermittlung. Die Glasfaser Leitung ist das shared Medium.

Das war jetzt aber mal richtig. Geht doch.

Da hängen noch ca. 20 DSLAMs dran

Wieder nicht korrekt.

und es liegt nur eine Glasfaser-Leitung zur nächsten Vermittlung.

Fast. Es liegen ein oder mehrere Speedpipes zwischen Vermittlungsstelle und Outdoor DSLAM. Es liegen ein oder mehrere Glasfaserkabel in einer Speedpipe. Es liegen 72 oder mehr Glasfasern in einem Glasfaserkabel in der Speedpipe. Es werden 1 bis n von maximal 20(?) optische Fenster in der Glasfaser in einem Glasfaserkabel in einer Speedpipe genutzt um darüber jeweils 1 oder 10 Gbit Datenkanäle zwischen der Vermittlungsstelle und dem DSLAM zu schalten.
Die Fasern selbst werden Punkt zu Punkt geschaltet, da ist nix mit "noch ca. 20 DSLAMs dran". Sie können aber natürlich an einem DSLAM aufgetrennt werden so dass das Kabel und die Speedpipe weiter laufen.
Diejenigen die sich "mit sowas" auskennen mögen mir die sicher enthaltenen Fehler verzeihen. Korrektur willkommen.
 
Hayda Ministral schrieb:
Diejenigen die sich "mit sowas" auskennen mögen mir die sicher enthaltenen Fehler verzeihen. Korrektur willkommen.
Okay, ich fang mal an:

Hayda Ministral schrieb:
Das Festnetz ist das Festnetz. Das Festnetz ist kein Medium
Falsch: Das "Festnetz" ist ein Medium, da darüber Informationen vermittelt werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Medium_(Kommunikation)
Und geteilt ist es auch, viele können ein Lied davon singen...

Visualisierung des Festnetzes:
https://de.wikipedia.org/wiki/Festnetz#/media/File:AccessNetwork_Cu.svg
Ab dem ersten Knoten ist es auch ein geteiltes Medium.

Auch Stationen (z.B. n:1- Konnektoren) sind Medien, da sie Informationen zwischen verschiedenen Kommunikationskanälen vermitteln.
 
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