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zu der Handlung muss ich wohl nicht viel sagen (es gibt auch nicht viel zu sagen), es werden Kampfflugzeuge geflogen. Tom Cruise und Jennifer Connelly spielen echt nett, das passt, der Rest ist nur ok. Was mich aber an den "neuen" Action-Streifen so stört, wie "billg" und flach der Handlungsrahmen ist (genauso wie z.B. bei Robocop). Man klatscht nur irgendetwas dahin um die vorhersehbaren , konstruierten Interaktionen der Protagonisten zu garantieren damit ja alles in die gewohnte Richtung geht.
In einem Krankenhaus erzählt ein verunglückter, bettlägeriger Stuntman einem kleinen Mädchen eine fantastische Rachegeschichte.
Sehr kunstreicher und fantastischer Film, der teilweise so absurd ist, dass er unterhält. Leider verfliegt die anfängliche Verwirrung doch irgendwann und es fehlt die Tiefe dahinter. Wer „The Cell“ des Direktors mit Jennifer Lopez kennt, weiß was ich meine. Der Stil der Traumszenen ist recht ähnlich.
Das Ende wurde extrem dramatisch und unnötig emotional und hat den Film für uns runtergezogen.
Ein Cybersecurity Experte und eine Nachrichtensprecherin versuchen Beweise für die Existenz von Aliens zu veröffentlichen.
Der Film hat Pluspunkte: Ein paar Ideen sind interessant. Aus denen wird allerdings wie aus dem traumhaften Soundtrack (John Williams) nichts gemacht. Zudem gibt es für jede gute Idee mindestens eine schlechte. Die schlechteste Idee sind die letzten 15 Minuten, denn der Film wäre besser ohne.
Manche Szenen sind (unfreiwillig?) komisch und manchmal versucht der Soundtrack so stark es irgendwie whimsy und fantastisch wirken zu lassen, doch die veralteten, schlecht umgesetzten Konzepte ziehen es runter wie ein Zementblock. Irgendwann vor 2000 (1990?) spielend würde der Film wenigstens etwas mehr Sinn ergeben aber 2020 sind die Züge alle abgefahren.
Rachel Zegler ruft mit sieben CGI-Monstern den Kommunismus im Königreich aus.
Ich habe ja immer Hoffnung, dass Filme nicht so schlecht sind wie erwartet. Aber das hier hätte ich mir sparen können. Das Einzige was kurzzeitig von Zeglers RBF, dem horrenden CGI und den winzigen Sets ablenkt ist Gal Gadots overacting.
Die Story ist verdreht, Kernaussagen werden im Englischen abgeändert und „modernisiert“ und selbst die Songs sind nervig.
Nach einer Stunde hat meine Freundin mich gebeten den Film auf 1.5x laufen zu lassen und selbst dann haben sich die Szenen gezogen.
1/10
Ausgesetzter Roboterjunge David versucht die blaue Fee zu finden um ein richtiger Junge zu werden.
Noch ein Film mit interessantem Konzept und guten Ideen, mit dem Spielberg nicht ganz klar kam. David ist der erste Android mit Gefühlen, kommt aber meistens nur extrem creepy rüber, während er seine Umgebung zu Tränen rührt. Hier fehlt einfach die Abwechslung oder (wie in vielen Belangen) Tiefe.
Gerade die Roboter wirken wenig durchdacht da sie zu ähnlich und zurückhaltend reagieren.
Das plötzliche und extrem wortreiche Ende kannte ich schon, aber ich hatte vergessen wie sehr es sich zieht.
5/10
Liam Neeson tritt in die Fußstapfen von Leslie Nielsen als Lieutenant Frank Drebin Jr.
Gelungene Hommage an die alten Parodien. Leider ist die Gagdichte nicht so hoch wie in den Originalen und fällt nach dem surrealen Anfang etwas ab. Flachwitze und Klamauk treffen nicht immer. Die alten Filme feuerten aus allen Rohren mit einem neuen Gag in jeder Szene, dann sieht man über manche Fehlschläge hinweg. 2025 geht schnell die Luft aus und gegen Ende hat der Film sich daher leider etwas gezogen da die Lacher ausblieben.
Der Film trifft schon teilweise den Nerv der alten Filme, kann es aber nicht so gelungen durchziehen.
6/10
Der auf einer wahren Geschichte beruhende Film ist ein klassisches Beispiel falsch geweckter Erwartungen. Der Trailer suggeriert das es hierbei um eine Komödie handelt da hier die 3-4 lustigen Szenen des Films gezeigt werden. Der Film ist allerdings keine Komödie, eher ein Drama.
Der Film um den mehrfachen Einbrecher, der sich monatelang in einem Spielzeug-Supermarkt versteckt ist gar nicht schlecht, ich mag den Cast und die Geschichte ist interessant. Aber man sollte schon die Möglichkeit haben den passenden Film zur aktuellen Stimmung zu wählen.
1941: Ben Affleck und Josh Hartnet stecken in einer Dreiecksbeziehung mit Kate Beckinsale, als die Japaner angreifen.
Tatsächlich nicht so schmalzig wie ich es in Erinnerung hatte. Es wird auch recht schnell durch Explosionen, Gewalt und tausende tote Soldaten vom Beziehungsdrama abgelenkt. Die Charaktere sind gut genug, die Schauspieler überzeugen. Die Action ist bombastisch wie von Michael Bay erwartet. Was enttäuscht sind die Flugszenen und Dogfights, da sie zu nah/eng und zu chaotisch gefilmt wurden.
Die letzten 30 Minuten hätte man sich allerdings sparen sollen. Die sind wirklich mit der heißen Nadel rangetackert um irgendwie noch ein „Hurray, USA!“ in den Film zu bekommen.
Batman (Michael Keaton) und der Joker (Jack Nicholson) streiten sich um die hübsche Vicki Vale (Kim Basinger)
Irgendwo auf der Schwelle auf der Batman nicht mehr so albern sein wollte, aber trotzdem noch ist. Nicht so albern wie Batman Returns (1992) oder spaßig schlecht wie Batman Forever (1995) und natürlich meilenweit weg von Batman Begins (2005), also irgendwo im Niemandsland.
Die vielen Gimmicks wirken billig, Keaton ist als Batman unglaublich steif und überraschend unfähig. Gotham wirkt klein, eng und fast wie ein Raumschiff oder Dark City (1998) voller Dampf und Industrie.
In wenigen Momenten kann Tim Burton beeindruckende Szenen kreieren und Nicholson hatte sichtlich Spaß beim Dreh. Ich weiß, dass es in der damaligen Zeit wegbereitend war, aber selbst die Anleihen an Comics sind heutzutage veraltet.
Uns hat der Film als Ganzes nicht überzeugt.
Stasi Hauptmann Wiesler wird damit beauftragt einen Schriftsteller abzuhören und beginnt an seiner Überzeugung zu zweifeln.
Zur Abwechslung mal ein deutscher Film was bedeutete, dass ich meiner Freundin viele Grundlagen erklären musste. Und es war besser als gedacht: Die Kunstszene war so wortreich und abgehoben, die Stasi so bedrohlich, schmierig und zynisch wie erwartet. Wie realistisch das ganze ist, kann ich nicht einschätzen. Für mich wurde das Gefühl von Deutschland der 80er gut eingefangen.
Das Einzige was wir fehlte war ein Schlüsselerlebnis, dass den Wandel auslöst. Gerade da Wiesler anfangs als extrem kalt und rational vorgestellt wird.
9/10
Ich sah den Film jetzt ein zweites Mal, hatte wichtige Teile sogar vergessen - und JETZT erst verstanden! Das ist Genialität des Universums (und Denis Villeneuve), wenn man das Motto des Filmes lebt und in der Zukunft die Vergangenheit versteht, weil man diese spezielle Zukunft erleben musste. Natürlich prägen die eigenen Lebensumstände und -erfahrungen dies mit, gestalten es intensiver.
Für mich einer der besten Filme aller Zeiten, sitze immer noch mit Gänsehaut und Tränen in den Augen!
Großer Respekt auch an die Akteure, insbesondere Amy Adams, welche die Rolle hervorragend vermittelt.
Brad Pitt versucht als UN-Mitglied den Ursprung eines Zombie Ausbruchs zu finden.
Zombiefilm der versucht ernst genommen zu werden und dabei eher wie UN-Propaganda wirkt. Viele blanke Gesichtsausdrücke, ein blasser Brad Pitt und sehr fragwürdige Logistik. Nichts was man nicht schon hundertmal gesehen hat.
Das war schon etwas erfrischend, hier mal einen komplett anderen Ansatz zu sehen ... die Minions in den 20/30er Jahren.
Grundsätzliche eine neue Erzählweise für die Reihe, welche guttat und an Komik nichts verliert, etwas augenzwinkernd daherkommt.
Schwierig sind jedoch die Auswahl der Filmbezüge, das Publikum - und nicht nur die "kleine" Zielgruppe - kann mit vielen Referenzen überhaupt nichts anfangen und wer nicht seit Jahren regelmäßigen Kino- und Independent-Film Konsum vorweisen kann, wird einiges gar nicht zuordnen können. Ist aber egal, der Film baut darauf auch nicht auf, ist eher der ein oder andere Aha- oder Kichermoment für die ganz schlauen Kinogänger.
3D ging in Ordnung, gab dem Ganzen die "Tiefe".
Einige Figuren hätte man noch besser ausarbeiten können - doch es geht hier nicht um Geschichte und Story - der Klamauk soll zünden. Genau hier zeigt sich dann das eigentliche "Problemchen", dass man diese Kombination nicht konsequent ausgebaute - etwas von jedem und nur ein Stückchen lässt den Zuseher hin und her springen, bietet nur Krümel, statt Buffet - da hätte man sich mehr auf den Klamauk konzentrieren sollen, zumal es, wie oben erwähnt, sowieso nicht alle verstehen.
Ich will dazu gar nicht viel sagen. Es ist für mich einer der mit Abstand schlechtesten Filme, die ich je im Leben gesehen habe. So abgrundtief Seelenlos, dämlich und langweillig, ich kann gar nicht fassen, dass ich nicht einfach was in den Fernseher geschmissen habe. Leere Story, richtig schlecht geschriebene Charaktere, miese Schauspieler.... ach, kommen wir einfach zur Bewertung:
Clark stößt im Untergeschoss seines gescheiterten Möbelhauses einen Zugang zu scheinbar endlosen, leeren, surrealen Büroräumen.
Die Kernidee funktioniert. Das Irren durch die endlosen unlogischen Räume, teils als Found Footage, teils mit irritierend statischer Kamera, unterlegt vom dröhnend monotonen Soundtrack und dem beängstigten Gefühl nie alleine zu sein.
Alles andere lenkt meiner Meinung davon ab: die Psychologischen Traumata der Protagonisten, Versuche die Backrooms zu erklären oder eine geheimnisvolle Forschungsorganisation. Sobald die Räume voller wurden und gegen Ende das Monster gezeigt wird, ist für mich der ganze Film auseinandergefallen.
6/10
Gremlins (Blu-Ray)
Ein Steven Spielberg Klassiker. Das letzte mal ist schon viele Jahre her als ich es gesehen habe, dass Bundle mit Gremlins 2 war günstig also...
Klassische Technik und Sets. Story natürlich nichts besonderes aber man wird unterhaltet. Gibt auch ein Einblick in die Zeit, "Pranks" waren gefühlt in der damaligen Zeit generell ein Ding.
Bild ist ok. Ton (Englisch) solide.
Jack Nicholsons Winteraufenthalt im eingeschneiten Overlook Hotel eskaliert.
Horroklassiker von Kubrick und teilweise als bester Horrorfilm aller Zeiten gehandelt. Meine Freundin hat der Eröffnungsoundtrack schon in Panik versetzt und es wurde kaum besser:
Das Hotel ist bedrückend groß, die riesigen leeren Räume und der hallende Sound lassen einen nie entspannen, während der Soundtrack sich ins Hirn brummt.
Nichelsons irres Grinsen, Duvalls zu große Augen und Dannys verängstigte Starren lassen jede Hoffnung auf einen erholsamen Hotelaufenthalt im Keim ersticken. Nur Scatman Crothers als Dick Hallorann ist (mein persöhnlicher) Comic Relief.
Jake Gyllenhaal und Yahya Abdul-Mateen II nehmen nach einem missglückten Banküberfall einen Krankenwagen als Fluchtwagen und die Besatzung als Geiseln.
Gute Idee, mit abgedrehten Drohnen-Kamerafahrten (meine Freundin war kein Fan), guten Schauspielern und weniger Explosionen als erwartet. Selbst der Michael Bay Humor schlägt nur drei Mal durch.
Was mit fehlte war ein Ziel zu dem man fliehen will, ein „ticking clock“ Element oder mehr Versuche die Polizei abzuschütteln. Die LAPD ist dem Krankenwagen schnell auf den Fersen und bleibt den Rest des Films dort während man durch LA mäandert. Und so fällt der Film gegen Ende etwas auseinander.
Wurde ja viel im Vorfeld darüber gesagt. Falsche Besetzung (milde ausgedrückt), Wikingerschiff, lächerliche Kostüme.
Nicht komplett falsch aber übertrieben und der Film ist dennoch gut aber auch nicht Nolans bester. 7/10
Ich werde jetzt über Inhalte schreiben aber die Ilias und Odyssee ist grob 2500 Jahre alt also werde ich nur einen Spoiler Tag setzten wenn es um Nolans "Twist" geht.
Der Film folgt der Odyssee im Groben und Ganzen recht "nahe". Einige "Abenteuer" von Odysseus wurden bei der Adaption entfernt vermutlich um die Laufzeit im Rahmen zu halten, mit fast 3 Std. ist der Film jetzt schon nicht gerade kurz. Es fehlt z.B. die Begegnung mit Aiolos, den Lotophagen und sein Aufenthalt bei den Phaiaken.
Ansonsten geht der Film einen recht eigenartigen Mittelweg. Auf der einen Seite beinhaltet er den Mythos und dementsprechend auch Magie, Monster und Götter auf der anderen Seite versucht er das nicht direkt anzusprechen.
Ein Beispiel dafür wäre die Begegnung mit dem Zyklopen. Erstmal ist es nur einer (eine recht übliche Änderung) und zweitens kommuniziert dieser nicht und deshalb wird auch die List des Odysseus entfernt ihn betrunken zu machen. Übrig bleibt halt nur ein Monster das dann Geräusche von sich gibt die als Schreie nach Poseidon interpretiert werden.
Es gibt jedoch einen Aspekt in diese Adaption von Nolan stark von Homer abweicht. In der Odyssee von Homer geht es ganz grob um das Leben. Jeder ist auf der Suche nach seiner eignen Heimat, Freunde und Familie, und den Weg dorthin kennt man nicht. Die Reise ist voller Gefahren, Verführungen und Widrigkeiten die nicht nur Kraft sondern auch Intelligenz und Selbstbeherrschung benötigen um sie zu überstehen. Und ganz am Ende benötigt man dennoch den Segen der Götter. Auch beinhaltet sie Lehren über Loyalität und Konsequenzen.
Für Homer ist die Heimat die Erfüllung des Lebens. Für Nolan jedoch nicht. Für Nolan ist Heimat eher ein Geflecht aus zugrundeliegenden Werten.
Nolan hat sich einen Aspekt herausgepickt, die Xenia (Gastfreundschaft). Und diese verbindet er mit einer den Taten des Odysseus. Das Endergebnis ist ein extrem abweichende Aussage des Gesamtwerkes.
In Nolans Odyssee ist es Odysseus List in Troja die das Gefüge der Gesellschaft untergräbt. Odysseus lügt um seine List zu verkaufen, opfert einen Unschuldigen und als Troja fällt begehen seine Soldaten Frevel die er nicht mal versucht zu verhindern. Immer wieder wird vom Volk von der See gesprochen das großes Leid bringt. Es stellt sich heraus es ist kein "Volk" sondern nur die Rückkehrer aus dem Krieg von Troja. Die zehn Jahre Krieg und die Gräueltaten die sie begangen haben, haben sie verändert. Sie halten sich nicht mehr an die alten Gesetzte wie die Xenia und führen so den Fall der Zivilisation herbei. Und all dies ist Odysseus schuld. Er hat es ihnen gezeigt, ermöglicht und daran teilgenommen. Er kann nie nach Hause kommen, denn er hat die Werte auf denen es Basiert unwiederbringlich zerstört. Hier geht es um das Ende der Bronzezeit und der beginn der Eisenzeit die als Dunkel beschrieben wird.
Aber das macht den Film nicht wirklich schlecht sondern nur anders. Insgesamt bleibt es recht schlüssig nur ist es am Ende dann halt leider auch nicht wirklich die Odyssee. Wer nur die Odyssee sehen wird vermutlich bei Die Fahrten des Odysseus wohl eher fündig.
Na dann schreib ich jetzt noch etwas Mist über die Kontroversen.
Da wären die lächerlichen Rüstungen. Jupp sind sie und der große Schirm ändert nichts daran. Bei den Helmen der Trojanern muss man schon fast aufpassen nicht zu lachen. Agamemnon sieht vollkommen deplatziert aus, wie ein Alien. Die einteilige Brustplatte geht über die Hüfte und schränken die Bewegungsfreiheit ein, immer wieder sieht man daher die Schauspieler sich an den Halsausschnitt fassen um die Rüstung nach unten zu drücken... nach Bronze sieht es auch nicht aus. Insgesamt ist es okay aber halt nicht wirklich gut. Im Grunde wollen die meisten keine historischen Rüstungen sondern eher Hollywood-Klischees. Das Problem hier ist das es weder das eine noch das andere ist.
Bei der zivilen Kleidung hat man auch bisweilen das Gefühl einen Mittelalter-Film anzuschauen... da steht Telemachos mit Gürtel und einem Hemd und Hose aus Hemp auf der Terrasse...
Zum Schiff. Ja das ist ein Wikinger Langschiff um 800 n. Chr. Die Galeere hätte es zur angeblichen Zeit der Trojanischen Kriege 1200 v. Chr. noch nicht gegeben. Und ja die Griechen hatte um etwa 1000 v. Chr. auch Langschiffe. Nur wissen wir nicht im Detail wie die ausgesehen haben. Hier ist es aber ein vernagelter Rumpf mit Klinkerbauweise... wohl eher nicht.
Am Ende ist beides ahistorisch insofern wäre mir eine Galeere mit nur einem Deck einfach lieber gewesen. Das hätte es optisch näher an Griechenland gebunden. Aber im Grunde ist es halt ein Schiff und funktioniert als solches.
Tja und dann die Besetzung... die Ilias und die Odyssee sind Geschichten und keine historischen Überlieferungen. Fast alles darin ist erfunden. Ergo kann man natürlich auch machen damit was man will. Also adressiere ich den Elefanten Raum: Eine schwarze Helena.
Helena wurde von Zeus und Leda gezeugt nachdem dieser sie in Form eines Schwans verführte. Und Helena schlüpfte aus einem Ei. Also Schwachsinn. Demnach kann Helena auch schwarz sein.
Oder auch nicht. Zeus mag ein Gott sein aber er ist ein griechischer Gott und Leda war die Tochter des ätolischen (West-Griechenland) Königs Thestios und seiner Frau Eurythemis. Thestios ist der Sohn Ares, dem griechischen Gott des Krieges. Das klingt nicht nach schwarz Afrika für mich. Das klingt aber auch nicht nach Blond und Blauäugig. Sie mit Lupita Nyong’o zu besetzten halte ich für gezielte Provokation der Rechten und daher eher unnötig. Die Aussage ist impliziert: Die schönste Frau der Welt ist schwarz. Bringt Rechte auf die Palme. Gerechtfertigt wird es mit damit das ein Mythos ist und Ethnien daher irrelevant sind. Schon klar. Ergo ist jeder der das befremdlich findet ein Rassist. Aber das finde ich ziemlich primitiv gedacht. Homer war ein Grieche ca. 800 v. Chr. Es ging also um ein Schönheitsideal für Griechen um diese Zeit. Auf antiken Gefäßen wird sie wie viele Frauen mit gelockten Haaren die in einen Knoten geflochten sind dargestellt. Die meisten Griechen hatten vermutlich einfach an einen mediterranen Typ gedacht. Nicht Kenia, nicht Schweden. Einfach nur Griechenland.
Spielt das für den Film eine Rolle? Nö. Ihre Rolle ist winzig. Und dennoch hat es halt einen faden Beigeschmack von "blackwashing" und fehlgeleiteten Aktivismus.
Aber Sie ist nicht die einzige fragwürdige Besetzung. Da wäre noch Elliot Page als Sinon. Eine Transgender Person. Eigentlich passend für antikes Griechenland Ba-Dum-Tis. Sinon steht halt eigentlich für Verrat. Das tut er in Nolans Film nicht. Ist eigentlich auch nicht Teil der Ilias oder Odyssee sondern wird ca. 800 Jahre später dazu gedichtet. Er ist halt ein dürrer Ast. Ich hab keine Ahnung wer der Synchronsprecher ist ob das jetzt ne Frau ist die versucht männlich zu klingen oder ein Mann der versucht weiblich zu klingen... egal wie funktioniert für mich nicht. Wird dem Namen nicht gerecht, sieht und klingt merkwürdig aus und das war es auch schon. Hat keinen echten Einfluss auf die Qualität des Film, weder zum Guten noch zum Schlechten. Es ist was es ist.
Und jetzt zu den Weißbroten die sich als Griechen ausgeben. Anne Hathaway, Matt Demon, Tom Holland und Robert Pattinson. Gute Schauspieler, gute Leistungen. An sich alles okay aber so ein bisschen Sonne hätte ihnen nicht geschadet. Einfach etwas zu blass. Gerade Matt Damon als jemanden der ohne Sonnenschutzfaktor 3000 20 Jahre am Mittelmeer abhängt... hatte man Angst vor Blackfacing wenn man ein Bräunungsspray verwendet hätte? Etwas zu viel London,Boston und New York zu wenig Athen, Sparta und Ithaka.