News : Intel: Multi-Core-Forschung in Braunschweig

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Intel eröffnet heute in Braunschweig das Intel Germany Research Center, das künftig einen wesentlichen Bestandteil des unternehmensweiten Forschungsnetzwerks darstellt. Ein Schwerpunkt ist das Microprocessor Lab Germany, das in die globale Entwicklungsarbeit an der Mikroarchitektur für das Tera Scale Computing eingebunden ist.

Dies umschreibt die künftigen Generationen von Mehrkern-Prozessoren, die hundert oder mehr Prozessorkerne integrieren werden und Rechenleistungen im „Tera“-Bereich zur Verfügung stellen. Der Forschungszyklus bis zum fertigen Produkt beträgt bei derartigen Projekten zwischen fünf und zehn Jahre. Das Tera Scale Computing umfasst nicht nur die reine CPU-Hardwareforschung, sondern hat auch maßgebliche Weiterentwicklungen in der Softwarearchitektur im Blickpunkt. Darüber hinaus realisieren die Ingenieure in Braunschweig Entwicklungsprojekte zum Thema energieeffiziente Systeme, wie etwa für eine signifikante Steigerung der Batterielebensdauer.

Insgesamt beschäftigt Intel in Braunschweig derzeit rund 100 Mitarbeiter. Damit ist der Standort in den letzten Jahren zum größten Chipentwicklungszentrum Intels in Europa angewachsen. So hat sich Braunschweig mittlerweile als konzernweit wichtigster Standort für die Entwicklung und Vermarktung von Bausteinen für die optische Nachrichtentechnik etabliert. Die jüngsten hochkomplexen Halbleiterbausteine für optische Glasfasernetze beispielsweise beinhalten bis zu 100 Millionen Transistoren. Sie finden Einsatz in der Steuerung und Fehlerkorrektur von Datenströmen mit 10 Gigabit pro Sekunde oder höher.

Seit 2004 arbeitet das Unternehmen eng mit der Technischen Universität Braunschweig zusammen, die im Zuge dessen zur Intel „Fokus-Universität“ ernannt wurde. Ziel ist es, insbesondere den Ingenieursnachwuchs enger an die Praxis heranzuführen. Hierzu wurden verschiedene Programme rund um Praktika und Diplomarbeiten ins Leben gerufen. Zudem sponsert Intel maßgeblich den Studiengang „Advanced VLSI Design“, der ganz speziell auf die Bedürfnisse der Halbleiterindustrie zugeschnitten ist. Studenten wird dort die Konstruktion komplexer Prozessoren nahe gebracht, was ihnen einen späteren Berufseinstieg in der Halbleiterindustrie erheblich erleichtern soll.